Die Triologie des Stevens-Cups

Die letzten beiden Wochenenden wurden genutzt um einige Punkte für die Gesamtwertung des Stevens-Cups zu sammeln. Die nördlichen Stationen wie Kiel, Dassow und Bad Doberan waren bestens präpariert für tolle Veranstaltungen und auch das Wetter hielt an diesen Wochenenden die meisten Fahrer trocken.

In der Landeshauptstadt Kiel war mein Start eher verhalten und ich ging als Vierter im Elitefeld auf dem bekannten Kurs ins Rennen. Schnell übernahm Jannick Geisler (Stevens) die Führung, während Jan Büchmann (elektoland24 Cross Team) und ich schon in Schwierigkeiten waren. In der nächsten Runde war es dann um mich geschehen, denn am Steilstück drückte ich so aufs Pedal, dass das Hinterrad aus dem Rahmen rutschte. Nun war basteln angesagt, während vorne der Sieg ausgefahren wurde.

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Es war heute aber nicht der Tag um aufzugeben. Da man an an mehreren Teilen der Strecke seine Konkurrenten beobachten konnte, war schnell der Jan im Wald entdeckt und die Witterung aufgenommen. Von nun an begann das Hase und Fuchs-Spiel im Kieler Wald. In jeder Runde kam der alte Fuchs dem Hasen näher, bevor zwei Runden vor Schluß meine Attacke am Berg den Hasen in seinen Bau schickte. Ach ja, Jannick wollte nicht mitspielen und gewann mit viel Vorsprung das Rennen. Mir hat es in Kiel gefallen.

Bei diesem WoEn-Wetter wurde es zwar nicht hell, aber mit meinem neuen Dress konnte man mich überall sehen. Dies war in Dassow eher nicht so gut, denn außer einem guten Start war nicht viel Positives zu berichten. Ich versuchte nach dem Start den Jungs am Anstieg mal zu zeigen, wer hier heute zu schlagen wäre. Sie schauten, lachten und fuhren einfach schneller. Ich hatte einen schlechten Tag erwischt. Ich kam in den Sandpassagen gut zurecht, aber am Berg verlor ich an diesem Tag das Rennen.

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Justin Rudolph (Stevens), Tim Rieckmann (BOC-Bergamont-Racing Team) und Micheal  Witte (Buchholz) fuhren locker auf und davon, so dass ich sie auf der endlosen Zielgerade nicht mal mehr sehen konnte. Ich war drauf und dran das Rad für immer an den Nagel zu hängen, als ich merkte, dass die Jungs wieder in Sichtweite kamen. Nachdem Michael durch Radwechsel seinen Platz an mich abgegeben hatte, ging es dann doch mit Volldampf auf die Verfolgung. Leider reichte es nicht ganz, denn die 15sec. Rückstand waren auf der Zielgerade nicht mehr zuzufahren. Glückwunsch an Justin und Tim.

Der Grieche in Bad Doberan erkannte sofort, dass ich etwas zum Aufheitern brauchte. So hatte ich vorm Essen schon ein paar Ouzo´s und entsprechende Biere verhaftet. War ein netter und doch lustiger Abend. Tags darauf, nach dem Zähneputzen natürlich, ging es erneut um die Ehre. Mir war klar, dass ich diese Niederlage nicht auf mir sitzenlassen konnte. Nach dem Start übernahm erstmal Arne Vettermann die Führung. Der zog so an seinem Spezialized-Bock, dass wir zu Viert weg waren. Tim Rieckmann folgte wie am Gummiband. Mal dran, mal weg. Mal nah, mal fern.

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Ab Runde drei nahm dann Max Lindenau vor Justin Rudolph (beide Stevens) das Rennen in die Hand. Dies konnte ich aber nicht zulassen. So nahm ich die Hügel, wovon drei pro Runde zu bewältigen waren, gerne mal mit Vollgas. Da wurde hinter mir auch atemintensiver Luft geholt. So ging es einige Runden, bevor Justin als erster abreißen lassen musste. Nun fuhr U23-Max gegen Ü-43-Dano. Ich war guter Dinge, denn eigentlich lief es heute gut. Max ist aber ein raffinierter Fahrer und er gab mir immer kleine Stiche durch seine Tempoverschärfungen. Am Ende hatte er drei Körner mehr und hängte mich auf den letzten Metern ab. Heute noch, denn in Neumünster nächste Woche wird es schon anders aussehen….

Ach ja, der Bergamont-Dano ist nun Führender beim Stevens-Cup

Hier die neusten Bilder des Bergamont Cyclocross Teams: always Vollgas

Dano´s Deutschland-Cup

Oft wird man gefragt, welche Rennen man gerne fährt und warum gerade diese. Ich könnte jetzt hier lang und breit was dazu schreiben, aber das brauche ich nicht. Die beiden Deutschland Cup-Rennen in Kleinmachnow und Bad Salzdetfurth boten nämlich genau das, was ich an Crossrennen liebe.

Während der Veranstalter in Berlin keinen Grund hatte seine Strecke zu verändern, wurde in Bad Salzdetfurth nochmals Hand angelegt. Olaf Nützsche hatte mir nämlich versprochen eine Siegerstrecke zu bauen, wenn ich ihm seine ersteigerten Winterreifen mitbringe. Gesagt getan und die Strecke war nochmals besser, als die DM-Strecke 2012.

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Beide Strecken bieten den perfekten Mix aus konditionell anspruchsvoller, technischer und schneller Runde. Man hat kaum Zeit sich zu erholen, denn der wechselnde Untergrund wie Sand, Wiese oder Waldwege fordern immer vollen Einsatz. Insbesondere die Sandpassagen, welche meistens zu Laufen waren, brachten den Puls in unerwartete Höhen.

Wenn es denn Spaß macht, dann läuft es auch. So konnte ich an beiden Tagen aus der ersten Reihe ganz geschmeidig das große Starterfeld der Master 2 in das Rennen führen. Von dort konnte man natürlich auch die beste Linie nehmen und da schnell fahren, wo es einem nicht so weh tat. Nach ein paar Runden hatte ich bereits einen sicheren Vorsprung, welchen ich bis ins Ziel weiter ausbauen konnte. Ich habe die Rennen genossen, denn es lief einfach gut.

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Während am Samstag noch Michael Stenzel und Vladi Riha neben mir bei der Siegerehrung standen, durften am Sonntag neue alte Männer zu mir aufs Podest. Mit Bernd Pfeiffer und Volker Simonson machte es aber auch Spaß sich feiern zu lassen. Habe nun den ersten Teil meiner Saison abgehakt mit 4 Siegen beim D-Cup. Werde nun die Beine etwas baumeln lassen um im Dezember wieder durchzustarten. In diesem Zusammenhang habe ich auch auf die Europameisterschaft verzichtet, denn es gibt neben schönen Veranstaltungen auch den Gegenpol.

Ach ja und was eigentlich das beste am Wochenende war, war die Paul Lindenau-Show. In seinem ersten U23-Jahr zeigt er der Konkurrenz, was man auf dem Rad so alles anstellen kann. Einfach schön zu sehen, was aus dem Kind auf dem Titanrad mit 14″-Räder geworden ist. Von ihm wird man bestimmt noch mehr hören.

Hier die neusten Bilder des Bergamont Cyclocross Teams: always Vollgas