Kurz vor der Weihnachtsgans

Bevor ich Euch ein frohes, besinnliches und vor allem ein friedliches Weihnachtsfest wünsche, berichte ich mal kurz, was man so an den Adventssonntagen machen kann. Ihr werdet es bestimmt erahnen, oder?

3. Advent in Vechta. Der vorletzte Lauf des Deutschland-Cups fand auf der DM-Strecke vom Januar 2016 statt. Nicht nur die Strecke war gleich, auch der Untergrund war durch den Regen in rutschiger Konsistenz wiederzufinden. Bei den Startern waren bis auf Vladi Riha auch alle Protagonisten vertreten, so dass die Spiele beginnen konnten.

Ich erwischte aus Reihe eins einen Bilderbuchstart und bog mit einigen Metern Vorsprung ins Reiterstadion ein. Bis zu dem Slalom durch den Birkenwald wollte ich vorne bleiben um eine gute Linie zu erwischen. Da die Jungs allerdings nicht so wirklich aufschließen konnten, blieb ich einfach vorne. Ab Runde 4 war es dann aber vorbei, denn der Ex-Profi Maarten Nijland schloß auf.

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Ohne wirkliche Attacke seinerseits brachte er immer ein paar Meter zwischen sich und einem kämpfenden Dano. So war es nicht verwunderlich, dass er irgendwann entwischte und mich auf Platz 2 zurück ließ. Von nun an schaute ich mehr in den „Rückspiegel“ als nach vorne um den nie aufgebenden Thomas Hannöver auf Distanz zu halten. Dies gelang mir locker mit 2sek. Vorsprung. So freute ich mich für die gelungene Revanche  und den Sieg in der Kombi-Wertung der Rennen in Lohne und Vechta.

Zum vierten Adventswochenende hatte ich mir dann was ganz abgefahrenes ausgetüftelt: Zwei Radrennen. So stand ich am Samstag in Didderse in Braunschweig am Start um am Sonntag in Bad Harzburg. Das besondere daran war, das wir dazwischen den netten Weihnachtsmarkt in Quedlinburg besuchten.

Während am Samstag das Rennen in der Eliteklasse mit einem Sieg nach Hause geschaukelt wurde, hatte ich am Sonntag das Nachsehen gegen Michael Schuchardt. Insgesamt bin ich aber sehr zufrieden mit den Ergebnissen, denn in Braunschweig war es ein spannender Kampf gegen Thomas Hannover. Dieser wurde beendet, als Thomas einen Defekt erlitt und somit eher kampflos auf Platz 2 rollte.

Beim Bike-Store Superprestige in Bad Harzburg sah auch alles nach einem schönen Kampf gegen Michael aus, bis mir in der Sandpassage das Hinterrad aus dem Rahmen fiel. Leider flutschte es nicht wirklich schnell wieder rein, so dass es an Platz 4 wieder ins Rennen ging. Da ich nochmals das Hinterrad richten musste, war mehr als Platz 2 hinter Michael und vor Marvin Augustyniak nicht drin.

Beide Rennen waren sehr schöne Crossveranstaltungen mit sehr unterschiedlichen Kursen. Der schöne Naturkurs im Waldgebiet in Didderse und der sehr belgische Wiesenparcours in Bad Harzburg zeigen die Vielseitigkeit diesen Sportes.

Wünsche Euch nun ein paar schöne Weihnachtstage.

Hier die neusten Bilder: always Vollgas

Zilvermeer Master Cyclocross WM

Mensch hatte ich mich gefreut, als die Master WM ins belgische Mol vergeben wurde. Ich kannte den damaligen Kurs, welcher mir sehr gut gefiel und ich deshalb sofort auf „bestellen“ drückte und meinen Startplatz sicherte. Hinzu wurden schnell noch die Eintrittskarten für das Profirennen am Sonntag gebucht und das Zimmer im Designer B&B geordert. Es sollte ein tolles langes Wochenende werden.  Ob es so toll wurde folgt im nächsten Kapitel.

Die erste Streckenbesichtigung am Freitag war echt schweißtreibend, denn die Runde war anders und auch etwas sandiger. Ich hatte immer gedacht, dass ich im Sand gut fahren kann, was aber bei Strandlängen von 250m echt anstrengend, bzw. unmöglich wird. So ging der Puls beim Laufen extrem in die Höhe und das Beschleunigen nach dem Laufen war fast unmöglich. Dennoch war ich optimistisch, denn der Rest im Pinienwald war echt schön.

In diesem Jahr hatte ich mal kein Lospech, so dass ich aus Reihe drei ins Rennen gehen durfte. Zum Glück hatte ich noch einen Schnellstarter direkt vor mir, so dass ich als Zweiter ins Gelände bog. Auf der darauffolgenden ersten Sandpassage, welche ich fahrend bewältigen konnte, gelang es mir sogar die Spitze des WM-Rennens zu übernehmen. Unglaublich und ein sehr tolles Gefühl.

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Leider blieb es nicht so, denn am Ende der ersten Runde wurde ich im Sand überlaufen und reihte mich an Position drei wieder ein. So ging es zwei Runden auf einem Medaillenrang, bevor weitere Fahrer aufschließen und auch überholen konnten. Bis kurz vor Schluß war Platz 3 in Sichtweite, aber der letzte Punch fehlte um beim Laufen die Jungs in Schach zu halten. So wurde es ein undankbarer 7. Platz, denn aufs Podium wäre ich schon gerne gekommen.

Mit etwas Abstand zum Rennen ist aber auch Platz 7 mit 30Sec. auf den Sieger o.k., denn das Laufen zog mir den Stecker. Da ja im kommendem Jahr erneut dort die WM ausgetragen wird, wissen nun alle, wo man mehr trainieren muss. Beruhigend ist auch die Tatsache, dass bei Frost auch alles fahrbar sein kann, was uns die Profis am Sonntag vorgemacht haben. Es war also doch ein tolles Wochenende mit viel Sonne, viel Sport, viel Entertainment und der Gewissheit, dass Cross einfach die schönste Raddisziplin ist.

Hier die neusten Bilder: always Vollgas

Zum Schluß muss ich noch meine Beobachtung des UCI-Kommissärs bei der Reifenkontrolle zum Besten geben. Als die Lehre nicht über den Reifen eines Fahrers flutschte, wurde solange gedrückt, bis sie passte. So geht es auch. Pragmatisch Gut!