Nur der Weihnachtsmarkt fehlte

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Wer Radsport betreibt, sollte nie eine Kosten / Nutzenrechnung anstellen, denn das wäre sehr ernüchternd. Wenn man sich aber als Norddeutscher in den tiefen Süden aufmacht, dann wäre der Nürnberger Weihnachtsmarkt als zusätzliches Lockmittel nicht verkehrt. So genossen wir halt Fürth und Nürnberg ohne Glühwein, dafür aber mit einer sehr schönen Naturstrecke. In Mitten des  Stadtwaldes hatte der Veranstalter einen netten Kurs mit einigen Höhenmetern und holprigen Abfahrten trassiert. Zum Überholen gab es dann auf den breiteren Wegen genug Platz und die Singletrails hatten insgesamt  einen guten Grip zu bieten.

DSC00673.JPG Nachdem ich bereits am Morgen die Runde abgefahren hatte, hatte ich mich für Laufräder entschieden, die nicht ganz zu steif sind. Die Spurrillen wurden tiefer und immer mehr Wurzeln guckten den Fahrer erschrocken an. Der Start des großen Feldes erfolgte etwas überraschend, aber die lange, kurvige Startgerade bot genug Zeit um sich an die Spitze zu setzen. Nun konnte ich um die Wurzel zirkeln und die Anstiege gut ansteuern. Bereits an der langen Treppenpassage hatte ich etwas Vorsprung vor den BB´s (Berner Brother´s Timo und Ralph), den ich auch nicht mehr hergeben wollte. In den kommenden zwei Runden wurde der Abstand auch nicht größer, was mir zu denken gab, denn ich pfiff aus dem letzten Loch. Timo hatte dann wohl Mitleid mit mir und ließ etwas locker, so dass ich dann doch erneut einen Sieg beim Deutschlandcup einfahren konnte. Auf den Plätzen folgten Timo und Ralph.

DSC00730.JPG Bevor es aber nach Hause ging, stritten sich die älteren Herren um einem Wechsel, der  im oder neben dem Depot statt fand. Dieser Streit kostete 40min. meiner Lebenszeit, denn jeder wollte mal einen Einspruch machen. Fakt ist: Wechsel findet nur im Depot statt und ein Zurücklaufen ist verboten, außer man hat ein „S“ auf der Brust und im Nachnamen. Dies hatte keiner von Euch Jungs, also an die Regeln halten und ich kann in Ruhe den Tatort zu Hause schauen und nicht im Head-up-Display im Auto. Lenkt auch mich beim Überholen ab.

Jetzt folgen die Nordmeisterschaften in Hamburg Wedel. Hoffe der Veranstalter findet den alten Kurs wieder, denn die Natur war recht vermehrend.

Der Cup der Firma Stevens in Neumünster

DSC00442.JPG Als erstes direkt die Kritik an den Veranstalter. Ihr könnt doch keine Gutscheine für einen Restaurantbesuch in Neumünster verteilen! Bislang konnte ich mich gegen den Besuch des Outlet-Centers wehren und Ihr fallt mir in den Rücken und lockt meine Freundin an. Das wird ein Nachspiel haben, denn ich lasse Euch beim Kollegen „BOSS“ nichts mehr zurück.

Der zweite Lauf des Stevens-Cup war geprägt durch Sonne von oben und Nässe von unten. Der Regen der vergangenen Nacht hatte mehr als sichtbare Spuren hinterlassen. Wir zogen deshalb die „grobe Stolle“ auf, um besser um die zahlreichen Ecken zu kommen. Der Kurs, der überwiegend auf Wald und Forstwegen stattfand, hatte wirklich tiefe Matschlöcher zu bieten. Auch die zu engen Kurven auf der Wiese wurden zum Ende laufend bewältigt. Dennoch machte es Spaß hier zu fahren, denn der Matsch blieb weitestgehend unten und die Ritzel blieben frei.

DSC09594.JPG Da die Master 2 und 3 zusammen in einem Rennen fahren durften, war es etwas voll am Start. Aus Reihe zwei ging es hektisch, aber ohne Sturz die lange Asphaltgerade entlang bis zur Geländeinfahrt. Hier hatte ich bereits Platz 3 inne, um auf der nächsten Geraden die jeweils Klassenführenden Armin Raible (TrengaDe) und Lars „Ede“ Erdmann (Stevens) allein zu lassen. Danach fuhr ich mein Rennen, wobei ich immer versuchte die beste Linie zu finden und nach den Kurven explosiv zu beschleunigen. Ohne Sturz oder Ausrutscher gewann ich so wie im Vorjahr die Master 2 Klasse vor Armin und Andreas Dulkies (Bad Doberan).

Nächstes Wochenende ist rennfrei. So werde ich wohl mal das Hamburger Umland unsicher machen. Mit dabei werden wohl Fabian R. und Andre Z. sein, die sich noch nie gegen eine schnelle Einheit gewehrt haben. Fotos haben wir diesmal nicht, denn meine Fotografin war um 7.00Uhr morgens einfach noch nicht funktionstüchtig.