….und was sonst noch so geschah!

Viel ist passiert seit der letzten Ausgabe der kämpferischen Cross-Depesche. Um nicht erneut viel Zeit zu verlieren, will ich gleich mit dem Bericht vom Stevens Cups in Neumünster beginnen.

Stevens Cup Neumünster | Da in diesem Jahr kein zeitgleicher verkaufsoffener Sonntag im Outlet-Center vorzufinden war, musste der Dano allein in den Stadtwald. Im Stadwald angekommen war es fast wie im Vorjahr, dennoch waren einige Ecken neu abgesteckt, was den Kurs aufwertete. Auf der langen Startgeraden erwischte ich einen guten Start und setzte mich an die Spitze vor Jannick Geisler und Justin Rudolph (beide Stevens). Die beiden Jungs beobachten mich kurz um dann in Runde zwei anzugreifen und mich allein im Stadtwald zurückzulassen.

So hatte ich mir das nicht vorgestellt! Also versuchte ich den Anschluss wieder herzustellen. Als Justin wieder in Sichtweite war, war auch Herr Jan Büchmann gefährlich dicht an mich herangefahren. So im Sandwich fuhren wir weitere zwei Runden um dann festzustellen, dass es weder für mich nach vorne ging, noch für Jan. Jannick gewann ganz entspannt vor Justin und mir. Mein gelbes Leadertrikot war ich wieder los, dafür schmeckte der Kuchen.

Norddeutsche Meisterschaften in Büdelsdorf | Kurz hinterm Nordostseekanal liegt diese beschauliche Ortschaft, welche eine wirklich schöne Runde am Sportplatz neu ausgeflattert hatte. Alles war da, was ein Crosser haben will. Wiesenanteil mit kleinen Hürden, Waldwege mit Wurzeln, Berge mit Anstiegen (haha) und zwei kleine Sandkisten waren in den Kurs integriert. Hier wurde einem trotz des kalten Nordwindes schnell warm.

Im Rennen der Masters konnte ich, nachdem ich beim Start aus dem Pedal geflogen war, noch vorm Zick-Zack auf der Wiese die Führung übernehmen. Von dort konnte ich meine Linie fahren und den Vorsprung kontinuierlich ausbauen. Zwar schaffte ich nur einmal die Kurve in der Sandkiste fahrend zu bewältigen, dennoch war mein Sieg nie gefährdet. Nun habe ich zumindest schon mal den Titel des Nord- und Hamburger Meisters in der Bergamont- Rückentasche.

Deutschlandcup Queidersbach | Am letzten Wochenende ging es dann nach Hessen, bzw. nach Rheinland-Pfalz zum Deutschlandcup. Als Betreuer fungierte diesmal mein Vater, da wir uns mal ein Männerwochenende gönnten. Der Kurs in Queidersbach war genau mein Ding, denn die Anstiege hatten es in sich und die drauffolgende Waldpassage war wirklich schön. Im Bereich vom Start- und Ziel war durch die belgische Doppelbrücke eine gute Übersichtlichkeit für die Zuschauer gegeben. Hier war ich bestimmt nicht das letzte Mal.

Im Rennen der Master gab es das erste Aufeinandertreffen mit dem Deutschen Meister Ralph Berner und den frischen Europameister Michael Stenzel. Es dauerte genau eine halbe Runde bis wir zu dritt vorne waren. Danach begann ein Kampf auf Augenhöhe. Ich attackierte meistens bergauf um dann festzustellen, dass zumindest Ralph hier problemlos folgen konnte. So bogen wir dann nur noch zu zweit in die beiden letzten Runden. Hier schielte ich dann doch schon reichlich nach dem Berg und strauchelte an einem Baum. Die Lücke zu Ralph war da und konnte von mir an diesem Tage auch nicht mehr geschlossen werden. Glückwunsch an Ralph, der mir meine erste Niederlage in der Masterklasse bescherte. Als Dritter erreichte Michael das Ziel, den Sprint zum Kuchenbüffet gewann er hingegen.

Deutschlandcup Bensheim | Nach zwei Tschechischen Bieren und einem Rumpsteak war die Renntaktik für den folgenden Tag beschlossen und wir genossen den Abend. Bereits morgens ging es zum Strecken-Check auf die Runde. Die Charakteristik des Kurses war eine völlig andere. Hier bestimmte die Kurven und Wiesenstücke das Geschehen, im Wechsle mit einigen gifftigen Wellen und einem Steilstück.

Mein Start war wieder etwas verhalten und ich reihte mich hinter Michael Stenzel und Vladi Riha ein. Hier gab es einiges Gerangel bevor ich vor einer etwas technischen Passage mit einem Zwischensprint die Führung übernahm. Dies war taktisch richtig, denn die Verfolger verloren hier wertvolle Meter. Ich nutzte die Lücke und gab weiter Gas. Mein Vorsprung wuchs leicht an und ich konnte meine Verfolger in den Wiesenschleifen gut beobachten. Da in der darauffolgende Runde der Abstand weiter vergrößert wurde, konnte ich das Rennen von vorne gut bestimmen. Ohne technische Fehler auf dem nun schweren Boden spulte ich die 40min. ab. Es lief an diesem Tag gut, was auch gut für die Moral ist nach dem Tag in Queidersbach. Michael Stenzel wird Zweiter vor Vladi Riha. Der Deutsche Miester belegte Platz 5.