Wie war Eure Deutsche Meisterschaft im Cross?

Etwas provokant stelle ich diese Frage, denn für mich lief es wie immer. Die meisten werden jetzt denken, dass der erneute Vize-Meistertitel in der Master 2 Klasse doch ein Superergebnis ist. Natürlich ist es schön zu bestätigen, dass man erneut der zweitschnellste Crosser in der Republik ist. Was mich aber etwas betrübt ist die Tatsache, dass es für mich als Quereinsteiger keine Chance auf den Titel gibt, wenn sich Ex-Profis konzentriert vorbereiten. Dies wurde mir gestern bewusst.

Nach dem Start zu unserem Rennen am Sonntag bei kühlen Bedingungen und einer etwas rutschigen Strecke lief es zunächst gut. Ich erwischte einen guten Start und bog als Erster auf die schneebedeckte Wiese um fortan meine Linie und mein Tempo zu fahren. Der lange Anstieg hatte genug Grip um meine Kraft umzusetzen und auf den Abfahrten und den Kurven konnte ich konzentriert die Ideallinie suchen.

Als Ralf Berner gegen Ende der 3 Runde aufschloß, konnte ich fast eine Runde noch das Tempo mitgehen, bevor er mir wieder enteilte. Es war wie in den vergangenen Jahren auch, dass mich Ralf einfach stehen ließ und sein sehr hohes Tempo umsetzen konnte. Mir gelang es nicht die benötigten 115% zu gehen. Dem Rest der Jungs waren wir schon weit enteilt, so dass es wieder ein Kampf gegen einen selber und die erneute Niederlage wurde. Glückwunsch an Ralf für das gute Rennen, genauso auch an Michael Stenzel, der ein starkes Finale fuhr. Ich nahm den Vize-Titel zum fünften Mal in Folge in Würde entgegen.

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Ein Glückwunsch geht natürlich auch an alle anderen Sieger und Platzierten in den anderen Rennklassen. Es gab Favoritensiege, genauso wie Sieger, die man nicht so auf dem Schirm hatte. Die Veranstalter hatten in Queidersbach eine tolle und erstklassige Meisterschaft ausgerichtet. Trotz wechselnder Wetterbedingungen mit Frost und Schnee war die Strecke immer gut befahrbar und sicher. Am Finaltag fanden sich etliche Zuschauer ein um die Fahrer anzufeuern. Es war eine gute Deutsche Meisterschaft.

15941704_1398838860127011_2056783601_n.jpg DSC00691.JPGMein Dank geht nochmals an meine Petra, Marc, sowie Dirk und Telse für die Rundumbetreuung während der Tage. Ohne Support läuft im Cross nur das Bier in den Becher. Das aber auch bei -11°C. Und nicht dass hier jetzt einer denkt ich stecke die Luftpumpe in die Trikottasche. Das Rennfahren und always Vollgas bleiben weiterhin meine Begleiter auf dem Crossrad und den Mountainbike!

Hier die neusten Bilder (Siegerehrung: Heike Acki): always Vollgas

Das Finale im Deutschland Cup

Bevor es die Crosser zum Finale nach Herford verschlug, stand bei uns in Harburg-Appelbüttel der Weihnachtscross im Rahmen des Stevens-Cyclocross Cups an. Es ist immer was Besonderes nach den ganzen Feiertagen mal wieder richtig in die Pedale treten zu müssen. Typisch für diesen Weihnachtscross ist das tolle Wetter. Diesmal hatten wir einen schlammigen Kurs bei leichtem Regen und Temperaturen, welche echt unangenehm waren.

Erneut hatte das Rennen internationalen Flair, da ein paar dänische Jungs den Weg in die Hansestadt fanden. Die Strecke war erneut etwas angepasst worden, wobei wieder der lange Anstieg mit dabei war. Wirklich gut zu fahren ging er nicht, andere sind da aber auch gelaufen. Ich reihte mich hinter den Stevens Jungs (Ole, Max, Paul und Jannick) ein, bevor ein paar Dänen und Tim Rieckmann mich auch nach hinten verbannten.

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Nach zwei Runden hatte ich aber den Dreh raus mit dem rutschigen Untergrund und den zahlreichen Kurven mit unzähligen Wurzeln. Nach und nach wurden die Jungs wieder eingesammelt. So ging es an einem Dänen und Ole am Berg vorbei, bevor Paul gestellt wurde. Tim hingegen leistete lange Widerstand, bevor er sich geschlagen gab und mich vorbei ließ. Am Ende wurde es ein guter 4.Platz in der Eliteklasse hinter Sebastian Fini aus Dänemark, Jannick und Max. 

Sylvester Vormittag wird immer in Herford verbracht. Diesmal hatte ich Fabian Rexhausen als Betreuer dabei, denn ich wollte in der Gesamtwertung des Deutschlandcups nichts mehr anbrennen lassen. Der neue Kurs um eine Schule hatte erneut ein paar neue Wiesenschleifen bekommen, welche genau so gut zu befahren waren, wie die auf dem Kuh-Acker in Magstadt. Der gefrorene Boden machte den Fahrkomfort auch nicht besser.

Von Position eins ging es ins Rennen, wobei Martin Neffgen als Sprinter so richtig am Horn riss. Am höchsten Punkt des Kurses hatte ich aber die Führung übernommen und konnte in den rutschigen Ecken auf der besten Linie fahren. Relativ schnell war eine kleine Lücke da, welche immer wieder schrumpfte und dann wieder wuchs. Ich kam relativ fehlerfrei um die Ecken und mit viel Zug den Berg hoch, so dass gegen Rennmitte dann doch ein passabler Vorsprung auf Maarten Nijland und Vladi Riha entstanden war.

Zwei Runden vor Schluß gab es dann nochmals eine Schrecksekunde, als ich auf dem Schulhofpflaster eine ungewollte 360 Grad Drehung machte. Zum Sturz kam es nicht, aber die Konzentration war wieder da. Mit dem Sieg beim letzten Rennen sicherte ich mir den Sieg der Gesamtwertung des Deutschland Cups vor Sven Kuschla und Vladi Riha. Genau so stelle ich mir einem schönen Ausklang des Jahres vor.

Nächste Woche geht es dann zur Deutschen Meisterschaften nach Queidersbach. Da wird dann erneut abgerechnet.