Der Deutschlandcup kommt so langsam in Fahrt. Dano auch?

Nachdem der Veranstalter aus Fürth ohne Angabe von Gründen sein Rennen kurzfristig gestrichen hatte, wurde aus dem „Doppelwochenende“ eine Einzelveranstaltung in München. Das Gute an der Absage war, dass ich ein paar sonnige Tage in Pfaffenhofen genießen und den Standort Fürth aus dem Navi löschen konnte. Außerdem genossen wir das Pfaffenhofener Volksfest, also Oktoberfest „light“.

Bei bestem Wetter ging es dann am Sonntag zum dritten Lauf des Deutschlandcups nach München in den Olympiapark. Das Gelände hatte ich noch gut in Erinnerung, da ich dort 1998 mein bestes MTB-Bundesligarennen fuhr. Also ging es voll motiviert auf die Runde. Teile von damaligen Kurs waren dabei, allerdings fehlte der „Berg“ auf den ich mich schon gefreut hatte. Die Runde hatte dennoch genug Anstiege und Abfahrten für die Sportler. Der teilweise leicht rutschige Boden erforderte, insbesondere am Schräghang, die komplette Steuerkunst der Fahrer.

Mein Start mit den Jungs verlief gut, bis zu den Hürden und dem nachfolgenden Anstieg. Zack, zack, zack und alle vier waren über die Hürde gesprungen und fuhren den Berg hoch. Dano hechelte laufend hinterher und verlor hier etliche Meter. Während in der ersten Runde die Lücke fast geschlossen werden konnte, endeilten die Jungs mir in den weiteren Runden. In meiner Klasse hatte ich zwar einen sicheren Vorsprung, dennoch verlangte der Kurs alles von einem ab, denn es musste überall mit Zug gefahren werden. Ich freute mich aber über diesen Start-Ziel-Sieg, denn es war harte Arbeit.

An diesem Wochenende ging es dann erneut zum D-Cup. Mit André im Gepäck reisten wir bei einsetzendem Regen nach Lohne in Niedersachsen. Hier war dann alles wie immer. Ein sehr gut angelegter Kurs, der auch Regen locker wegsteckte und ein Kuchenbuffet der Extraklasse fand unsere Zustimmung. Das Wetter hingegen war kühl und nass, so dass wir die Standheizung als Einfahrprogramm nutzten.

Mein Start ging diesmal etwas in die Hose und ich fuhr erst an 10 Position um den Aussichtsturm. In den folgenden Waldpassage konnte ich allerdings alle Mitstreiter in meiner Klasse einholen, so dass es mit dem Lokalmatador Thomas Hannover und Sven Kuschla in ein spannendes Rennen ging, zumindest für die Beiden. Ich legte mich in Führung liegend an der Hürde auf die „Fresse“ und musste noch den Lenker und Bremsen richten. Die Lücke zu den Jungs war da und meine Kraft reichte nicht aus um auf den letzten drei Runden die Lücke zu schließen.

Also geht mein Glückwunsch an Thomas und Sven, die heute echt harten Brocken waren. Wäre gerne mit Euch auf die Ziellinie gebogen, denn der Berg gefiel mir ganz gut. Was bleibt ist die Erkenntnis, dass zum Siegen alles passen muss, nicht nur die Sprüche. André kam aus der letzten Reihe auch in die Top-10, so dass mit dem Sieg von Ben Zwiehoff am Samstag ein gutes Crosswochenende bei Regen zu Ende ging.

Nächste Woche geht es dann zum Stevens-Cup nach Mölln auf die Motocrossstrecke. Mal sehen was der Oberpirat Ron sich diesmal ausgedacht hat: „Fluch in der Sandbahn 2 oder Cross im Taka-Tuka-Land“?

Stevens- und Deutschland Cup vor meinem Küchenfenster

So ein Wochenende mit zwei Rennen ist bei den Crossern sehr beliebt, denn die kurzen, schnellen Rennen schlauchen nicht zu doll und meistes läuft es am nächsten Tag noch besser. Was bei mir an diesem Wochenende besonders gut lief, war das Wasser aus meinem mobilen Hochdruckreiniger.

Samstag, 13:30Uhr, Kaltenkirchen hinter Möbel Dodenhof im Stadtwald: Dauerregen, aber die Stimmung ist gut und die Strecke trotz der massiven Feuchtigkeit gut zu befahren. Ein paar kleine Änderungen hatten die Leute des RSC Kattenberg vorgenommen um die Strecke zu entschärfen oder aus dem sturmverwüsteten Wald zu entfliehen. Die Strandpassage war aber dabei, so dass mit der Feuchtigkeit ein materialmordendes Schleifmittel entstand.

Mein Start war nicht ganz so gut, weshalb es an Position 8 in den Wald ging. Schnell hatte ich aber ein paar Leute eingefangen und es ging mit Max Lindenau und Yannick Gruner (Stevens) weiter. Die Jungs fahren echt ne Schippe anders um die Kurven, dennoch war irgendwann Schluß. Als Yannick wegen Defekt aus dem Rennen ging setzte ich mich von Max ab und kam als 5. ins Ziel. Glückwunsch an Jannick Geisler, Paul Lindenau und Tim Rieckmann.

Nach einer gründlichen Reinigung des Danos, des Rennanzuges und des Rades war die Welt wieder in Ordnung. Zwar hatte ich die Bremsklötze komplett weggerubbelt, aber Ersatz war da, so dass für den D-Cup in Norderstedt wieder Top-Material an der Startlinie stehen würde.

Geweckt wurde ich durch Sonnenschein am Morgen. Blauer Himmel und 16 Grad, da lachte das Radlerherz. Als ich dann aber am Stadtpark in Norderstedt auf die Runde ging, war es schnell vorbei mit der Euphorie. Die Wiesenpassagen, inkl. Rodelberg-anstieg waren knöcheltief durchgeweicht und extrem schwer zu befahren. Auch die steile Abfahrt war durch die Wurzelreste nicht ungefährlich. Hingegen hatte die Strand-passage irgendwie Urlaubsflair, da dort Leute im Liegestuhl lagen.

Der Start mit den U19-Jungs klappte gut und ich kam an Position 3 ans Ende der Promenade. Als es dann in den Anstieg ging, wurde es zäh und vorentscheidend. Einige liefen, andere wühlten sich durch und die Lücken gingen auf. Ich konnte mich vorne behaupten und folgte dem entflohenen Stevensjungen. Dieser war aber zu schnell, so dass ich dann doch wieder eingeholt wurde.

Mit zunehmender Rennlänge wurde der Untergrund noch tiefer und am Strand schrie das Material um Hilfe. Thomas Hannover (von Hacht) und ich schenkten uns an diesem Tag nichts. Seine kurze Führung konnte ich kontern. Leider sind meine Dackelbeine nicht fürs Springen über 50cm Hürden im Sand vorgesehen, so dass Giraffen-Thomas hier die Meter zwischen uns brachte. Er war heute der Bessere im Schlamm. Insgesamt war es aber eine sehr gute D-Cup Veranstaltung, da div. Zuschauer und Spaziergänger an der Strecke standen. Habe bislang kein Rennen im Rahmen des D-Cups erlebt, wo so ein Trubel war. Hier wird bestimmt noch „Größeres“ folgen.

Olafs „tough mudder“ beim D-Cup

Den Auftakt des Deutschland-Cups machte die Veranstaltung in Bad Salzdetfurth, der Sole-Stadt mit den orangenen Sportlern. Wer die Leute um Cheforganisator Olaf Nützsche kennt, der weiß, es kommt immer etwas Besonderes, bzw. Neues auf die Teilnehmer zu. In diesem Jahr wurden meine Erwartungen aber übertroffen. Ob mir es gefiel, werdet Ihr in den kommenden Zeilen erfahren.
 22219316_1671281766237896_127126827_o.jpgDa wir unser langes Wochenende vorverlegt hatten, genoß ich ein paar sonnige Tage auf dem Crossrad im Harz, bevor es nach Bad Salzdetfurth ging. Später als erwartet erreichten wir den Veranstaltungsort und quetschten den Glänz-Benz in die letzte Ecke. Durch die Sonne geblendet, merkte ich erst jetzt, wie die Fahrer nach ihren Rennen aussahen….Modderrich!
 

22219433_1671285856237487_1729041373_o.jpgWas mich früher nicht so sehr störte, ist im höheren Alter schon etwas unangenehm…Matsch, Dreck, tiefe Pfützen usw. Dennoch nahm ich die Strecke unter die Stollenräder, um mal zu schauen, wo der Olaf in diesem Jahr die Pflöcke reingerammt hatte. Bis zur neuen Brücke (Scheiß auf Fehmarn-Belt-Querung) war alles so wie immer, doch danach kamen die Neuerungen. Diese Änderungen machten die Runde kürzer und auch etwas runder zu Fahren, wenn man Grip am Hinterrad hatte.

 22199027_1671284849570921_1840981213_o.jpgSo wurde vor dem Start nochmals der Luftdruck reduziert und sich artig in Startreihe 3 gestellt. Da die U19 und die Master 2-Fahrer in einem Rennen starten, war es zum Auftakt etwas voll vor meiner Nase. Ich erwischte einen guten Start und fuhr kurzzeitig hinter Vladi Riha in der ersten Gruppe der U19. Durch die Wahl einer anderen Fahrspur konnte ich mich aber schnell von ihm lösen und mich mit dem „jungen Gemüse“ beschäftigen.

DSC01737.JPGDie Jungs sind echt schnell und haben keine Respekt vor den alten Männern, so dass man in jeder Kurve schauen musste, ob da nicht noch ein U19-Fahrer durch möchte. Gegen Rennmitte auf dem sehr schweren Boden war es aber um die jungen Sportler geschehen, denn die Kräfte schwanden. Durch den Wechsel auf ein sauberes Rad hatte ich schnell eine Lücke gerissen. Die beiden Führenden erreichte ich zwar nicht, dennoch fuhr ich einen ungefährdeten Sieg in der Masterklasse ein. Der Ex-Meister Thomas Hannöver wurde Zweiter vor dem Bären, Klaus Reinisch, die Lokomotive aus dem MTB-Marathonbereich.
 
Auch wenn ich den Matsch nicht mag, war es eine schöne Veranstaltung. Olaf hatte eine super Runde gezaubert und für Wasser von oben kann er am wenigsten. Nächste Woche geht es weiter mit dem D-Cup in Norderstedt und dem Stevens-Cup in Kaltenkirchen.