Bike Festival Willingen

Eins, zwei, drei – Oberkörper frei, gab es diesmal nicht bei uns, denn wir zogen uns in die Pension Edelweiss nach Stryck zurück. Alle die diese Herberge kennen, wissen dass dort das 5-Sterne Frühstück auch wirklich Maßstäbe setzt. Zumindest kulinarisch hat sich die Reise gelohnt, sportlich hingegen reist das Team Bergamont mit Hausaufgaben nach Hause.

Ich hatte in der letzten Zeit wenige Rennen bestritten. Während es im Harz rund um den Ort Hohegeiß noch gut lief und ich trotz eines Defektes den Sieg in der Eliteklasse einfahren konnte, waren die folgenden Veranstaltungen eher Mau. Das Mannschaftszeitfahren mit meinen Airbus-Kollegen war aus sportlicher Sicht etwas hinter meinen Erwartungen. Ist wohl aber nicht verwunderlich, wenn man nie zusammen trainieren war. Wir müssen halt Flugzeuge bauen. Das Straßenrennen in Buchholz hatte ich mir auch anders vorgestellt, denn am Berg ging diesmal nicht viel und ich rollte im Feld ins Ziel.

DSC07731.JPGUm so wichtiger war für mich der Marathon in Willingen. Als Vorjahressieger war ich motiviert und die Tour über den ersten Bergkamm am Freitag verlief bei bestem Wetter sehr vielversprechend. Motiviert konnte ich pünktlich um 7:30 Uhr aus der ersten Startreihe ins Rennen gehen. Relativ schnell merkte ich aber, dass es Tags zuvor flüssiger ging. So kurbelte ich erst in der ersten, dann in der zweiten um später in der dritten Gruppe dem Ziel näher zu kommen. Habe selten darüber nachgedacht bereits nach 55km ins Ziel abzubiegen, an diesem Tag war es soweit.

DSC07743.JPGAls Langstreckenfahrer ist das aber keine Alternative und ich kurbelte den Ettelsberg hinauf zur 96km-Schleife. In guter Gesellschaft ging es schon etwas besser und ich schöpfte etwas Hoffnung, denn auch auf den Abfahrten konnte ich auf meinem Fastlane wertvolle Zeit gewinnen. Nach 70km kamen sie erst links, gefolgt von rechts um dann in beiden Beinen zuzuschlagen – die Krämpfe. Nicht das der Druck auf der Ebene fehlte, auch am Berg war nun Zähnebeißen angesagt.

DSC08037.JPGLogische Konsequenz war nun das Absichern der Platzierung in der Masterklasse auf der Mitteldistanz. Mit viel Schmerzen und noch mehr Kampf konnte ich den Sieg über die 96-Runde gerade noch retten. Wirklich freuen konnte ich mich nicht, denn ich wollte die Langstrecke gewinnen. Es sollte auch ein Härtetest für die Salzkammergut-Trophy sein, der somit gründlich misslang. Werde nun mal meine Hausaufgaben machen und schauen wie es weiter geht. Andre Kleindienst wurde guter Zweiter bei den Enduro-Masters. Er muss auch nur noch ein paar Sekunden finden zum Sieg. Andre Zamponi hatte in seinem ersten Rennen nach längerer Pause auch noch einige Defizite, welche wir mit unserer Mittwochsgruppe schon beseitigen werden.

Also weiter geht es bereits Ende Juni bei der Mad East Challenge 500 in Altenberg. Bis dahin werde ich die Krämpfe abgeschüttelt haben und entsprechend fit an den Start gehen. Das muss man aber auch, wenn die MAD-Mädels und Jungs wieder die Streckenauswahl getroffen habe. Habe schon mal alles an Federweg in die Dämpfer getunt: Matze Mende ich freue mich schon auf Eure Strecken die selbst der Förster nicht kennt…..

Hier die neusten Bilder des Bergamont Factory Teams: always Vollgas