So mag ich den Sport

Es standen zwei Tage Crossrennen in Kleinmachnow an und dies erforderte natürlich eine gewissenhafte Vorbereitung. Um Petra ins Depot zu locken, wurde der Weg am Freitag über das Outlet-Center in Potsdam gewählt. Während Petra glücklich bei Prada am Schaufenster stand, drehte ich eine tolle Runde durch das Naturschutzgebiet der Döberitzer Heide. Abends ging es dann zum Event-Griechen „Korfu“, der mir vier Ouzo aufschwatzte, welche hervorragend zu den Fleischmengen passten.

Bei relativ gutem Wetter ging es dann am Samstag auf meine Lieblingsrunde im D-Cup. In diesem Jahr wurde auch gleich die richtige Fahrtrichtung gewählt, so dass ich gut motiviert ins Rennen startete. Nach einer guten ersten Runde wurde es aber schwer und ich legte den Rückwärtsgang ein. Zuerst gingen Sven Kuschla und Thomas Hannöver, danach folgten Carsten Volkmann und Hendrik Vöks.

Wie immer in solchen Phasen, wird der Dano dann ärgerlich, was sich auch auf seine Geschwindigkeit auswirkt. Nun kam endlich etwas Druck auf´s Pedal und ich verlor nicht den Anschluß zu den Beiden. In der letzten Runde gab ich dann nochmals alles und konnte zumindest das Podium erkämpfen. Boah, war das ein harter Fight.

Am Sonntag sollte dann das schlechte Wetter kommen. Dies tat es auch, aber immer nur mit einem kurzen, heftigen Schauer in jedem Rennen. Der Berliner Boden hat schon so viel erlebt, dass er sich von Regen bestimmt nicht stören lässt. So waren weiterhin Sommerreifen montiert, als es erneut ins Rennen ging. Diesmal verlief der Start schlecht und ich befand mit an Position 5 bei den Masters und an Position 15 insgesamt.

Ich konnte aber von Runde zu Runde Plätze gutmachen, so dass ich bald an dritter Position lag, wobei der Führende Thomas Hannöver nicht mehr in Sichtweite war. Drei Runde vor Schluß war aber auch hier das Unmögliche möglich und ich zog am Berg an Thomas vorbei. Leider hatte ich im Schlepptau Sven Kuschla und Carsten Volkmann. Auf den Geraden verlor ich leider immer ein paar Meter, so dass wir zu viert ins Finale gingen.

Da ich wusste, wo meine Stärke lag, verschleppte ich das Tempo ein wenig, um mit vollem Dampf in die Sandpassage zu fahren. Ich schaffte ich den Sandberg fahrend, während der Rest vom Rad musste. Hier waren die 30m Luft, welche reichen sollten um als erster in Ziel zu kommen. Thomas schaffte zwar noch den Sprung an mein Hinterrad, aber im Sprint war auch bei ihm die Luft weg. Dieser Kampf war spannend und auf Augenhöhe. Freue mich auf die noch zwei verbleibenden Rennen, welche erst zum Jahreswechsel stattfinden werden.

Es geht nun zum Worldcup nach Zeven, allerdings als Zuschauer bei den richtig Guten. Tags darauf darf ich auf gleicher Strecke um die Nordmeisterschaften kämpfen.

Habt Ihr auch noch Gras am Crossrad?

Wer diese Frage mit „ja natürlich und auch das Sitzpolster ist noch sandig“ beantwortet, der war in Vaihingen und Magstadt am Start. Beide Rennen liefen im Rahmen des Deutschlandcups im verregneten Süden. Es waren wirklich spezielle Bedingungen an diesem Wochenende, aber dafür können ja die Veranstalter nichts.

Was natürlich manches entschärft hätte, wäre rechtzeitiges Rasenmähen. Was der Kleingärtner liebt, also auch ich, kommt dem Kurs erheblich entgegen. Aber in beiden Fällen ging es kreuz und quer über die Naturwiese. Mit entsprechendem Regen war es an beiden Tagen eine Quälerei sich durch den Morast zu wühlen. Wer 175er Kurbeln hatte, setzte immer auf, da die Laufräder so sehr im Dreck versanken.

In Vaihingen war meine Motivation im Kofferraum geblieben. Zwar ging ich als Erster ins Gelände um danach pro Runde mindestens zwei Plätze zu verlieren. Nach dem Tausch auf das Wechselrad mit weniger Profil kam noch ein Sturz hinzu, wobei mir der Bremshebel abbrach. Von da an wurde ich dann gallig und kam in Fahrt. Zwar holte ich Platz 2 bei den Master 2 nicht mehr ein, aber der Rückstand war erträglich. Glückwunsch an den Sieger Sven Kuschla und Carsten Volkmann.

 

Mit etwas mehr Regen ging es in Magstadt weiter. Dauerregen ist ganz toll bei einer Tagesveranstaltung. Diesmal wollte ich es aber wissen. Ich schaute mir den Kurs besser an und wärmte mich mit der Webasto-Methode auf. Der Start war zwar am endlosen Berg verhaltener, dennoch bog ich als zweiter Master ins Gelände. In der Laufpassage hatte ich den Kontakt hergestellt um dann am Ende der Startgeraden vorbei zu ziehen.

Nun wurde es mein Rennen. Pro Runde konnte ich ein paar Meter von Carsten Volkmann rausfahren und den Vorsprung vergrößern. Ohne Fahrfehler und im Duell mit den U19-Jungs ging es sportlich weiter. Der Starkregen zog dann bei einigen jungen Fahrern den Stecker, so dass ich hier noch ein paar Positionen gut machen konnte. Dreckig und zufrieden erreichte ich endlich wieder als Sieger das Ziel. Damit war mir auch das Wetter egal.

In den vergangenen Wochen hatten wir mit Andre noch ein paar andere Crossrennen absolviert. So waren wir bei Ronny´s Piraten Stevenscup in Mölln auf der Motocrossstrecke, wo Andre gewann und ich Vierter bei der Elite wurde. In Hannover fuhren wir den Ihme-Cross, wo Andre mit Defekt raus ging und ich nach einem Sturz 5. wurde. Besser lief es für uns Beide in Kiel beim Stevenscup. Andre kämpfte tapfer und wurde mit Platz 3 belohnt. Ich hingegen komme beim Stevens-Cup nicht über Platz 4 hinaus.

Nun geht es nach Berlin / Kleinmachnow am kommenden Wochenende. Hier ist traditionsbedingt der Rasenanteil gering und Walter R. wollte nochmals seinen Aufsitzmäher anwerfen….das wird bestimmt toll.

Danke an das Fotokind Britt Graepel