Die Luft ist raus

DSC07717.JPG Wer meine letzten Einsätze verfolgt hat, sei es am Hinterrad oder im Newsletter, der wird die abfallende Formkurve erkannt haben. Schon vor meinem Einsatz beim Shark-Attack Marathon Saalhausen stand fest, das dies der letzte Marathon für mich in 2012 sein soll. Nach dem Rennen war ich noch froher nun endlich etwas Pause zu haben, denn Saalhausen hatte es wieder in sich.

Den Marathon im sauerländischen Saalhausen hatte ich bislang nicht in guter Erinnerung, denn da gab es immer mal kleine Vorkommnisse. Da ich aber nicht nachtragend bin, machte ich mich nochmals auf, um die 96km-Runde zu fahren. Hier gabe es wieder eine Streckenführung von einer Hauptrunde, einer Zusatzschleife, eine davon doppelt und die südliche Strecke. Bei mir funktionierte es ohne Probleme, andere Fahrer gurkten schon mal etwas in die falsche Richtung. Wäre halt immer schön einen aktuellen Streckenplan ausgehändigt zu bekommen, denn dann würden die Betreuer auch nicht wie Lemminge über die Wiese irren.

DSC07738.JPG Da wir schon letztes Wochenende eine entspannte Nacht im Maritim Hotel Schmallenberg hatten, nächtigten wir erneut da. Nachdem wir das empfehlenswerte Büffet leergefräst hatten, stand einem gutem Rennen nichts im Wege, außer die Gegner und die normalen Rennvorkommnisse. Ein kleines, aber gutes Fahrerfeld machte sich um 8.00Uhr auf die noch trockene Strecke. Fünf Minuten später stand eigentlich das Ergebnis fest, denn Andreas Kogler (Merida) führte vor Matthias Frohn (Team Berg) und Bram Rood (Mitsubishi). Dahinter hatten Sven Pieper (Burn Baby) und ich schon mehr Schwierigkeiten dem Geschwindigkeitsdiktat zu folgen. Nach 15km und drei Anstiegen musste ich das Tempo drosseln um den Tag zu überleben.

Nachdem sich Andreas K. abgesetzt hatte, sah ich die drei Jungs noch eine Weile vor mir rumradeln, bevor ein Zisch in einer Wurzelpassage das Rennen kurzzeitig unterbrach. Diesmal gelang mir die Reparatur ziemlich schnell, so dass ich in der Verfolgergruppe gleich wieder ins Rennen einsteigen konnte. Der nun aber aufkommende Regen schlug etwas auf die Stimmung und es kam nun nochmal der schon bekannte Streckenteil. Ein Abschlußrennen schließt man aber am Zielstrich ab und nicht an der Streckenteilung. Also holte ich mir bei Petra ein neues Hinterrad und zeigte meinen Begleitern wozu ein genervter Dano fähig ist.

DSC07906.JPG Der südliche Teil der Strecke hatte ich als sportlich in Erinnerung, was auch so geblieben ist. Es ging richtig, aber wirklich richtig bergauf und die letzten Abfahrten sind wirklich toll und auch technisch. Für mich ist dies einer der schönsten Streckenteile im Sauerland. Im Zielbereich wartete dann auch schon wieder die Sonne, so dass man den Nachmittag dort nett verbringen konnte. Ich behalte Saalhausen nun doch in guter Erinnerung, auch weil die Siegerehrung so schnell nach meiner Zieleinfahrt auf Platz 4 der Herren erfolgte….lag aber eher an meinem großen Rückstand.

Für mich geht es nun die Herbstpause, wo evtl. mal ein Straßenrennen gefahren wird, denn da werden welche in Hamburg folgen. Ansonsten lege ich auch mal die Beine hoch und bereite mich mental auf eine Crosssaison vor, welche Ende Oktober gestartet wird.

Hier waren wir