So kann es auch mal gehen!

Diesmal lief nur die Nase. Mit leichten Halsschmerzen machten wir uns Richtung Gilserberg auf. Nach einem Shoppingstopp in Kassel ging es abends noch auf die erste Schleife der 40km Runde. Der Kurs befand sich in sehr gutem Zustand und die Matschpassage der vergangenen Jahre staubte schon bei der Streckenbesichtigung. Ich war guter Dinge für den Renntag.

DSC08041.JPG Am nächsten Morgen merkte ich aber schon, dass es eher schlechter mit der Gesundheit geworden war. Egal dachte ich, denn zu Hause wäre ich bei dem tollen Wetter auch gefahren, so dass ich an den Start rollte. Bei Temperaturen unter 10°C wählte ich die dickere Garderobe mit schön warmen Handschuhen. Die ersten Meter waren echt kalt, danach wurde es hektisch und warm. Heiß wurde mir nicht, denn bereits am ersten Anstieg hatte ich Luftverlust am Hinterrad.

Ist natürlich sehr ärgerlich gerade am Anfang vom Rad zu müssen, denn man verliert hier hunderte von Positionen. Nach einem kurzen Aufpumpen des Reifens hoffte ich auf die Dichtmilch. Diese Hoffnung verpuffte zwei Anstiege und eine Abfahrt weiter. Nun musste ich das Ding reparieren. Schöne Schweinerei den Schlauch in diese Dichtmilchpampe zu montieren. Danach waren gefühlte 500 Leute von den 1000 Startern vorbei gezogen. Die Motivation war dahin und ich wollte nur noch unter die Dusche. Diesen Tag hatte ich mir anders vorgestellt.

DSC08036.JPG Meinen Rennausstieg nahm der Veranstalter aber nicht zum Anlass das Rennen abzubrechen. Also genossen die Jungs und Mädels noch den schönen Tag im Kellerwald. Der Sieg ging an Hannes Genze, der wohl am letzten Berg den Niederländer Ramses abstellte. Den hätte ich sowieso nicht geschlagen. Nächste Woche geht es dann in Sundern beim MegaSport zur Sache, wenn ich Luft bekomme…

Die Grippe-Tour 2013: Hier waren wir

Wechselnde Klimazonen

DSC07504.JPG Endlich stand der Saisonauftakt an und alle waren aufgeregt. Mehr als rechtzeitig standen alle bekannten Sportsfreunde in Bad Frankenhausen unter dem Startbogen. Pünktlich ging es nach kurzer Ansprache los und ich war auf meinem neuen Revox von Bergamont bester Dinge, denn das Wetter sah gut aus und der Schnee hatte sich auch verzogen.

Nach einer viertel Stunde waren Christian Kreuchler (Texpa) und ich die Ersten, die entdeckten, wo die Schneeschmelze geblieben war. Rein in den Dreck und das Gefluche ging los. Muss mich für die unpassenden Worte bei den Mitstreitern entschuldigen, aber es ging nach 30m nichts mehr. Sowohl das Vorderrad, als auch das Hinterrad drehten sich nicht mehr. Neben dem Fluchen war ich mit meinen Rennradschuhen (man bin ich blöd), mit Laufen und dem Dreckentfernen beschäftigt. Nachdem ich einen weiteren Kollegen mit Dreck beworfen hatte, konzentrierte ich mich wieder auf das Radfahren.

DSC07434.JPG Die Veranstalter des Kyffhäuser Marathons hatten die Strecke schon modifiziert, so dass am Ende nur drei Anstiege unfahrbar waren. Der Rest der Runde lief gut und allmählich sprang mein Diesel an. Als 12. ging es in die zweite Runde, wo wir immer wieder in kleinen Gruppen zu den nächsten Leuten aufschlossen. Eingangs der dritten Runde hatten Peter Hermann (Firebikes) und ich den Anschluss an die Spitzengruppe hergestellt. Leider verlor ich diese im Laufstück (Rennradschuhe!) wieder.

DSC07494.JPG Hatte mich eigentlich schon mit dem Platz abgefunden, als am letzten Anstieg zum Flugplatz wieder eine Gruppe vor mir auftauchte. Also noch mal alles geben, auch wenn Hagel, Wind und Regen das nicht einfach machen. Leider verzählte ich mich etwas, so dass ich nicht realisierte, dass es mit dem Firebiker noch ums Podium ging. Kam also dreckig, aber zufrieden als Vierter und Sieger bei den Master 2 ins Ziel. Da die Siegerehrung ohne Sportler stattfand, mussten wir selber nochmal das Podest ins richtige Licht rücken. Glückwunsch an die beiden Sieger Alexander Reps (Team Focus RAPIRO Racing) und Sebastian Stark (TBR-Bieler), welche händchenhaltend ins Ziel kuschelten.

Das Gegenteil von Streckenbeschaffenheit und Temperaturen bot am Sonntag das Wendland. Die können nicht nur ein Endlager verhindern, sondern auch Radrennen ausrichten. Das bekannte Örtchen Meudelfitz war Ausrichter von „Helmuts Höllenritt“. Was der Name mit dem MTB-Rennen zu tun hat, konnte ich nicht herausfinden. Denn es war nicht die Hölle, sondern eine schöne und schnelle Waldrunde. Auch ein Helmut wurde nicht entdeckt.

DSC07750.JPG Los ging es für die 60 Starter im Windschatten von Herrn Kuberka (IGAS Wendland), der auf dem Crosser am Unterlenker das Feld in die Länge zog. Nach der Geländeeinfahrt ging es mit dem MTB besser und André Zamponi (Bergamont), Thomas Zühlke (RSC Lüneburg) und ich bestimmten das Tempo. Schnell hatten wir uns abgesetzt und fuhren als Dreiermannschaftszeitfahren die nächsten Runden.

DSC07741.JPG Ende der dritten von fünf Runden mussten meine Begleiter am Steilstück reißen lassen, so dass ich meine Chance nutzte und in Führung ging. Von nun an fuhr ich mein Tempo, wobei an den Anstiegen das Tempo hochgehalten wurde, um auf der Ebene wieder etwas Luft zu holen. Am Ende reichte es nicht meinem Ex-Teamkollegen Fabo-Sport den Streckenrekord streitig zu machen, dennoch war es ein ungefährdeter Sieg für Team Bergamont. Mit Platz 3 beging André Zamponi, der neue Bergamoni im Norden, einen gelungen Saisoneinstand.

Es war ein schönes Wochenende mit zwei tollen Veranstaltungen. Für das Wetter und den Untergrund kann ja keiner was, oder strahlt das Wendland schon?

Der Start in die MTB-Saison am Kyffhäuser und in Meudelfitz: Hier waren wir