Der Weg zur Deutschen Meisterschaft und wieder zurück

Momentan genieße ich die rennfreie Zeit, denn nach den Deutschen Meisterschaften in Gruibingen beendete ich die MTB-Saison 2017. Man kann ziemlich schnell zusammen-fassen, wie es so war. Mit dem Trümmerbruch in der Hand ging es los und mit einem dicken Knie hörte sie auf. Tolle Erfahrungen auf die man gerne verzichten kann.

Zur Vorbereitung auf die Meisterschaften unternahmen wir mit André Zamponi ein paar nette Ausflüge mit guten Ergebnissen und noch mehr Spaß. So drückten wir dem Rennen in Schönigen den BGM-Stempel auf. Ein teilweise sehr matschiger Kurs machte das Rennen hart und dreckig, dennoch behielten wir den Überblick und taktierten richtig um einen Doppelsieg einzufahren. André siegte bei den Masters 1 und ich bei den Masters 2.

Am folgenden Tag standen dann die Cyclassics an, wo ich aus Startblock „F“ (Frauen-startblock) starten durfte. Ich dachte, ich bin dort eindeutig der Schnellste, was aber nicht so war. Ein Ex-Profi aus dem Haarwaschteam zog einen roten Streifen auf den Asphalt. Ich sprang in den Windschatten und staunte die restlichen 180km. Ich fuhr 150km im Schlepptau und wir erreichten einen Schnitt von 39km/h. Das reichte zwar nicht für eine Top-Platzierung, doch sportlich war es allemal.

Eine Woche später gab es dann ein Männerwochenende im Harz. Bei dem Endurothon in Schierke wird dem Teilnehmer eine MTB-Strecke der Extraklasse geboten. Auch das Wetter war perfekt, so dass wir mit ordentlich Schub auf die verschiedenen Runden gingen. Während ich schon in der ersten Runde die Führenden verlor, kämpfte André bis zuletzt ums Podium. Leider war es der erste Nichtpodestplatz. Mir ging es ab Runde zwei besser, so dass der 5. Gesamtrang erreicht wurde und ich die Literflasche Schierker Feuerstein als Mastersieger mitnehmen durfte.

In Rinteln stand bereits am folgenden Tag ein City-MTB-Rennen an. Mit Inge Schöne, ein weiterer Verrückter aus der Hamburger Unterwelt, ging es gemeinsam aus den Harz in die Kreisstadt. Hier hatte der Veranstalter einen echt eckigen Kurs in den Stadtpark gerammt, den man sich nicht einprägen konnte. So kam es pro Runde min. einmal vor, das man bremsend Richtung Flatterband driftete. Die Passage durchs Stadtfest war hingegen sehr gelungen, denn dort war die Stimmung beeindruckend.

Ich erwischte einen Blitzstart (also Frühstart) und reihte mich hinter einem Stevens-Crossfahrer ein. Yannik Gruner war schnell enteilt und ich bekam kaum Luft auf den schnellen Kurs. Als die Kräfte schwanden, kam Sven Pieper (Bad Salzdetfurth) und versetzte mich auf Platz 3. Diesen konnte ich bis zum Ziel retten, auch wenn André in der Verfolgergruppe mächtig Dampf machte. Inge hatte aber den Punch des Tages und fuhr auf vier, während André 7. wurde.

Bevor es dann endlich zur DM ging, fuhr ich noch das Straßenrennen in Volksdorf. Der Rundkurs mit dem kleinen Anstieg lag mir schon mal besser als an diesem Renntag. Es mag an der 150km Runde am Vortag gelegen haben oder einfach nur an der guten Form der anderen Fahrer. An diesem Tag sah ich keinen Stich und kam nicht einmal wirklich in den Rennflow. Was bliebt, war ein gutes Training.

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Gruibingen, ein kleiner Ort zwischen Stuttgart und Ulm , war der Veranstaltungsort für die diesjährige Meisterschaft. Wir reisten bereits am Donnerstag an um die Strecke zu besichtigen. Die Strecke nach Metzingen zum Boss-Outlet war gut ausgeschildert und wir hatten alle Tüten voll zu tun. Das Training hatte ich bereits etwas eingeschränkt, da nach ca. 1 Stunde auf dem Rad die Knieschmerzen begannen.

 

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So ging es dann am Sonntag ohne Strecken-Kenntnisse auf die Strecke. Ist nicht wirklich klug, aber am ersten Berg waren die direkten Konkurrenten sowieso schon enteilt. Es war einfach nicht mein Tag und ich kämpfte auch in der Verfolgergruppe ums überleben. Die Strecke überraschte aber und war wirklich schön, insbesondere weil auf den 96km keine Teile doppelt gefahren wurden. Gegen Ende wurden die Schmerzen zwar immer mehr, dennoch konnte ich noch ein paar Fahrer einholen. So war mein 8. Rang zwar keine Ruhmesleistung, dennoch war ich nicht wirklich enttäuscht. Das Rennen war halt wie das Spiegelbild meiner Saison.

Also werde ich jetzt die Ruhe genießen und entspannt mit dem Radcross Ende des Monats beginnen.