Manchmal läuft es einfach….

Ein Beispiel gefällig? Lest aufmerksam den Bericht zum Stevens Cyclocross Cup in Kaltenkirchen und Ihr erfahrt, wann es läuft. Auch den Bericht zum Rennen im Ratzauer Forst lege ich euch nahe, denn hier erfährt man, wenn es nicht läuft. So wie das Leben ist auch das Crossgeschehen, ein ständiges Auf- und Ab, nicht nur im Gelände.

Kaltenkirchen: Die Veranstalter in Kaki hatte sich erneut ein paar Gedanken gemacht und die Strecke leicht modifiziert. Diese kleinen kosmetischen Änderungen hatten es aber in sich, denn sowohl die Sandkiste am See, als auch die Kurven im Anstieg haben das Rennen eindeutig schwerer gemacht. Aus Reihe eins, aufgestellt wird nach der D-Cup-Wertung, ging es direkt hinter den beiden Stevens-Junge Ole Quast und Jannick Geisler ins benachbarte Waldgebiet. Das Tempo war sportlich und es entstand schnell eine Lücke zum Rest.

Während auf der Ebene meine Zunge in der Canti-Bremse hing, konnte ich im Sand und in den Anstiegen die Lücke immer wieder schließen. So verliefen die 9 Runden relativ unspektakulär für die Zuschauer, denn dieses Dreier-Pack riss nicht auseinander. Ich war froh dabei zu sein und wäre auch mit Platz 3 mehr als zufrieden gewesen. An diesem Tag aber war ich auf Angriff gepolt. Den letzten Anstieg nutzte ich zur Attacke und zog somit das Tempo an. Auf den verbleibenden 250m wollte oder konnte keiner von den Beiden vorbeifahren, so dass ich das Elite-Rennen gewann. Selten habe ich mich so gefreut, denn Ole und Jannick in einem Rennen zu bezwingen war echt cool.

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Norderstedt: Das Stevens-Racing Team reagierte sofort. Ole und Jannick kamen nicht nach Norderstedt, stattdessen wurden Paul und Max Lindenau, sowie Yannick Gruner eingesetzt um die Schmach aus Kaki zu egalisieren. Während am Samstag noch die Sonne schien und es warm war, wurden am Sonntag leichter Regen und Kälte angesagt. Der RV Germania hatte wieder den Wald geharkt, so dass perfekte Bedingungen herrschten. Ich hatte schon beim Einfahren meine liebe Mühe mir jede Wurzel und jede Kurve zu merken, was aber eher an mir lag.

Der Start aus Reihe 1 gelang mir wie Hamilton und schon befand ich mich an Position 6. Nachdem ich auf 5 vorgefahren war, versperrte auf einmal ein liegender Yannick den Weg. Ich erwischte auf der Ausweichspur eine Wurzel und legte mich daneben. Auf Position 10 ging es dann auf die Verfolgung. Leider kam ich nicht wirklich in  Tritt und ein erneuter Bodenkontakt raubte mir die letzte Motivation. So ging es dann bis zwei Runden vor Schluß eher mässig vorwärts. In den beiden letzten Runden konnte ich noch zwei Kollegen distanzieren und Platz 7 kam auch schon in Sichtweite als der Zielstrich das Rennen beendete. So hatte ich mir das nicht vorgestellt, aber für Platz 8 gibt es auch ein paar Punkte und am kommenden WoEn in Neumünster werden wir sehen, wie das Training so anschlägt.

Glückwunsch dem Stevens-Trio zum Dreifachsieg beim Iron-Man für Nicht-Schwimmer und -Läufer.

 

Eins, zwei, g’suffa!

Bevor es wieder sportlich wird, werde ich hier einen Geburtstagswunsch erfüllen. Mein treuester Fan, Peter der Borusse, wollte unbedingt mal eine Widmung im Newsletter haben. Peter hatte sich damals einfach ein Mädel unserer Jugendclique geschnappt. Das ging natürlich gar nicht, insbesondere wenn man Borussen-Fan ist. 30 Jahre später habe ich ihm aber verziehen, denn er war absolut die richtige Wahl und ich genoß die Feier im Garten.

Bevor es aber zum Feiern ging, stand der Crossauftakt der neuen Saison an. Ron der Oberpirat hatte seine Motorcrossrunde in Mölln für die Geländefreunde neu abgesteckt. Diesmal war das Innenfeld komplett genutzt und die Zuschauer konnten bei Crosswetter fast die ganze Runde einsehen. Da ich ja noch zu Peters Geburtstagsfeier wollte, wurde kurzerhand von der Eliteklasse auf Master 2 umgemeldet.

Am Start staunte ich nicht schlecht, als der Deutsche Meister der Master 3 neben mir stand. Armin Raible wollte zwar nicht zu Peter, dennoch wollte er Master 2 fahren. Aus Reihe 2 ging es für uns ins Reihen. Vorne zog Thomas Zühlke am Gas um möglichst schnell von uns wegzukommen. Dies gelang eine halbe Runde lang, bevor ich im Zwischensprint den beiden Jungs ein paar Meter einschenkte. Die folgenden zwei Runden wurde dann hart gefahren, bevor der Vorsprung relativ stabil blieb. Ungefährdet gelang mir der Saisonstart mit einem Sieg beim Steven Crosscup vor Armin und Thomas.

Am Sonntag ging es dann zum Auftakt des Deutschlandcups nach Bad Salzdetfurth. Hier hatte Olaf auch an der Strecke gefeilt und einen richtig schönen Kurs abgeflattert. Die Strecke war trocken und das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite, so dass die aufgeregten Master 2 nervös im Startblock zappelten. Sie zappelten noch nervöser als klar wurde, dass wir gemeinsam mit den 30 Fahrern der U19-Klasse auf den Kurs geschickt werden sollten, die vor uns standen.

Mir gelang ein relativ guter Start direkt am Hinterrad vom Thomas Hannover. Wir fuhren kontrolliert und ohne merkliche Probleme nach vorne zu den Führenden der U19-Klasse. Hier angekommen mussten aber auch wir mal Luftholen, denn die zwei jungen Kollegen hatten richtig Dampf und hielten das Tempo hoch. Generell ging es bei mir rund, insbesondere in den Anstiegen sah ich gut aus. Leider sah in den restlichen Abschnitten der Deutsche Meister etwas besser aus.

DSC06829.JPGDSC07026.JPG DSC07009.JPG  DSC06924.JPG DSC06838.JPGDSC07053.JPG  Während ich also bergauf immer eine Lücke riss, schloß Thomas sie auf dem Rest der Runde. Weitere Konkurrenten waren nicht in Sichtweite, so dass in der letzten Runde die Entscheidung her musste. Ich gab erneut in der Sandpassage alles und eröffnete den Kampf. Die Lücke war da, aber sie war nicht groß genug. Also konterte Thomas 500m vorm Ziel und ich nahm die Beide hoch, denn nichts ging mehr. Platz 2 hinterm Meister ist vollkommen in Ordnung und es werden noch spannende Rennen folgen. Versprochen!

Hier die neusten Bilder: always Vollgas