Die MAD East Challenge Master DM

DSC08044.JPGKeine neues Rennen im Kalender ist die MECM-DM, sondern eher die Zusammenfassung meiner letzten beiden Wochen. Mit etwas Unsicherheit fuhren wir nach Altenberg zur Mad East Challenge, einem Zwei-Tages Event auf ständig wechselndem Untergrund (es gab langes und kurzes Gras auf den Wiesen). Ich wollte an den beiden Tagen testen, ob die Form für die Salzkammergut-Trophy reicht und ob es Wege im Erzgebirge gibt, die seit der letzten Eiszeit mal wieder befahren werden sollten.

Auch die Gastfreundschaft ist einzigartig. Als wir gegen 15:00 Uhr die Zimmerschlüssel übernahmen, sagt die Bedienung, dass es die warme Küche nur bis 20:00 Uhr gäbe. Sie fügte nahtlos an, dass ich das ja wohl nicht schaffe werde. Sprachlos stand ich da. Sehe ich so alt aus, ist der Treppenlift kaputt, sind die Flure endlos oder was sollte das?

DSC08432.JPGMan kann es wie folgt zusammenfassen: Es reichte nicht! Schnell merkte ich nach dem Start über den Skihang, dass die Form zu wünschen übrig lässt, denn ich musste die Spitzengruppe kampflos ziehen lassen. In der Verfolgergruppe ging es zunächst ganz gut, denn zusammen mit Rapiro-Reeps bestimmten wir den Takt. Allerdings waren 90km an diesem Tag selbst für mich zu viel. Nach 50km ließ ich die Jungs fahren, da es einfach nicht ging. Später kamen noch Regen und Krämpfe dazu. Kein guter Tag im Erzgebirge.

DSC08443.JPGEs reichte dennoch zu Platz drei bei den Masters, auf wohl der besten Mad East-Strecke, welche ich je gefahren bin. Man hatte einfach alles dabei, von Trails über Wiesen, schöne Anstiege, Brücken an den Bächen und sensationelle Aussichten auf das Erzgebirge. Deshalb hielt sich meine Entäuschung in Grenzen, da es trotz der Qual Spaß gemacht hatte.

DSC08292.JPGDer Sonntag verlief ähnlich, allerdings kamen mir die 50km zu Gute. Gegen Ende der Schleife konnte ich noch zulegen und meine Begleiter distanzieren. Vorteilhaft war auch der Einsatz des vollgefederten Fastlane von Bergamont. Denke das Teil brachte auf den zahlreichen Wiesen und Abfahrten etliche Sekunden. Wieder wurde es Platz drei bei den Mastern. Gegen die Sieger hatte ich nie eine Chance, weshalb ich in diesem Jahr eingestehen muss, dass die Trophy mit 211km eine Stück zu groß für mich ist.

DSC08453.JPGMaster DM Strasse in Harburg. Eigentlich sind Straßenrennen ja nicht so meins, wenn aber die DM vor der Haustür stattfindet und der Veranstalter (Harburg TB) einen kurzen und hügeligen Kurs abschildert, dann fehle ich natürlich nicht. Mein Sponsor hatte mir kurzerhand auch noch ein Straßenrad aufgebaut, so dass die anderen Jungs nicht auf ein Crossrad schielen mussten. Wie ich mich schlagen würde, war nach den vergangenen Wochen fraglich. Lust hatte ich aber schon.

DSC08552.JPGMit etwa 100 Master 2 – Fahrern ging es dann bei gefühlten 35 Grad und 98%  Luftfeuchtigkeit auf die 20 Runden a 5km. Ich kam gut ins Rennen und der Anstieg im Wohngebiet lag mir. Was mir immer noch unbehaglich ist, ist das parallele Fahren mit 20 Leuten bergab um dann rechtwinklig abzubiegen. Nach 5 Runden wollte ich deshalb mal sehen, ob man nicht in einer Gruppe wegkommen könne. Weg kam ich, aber leider waren nach einer Runde wieder alle da. So ging es weiter im großen Feld.

DSC08698.JPGAls dann die drei Jungs ihre Flucht starteten, war ich irgendwo im Feld, so dass ich nicht mal versuchen konnte zu folgen. Danach setzte auch noch leichter Regen ein, was ca. 6 Leuten zum Verhängnis wurde, da sie sich ablegten und das Feld dadurch natürlich auch Zeit verlor. So pendelte der Vorsprung zwischen 30sek. und einer Minute. Die Versuche, auch von Vladi Riha, verpufften leider, so dass man irgendwann einsehen musste, dass es heute nur um die Plätze ging. So rollte ich als 28. über die Ziellinie. Generell war ich mit meinem Rennen zufrieden, denn in der Woche lief es im Training wesentlich schwerer. Würde ich im Feld sicherer fahren, dann wäre mehr drin gewesen, aber ich bin ohne Sturz durchgekommen und ich fühlte mich gut auf dem Rad.

Nun ist mal etwas Ruhe angesagt, bevor es zur Hamburger MTB-Meisterschaft in den Schröderwald nach Bucholz geht. Darauf freue ich mich schon, denn dort gibt es auch mal eine Bratwurst….Einen Glückwunsch an alle Meister und Platzierten!