Die Geschichte wurde in Willingen geschrieben

Ich glaube es war mein 15. Besuch in Willingen beim legendären Ziener Bike-Festival. Neben den sportlichen Highlights gibt es auch abseits der Strecken immer viel zu sehen und zu bestaunen. Abends trafen dann die Sportler auf die feiernden Junggesellen-Abschiede und ähnliche Verfehlungen, so dass man am Montag immer gute Geschichten für die kopfschüttelnden Kollegen hat.

Relativ kurzentschlossen meldete ich mich zum erstmalig auf deutschem Boden ausgetragenem Gravel Race, dem Cannondale Road Riot powered by Panaracer. Natürlich war ich vorbereitet, denn Marc Seekircher von BERGAMONT hatte mir ein sogenanntes Gravel-Bike auf Mass geschraubt. Das Prime CX wurde mit der SRAM Force XC1 auf den hügeligen und steinigen Kurs angepasst. Die Sun-Ringle Laufräder bekamen Tubeless-Pneus und ich bekam die Startnummer 51.

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Etwas turbolent startete die erste von 5 Runden a 5,7km rund um das Festival-Gelände. Im Windschatten des Führungsmotorrades ging es durch die Downhiller und Zuschauer, da die Streckenposten noch nicht in Stellung waren. Ab Runde zwei war aber alles wie es sein soll, denn Fabian Brzezinski und ich führten das Feld an und auch die schöne Strecke war frei. Der Rest der 50 Starter folgte brav aufgereiht in unserer Staubspur.

In Runde 3 konnte Fabian am Anstieg zum Tierpark nicht mehr folgen. Ich ließ es in den darauffolgenden Abfahrten nochmals richtig laufen, denn meine dickere Bereifung und die Scheibenbremsen brachten einfach wertvolle Sekunden. In den beiden letzten Runden konnte Fabian die Lücke nicht mehr schließen, so dass ich nach 1:09 Std. als Sieger des ersten Gravel-Races auf heimischen Boden ins Ziel bog. Nun soll ich damit Geschichte geschrieben haben?! Wir werden sehen, wohin der neue Trend führt. BERGAMONT und ich sind zumindest schon da, wo andere noch hin wollen. Einziges Manko der Veranstaltung war die Streckensicherung, denn auch Fabian wurde Opfer einer Downhillerin, die Ihn aus dem Rennen dropte….

Soweit das Positive aus Willingen. Der Marathon, also meine Paradedisziplin, war am nächsten Morgen dann doch etwas zu viel für den alten Mann. Schon am ersten Berg war es schwer. Es gelang mir danach aber in der zweiten Gruppe Fuß zu fassen, auch wenn ich am Limit war. Schon hier zweifelte ich an meinem Vorhaben die 130km-.Runde zu fahren. Als dann noch mein Hinterrad mit Dichtmilch umherspritzte, stand für mich der Entschluss fest zurück zum Frühstücksbüffet zu fahren. Pünktlich um 9:30Uhr war das Rennen für mich auf der 50km-Runde beendet. Es war zwar der Sieg bei den Masters, dennoch war ich nicht zufrieden, denn die lange Runde ist eigentlich die meine. Schnell war der Frust verflogen und ich genoss das Festival, denn auch alte Weggefährten finden immer den Weg Richtung Sauerlandstern, nicht wahr Ronny und Jens?!

Nun ist Urlaub angesagt in der Einsamkeit Schwedens, bevor es mit ein paar Strassenrennen weiter geht.

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