Nach 20 Jahren Radsport das erste Mal auf dem Podium bei einem Strassenrennen

Hätte nie gedacht, dass an diesem Wochenende Geschichte geschrieben wird. Ist zwar nur meine Radpsortgeschichte, aber ich habe mich wirklich gefreut. So bleibt Marlow in Meck-Pom in guter Erinnerung, auch wenn beim zweiten Rennen der Erfolg aus blieb.

Es war zwar kühl im Norden, dafür schien aber die Sonne und auf dem Marktplatz war alles für eine tolle Veranstaltung hergerichtet. Pünktlich um 15:00Uhr ging es über 30 Runden um die Kirche und den Marktplatz. Was mir auf der Runde am Besten gefiel war allerdings der lange Anstieg der Richtung Ziel führte, denn das Ding hatte es in sich.

 

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Bis zur ersten Prämie hielt ich mich zurück um dann in der darauffolgenden Runde mal zu testen, was die Jungs von der Straße so können. Ruckzuck war die Lücke da, die nur zwei Leute, Andreas Huth und Stefan Mayer schließen konnten. Zu dritt machten wir mächtig Dampf und der Vorsprung wuchs. Nachdem ich kurzzeitig leider auch etwas zurückgefallen war, war nach dem erneuten Zusammschluß unsere Zusammenarbeit perfekt.

Von Runde zu Runde machten wir Boden gut und die Krönung erfolgte 4 Runden vor Schluß, denn wir überrundeten das Feld. Lag natürlich auch daran, dass meine Mitstreiter aus großen Teams kamen und somit die Nachführarbeit des Feldes vereitelten. In der letzten Runde kam es dann zum Showdown, wobei ich im Sprint das Nachsehen gegen Andreas Huth hatte und Zweiter wurde. Es war mein erster Podestplatz in einem Straßenrennen nach 20 Jahren Lizenzsport. Unglaublich!

Nach einem entspannten Nachmittag und Abend an der Küste in Graal-Müritz stand am Sonntag das Straßenrennen „Rund um Marlow“ auf einer 12km Runde an. Hier war es dann hektisch und im Feld fühlte ich mich nicht wirklich wohl. Kann immer noch nicht begreifen, warum man sich auf einer 8m breiten Landstrasse bei 50km/h mit dem Nebenmann streiten muss und sich dann rumschubst, wenn noch 50 Mann im Windschatten sind. Egal, denn in der Endphase des Rennens konnte ich keine vordere Position behaupten, so dass ich an Position 20 in den Zielberg bog. Oben angekommen war ich zwar 12., aber für die Gesamtwertung beider Tage reichte es dann nur zu Platz 6.

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Ich behalte die Rennen in Marlow in guter Erinnerung, denn sie haben echt Spaß gemacht. Nächstes Wochenende geht es aber wieder auf breiten Reifen durch den Wald beim Mega-Sport in Sundern.

Der Auftakt des Bergamont Factory Teams

Das man auf Bergamont Bikes ganz weit vorne ist, ist ja allen bekannt. Nun ist ab dieser Saison noch ENDURA an Bord, die uns funktionale, geile Teambekleidung stellen. Mit den Maxxis-Reifen, den Sun-Ringle Laufrädern und den ANSWER-Anbauteilen steht den nächsten Siegen nichts mehr entgegen.

  Nach ein paar Trainingstagen an der Playa, mit ein paar Grundlagenkilometern, ein paar Dreier-Blocken, ein paar netten Ausflügen, ein paar Tagen mit Sonne, aber auch ein paar Tagen mit Wind und Regen und etlichen Cola´s im Mega-Bierkönig war die Welt wieder in Ordnung: Scheiß drauf, Malle ist nur einmal im Jahr ole ole und schallalla….

Zurück im Norden ging es am drauffolgenden Wochenende direkt zum geliebten Kyffhäuser MTB-Rennen. Als Begleiter gesellte sich diesmal der Stevens-Recke Ede Erdmann dazu. Bei sommerlichem Wetter wählten wir die lange Schleife über 58km aus. Man war das warm am Samstag, noch auf der Einführungsschleife auf der Strasse lief das Wasser aus dem Helm. Was danach kam, war spannend wie immer. Wer ist als erster auf dem Bergkamm?!

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Bis zur Hälfte des Berges konnte ich dem Tempodiktat folgen, wer aber vorne den Takt angab war für mich nicht wahrnehmbar. Ich sammelte mich aber relativ schnell und nahm an Position 10 oder so die Verfolgung auf. Es dauerte aber noch einige Zeit bis ich in einer Dreigruppe etwas Windschatten fand. Leider bogen diese Jungs nach 42km ab, so dass nochmals 18km wieder allein zu bewältigen waren. Am Ende kassierte ich drei Minuten auf die Spitze. Zufrieden über Gesamtrang 8 und den Sieg in der Masterklasse zechten wir in der Bavaria-Alm durstig die alkohlfreien Biere weg.

Wem der Berg im Kyffhäuser zu steil war, der sollte auch nicht ins Hellental fahren. Der Startberg, der für mich 3 mal zu bewältigen war, war echt eine richtige Hausnummer. Während ich nach dem Start noch mit der Spitzengruppe rüber kam, hechelte ich in Runde 2 etwas hinterher um mich in Runde 3 abgehängt hochzuquälen. Am Ende ging es für mich und Rene Hördemann noch um Gesamtrang 4, den er gerne haben konnte, denn der Sieg in der Masterklasse war mich sicher.

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Beide Veranstaltungen waren Klasse mit schönen Strecken und einer tollen Organisation. Weiß ehrlich nicht, was besser war: Der Kyffhäuser Roster im Brötchen oder die Riesenstücke Käsekuchen im Hellental? Der Auftakt war gelungen, auch Ede fuhr mit Platz 2 und einem Sieg glücklich zurück an die Elbe.

Always Vollgas auch am kommenden Wochenende, also morgen, an der Küste in Marlow beim Strassenrennen. Danke für die Fotos an Olaf Nützsche, der jeweils Zweiter bei den Masters wurde.