Deutsche Meisterschaft Cross Country in Bad Salzdetfurth

An diesem Wochenende wurde wieder um die begehrten Schwarz-rot-goldenen Trikots gestritten, die man ein Jahr stolz zeigen kann. Entsprechend groß waren auch die Starterfelder im Vergleich zu normalen CC-Rennen. Die Leute um Olaf Nützsche hatten sich aber noch neue „Schweinereien“ ausgedacht um wieder eine würdige Meisterschaft in Bad Salzdetfurth auszurichten.

DSC01042.JPGIn der Woche war eher Ruhe angesagt um mal wirklich ausgeruht am Start zu stehen. Der Freitag Abend wurde reserviert für die Streckenbegutachtung. Leider war bis 19.00Uhr keine komplette Runde fahrbar, da die Jugendlichen noch ihren Slalom absolvieren mussten. Danach ging es dann für mich auf drei spannende Runden. Der neue Abschnitt „die grüne Hölle“ war echt anstrengend, aber gut fahrbar. Mit leichtem Puls kam man direkt zum Sprung, der mir diesmal keine Probleme bereitete um dann durch unendliche Kurven mit Anliegern, kurzen Gegenanstiegen und zig tausend Bodenwellen zum berühmten Downhill mit Hausdurchfahrt kam.

Nachdem ich mir in einer sandigen Kurve erst mal den Reifen von der Felge gezogen hatte, wählte ich doch etwas mehr Luftdruck. Auch entschloß ich mich noch mal die Bremsklötze zu wechseln. Ein Bremsversagen hätte auf dieser Strecke fatale Folgen. Ich ging aber zuversichtlich in den Renntag, denn der Kurs war gerecht und hart für alle.

DSC01165.JPGDer Start am Samstag war spät um 18.00Uhr und die beiden Masterklassen wurden getrennt gestartet. So durften die beiden Andrés 2min. vor mir auf den Kurs. Ich erwischte einen Blitzstart und führte das Feld ins Rennen. Meine Taktik den Favoriten Uli Brucker etwas zu überraschen hielt nur eine halbe Runde, da Uli dann am steilsten Stück enteilte. Für mich hieß es nun das Tempo hochhalten, aber nicht zu überziehen auf den 7 Runden.

Gegen Mitte des Rennens konnte allerdings Eric Hühnlein aufschließen. Er fuhr die kommenden Runde genüßlich im Windschatten, bis er zwei Runden vor Schluß die Attacke setzte. Ich konnte zwar noch einmal den Anschluß wieder herstellen, bevor ich wieder am Steilstück reißen lassen musste. An diesem Tag war nicht mehr als Bronze drin, denn die beiden Jungs sind echte Bergfahrer. Ich bin aber mit Platz 3 zufrieden, denn die letzten Wochen liefen bei mir nicht optimal.

DSC01598.JPGMein Glückwunsch geht natürlich an Uli Brucker als neuen Deutschen Meister in der Master 2 Klasse. In der Master 1 Wertung wurde erneut Lutz Baumgärtel Meister. Hier war das Rennen nicht so eindeutig wie bei uns, denn Andrè Kleindienst machte hier mächtig Druck und lag während des Rennens auf Goldkurs. Am Ende wurde es wie bei mir die Bronze Medaille, welche nach seiner Verletzung ein super Resultat ist. Rene Hördemann wurde Zweiter. Für André Zamponi endete das Rennen vorzeitig und schmerzvoll. Er knallte mit voller Wucht gegen einen Baum und verletzte sich die Schulter. An ein Weiterfahren war nicht zu denken.

Jetzt haben wir uns alle Ruhe verdient. Das erste Bier im Auto schmeckte auch extrem lecker. Stechender Durst ist einfach unerträglich….

Der ganze Staub aus Bad Salzdetfurth: Hier waren wir

Die Schmach von Saalhausen

Nach zwei Wochen Rennpause standen mal wieder Wettkämpfe an. Zur Vorbereitung auf die Deutsche Meisterschaft wurde das Rad mal in die Ecke gestellt und ein Arbeitslager in Schweden abgeleistet. Hier stand die Entspannung durch Arbeit im Vordergrund. Entschleunigen und den Mittsommer beim Grillen genießen war gut fürs Gemüt und schärfte die Sinne fürs Wesentliche.

DSC00443.JPGMit dem Shark Attack in Saalhausen war schnell eine Doppelveranstaltung gefunden, wo man gut wieder in Tritt kommen sollte. Lernfähig wie ich im Alter werde, wurde Samstag nur die 60km Schleife gebucht um am Sonntag das Master Bundesligarennen zu fahren. Das Wetter war gut, die Unterkunft hieß Maritim Hotel und die Strecke sollte neu sein. Es war angerichtet für ein ereignisreiches Wochenende.

Pünktlich, neutralisiert und alle Streckenlänge gemeinsam wurde der Start vollzogen. Hinter den Fischteichen im langen Anstieg fiel eine Vorentscheidung, denn Ramses Bekkenk, Mathias Frohn und Claus Crone verließen die restlichen 497 Starter. Ich kämpfte mit drei Begleitern um den Anschluß, der kurzzeitig gelang, aber nicht lange währte. So ließen wir die drei gewähren, denn sie waren sowieso auf der 93km-Runde unterwegs. Wir genossen die vielen neuen Streckenteile auf der südlichen Ortsseite. Hier enthalten waren einige Singletrails, sowie tolle Abfahrten und eine abwechslungsreiche Topographie.

DSC00561.JPGMit in meiner Gruppe war der Bad Salzdetfurther Klaus Reinisch, Andre Schütz und Mike Zucht. Wir harmonierten eigentlich gut und man wartete auch auf mich, als ich bergauf mal wieder in einer Kurve umfiel. Gegen Ende wurde es aber hektischer, denn die beiden Jungspunte riskierten in den Abfahrten viel und versuchten die Flucht, welche wir immer vereiteln konnte. Im Zielbereich nutzte ich dann die Nachlässigkeiten meiner Begleiter aus und bog als erster in den Bikepark ein. Hier war ein Überholen nicht mehr möglich und ich gewann knapp vor Andre, Klaus und Mike. Puhh, das war mal eng.

Nachdem ich mir die teilweise geänderte Strecke des Cross Country Kurses angeschaut hatte, wusste ich schon, wie es am Sonntag enden würde. Die Waldabfahrt mit div. Steilstücken und Wurzelpassagen war nicht meine Welt und ich umarmte freundlich ein paar Bäume und nahm Bodenproben. Kneifen nützt nichts und so stand ich erneut um neun Uhr morgens an der Startlinie. Der Start gelang mir gut und bis zur ersten Abfahrt war ich in Schlagdistanz, danach nahm das Schicksal seinen Lauf.

DSC00671.JPGIch verlor pro Runde gefühlte Minuten auf die Spitze und nach einem Überschlag war der Rhythmus total im Eimer und ich kämpfte nur noch gegen mich selber. Ich kam nicht mehr ins Rennen und versuchte nun einmal vernünftig die Abfahrten zu fahren. Dies gelang irgendwann auch mal, da waren aber Uli Brucker und Olaf Nützsche bei den Master 2 schon längst Duschen. Für mich war es eine Woche vor der DM eine herbe Klatsche 8min. auf den direkten Konkurrenten zu bekommen, aber davon lassen wir uns nicht unterkriegen.

Besser machten es André Kleindienst und Andy Eyring, denn André wurde Zweiter bei den Master 1 und Andy wurde dritter beim Sprint. Ben Zwiehoff gelang es in der U23-Klasse unter die Top Ten zu fahren und als siebter das Rennen zu beenden. Nun geht es für das gesamte Bergamont Team in die letzte Phase vor der DM, welche am Samstag in Bad Salzdetfurth startet. Drückt mir ab 18.00Uhr die Daumen und zwar genau 75min. Danach wissen wir mehr.

Saalhauen im Sauerland: Hier waren wir