Laatste ronde voor de renners

Die Luft ist irgendwie immer raus, wenn die Meisterschaften abgehakt sind. Mit dem Finale des Stevens-Cups in Buchholz neigt sich eine vermeidlich erfolgreiche Saison dem Ende zu.

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Was bleibt sind zahlreiche Siege und Platzierungen. Zwei Ziele wurden nicht erreicht, aber wer erreicht schon alle Ziele im Leben? Bin Gesund durch die Rennen gekommen und meinen Crossrahmen habe ich schon vor der Saison zerstört. Hier ein Riesendank an Bergamont, die mir innerhalb von zwei Tagen einen neuen Rahmen zugesandt hatten.

Bei leichtem Schneefall am Samstag rollte ich so durch das Hamburger Umland. Ziel war es beim QPE (Quer Park Ein) in Wilhelmsburg vorbeizuschauen. Zeitlich habe ich es fast hinbekommen, bloß geografisch waren die Angaben nicht schlüssig genug. Ich suchte, wie der Name schon sagt, einen Park. Versteckt hatten sich aber die Fahrer unter Autobahn- und Eisenbahnbrücken. Jungs, da fährt man keine Rennen, sondern sprüht Graffity oder entsorgt irgendetwas, was keiner finden soll. Brauche beim nächsten Mal klarere Angaben.

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Finaltag in Buchholz. Leichter Schneefall und gefrorener Boden, aber beste Bodenhaftung im Buchholzer Stadtwald. Die leichten Streckenänderungen zwangen mich zunächst mal auf den Boden, im Rennen wurden sie aber problemlos gefahren. Mit dem Ausgang des Rennens hatte ich nach 5m nichts mehr zu tun, denn Stevens-Racing, hatte andere Pläne. Max Lindenau und Yannick Gruner fuhren die interne U23 WM-Vorbelastung und Ole Quast und Jannick Geisler hatte noch eine DM-Rechnung offen. Also kurvte ich mit Tim Rieckmann eine Runde zusammen, bevor er mich alleine zurück ließ.

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Es wurde ein einsames, aber unterhaltsames Rennen, da mich zahlreiche Leute irgendwie von der Seite “anmachten”. Ich weiß gar nicht wieso, denn ich hatte extra dezente Farbkombinationen gewählt. Freut mich aber, dass Ihr Euch gefreut habt. Es blieb also bei Platz 6 was auch den Gesamtrang 3 bei der Elite im Gesamtklassement bedeutete. Ein toller Abschluß wurde noch mit der Tombola gekrönt, auf die die zahlreichen Zuschauer und Fahrer bis 18.00Uhr hin fieberten. Bin gespannt, ob Uwe Varenkamp auf dem gewonnenen Kinder-Stevens-MTB über den Sommer noch Verbesserungen  an seiner Fahrtechnik erzielen wird. Werde berichten!

Für mich ist nun Pause, welche ich auch brauche. Um aber weiter am Puls der Radwelt zu bleiben, werde ich am Freitag zu Helmuts-Bambiverleihung gehen um auch gesellschaftlich nicht zu verrohren.

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Fluch oder Segen?

Ein Satz im Siegerinterview in Herford war für mich irgendwie alles sagend: „Unsere Brötchen werden in der Woche verdient“. Diese Worte von Thomas Hannöver beschreiben es treffend, obwohl ich mich in der glücklichen Lage sehe auch Aufschnitt zu den Brötchen zu verdienen. Die Master-Klassen stellen mittlerweile im Cross Bereich mit Abstand die größten Starterzahlen und einige „Rentner“ haben auch schon für reichlich Rennnachwuchs gesorgt (Lindenau, Wittwer, Karrasch etc.) Auch bei dieser Deutschen Meisterschaft in Vechta waren die Master wieder zahlreich vertreten. Dies heißt nicht Cyclocross ist „alt“, sondern die Master gehen mit der Zeit bringen die neueste Technik ins Gelände und bieten spannende Wettkämpfe.

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Die Stadt Vechta hatte vor dem Start bestimmt etwas Puls, denn mit Blitzeis, Schnee, Regen und überfrierender Nässe ist jeder Veranstalter kurz vom dem Herztod. Sie haben es aber perfekt gemeistert und dann kam auch die Sonne zum Entzücken der zahlreichen Zuschauer zu den Rennen raus. Bereits am Samstag nahm ich die Strecke bei einigen Proberunden unter die Räder, wohlwissend dass Wetteränderungen die Strecke erheblich beeinflussen konnten. Zuversichtlich sah ich dem Renntag entgegen, wo es eigentlich nur ein Ziel geben konnte: Gebt mir endlich das Meistertrikot.

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Am Sonntag kam es dann pünktlich um 13:15 Uhr zum Showdown der Master 2-Helden. Ein potentieller Anwärter musste leider aus der letzten Reihe starten, so dass die Karten unter uns Vier aufgeteilt werden sollten. Die Strecke war durch das Tauwetter und die zahlreichen Rennen schwerer geworden. Der Reiterplatz war wie ein Anker, der einen nicht loslassen wollte und die Kurven im Wald waren tief und bis zu den Wurzeln runtergerockt. Mein Start war Scheiße, was aber nach der Abfahrt und der Treppe wieder zurechtgeschüttelt war. Danach begannen 40min. Psychoterror mit wechselnden Akteuren.

Zunächst warf der Lokalmatador Thomas alles nach vorne und zog das Feld von 65-Mann in die Länge. Danach durfte ich etwas führen, bevor Ralph Berner und danach Vladi Riha das Tempo forcierten. Ich war stets auf der Höhe der Ausreißer. Während wir kurzzeitig mit Riha ein Loch hatten, war dies im Nachgang auch sein Verderben, denn nach Materialdefekt war Vladi raus aus den Medaillen. Nun ging es zu Dritt im Tiefflug weiter. Zwei Runden vor Schluß versuchte ich mit einer Attacke am Berg eine Vorentscheidung herbeizuführen. Dies scheiterte aber an mir selber, denn ich schaffte es an diesem Tag nicht das Tempo hoch genug zu halten. Das kalte Spritzwasser auf der Pferdebahn war wie eine Bremse für mich.

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In der letzten Runde musste nun die Entscheidung her. Ralph war schon etwas zurückgefallen, so dass es nun zwischen dem Brötchenverdienenden Thomas und dem Brötchen- und Aufschnittverdiener  Dano zur Entscheidung kommen sollte. Die Massen standen an jeder Kurve, die Trommler pfefferten alles auf die Bespannung und alle feuerten uns an. Von vorne fuhr ich auf die letzten Hürden zu, nahm den letzten Laufanstieg, bog als erster auf den Radweg und wurde hier auf den letzten Zentimetern von Thomas ausgebremst. Sportlich fair, aber ein Arschlochsportler hätte die Tür zugemacht. Danach gab es keine Möglichkeit mehr für mich zu Überholen, so dass es erneut der Deutsche Vizemeistertitel wurde.

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Nun kam man über Fluch oder Segen diskutieren. Ich kann nur Max Lindenau als U23-Sportler als Vorbild nehmen, der noch knapper den Vize-Titel eingefahren hat und danach den Sieger in den Arm nahm und sich über den zweiten Platz freute. Die Hamburger Fahrer von Bergamont oder Stevens sind halt die geilsten Sportler, egal ob Meister oder Vize. Hier wird Radsport gelebt und wir alle haben Bock auf den Sport und wollen spannende Rennen. Das ist das was uns auszeichnet. Meinen Glückwunsch an Thomas Hannöver: Du hast zwar mein Trikot an, wenn Du Dich aber benimmst, darfst Du es ein Jahr tragen!

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Das Finale des Deutschland-Cups in Queidersbach

Bevor wir das Auto für den Ritt in den Süden beluden, durfte ich mal allein außer Haus. Silvester-Vormittag hatte ich frei bekommen und ich fuhr kurzentschlossen nach Gesmold zum Weser-Ems-Cup. Die Runde um den Campingplatz und den angrenzenden Badesee kannte ich schon von einer vorherigen Teilnahme, so dass ich mich auf das Rennen trotz schlechten Wetters freute. Der Himmel war zum Start der Master zwar blau, dafür hatte die Wiese aber reichlich Wasser aufgesogen. So wurde es ein richtig schweres Rennen, denn im Matsch muss man mit vollem Einsatz am Lenker reißen um das Rad durch den Schlamm zu bewegen.

Frühzeitig konnte ich mich zwar von Michael Stenzel und Mirco Friese lösen, dennoch war es keine Spazierfahrt. Man musste einfach immer treten um nicht stecken zu bleiben oder umzukippen. Es lief gut an dem Tag, denn die Matschreifen mit geringem Luftdruck verhalfen zumindest zu etwas halt. Die beiden Hochdruckreiniger haben an diesem Tag bestimmt am meisten geleistet, dennoch fuhr ich als zufriedener Sieger entspannt nach Hause und verschlief selig den Mitternachtskrieg vor unserer Haustür. War seit langem mal wieder ein Neujahrstag ohne schwankenden Fußboden.

Zum Finale ging es dann im neuen Jahr nach Rheinland-Pfalz. Trotz der Anreise von 600km am Samstag wollte ich noch beim Abendrennen teilnehmen. Auch hier hatte es in den vergangenen Tagen etwas geregnet, so dass ich mit dem Schlimmsten gerechnet hatte, was sich zum Glück nicht bewahrheitete. Die Runde fürs Hauptrennen, als auch der verkürzte Kurs um den beleuchteten Sportplatz, waren sehr gut zu befahren. Im Rennen der Master bildete sich schnell eine Dreiergruppe mit Armin Raible, Vladi Riha und mir. Während ich mehr an meiner Schaltung spielte, fuhren die beiden Jungs wirklich Radrennen. So wurde es eine dann doch sportliche Ausfahrt, insbesondere durch die Läufe über die Treppen. Am Ende fehlten mir ein paar Gänge und der Wille wirklich aktiv gegen die letzten Attacken gegenzuhalten. So gewann der Älteste (Armin), vor dem Rundstreckenexperten (Vladi) und dem Schaltungsexperten (Dano). Insgesamt war es eine tolle Idee, die auch andere Veranstalter gerne aufgreifen dürfen.

Bei gutem Wetter ging es am Sonntag weiter. Der hügelige Kurs war perfekt zu befahren und die Temperaturen hatten auch noch ein Plus als Vorzeichen. Der Start gelang mir gut und es ging schon mit etwas Luft aus dem ersten Anstieg raus. Im Anschluß konnte Ralph Berner aufschließen und wir drehten gemeinsam unsere Kurven durch den Wald. Im längsten Anstieg konterte er aber meine schnelle Fahrt und brachte ein paar Meter zwischen uns, welche ich nicht gleich schließen konnte. So hechelte ich etwas hinter den noch amtierenden Meister hinterher. Zwar wurde der Vorsprung am Ende geringer, dennoch war es ein ungefährdeter Sieg für Ralph. Auf Platz drei folgte im Sprint Vladi Riha.

Ich war mit dem Ergebnis zufrieden, denn mit Platz 6 in der Gesamtwertung ist ein Startplatz bei der DM aus Reihe 1 möglich. Nächsten Sonntag wissen wir nach dem Deutschen Meisterschaftsrennen mehr! Drückt die Daumen, denn es wird spannend.