Das Finale beim Stevens-Crosscup

DSC06457.JPG Zum letzten Crossrennen der Saison hatte der Winter nochmals an der Kälteschraube gedreht. Die Temperatur von -5°C war dabei nicht das Problem, sondern der Wind aus dem Osten, wo bekanntlich nichts gutes herkommt. Es war also schattig auf dem Schützenplatz und dem Stadtwald in Buchholz zum Finale.

Zu meinem Rennen werde ich nicht viele Worte verlieren, denn es war nur noch  Pflichtprogramm. Eingehüllt mit Beinlingen und Thermohose, sowie div. Trikots ging es auf den gefrorenen (klar bei Minusgraden) aber gut zu befahrenen Kurs. Ich brauchte eine halbe Runde um den flüchtenden Armin Raible (TrengaDe) wieder in Sichtweite zu haben. Dabei blieb es auch. Ich konnte zu keiner Zeit seinen Start-Ziel Sieg gefährden. Also einen Glückwunsch an Armin zum Sieg, auch bei der Gesamtwertung. Platz 3 ging an Robert K.W. (Pirate).

DSC03071.JPG Das Highlight folgte diesmal nach dem Eliterennen, da dann die Hobbyklassen in die Winterlandschaft entlassen wurde. Mit dabei zwei Bergamont-Recken (Hauke und Thomas) die unsere grellen Farben ehrenvoll vertraten. Insbesondere Hauke machte der Fangemeinde sehr große Freude. Von Position 6 ging es für Ihn stetig nach vorn und auch Ellenbogen wurden gekonnt in Szene gesetzt. Kurz vor Ende wurde tatsächlich Mountainbiker Frank Jacobsen distanziert um Rang 2 zu erreichen. Nun hieß es nur nach auf dem Bock bleiben, denn der Boden war teilweise sehr glatt geworden. Und er hat es geschafft und diesen zweiten Platz gekonnt ins Ziel gerettet. Glückwunsch an Hauke.

DSC06962.JPG Das Finale des Stevens-Cups findet dann bei der großen Preisverleihung in der Sporthalle statt. Hier hatte die Firma Stevens mal so richtig ihr Lager geräumt und div. Preise für alle Klassen bereitgestellt. Alle warteten aber auf die große Tombola, wo sowohl ein MTB, als auch ein aktueller Crosser verlost wurde. Dementsprechend war die Halle bis zu letzt überfüllt und alle fieberten auf die richtige Losnummer hin. Wie schon die Jahre zuvor gewann ich nichts, dafür ein Nachwuchssportler das High-End Wettkampfrad. Da wird einer beim Crossfahren bleiben.

Eine offene Frage bleibt aber, wo war mein Teamchef? Matthias, die Schaufel, Faber wurde tags zuvor noch beim Streckentrimm gesichtet. Normalerweise gibt er sich dann auch beim Rennen die Ehre, diesmal aber nicht. Was war da los? Sachdienliche Hinweise bitte bei Facbook an alle Bergamont-User. Ich bin jetzt erstmal raus und mache Pause. Genießt also die Zeit ohne Neuigkeiten aus der Hamburger Bergamont-Welt.

Das richtige Finale der Radcrosswelt: Hier waren wir

 

Die Tatortreiniger

DSC03396.JPG Vorweg geht mein Dank an die „Tatortreiniger“ von Bad Salzdetfurth. Da waren auf der einen Seite die Leute um Olaf Nütsche, die sich akribisch um die Strecke kümmerten und meine Jungs, welche die Bergamont-Böcke gefühlte 20-mal von der berühmten Sole befreiten. Mit anderen Worten: Es waren wirkliche Deutsche Crossmeisterschaften.

Mit Frost im Gepäck ging es am Freitag Richtung Startgerade. Hier erahnte man, was auf den kommenden 3,2km folgen sollte. Gehofft hatte ich auf etwas trockenere Verhältnisse durch den Frost, was zumindest am Freitag ausblieb. Also badete ich mich und das Rad mit Schlammreifen 2 Runden lang um festzustellen, dass in diesem Zustand ein hartes Stück Arbeit auf mich warten wird.

DSC03418.JPG In der Nacht zum Samstag kam dann zum Frost noch etwas Schnee, was sich zum Start des Mastersrennen nicht wirklich auswirkte, denn die vorherigen Rennen hatten den Frost aus dem Boden gekloppt und wir hatten wieder belgische Verhältnisse. Nervös ging es zur Startaufstellung des über 100-Mann starken Feldes. Mr. Nervös war aber Timo Berner, der mit seinem Frühstart die Meute schockte. Sein Vorsprung war aber in der Geländeeinfahrt egalisiert und das Rennen begann.

Mein Start war gut und ich reihte mich nach dem Sandberg an Position zwei ein, direkt bei Ralph Berner in der Trikottasche. Im Parallelflug nahmen wir die erste Runde und distanzierten schon mal den Rest. Danach bestimmte Ralph das Rennen. Ich kam nicht aus der Defensive und verlor Meter um Meter ohne wirklich gegenhalten zu können. Es fehlten einfach die 5% Feuer um dran zu bleiben.

DSC03541.JPG Erst zwei Runden vor Schluss lief es besser und ich kam in Schwung. Ich sah noch die Chance das Blatt zu wenden, denn Ralph machte Fehler und ich fuhr weiter ein sauberes Rennen. Bei einer 40min. Fahrzeit reichen aber zwei gute Schlussrunden nicht. Ich kam bis auf 17 Sekunden an Ralph ran, was bekanntlich nicht ausreichend ist, um auf der Zielgerade vor ihm zu sein. Also blieb für mich die Silbermedaille. Glückwunsch an Ralph, für das stärkste Rennen in der Saison. Auch Lars von der Sloot fuhr bei dem letzten Rennen seiner langjährigen Karriere einen Podiumsplatz ein.

DSC03900.JPG Klar war mein Ziel ein anderes gewesen, aber nach ein paar Ouzo sah die Welt nicht so trostlos aus, wie für die Griechen. Mein letztjähriges Ergebnis wurde verbessert, Material und Form passte und ich habe nun auch für kommende Meisterschaften ein Ziel.

Die DM mit vielen Bildern: Hier waren wir

Zur Startaufstellung

DSC01808.JPG In den letzten Tagen ebbten die Berichte zur Deutschen Crossmeisterschaft in Bad Salzdetfurth ab und es wurde stattdessen lieber etwas über Geständnisse irgendwelcher Amerikaner geschrieben. Das kann ich auch und sogar beide Themen zusammen in einem Bericht.

Die letzte Trainingswoche vor einer DM ist eher locker und entspannt. Was soll man in den Tagen nachholen, was man vorher wochenlang versäumt hat? Eben, also wurde noch eine sportliche Einheit gefahren und sich danach um das Material gekümmert. So strahlen die beiden Räder mit neuen Verschleißteilen um die Wette und warten auf den Einsatz.

DSC00287.JPG Könnten sie den Wetterbericht sehen, dann würden sie wahrscheinlich lieber im Keller bleiben, denn bis zum Freitag sieht es eher feucht und dreckig aus. Am Renntag könnte dann der Frost für knüppelharte Spurrillen sorgen. Hier bin ich wirklich gespannt, wie die Streckenverantwortlichen um Olaf Nützsche herum diese Herausforderung bewältigen.

Die Wetter wird also eine entscheidene Rolle bei der Beschaffenheit der Runde spielen. Sollte sie so aussehen wie am letzten Sonntag, dann werden sich einige Leute wundern. Ich habe zumindest sehr gestaunt, denn damit hätte ich nie gerechnet. Da aber die Bedingungen für alle gleich sind, zumindest während der Rennen, zählt es als Ausrede nicht. Ferner habe ich diesmal sogar Betreuer dabei, die nur darauf warten mir das Rad unterm Hintern wegzuputzen.

DSC02526.JPG Also Leute, rein in die Startaufstellung, ein Bein am Boden und nach dem Pfiff/ Schuß gibt es keine Gefangenen. Besucht die Rennen in Bad Salzdetfurth, denn alle Rennen werden spannend und sehr sportlich auf dem anspruchsvollen Kurs.

Ach ja, hier mein Geständnis: Habe letzte Woche tatsächlich warm geduscht und bin auf der falschen Seite gefahren.