Die Crossrennen rund um die Weihnachtsmänner

Ihr wisst ja wie es ist, wenn man die Geschenke einkaufen, die Plätzchen backen, den Baum schmücken, den Rotkohl zubereiten, den Knödel kochen und die Gans braten muss, die Zeit für die Berichterstattung kommt zu kurz. Somit habt Ihr aber nach den besinnlichen Tagen die Gelegenheit gleich zwei Rennen nochmal wie live nachzuerleben.

DSC09180.JPGDas Finale des Panther Cross-Cups in Neubrück bei Braunschweig war eine reine Männerangelegenheit. Fabian R. und André Z. wurden an der BAB aufgesammelt und die  Reise begann. Entspannt erreichten wir das Waldstück, wo die Helfer schon die bekannte Runde abgeflattert hatten. Schnell schlüpften wir in unsere engen Gymnastikhosen und begaben uns auf den Streckencheck. Alles wie im letzten Jahr, außer dass irgendwie alle Wurzeln frei lagen und es echt ziemlich rappelte.

Der Start der Eliteklasse war nichts halbes und nichts ganzes, denn es ging irgendwann einfach los. Ich reihte mich an Position 4 direkt hinter Max Walsleben ein. Zwei Kurven später hatten sich die Schnellstarter die Kette oder den Reifen runtergezogen und Max und ich waren allein. Es dauerte aber nicht lange und Max enteilte mir. Von hinten drückte Jannick Geisler mächtig auf die Tube, so dass ich zwischen den beiden Jungs alles geben musste um den Platz zu behaupten. Dies gelang mir mit hängender Zunge. André belegte nach langer Rennpause Platz 12.

DSC09349.JPGNach dieser guten Platzierung ging es nach dem heiligen Abend mit den Jungs zum Abfahren der neuen Runde des Weihnachtscrosses. Da die Haake nicht mehr geharkt werden darf, fegten die fleissigen Helfer von Herrn Plambeck den Forst in Appenbüttel. Hier wurde aber gute Arbeit geleistet, denn zwei Anstiege und etliche sportliche Richtungswechsel machten den Kurs anspruchsvoller und anstrengender als vermutet. Es war eine gelungene Alternative, auch wenn ich die Berge in der Haake mochte.

DSC09038.JPGDie Eliteklasse wurde von Ole Quast ins Gelände geführt. Ich behauptete mich an Position zwei, bevor ich nach dem ersten langen Anstieg kurz mal größenwahnsinnig wurde und die Führung übernahm. Dies rächte sich in Runde drei, wo ich auf Platz drei zurückfiel und den Anschluß nach vorne verlor. Kurze Zeit später mischten sich die Karten neu, denn Max Lindenau fiel mit defekt aus der Spitze, während wieder mal Jannick Geisler von hinten aufschloß. Für mich änderte sich danach nicht mehr viel, denn nun waren Ole und Jannick vorne und ich hielt souverän den dritten Rang.

DSC09408.JPGVor den zahlreichen Fans, mindestens zehn davon hatte ich mitgebracht, erreichte ich den letzten Podiumsplatz hinter den beiden Stevens Jungs. Ich wäre gerne etwas länger im Rennen um den Sieg geblieben, aber irgendwie verkrafte ich Weihnachten auch nicht so wie früher.

Jetzt wird es ernst, denn es folgen zwei Deutschlandcup Rennen in Vechta und Herford, bevor es dann in die Schweiz zur Master-WM und danach zur DM nach Döhlau geht. Also steht ein volles Programm in den kommenden Wochen an.

Hier im neuen Führungstrikot des Stevenscups:  und er ist nicht zu übersehen

In Kiel gab es ein neues Trikot

In den vergangenen Wochen habe ich mein Training etwas umstellen müssen, da die Sonne zu früh hinterm Deich verschwindet um draußen auf dem Crosser durchs Gelände zu hasten. So musste die alte Rolle entstaubt werden um abends im Keller noch ein wenig zu fahren. Spaß macht es ja nicht im stickigen Keller, aber man bleibt trocken, benötigt kein Licht am Rad und ist pünktlich zum Abendbrot wieder in der Küche.

DSC06573.JPGMeistens schaffe ich es aber an einem Tag in der Woche im Gelände zu fahren um ein wenig an der Technik zu feilen. Nachdem ich aber heute wieder die Weltklasse im Livestream gesehen habe, befürchte ich, dass ein Tag pro Woche nur ausreicht, wenn ich noch 40 Jahre Rennsport dranhänge. Keine Angst, werde früher aufhören.

Diesen Sonntag stand erneut ein Stevens Cup Rennen an. Eigentlich sollte in Kiel bereits im November gestartet werden, doch der damalige Sturm hatte etwas dagegen. Der Veranstalter hatte sich aber in diesem Jahr etwas besonderes für uns ausgedacht. Ein neuer Kurs stand an und meine Übersetzung und die Reifen passten so gar nicht zu dem hügeligen, matschigen Parcours. Mir kam es so vor, als wollte man hier mal ein Rennen mit den meisten Höhenmetern ausrichten.

DSC08037.JPGDer Start der Elite lief gut und ich bog hinter Jannick Geisler (Stevens) ins Gelände. Im ersten der beiden langen, steilen Berge überholte mich Max Lindenau (Stevens), um danach im Dreiklang in die nächste Runde zu steuern. An diesem steilen Ding folgten dann auch die Entscheidungen. Während Max in der dritten Runde wegen technischen oder persönlichen Problemen abreißen lassen musste, ging es mir eine Runde später ohne Ausrede auch  nicht besser.

Auf Platz zwei verlor ich einige Sekunden auf Jannick, bevor ich mich in der fünften Runde wieder sammelte und auf Sichtkontakt weiter fuhr. Gegen Rennende wurde der Abstand zwar geringer, dennoch war an diesem Tag kein Kraut gegen Jannick gewachsen. Glückwunsch an ihn und auch an Tim Rieckmann (BOC), der hinter mir auf Platz 3 ins Start- und Zielgeschlengel bog.

DSC08478.JPGNeben einer Medaille gab es auch noch neue Radbekleidung. Trotz Punktgleichheit mit Tim, habe ich nun das Führungstrikot vom Cup, da ich heute besser platziert war als Tim. Ich muss aber reklamieren, dass die Gelbtöne sich mit unserer Teambekleidung beißen. Wir bereiten gerade ein Schreiben an Stevens und den BDR vor um hier vorm Schiedsgericht eine optische Einigung zu erwirken.

Kurz vor dem Fest geht es mit den heiligen drei Crossern – André, Fabian und mir – noch zum Finale des Panther Cross Cups nach Braunschweig.

2. Advent und andere Stürme

Bevor die Woche rum ist und neue Rennen anstehen, muss ich noch schnell das vergangene Wochenende literarisch niederschreiben. Es war etwas turbolent und stürmisch bei uns im Norden, wobei wohl der größte Schaden in der Absage des Rennens in Elmshorn bestand. Der dort ansässige Förster fand einfach keine Zeit mehr die 3.567 Bäume im Liether Stadtwald nach ihrer Knickfähigkeit zu befragen. Es wird aber nachgeholt.

DSC08273.JPGIch verbrachte überflutungssicher den Freitag zu Hause, da die doch sehr hohe Elbe so manche Schiffslinien nicht mehr fahren ließ. Gegen Mittag war die Neugier aber zu groß und ich schaute mir die Wassermassen mal an. War schon beeindruckend ein Rekordhochwasser zu haben und man kann trotzdem entspannt hinter den neuen Hochwasserschutzanlagen radeln. Und dabei hatte ich extra das Rad mit Schutzblechen aus den Keller geholt.

Der nun 6. Lauf des Stevens-Cups in Volksdorf fand wie geplant statt. Die Bäume die dort morsch waren, hatte Xaver nicht mehr fällen können, da sie schon lagen. Dementsprechend schufen die Jungs von der RG-Hamburg eine teilweise neue Streckenführung, welche den Kurs verbesserte. Es fuhr sich sehr flüssig auf den Forst- und Waldwegen/ -Pfaden. Die querliegenden Bäume dienten als natürliche Hindernisse zum Absteigen oder Springen.

DSC07164.JPGNach dem Start der Eliteklasse ordnete ich mich hinter Max Lindenau und Jannick Geisler (beide Stevens) ein. Hier erfuhr ich dann was ein schnelles Starten ist und dass man über manche Hindernisse doch springen kann. Diese Erkenntnis kam zu spät, denn die Lücke zu den beiden U23-Fahrern war da. Ich nahm zwar in den folgenden Runden den Mut zusammen und sprang auch über die Bäume, den Anschluß konnte ich aber nie wieder herstellen. So war die Reihenfolge aus der ersten Runde auch die Reihenfolge im Ziel. Spannung sieht anders aus, aber manchmal ist das so.

Fast besser als die Plätzchen beim Adventskaffee waren die heißen Duschen. Bei kühlen Temperaturen und nassen Klamotten ist warmes Wasser echt was tolles. Belohnt mit dem Sieg in der Eliteklasse vor den BOC-Jungs Tim Rieckmann und Sebastian Sattler ging es zur gedeckten Kaffeetafel. Ein schöner zweiter Advent.

Der dritte Advent wird in Kiel stattfinden und auch Petra wird wieder dabei sein um die Akteure ins rechte Licht zu rücken. Hauke wurde in unserem Rennen souverän 8., während Andre nicht starten konnt.

Der Einsatz beim D+S-Cup

DSC08192.JPGSamstag zum Deutschlandcup nach Kleinmachnow und Sonntag zum Stevens-Cup in Bad Doberan waren die Randbedingungen für ein schönes Crosswochenende in den nordischen Bundesländern. Leider habe ich es an beiden Tagen nicht geschafft rechtzeitig zur Streckenbesichtigung anzureisen. So mussten die ersten Runden die Sicherheit auf der Strecke bringen.

Regen auf der Autobahn und Sonne (habe sie kurz entdeckt) in Berlin zum wahrschein-lichst schönsten Rennen der Saison. Die Strecke um/ auf dem Kiebitzberge ist einfach Cross pur. Sandige Lauf- und Fahrpassagen, schnelle Kurven und etwas matschige Wiese wechseln sich mit den zahlreichen kleinen Anstiegen ab. Genauso toll wie die Strecke, sind die zahlreichen Zuschauer, welche dieses Rennen immer zu etwas Besonderem macht.

DSC08191.JPGAus Reihe zwei ging es die lange Startgerade hinunter, wo ich die Lücke fand um als erster in den Laufanstieg zu gelangen. Freie Bahn hieß es danach und ich zog voll durch um etwas Luft nach hinten zu gewinnen. Ob es an dem fehlenden Einfahren lag, nach zwei Runden musste ich erst mal durchatmen und die Jungs von hinten kamen verdächtig nahe. Es gelang mir aber mit der zweiten Luft den Vorsprung zu vergrößern und einen ungefährdeten schönen Sieg einzufahren. Dritter wurde Matthias Lastowsky (Gunsha Racing), der im Ziel dem Bremer, der nie zur Siegerehrung erscheint, unterlag.

DSC08412.JPGNach dem Weihnachtsmarkt in Postdam, einer Pizza Tonno bei unserem Kleinmachnower Italiener und reichlich Schlaf ging es am Sonntag morgen über freie Autobahnen nach Bad Doberan. Dank Warnungen meiner Arbeitskollegen vor Blitzern im Brandburger Raum, konnte ich durch zwei gekonnte Ankerwürfe die Kiste auf das zulässige Mass drosseln. Das ist am Sonntag vor 9:00 Uhr noch frecher als der Soli.

DSC08545.JPGErneut Regen auf der Autobahn und Sonne in Bad Doberan. Herr Dulkies hatte hier einen wirklich schönen, anspruchsvollen Kurs in den Stadtwald gehauen. Zwei schöne Anstiege, ein paar schnelle Kurven und eine knifflige Abfahrt waren die Eckdaten. Teer fehlte und der Waldboden war griffig und zart zum Reifen. Ich erwischte das schnellste Hinterrad des Tages und bog als zweiter hinter Jannik Geisler (Stevens) ins Gelände.

DSC08517.JPGUnsere Gruppe bestand aus fünf Athleten. Jannik, Tim, Arne, Sebastian und mich. In den ersten drei Runden wurde brav auf der endlosen Zielgeraden gewechselt, danach waren Jannik und ich enteilt. Von da an war es hart. Ich schaffte es zwar immer wieder an sein Hinterrad zu springen, musste dabei aber wirklich auf die Zähne beißen. Zwei Runden vor Schluss war der Dano dann geknackt und Jannik fuhr davon. Im Ziel fehlten mir 20 sec., was für mich mehr als akzeptabel ist. Glückwunsch auch an Arne Vettermann, welcher die beiden Bergamont-BOC´s auf Distanz hielt.

DSC08645.JPGEin schönes Wochenende endet nun in einem 1.Adventsnachmittag mit etwas Schoki auf dem Sofa, oder doch lieber Astra-Rotlicht?!

 

Der große Sandkasten in Berlin und die Berge in Bad Doberan:   und er ist nicht zu übersehen