Ich will mal nicht so sein…

Hatte mir eigentlich schon eine schöne Überschrift für das Finale des Deutschlandcupes und die offizielle Bericherstattung des BDR´s zu dieser Rennserie überlegt. Ein nettes Gespräch in Vechta und die Tatsache, dass Herr Röseler kurz das Preisgeld verdoppelt hatte, ließ mich meine Entscheidung überdenken, den europäischen Gerichtshof für Menschnenrecht anzurufen.

DSC02375.JPG Aber nun zum sportlichen Geschehen. Man rechnet immer mit dem Schlimmsten, wenn es Richtung Herford geht, denn das älteste Crossrennen zeichnet sich eigentlich immer durch schreckliches Wetter aus. In diesem Jahr schien tatsächlich die Sonne und es war warm, nicht desto trotz hatte der Regen die Wiese und den Wald schön rutschig und schwer gemacht. Der bekannte Kurs wurde im Bereich des Campingplätzes leicht überarbeitet, so dass nun ein langer Anstieg mit Geländeeinlage zu bewältigen war.

DSC02213.JPGDer Start meines Rennens verlief auf der schmalen Straße relativ geschmeidig, denn ich konnte als erster in das Wiesengeschlängel einbiegen und auf der Ideallinie mein Rennen gestalten. Dies lief an diesem Tag auch wirklich gut. So kam ich auf der Wiese blendend zurecht und auf dem Anstieg konnte ich pro Runde einige Meter auf meine beiden Erzrivalen Timo und Ralph Berner gut machen. Es machte mir an diesem Tag wirklich Spaß hier zu fahren, so dass ich bis zur letzten Runde das Tempo hochhalten konnte. Es war ein guter Tag in Herford. Glückwunsch auch an die Ralph und Timo, die auf die weiteren Plätze fuhren.

DSC02756.JPG Tags darauf ging es zum richtigen Finale des Deutschlandcupes nach Vechta. Hier begann der Tag zwar mit einem guten Frühstück und den Stevens-Recken am Büffet, allerdings auch mit Regen. Sofort wurde ich als Schönwetterfahrer nervös, denn es hätte ja dreckig werden können. Dem war nicht so, denn der sandige Vechtaboden hatte alles aufgesaugt und die Runde zeigte sich im ausgezeichneten Zustand. Auch die neuen Schleifen um die bekannten Bäume waren flowig zu fahren. Also war alles angerichtet für ein gutes Finale.

DSC02583.JPG Die breite Startgerade mit anschließenden Berg zog das Feld schnell in die Länge, leider wurde die Phase von einem Sturz überschattet. Ich wurde nicht beeinträchtig, da ich wieder als Tempomacher fungierte und die Meute in die 7 Runden führte. Schnell war auf den vorderen Plätzen das Vortagesresultat hergestellt. Ich muss aber gestehen, dass Ralph Berner diesmal ein zäher Brocken war, denn der Vorsprung  betrug wenige Sekunden und Ralph ließ nicht locker. Erst gegen Rennende  konnte ich den Vorsprung vergrößern um einen erneuten Sieg einzufahren. Das Podium vervollständigten meine fränkischen Freunde Ralph und Timo.

DSC02858.JPG In der Gesamtwertung wurde ich als Zweiter Senior geehrt, hinter Timo Berner und Robert K.-W. Es war eine gute Crossserie, welche Station an 13 Orten in der Republik machte. Über die kommenden Monate werden sich die Verantwortlichen bestimmt die Karten legen, wo man noch etwas verbessern kann und welche Veranstaltungen sich für einen D-Cup eignen.

Ich werden nun versuchen fit zu bleiben um bei der Deutschen Meisterschaft in zwei Wochen mit gleicher Form ins Rennen zu gehen. Spannend wird es werden, also schaut in Bad Salzdetfurth vorbei.

Euch einen guten Rutsch in die neue Saison.

Das Finale mit vielen Bildern: Hier waren wir

Neue Fans träumen nun vom Radsport

DSC01743.JPG In der Weihnachtszeit gehört das Harburger Crossrennen in der Haake für mich schon zu einer Tradition. Mit der jetzigen 25. Auflage ist es ein wirkliches Traditionsrennen geworden, obwohl ich mir zu diesem Jubiläum mehr Starter gewünscht hätte. Lag wohl an der Tatsache, dass es nicht im Rahmen des Deutschlandcups ausgetragen wurde.

Auch im Norden schlug der Winter ziemlich schnell auf Frühling um, so dass ich über die Beschaffenheit des Kurses positiv überrascht war. Natürlich gab es einige schmierige Stellen, aber insgesamt war es ein griffiger und schwerer Kurs. Schwer war der Kurs auch schon 1996, als ich hier mein erstes MTB-Rennen in der Hobbyklasse fuhr. Veränderungen im Streckenverlauf haben die Runde aber leichter und Zuschauerfreundlicher gemacht. Es wundert deshalb auch nicht, dass wieder etliche Leute den Weg in die Haake fanden.

DSC02054.JPG Die Startaufstellung bei uns wurde nach dem Stand des Stevenscups vorgenommen, weshalb ich aus der dritten Reihe starten musste. Am Ende der Startgeraden hatte ich die Führenden in Sichtweite um kurz vor dem steilsten Anstieg die Führung zu übernehmen. Während mein Vater schon bei der ersten Zieldurchfahrt sang „So sehen Sieger aus“, konzentrierte ich mich auf ein fehlerfreies Rennen. Nach jeder Kurve wurde beschleunigt um auf den Geraden eine gute Geschwindigkeit zu haben. Die Anstiege gingen sowieso nur unter Volllast.

DSC02177.JPG Mir liegt der hügelige und anspruchsvolle Kurs, so dass ich ohne Bodenkontakt mit mehr als drei Tannenbaumlängen vor Armin Raible (Trengade) und Robert Karrasch-Wesselhöft (PIRATE) gewann. Meine Eltern, Verwandte und Freunde konnten mich nun als Sieger feiern. Im Rennen den Sieg aufzurufen ist beim Cross immer sehr gewagt. Was mich besonders freut ist, dass meine Großcousine Julie, siehe Foto, den Pokal nicht mehr hergeben wollte. Ich denke, da wurde ein neuer Fan gewonnen.

DSC02173.JPG Da uns das Wetter während des Rennens mit Regen verschonte, ziehe ich eine positive Bilanz des Renntages. Dennoch war es für dieses Traditionsrennen etwas zu wenig: Kleine Starterfelder in allen Klassen, ein neuer Steckensprecher und außer dem Pokal für Julie keine Anerkennung. Das machen Veranstalter, welche erst ein paar Jahre dabei sind, besser.

Jetzt folgen noch zwei Rennen vor dem Jahreswechsel. Zunächst geht es am Samstag nach Herford um dann am Sonntag die „belgische Woche“ in Vechta zu beenden. Muss jetzt leider Schluss machen, da die Waschmaschine wieder alles Orange gemacht hat und sie ausgeräumt werden will.

Der Winter in bunten Bildern: Hier waren wir

Wir haben in Neubrück den Weihnachtsmann gejagt!

Nachdem ich in den vergangenen Wochen leider ein paar Rennen ausfallen lassen musste, wollte ich vor Weihnachten noch ein Rennen bestreiten um nicht langweilige Sprints im Wald zu fahren. Der Cross-Gott ist wohl ein Braunschweiger, denn kurz vor dem Fest organisierten fleißige Helfer noch ein Rennen in Neubrück.

Ich erinnerte mich an den tollen Kurs, weshalb auch der angesagte Eisregen nur kurz meine Entscheidung zur Teilnahme wanken ließ. Mit etwas mehr Anreiszeit im Rücken bewegte ich die Heckschleuder gekonnt zum Galgenberg, wo die Konkurrenz schon wartete. Vor Ort fanden wir eine tolle Runde ohne Eis und viel Single-Trailanteil. Mir gefiel die Runde sofort, denn auch einige Hügel mussten erst mal „hochgedrückt“ werden. Der leichte Regen fiel im Rennen nicht weiter auf und das Gerutsche in manchen Kurven machte Spaß.

Wie es sich für eine gute Rennserie gehört, wurde die Startaufstellung nach der Geamtwertung vorgenommen. Da war für mich also erst nach dem Startschuß der Weg nach vorne frei. Durch die lange Startgerade konnte ich einige Plätze gut machen, um dann am Anstieg in die Führung zu gehen. Danach fuhr ich ein konzentriertes Rennen, denn ich wollte weder eine Bodenprobe nehmen noch die Temposchraube drosseln. So gewann ich zufrieden und nur leicht verschmutzt vor René Ristau und Jens Bolle.

Verzichten müsst Ihr leider diesmal auf die Bilder von Petra. Wir wollten nach Braunschweig eigentlich einen Männerausflug ohne Frauen machen. Leider kam der eine Kollege nicht von seinen Pillen los und der andere schob den fehlenden Winterdienst für die Absage vor. Zur Weihnachtszeit bin ich aber nicht nachtragend, so dass ich allen Leserinnen und Lesern ein schönes Fest wünsche. Genießt die matschige Zeit auf der Trainingsrolle oder bei den Plätzchen. Wir sehen uns am 26.12.2012 zum traditionellen Weihnachtscross in Harburg.

Andi´s Sportfotos

Die Karten wurden neu gemischt

DSC00287.JPG Nach zwei Wochenenden ohne Rennen sollten die beiden Deutschlandcup Veranstaltungen in Bensheim und Frankfurt Gewissheit bringen, ob die gesundheitlichen Probleme überwunden sind und ob die Wochen mit verhaltenem Training Spuren hinterlassen haben.

Zwei Runden in Bensheim brachten die Gewissheit: nein und ja! Nach einem gewohnt guten Start, ging es nach Runde zwei schnell nach hinten auf Platz 4. Es fehlte die Rennhärte und die Schnelligkeit nach den Kurven. Also ließ ich Lars van der Sloot und die Berner Brothers widerwillig fahren.

DSC00193.JPG Für mich war nun Schadensbegrenzung angesagt und ich wollte die Punkte für Platz 4 mitnehmen. Die Runde war eine Crossrunde, welche dem neustem Stand entspricht, also wenige Anstiege, dafür kurz und technisch, Ecken, Kurven und Kanten um immer wieder beschleunigen zu müssen und das ganze auf einem kompakten Areal. Also eine wirklich gute neue Veranstaltung, obwohl so ein natürlicher Waldweg auch was schönes wäre.

Glückwunsch an den Bremer Lars, der vor Timo und Ralph Berner gewann. Trost zu meinem schlechtesten Rennen fand ich schnell, denn der HSV gewann, während Bremen verlor. Der Sportgott sorgt immer für Gerechtigkeit. Dies bewahrheitete sich auch am Sonntag, wo der Winter von Sonnenschein und dünner Schneedecke auf Schneesturm und geschlossene Winterpracht umschwenkte.

DSC01623.JPG Der geänderte Kurs in Frankfurt gefiel mir besser, obwohl wirklich liegen tut mir der sehr technische Kurs aber nicht. Diesmal fuhr ich etwas verhaltener los um nach der Treppe die Führung zu übernehmen. Danach begann das Herumgerutsche, sowohl in den schnellen Bergabkurven, als auch in den zunehmend vereisten langsamen Ecken.

Nach einem Ausrutscher musste ich einige Jungs ziehen lassen, was mir etwas Rückstand einbrachte. Es lief aber besser bei mir, so dass schnell die Lücke zu Lars und Timo geschlossen wurde. Ralph konnte ich an diesem Tag nicht angreifen, denn er fuhr auf seinem Kurs technisch sehr sicher. Also musste ich nur meine Begleiter loswerden, was zwei Runden später in einem Anstieg gelang. So wurde das Ergebnis neu gewürfelt und Ralph gewann vor mir und Timo.

DSC01663.JPG Die Karten sind also neu gemischt und jeder weiß nun, was bis zur DM zu tun ist. Auf der Rückfahrt hatte ich genug Zeit zum Nachdenken, insbesondere bei den drei Pacecar-, äh Schneepflugphasen. Gut ging es mir wieder, als mein Überholmanöver in der Gelbphase auf der Standspur nicht mit einer Stopp- and Gostrafe belegt wurde.

Der Winter in bunten Bildern: Hier waren wir