Das ist halt so in Spanien!

DSC00492.JPG Von mir kommt der Satz, auch wenn es einem verwundet, nicht. Ausgesprochen wurde er von einem Sportografen, der sehnsüchtig auf die zu fotografierenden Rennradfahrer von der Cycling Challenge wartete. Man hatte ihn vergessen zu informieren, dass sich die Strecke geändert hat. Habe natürlich gut gelacht. Am Abend war er dann dran mit dem Lachen, denn das Einladungskriterium fiel auch einfach aus. Waren wohl zu wenig Starter eingeladen worden. Das ist halt so in Spanien.

Bevor die staubigen Eindrücke vom Marathon folgen, habe ich mich natürlich akribisch auf der Insel vorbereitet. Am Dienstag ging es voller Motivation und Überdruck gleich rein in die Berge. Ich quälte mich und das neue 29″-MTB durch schönste Täler und geile Anstiege. Ist immer wieder cool auf dem Mountainbike Rennradgruppen zu überholen, insbesondere von auf den Trikots www.xxx.be oder .nl steht. Herrlicher Tag war das, bis der BMC-Profi mich versägte. Die 5 Stunden Vollgas auf der Straße waren aber toll.

DSC00508.JPG Die beiden folgenden Tage verzog ich mich ins Gelände. Für ein Straßentraining waren die Beine dann doch zu schwer vom Vortag. So erkundigte ich an zwei Tagen die lange Marathonstrecke und konnte mir einige heikle Stellen gut anschauen. Läuft irgendwie schon besser so ein großes Rad bergab, auch wenn ich im Rennen wieder links und rechts überholt wurde.

DSC00728.JPG Der Open MTB Marathon auf Gran Canaria begann wie alle Tage: Sonnig und warm. Der Start verlief ruhig auf einem Straßenanstieg bis zur Staumauer, wo dann im Gelände Renntempo eingeschlagen wurde. Mir war dies entschieden zu schnell und ich suchte meine Geschwindigkeit, welche sich mit der, der ersten Verfolgergruppe deckte. So rüttelteten wir uns Richtigung Fartaga. Was nun folgte war der Kampf zwischen Ü50 und Ü40. Mit Matthias Ball gab es ein schönes Duell, denn er versägte mich bergab, ich hingegen überholte immer bergauf. So ging es dutzende Male…..

DSC00817.JPG Zum Schluß der Runde folgte aber kleine Wellen, wo der Drücker der Küste klar seine Vorteile hatte. So sammelte ich Platz 6 und 7 ein und hatte fast alle steinigen Passagen hinter mit gelassen, als ich doch noch einen Durchschlag bekam. Große Schei.., denn es gingen 4 Plätze und mein Sieg bei den Ü40 flöten. Ein Dank noch an SKS-Druckluftpatronen, die mit toll die Hände kühlten, aber kein Gas in den Reifen schoßen. Genervt und mit einem weiteren Platten überquerte ich als 10. in der Gesamtwertung die Ziellinie.

Jetzt beginnt gleich die Marathon-Party, wo wir mit den Piraten den Frust „kielholen“ werden. Morgen geht es dann zum Abschluß nochmals auf den höchsten Punkt der Insel um danach endlich wieder was anständiges zu machen außer Radfahren……Nur blöde Kommentare abgeben.