Von der Küste bis zum Sauerland

In der letzten Saison hat mir die Kombination aus Straßenrennen und MTB-Marathon ziemlich gut gefallen, weshalb der Scanhaus-Cup in Marlow und in der Woche darauf der MEGA-Sport in Sundern wieder angesteuert wurden. Auch wettertechnisch war der Ausflug in den Norden die richtige Wahl. Wird ja immer wichtiger die alten Knochen bei Trockenheit zu bewegen.

Marlow der kleine Ort hinter Rostock bot wieder eine tolle Zweitagesveranstaltung mit einem Rundstreckenrennen und einem Rennen auf einer 16km-Schleife. Insbesondere der Rundkurs mit Berg und Kopfsteinpflaster fand dabei mein Gefallen. Leider reichte es in diesem Jahr nicht eine Ausreißergruppe zu formieren. Das hohe Tempo sorgte aber für ein Ausscheidungsfahren, so dass der Sieg zwischen 7-8 Fahrern ausgemacht wurde. Ich fühlte mich gut und hatte am Berg nie Probleme, lediglich in der entscheidenden letzten Runde kamen die Krämpfe. Man sollte doch mal was trinken und auch eine Trinkflasche mitnehmen ist die Erkenntnis des Tages zu Platz 5 und einer Prämie.

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Den Abend genossen wir am Strand von Graal Müritz mit lecker Fisch und lecker Bier bis die Sonne hinter dem Dünenhotel verschwand. Der neue Tag begann mit Sonne und einem Frühstück der Extraklasse. Wenn der Start um 11 Uhr erfolgt, dann geht auch Rührei auf dem Lachsbrötchen.

Das Rennen mit seinen 4 Runden startete verhalten, denn die Temperaturen waren kühl. Auf der Windkante wurde es immer etwas hektischer, aber auf der restlichen Runde lief es problemlos. Ende Runde zwei kam es dann auf der Windkante direkt vor mir zu einem Sturz. Als Crosser wählte ich die Geländeausfahrt auf´s Feld. Ohne einen Fuß auf die Erde setzen zu müssen fuhr ich durch den Winterweizen zurück zur Straße. Leider schaffte ich den Anschluß an die Gruppe nicht mehr.

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Die restliche Zeit des Rennens gaben wir zu viert zwar noch mächtig Gas, aber es reichte einfach nicht um näher zu kommen. Wir verloren in der letzten Runde zirka 3min. was nicht wirklich viel ist, wenn man fast nur zu zweit die Führung macht. Mir war es egal, denn als Training war es perfekt und wir hatten unseren Spaß. Was mir bei Straßenrennen immer auffällt ist die Herzlichkeit der Teilnehmer. Habe noch nie erlebt, das man die Polizisten als „Wichser“ betitelt, auch wenn sie etwas früh die Straßensperrung aufgemacht hatten. Ging ja um wirklich nichts mehr bei uns!

MEGA-Sport Marathon in Sundern ist eigentlich seit 10 Jahren eine Plichtveranstaltung für mich. Die Unterkunft direkt am Start, das beste Abendessen im Gasthaus Willecke und zuvor noch ca. eine Stunde auf der Runde trainiert. Da geht was am Renntag, war so meine Einschätzung der Gesamtlage am Freitag. Am Renntag war es dann doch etwas feucht von oben und kühl von allen Seiten. Ich wählte die Crossbekleidung mit Thermoüberschuhen und Winterhandschuhen, was auch richtig war.

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Nach DSC04134.JPGdem Start und auf den ersten 5 Kilometern hielt ich mich vorne im Feld auf, um bei der Geländeeinfahrt unter den ersten zu sein. Dies gelang und auch die folgenden Kilometer konnten ich mich in der Spitzengruppe behaupten. Hatte schon lange keine so große Gruppe mehr bei einem Marathon erlebt. Lag entweder an den Temperaturen oder der geänderten Streckenführung, welche einfach harmonischer war und mir sehr entgegen kam.

Alles lief für mich nach Plan, bis zum letzten Anstieg auf der ersten Runde, da hier das Tempo extrem hoch wurde und ich leider zurück fiel. An Position 8 ging es für mich auf die zweite Runde und an meinem Hinterrad hing Bram Rood, der Ex-Champion aus den Niederlanden. Heute war aber mein Tag und nicht seiner. Ich ekelte mich langsam aber bestimmt weg. Mehr passierte auf der zweiten Runde sonst nicht, denn Platz 7 war nie in Sicht und nach hinten war Luft. Gefühlt war es mit eines der besten Rennen, was ich hier gefahren bin, allerdings war die Konkurrenz noch nie so stark wie in diesem Jahr.

Am Tag der Arbeit geht es nun erneut auf die Straße zum Rennen „am Lindener Berg“. Auch hier gibt es einen Berg und auch Kopfsteinpflaster, also alles nach meinem Geschmack.

Hier die neusten Bilder: always Vollgas

Willkommen in der MTB-Saison

Das BERGAMONT Factory Team steht. Dies wurde am vergangenen Wochenende in Hamburg unter Beweis gestellt, denn Anfang April war der Wald in Harburg Türkis-Zyan gefärbt. Habe erneut gesehen, was so auf den BGM-Bikes geht, wenn der Ben mich mit Standgas  am Berg zerlegt oder Eddy beim Downhill lachend in seinen Diskoturnschuhen an mir vorbei schießt. Alles lächerlich, wenn man Pavel, unseren Slopestyler, beobachtet. Der springt über die kleinsten Hügel und streckt dabei seine Beine irgendwo in den Himmel. Einfach unglaublich, aber ist eine geile Combo. Neuseeland – Russland – Steele – Hamburg – BERGAMONT.

Kyffhäuser Berglauf Was soll man zu diesem Auftaktrennen noch sagen, außer dass das Starterfeld wohl noch nie so hochkarätig war. Entsprechend gelassen nahm ich den Start auf die 59km. Bei perfekten Bedingungen ging es auf dem Strassenstück sehr gesittet zu, bis zur letzten Kurve, wo auf einmal einige Fahrer lagen. Vom Sturz nicht betroffen fuhr ich relativ weit vorne in den Berg um möglichst noch unter den ersten Fahrern über die Kuppe zu kommen. An Position 5 musste ich meine Grenzen eingestehen. Der Plan nun in der zweiten Gruppe wieder nach vorne zu kommen scheiterte an Peter Hermann, der mich nie mitnimmt. Also ging es in der dritten Gruppe mit Norman Carl weiter auf die zweite Schleife.

Hier nutzte ich den langen Anstieg um mich nach vorne abzusetzen, denn die Hoffnung noch jemanden einzuholen sollte man nie aufgeben. Auf der Ebene war aber die Flucht vorbei, denn Oliver Vonhausen zog vorbei, später folgte noch der Europameister Klaus Reinisch. Ich war nicht in der Lage zu kontern, so dass ich mit Platz 10 mentalen Frieden schloss. Im Ziel staunte ich nicht schlecht, dass ich doch vor Oliver und Klaus gewertet wurde. Das Wohnen in der Stadt zahlte sich aus, denn ich war mit den zahlreichen Straßen nicht überfordert, was wohl bei den anderen Jungs der Fall war.

25. Helmuts Höllenritt Zum Jubiläum durfte ich nicht fehlen, auch wenn es erst meine dritte Teilnahme war. Der Rundkurs, der 5 mal zu bewältigen war, war gut zu befahren und machte Spaß mit dem neuen vollgefederten Fastlane. Während der Oberpirat Ronny das Feld in die Länge zog, übernahm Fabo im ersten Anstieg die Führung. Danach waren wir zu dritt und ich freute mich auf eine gesellige Radtour unter Freunden, denn Thomas Zühlke vervollständigte das Trio.

Unsere gemeinsame Fahrt fand aber ein plötzliches Ende, als Fabo erneut das Tempo am Steilstück erhöhte. Hier war für mich und Thomas Schluss mit der Dreisamkeit und jeder fuhr sein eigenes Rennen. Während ich mit einer Minute vor meinem Verfolger das Ziel und den Kuchen erreichte, hatte Fabo mir auf 2.5 Runden 5min. aufgedrückt. Kein feiner Zug meines Ex-Teamkollegen, aber er hatte es echt druff an diesem Tag.

Als Fazit bleibt festzuhalten. Das neue BERGAMONT-Fastlane läuft, das Dove-Trikot sitzt, der ABUS-Helm schützt auch vor Sonne, die ANSWER-Handschuhe passen perfekt zum ANSWER-Lenker und die MAXXIS-Reifen führten mich sicher zum 4.5qm großen Kuchenplattenbüffet. Der Rest kommt von alleine. Nächste Woche dann wieder in Marlow beim Scan-Haus-Cup.