Hamburg – Nizza – Lohne

Nicht dass Ihr alle glaubt ich sei unterm Herbstlaub verschwunden nur weil mal ein Bericht nicht rechtzeitig geschrieben wurde. Ich hatte eine schöpferische Pause, bzw. es siegte mal die Unlust. Doch nun gibt es wieder die gewohnten Neuigkeiten rund um die Rennen der Region, bzw. von etwas weiter weg.

Auf geheimer Mission waren wir für eine Woche an der franz. Mittelmeerküste in Frejus. Mein Sponsor stellte dort zum ersten Mal die Bergamont-Palette neuester Räder vor und ich überraschte die Jungs. Sie hatten aber alles richtig gemacht. Der Stand war als erster aufgebaut, man hatte Strandzugang, man rockte die Party und verbreitete bis zum Schluß die beste Stimmung. Kann aber auch daran gelegen haben, dass ein Pornosternchen sich die buntesten BGM-Räder auslieh um ein paar Fotos zu machen. Da mussten natürlich 3 Mechaniker helfen.

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Sportlich ging es natürlich auch voran. So wählte ich einmal den Canyon Roc Marathon über 85km und den Roc d ‚Azur mit 56km als Herausforderung aus. Zum Glück hatte ich mein Fastlane eingepackt, denn das Gelände bot alles was man sich mit Federweg wünscht. An beiden Tagen ging ich zwar erst aus dem zweiten Block ins Rennen, aber die 800 Starter vor einem störten nicht wirklich, denn das Gelände war zu geil um sich über andere aufzuregen.

Es lief gut an beiden Tagen, denn ich konnte sowohl bergauf als auch bergab den Leuten zeigen, wie man in Norddeutschland MTB fährt. Es machte Spaß wie auf einer Achterbahn durch die schmalen Trails zu hämmern und nicht zu wissen und zu sehen, was danach kommt. Schnelle Kurven, ausgewaschene Bäche, Absätze und Felsvorsprünge oder einfach flowige Kurven wurden auf beiden Kursen geboten. Man war am Ende zwar fix und alle, aber das Grinsen ging nicht mehr aus dem Gesicht. Insgesamt hat die Roc d’Azur Suchtgefahr.

DSC02514.JPG DSC02496.JPGKulturell liegen Nizza, St. Tropez, Cannes, Monte Carlo und Lohne nicht auf einer Linie, beim Wetter hingegen gab es kaum Unterschiede. Und das war gut so. Bei herrlichem Wetter wurde die zweite Runde zum Deutschlandcup ausgetragen. Leichte Änderungen wurden am Kurs vorgenommen, welche mir persönlich gefielen. Insgesamt ist es ein sehr runder Kurs mit schnellen Naturpassagen und technischen Abschnitten mit Hürden und Treppen.

Mein Start bei den Masters 2 war etwas verhaltener als sonst, so dass ich als Vierter ins Gelände ging. Bereits als Dritter hinter Vladi Riha und Michael Stenzel bog ich auf den Zielhang, wo ich ohne Gnade attackierte. Der Schlag saß und ich brauchte genau eine Runde um wieder Atmen zu können. Erneut zog ich am Berg an und vergrößerte von da an jede Runde meinen Vorsprung. Es machte aber auch einfach Spaß auf dem Kurs und vor den Zuschauern den Berg zum Aussichtsturm sportlich zu nehmen. Am Ende standen die gleichen wie in Horn auf dem Podium und wir hatten alle unseren Spaß.

Nun geht es mit dem Stevenscup in Kaltenkirchen weiter.

Die schöne Jahreszeit hat begonnen

Liebe Leute der breiten und schmalen Reifen mit Noppen, es geht jetzt wieder geschmacklos weiter in der Berichterstattung zu den angesagtesten Rennen der Republik! Wer sich gewundert hat, dass es keinen Bericht nach der Marathon-DM gab, dem sei gesagt, es siegte bei mir die Lustlosigkeit und die Enttäuschung. Der dritte Rang ist im nachhinein gut, aber das realisiert man erst 5 Bier und einige Tage später, wenn die Rückenschmerzen vom Arzt wieder behoben worden sind und man merkt, dass bei dieser DM nicht mehr drin war.

Deutschland-Cup Hamburg – Wenn der Herbst kommt, dann kommen auch die Crossrennen. Wie in den letzten beiden Jahren nutzte ich mein Heimrennen um die Crossräder wieder in Schwung zu bringen. Die Galopprennbahn zeigte sich von ihrer besten Seite, mit viel Sonne, vielen Zuschauern und noch viel mehr Kurven. Jens – der Altmeister des Flatterbandes – Schwedler hatte wieder viele neue Ecken in die Wiese gerammt um die Fahrer immer wieder aus dem Sattel zu zwingen. Auch die neuen Passagen im Sand machten sich gut und forderten die Technik der Fahrer. Einige werden aber die Hürde im Sand verflucht haben.

DSC02097.JPG DSC01982.JPG DSC01744.JPG DSC01661.JPGWarum ich vor dem Start aufgeregt war, kann ich mir nicht wirklich erklären, denn es gab eigentlich keinen Grund dazu. Em Ende der endlosen Startgeraden bog ich als Erster ins Gelände. Von da ab nutzte ich die freie Fahrt und den Blick für die Ideallinie um meinen Vorsprung auszubauen. Unter unzähligen Anfeuerungsrufen genoß ich die Fahrt und meinen Hattrick beim Saisonauftakt. Hinter mir zeigten Micheal Stenzel und Bernd Pfeiffer ein starkes Finish, wobei Michael hier den größeren Punch hatte.

Stevens Cyclocross Cup Hamburg Norderstedt – Zwei Tage später ging es dann weiter im Rantzauer Forst mit dem ersten Lauf der norddeutschen Rennserie. Die Mädels und Jungs vom RV Germania hatten hier eine supergeniale Strecke in den kleinen Stadtwald gezaubert. Viele Richtungswechsel im teilweise losen Sand, etliche kleine Wälle und einige Wurzelpassagen waren die Herausforderungen, welche die ca. 40 Fahrer zu meistern hatten. Mit Max Lindenau und Jannick Geisler (beide Stevens-Racing) waren auch schnell die Favoriten ausgemacht.

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Ich erwischte einen mittelmäßigen Start und bog an Position 5 ins Gelände. Die erste Runde war schon hart, denn man fuhr immer etwas zu schnell in die Kurven und somit war es dann auch nicht verwunderlich, dass zunächst ich durchs Flatterband schoss und eine Runde später Tim Rieckmann vor mir auf die Knie ging. Klar war somit auch, dass wir nach vorne zu den beiden Stevens-Jungs nicht mehr kommen würden. Ich versuchte zwar an Position drei das Tempo nicht geringer werden zu lassen, aber jeder Fehler kostete Zeit. So konzentrierte ich mich eher darauf diesen Podiumsplatz zu verteidigen, als auf Krampf nach vorne zu gelangen.

Am Ende war es dann ein sicherer und zufriedenstellender 3. Rang hinter Jannick und Max. Ein gelungener Saisonauftakt in Sachen Cross. Nun folgt aber nochmals ein Kurzeinsatz auf dem MTB, denn Morgen geht es nach Nizza um dort bei der Roc d´Azur noch ein bisschen die Sonne zu genießen (so der Plan).

Hier die neusten Bilder des Bergamont Cyclocross Teams: always Vollgas