Ist ja Hammer, Hammer, Hammerharz, da ist einiges am Start!

Zum Abschluß meiner MTB Saison ging es „straight from St. Pauli“ in den schönen Harz nach Schierke. Viele denken jetzt wieder, jaja der olle Harz ist doch bloß ein nadelbewaldetes Mittelgebirge. Geografisch hat er Recht, aber von der Intensität der Strecke kann man sich mit einem Alpenrennen durchaus vergleichen. Man hat 2300Hm auf 69km verteilt, wobei die eigentliche Herausforderung in den Extremen besteht.

Schon am Start bewunderte ich die Fahrer, die mit Hardtails (also nur Federgabel) am Start standen und sich auf die Runde machten. Bei bestem Sommerwetter ging es sportlich los und ich bog als 7. in die ruppige Abfahrt. Hier flogen die ersten Trinkflaschen und die Ideallinie war auf einmal für mich frei. Ich  flog an meinen Begleitern mit meinen Fastlane von BERGAMONT vorbei um auch die folgende, sehr verwurzelte Auffahrt von vorne zu nehmen. Auf den kurzen Forstwegpassagen, waren die Verfolger zwar zu sehen, einen Anschluss schafften Peter Hermann & Co aber erst kurz vorm höchsten Punkt am Wurmberg.

Da die Jungs aber auch nicht mehr entspannt schauten, bog ich erneut als Erster in die verblockte, wurzelige Abfahrt. Ich ließ es laufen und kam erneut mit deutlichem Vorsprung in der ersten Zieldurchfahrt an. Die beiden weiteren Runden konnte ich meine Verfolger auf Distanz halten, denn in den Downhillpassagen wuchs der Vorsprung immer an.

In der letzten Runde brannte aber auch bei mir der Helm, denn 30°C und Rampen bei 18% sind echt hart. Bergab konnte ich entweder den Lenker umklammern oder Bremsen. Ich entschied mich fürs Klammern, denn den Rest übernahmen die Rockshox-Dämpfer. So siegte ich etwas unerwartet mit deutlichem Vorsprung vor Peter (Firebike Drössinger)  und Thommy Galle (Stevens). Guter Ausklang einer guten Saison, denn Schierke im Sonnenschein ist Hammerharz.

Nun geht es evtl. noch zu einem Straßenrennen, bevor Ruhe in meinem Leben eintritt. Hoch die Hände, Saison-Ende!

Familie, Freunde, Kultur, Wein und die Cyclassics

Nach der Transalp war die Luft etwas raus und ich trat mal kürzer. Musste feststellen, dass das auch wunderbar funktioniert. Habe mir dabei schon mal den Crosser geschnappt, damit man sich auf neue Ziele konzentrieren kann. Ferner ist das norddeutsche Wetter auch schon eher herbstlich.

Bevor es aber wieder auf die schmaleren Geländereifen geht, stand noch ein schöner Marathon im Süden auf dem Programm. Wir hatten Asyl bei meiner Cousine in Darmstadt bekommen, so dass wir dort einen netten Zwischenstopp einlegten und ich die Trails der Burg Frankenstein für mich entdeckte.

Von dort fuhren wir dann weiter nach Neustadt an der Weinstraße. Alle hatten von den tollen Singletrails geschwärmt, so dass ich das mit meinem BERGAMONT Fastlane ausprobieren musste. Zuvor trafen wir uns aber noch mit Freunden in Karlsruhe um mal die heimische Küche zu testen. Ja, Essen kann man da gut!

DSC05509.JPGDSC05660.JPG DSC05658.JPG DSC05651.JPG DSC05636.JPG

Natürlich standen beim Rennen , dem Sigma-Marathon Neustadt, für mich zwei Runden a 45km an. Wenn man schon da runter fährt, dann bitte jeden Trail zwei mal. Es war die richtige Entscheidung, denn die Runde war echt galaktisch. Selten ein Rennen gefahren, wo es einen so großen Trailanteil gibt. Technisch war es auch nicht ohne, so dass das Fully schon die richtige Wahl war. Kurzzeitig gelang mir der Sprung in die Spitzengruppe zu Karl Platt, bevor ich mich wieder auf der Verfolgung befand.

In der zweiten Runde wurde es dann echt hart. Ich kämpfte mit Krämpfen und musste Platz 5 und 6 schweren Herzens ziehen lassen. Den siebten Rang konnte ich aber behaupten und bog völlig ausgepumpt ins Ziel. Eine wirkliche tolle Runde mit einer sehr guten Organisation. Da muss man einfach gewesen sein.

An diesem Wochenende war Hamburg wieder unter Kontrolle der Rennradfahrer. Bei den Euro Eyes Cyclassics wurden wieder an die 20.000 Radsportbegeisterte in die schönste Stadt Deutschland gelockt. Für mich standen die 155km an, während sich die BERGAMONT Deerns und mein Vater die 60km ausgesucht hatten. Bei besten Bedingungen standen wir alle gespannt in den Blocken.

Auf der langen Schleife ging es sportlich, aber ohne Hektik und Stürze los Richtung Köhlbrandtbrücke, Harburg, Buchholz, Jesteburg, Harburg und zurück in die Innenstadt. Ich konnte mich gut im vorderen Feld aufhalten, da manche Windkanten kurzzeitig Gruppen entstehen ließen, welche das Feld sporadisch teilten. Nach der Innenstadtdurchfahrt gab mir Petra noch eine Trinkflasche um die letzten 60km mit einigen Hügel zu überleben.

Beim letzten Anstieg versuchte ich dann mein Glück. Mit dem späteren Sieger  zerflückten wir die Gruppe und es entstand ein kleines Loch. Leider war man sich danach mit den aufgeschlossenen Fahrern nicht einig, so dass wir wieder in einer geschlossenen Gruppe auf die Zieleinfahrt zurollten. Hier verhakten sich zwei Jungs und ich musste etwas abbremsen, so dass der Sprint eher eine schnelle Alleinfahrt wurde. Am Ende war es Platz 7 in der Altersklasse und 22 Gesamt. Was mich aber noch mehr freute war der Gewinn der Kösterbergwertung. Ist halt typisch BERGAMONT, dass der Hanseat die Bergwertung gewinnt.