Die Meister fahren Bergamont

In diesem Jahr fanden die Nord- und Hamburger Meisterschaften in Dassow im schönen Meck-Pom. statt. Da ich schon zwei Nächte gut geschlafen habe, habe ich nur Gutes zum Rennen zu schreiben. Der Apfel-Streusel-Kuchen war super, die Rennwurst schmeckte lecker norddeutsch und der Hochdruckreiniger zog locker die Aufkleber vom Rad, grrrhh. Auf der Runde, welche aus den vergangenen Jahren neu zusammengesteckt hatte, wurde auf engen Kurven verzichtet und dafür eine nette Sandkiste integriert.

DSC07563.JPGMit einer Anfahrtszeit, welche nur kurz über der Renndauer lag, begann ein entspannter Samstag. Leider fuhren wir vorher zur Post um noch Ersatzteile abzuholen. Nun hieß es schon Vollgas auf der A20. Noch rechtzeitig vor einem Rennen konnte ich drei Runden abfahren, um mir die Ideallinie einzuprägen. Relativ gelassen stand ich dann bei der Startaufstellung, wo die Fahrer gefragt wurden, wie denn so gestartet werden solle. Dies hatte zur Folge, dass ich eher hinten stand und andere aus den nachfolgenden Klasse eher vorne.

DSC07594.JPGNach dem Start suchte ich erst mal die Lücke auf dem Fußweg um festzustellen, dass hier auch einiges rumsteht. Also wurde auf der Teergerade aufgeschlossen um dann als erster in die Sandkiste zu driften. Danach ging es mit ordentlich Schwung in den Wiesenhügel um mit reichlich Vorsprung auf die lang(weilig)e Ortsabfahrt zu gehen. Meinen Vorsprung konnte ich danach von Runde zu Runde auszubauen.

DSC07713.JPGIch hielt mein Tempo, trotz des sicheren Abstands zu Andreas Dulkies (Bad Doberaner) und Stephan Warda (Harburger RG) zumindest am Berg hoch und kurbelte mit 2min. Vorsprung dem Doppeltitel entgegen. Ähnliches gelang auf den gleichen, geilen Rädern Tim Rieckmann (BOC-Niedersachsen-Meister) und Ben Zwiehoff (U23 NRW-Meister).

Alle genossen wir somit entspannt den Sonntag, außer unsere „gefallenen“ Genossen Hauke und André. Sie hatten Pech und stürzten beide unglücklich. Wünsche da mal artig gute Besserung, denn als nächstes stehen die Rennen in Kleinmachnow und Bad Doberan an.

Mein Bauchklatscher im Sand ist leider nicht dabei:   und er ist nicht zu übersehen

KaKi kann mehr als Dodenhof

In den vergangenen Jahren prägten Schneematsch und winterliche Verhältnisse das Renngeschehen in Kaltenkirchen, weshalb ich auch zweimal ohne Entschuldigung der Veranstaltung fern blieb. In diesem Jahr wollte ich aber wieder dabei sein, denn nicht nur das Wetter, sondern auch die neue Strecke sollten toll sein.

DSC07114.JPGWir drehten mit André noch schnell ein paar Runden um uns einige Passagen besser einzuprägen. Der Kurs hatte eigentlich von allem etwas. Neben einem wurzligen und kurvigen Waldstück, gab es einige steile Rampen in der Kieskuhle, schnelle Abfahrten, sowie eine längere Sandpassage. Insgesamt war die Runde echt eine Bereicherung für den Rennkalender, denn diese Runde ist einfach Cross pur und auch andere Wetterumstände als Sonnenschein, wird sie locker wegstecken.

Nun zu unserem Eliterennen, wo André und ich eher aus dem hinteren Drittel starten mussten. Ich fand die Lücke und bog an Position 5 ins Gelände. Die Jungs legten ein sehr schnelles Tempo vor, was ich noch nicht ganz mitgehen konnte. So wurde die Lücke immer größer und ich kämpfte nun mit Tim Rieckmann (BOC) und Julian Lehmann (Harburg) um den Anschluß. Dieser Kampf war echt hart, denn mir fehlte etwas die Lockerheit an diesem Tag. So fuhren wir mindesten 2/3 des Rennens Reifen an Reifen, bevor ein Stevenstrikot vor uns auftauchte….

DSC07411.JPGNun wurde noch ein Gang druff gelegt und wir schlossen zu Platz 4 auf. Jannik Geisler fand dies nicht so witzig, denn er drehte zwei Runden vor Schluß nochmal richtig auf. Ich konnte in seinem Windschatten zwar meinen Verfolger abschütteln, für eine Attacke gegen ihn reichte es aber nicht mehr. So bogen wir knapp hinter Jan Büchmann (Platz 3) ins Ziel ein, wo Max Lindenau (Stevens) schon im Interview erklärte, dass die Hürden flach waren und die Sandpassage viel zu kurz. Ich weiß immer nicht, ob die Väter ihren Jungs das so einreden, oder ob mit 19 Jahren alles anders ist. Glückwunsch an den Sieger, der nun auch im BDR-Aufgebot zu den Worldcuprennen darf.

DSC07540.JPGMeine Teamgefährten, welche nach Krankheit und beruflichen Einsätzen wieder am Crosslenker zogen, belegten die guten Plätze 12 (Andre´Zamponi, Elite) und Platz 8 (Frank Höppner, Master2). Hauke Wähling, der vierte im Bunde, wedelte mit einer Krankschreibung als Ausrede. Er wurde in der Woche von einer Autofahrerin von der Straße gekegelt und das trotz NEON-Klamotte.

DSC07090.JPG In dem Zusammenhang einen Dank an Stehrs-Brillenstudio, welches uns in diesem Jahr mit den tollen Brillen ausrüstet. Eventuell kann Hauke ja in der Gerichtsverhandlung noch für neue Kundinnen werben?!

Wir arbeiten weiter an der Form und testen diese erneut bei der Landesverbandsmeisterschaft in Dassow aus. Mal sehen ob Jens Voigt in seinem Geburtsort mal wieder auf einen Crosser springt.

Man sind wir fesch:   und er ist nicht zu übersehen

und die Karpfen schauten zu

Etwas verplant starte ich in die Saison, denn meine Termine sind noch nicht wirklich abgestimmt. So genoß ich die Gartenparty am Freitag und ließ das Crossrennen am Samstag sausen. Also ging es für nur ein Rennen in die Nähe von Darmstadt nach Lorsch.

DSC06641.JPGKurz vor Einbruch der Dunkelheit konnte ich noch einige Runden auf dem Kurs drehen. Die Veränderungen der Strecke waren vorteilhaft, denn man hatte nun ein tolles Doppeldepot, welches groß und übersichtlich war. Der Startberg und die Schleife durch die Stadt war wie immer und die Treppenabfahrt über die Holzplatten war griffig. Und dann kam der Wiesenanteil…..Zumindest am Samstag war hier die Welt noch in Ordnung und die unzähligen Schleifen und Kurven waren gut zu fahren.

Die Vorhersage hatte es vorher gesagt und es trat auch tatsächlich ein, das schlechte Wetter. Pünktlich zu unserem Start kübelte es aus Eimern bei 7°C. Man fror schon im Startsprint in die Innenstand. An der Spitze ging es dann für mich ins Gelände und in die mittlerweile sehr feuchten Wiesenanteile. Was Samstag noch locker zu fahren war, ging nun nur noch zu Fuß. Ich versuchte neben der Ideallinie die letzten festen Stücke der Grasnabe zu erwischen um zumindest etwas Schwung in die kurzen Rampen mitzunehmen.

DSC06657.JPGDie angesetzten 40min. wurden reduziert, so dass wir uns die Quälerrei nur 4 Runden antuen durften. Mein Vorsprung schwankte zwischen 5 bis 20 sec., je nachdem wie sehr die Verfolger Vladi Riha (ein Bremer aus Vegesack) und Ralph Berner (RV-TTC Fürstengrund e.V.) versuchten aufzuschließen. Ich weiß ehrlich gesagt nicht was passiert wäre, wenn sie aufgeschlossen hätten. Mir war so kalt, dass das Bremsen und Schalten kaum noch möglich war. War also froh als die letzte Runde eingeläutet wurde und der Vorsprung noch auszureichen schien.

DSC06689.JPGAm Ende waren es 8sec. auf Vladi, der es leider nicht nötig hatte zur Siegerehrung zu erscheinen. Er sollte sich merken, dass man einen Deutschen Meister und einen Dano NICHT im Regen stehen lässt. Wird er sicher bei den kommenden Rennen merken. So sehen die Fotos etwas leer aus.

Diesmal nur ein paar Fotos von der im Depot frierenden Petra:  und er ist nicht zu übersehen

Es geht wieder los

Nach einem Monat ohne Rennen und täglichem Training herrscht wieder Ordnung im Hause Danowski. Es geht wieder los und zwar auf dem Crossrad. Lange standen die Räder in der Ecke und die Schlauchreifen klebten luftlos an den Felgen. Damit ist jetzt Schluss, denn die Crossaison 2014 ist seit diesem Wochenende eröffnet.

DSC06593.JPGNach einer kurzen Trainingsphase wählte ich die Rennen in Harxbüttel und Neumünster als Auftaktrennen aus. Beim Panther Crossrennen in der Nähe von Braunschweig ging es gleich richtig zur Sache, denn ich hatte in der Eliteklasse gemeldet um gleich richtig gefordert zu werden. Es dauerte deshalb auch ein paar Runden auf dem sandigen Rundkurs, bevor ich Anschluß an die Verfolgergruppe hatte.

DSC06503.JPGMit Tooooooooni Bretschneider und Luca Niederlag (Stevens/ HRV) versuchten wir den entflohenen Jannik Geisler (Stevens) zu erwischen. Dies gelang uns nicht, obwohl wir wirklich nicht langsam um die Ecken dreschten. Gegen Ende war es mir aber nicht möglich den Antritten zu folgen und ich bog mit der Blechmedaille ab zur Radwäsche. Dennoch ein gelungener sportlicher Auftakt.

Tags darauf hatte ich bis 13 Uhr Zeit mein Ding zu machen, bevor die Mädels zum Shoppen ins Outletcenter wollten. Also wurde es wieder schnell. Der Kurs war dreckig und einige Matschlöcher waren echt tief. Dennoch konnte man sehr flüssig die Runde fahren, auch wenn der Heini oder andere sich mal vor mir langmachten.

DSC06573.JPGErneut wählte ich die Eliteklasse aus um besser in Schwung zu kommen. Ich merkte aber gleich nach dem Start, dass die Beine noch etwas müde waren. So war ich machtlos, also erneut Jannik und Jan Büchmann die Flucht ergriffen. Kurz danach entwischte mir auch noch Heini, so dass es erneut auf Platz 4 hinauslief. Hätte ja gerne einmal das Podium erreicht, aber das kann ja noch werden.

Das Shoppen danach war auch noch mal eine Herausforderung. Aber für die Mädels hat Neumünster die Messlatte hochgelegt. Erst Rennen und dann Shoppen, so bekommt man natürlich mehr Leute in den Stadtwald.

Jetzt geht es Schlag auf Schlag, denn am kommenden Wochenende geht es nach Lorsch zum Crossrennen. Hier finden wohl im kommenden Jahr die Master-Europameisterschaften statt.

Der neue Dano:  und er ist nicht zu übersehen