Ja er lebt noch!

DSC07099.JPG Wer bei diesem Satz an die Randfichten denkt, denkt natürlich auch an das Erzgebirge. Nach etwas Entspannung im Urlaub und reduziertem Training folge ich am kommenden Wochenende dem Lockruf der Fichten und werde ins nette Erzgebirge reisen. Der Erzgebirgsmarathon in Seiffen darf natürlich nicht ohne mich stattfinden. Hier haben wir noch eine Rechnung offen.

Der oberste Randficht Albrecht D., der seit Jahren diese tolle Veranstaltung organisiert, hat mich offiziell in seinem Newsletter als „alten Hamburger“ betitelt. Ist natürlich klar, dass dies eine Kampfansage Richtung Norden ist. Wir werden am Sonntag Abend wissen, wer besser Lapaloma pfeifen kann.

Die geplante Revanche gegen den Marathon-Meister beim Keiler Bike fiel gleich dreimal ins Wasser. Den Veranstalter konnte ich leider nicht zu einer Startverpflichtung bewegen, der Meister kam anscheinend auch nicht nach Wombach und das Wetter belohnte die anderen Teilnehmer mit Regen. Ich hoffe also auf das nächste Jahr, denn das Rennen hat tolle Passagen und die Orga lässt keine Wünsche offen.

Die kommenden Wochen werden für mich nochmals sportlich, denn nach Seiffen folgen die beiden Marathons in Grafschaft und Saalhausen, bevor es dann Mitte September noch zum Bundesliga-Finale nach Det Badsalzfurt, oder war es Bad Salzdetfurth geht.

Respekt oder Selbsterfahrung?

DSC06628.JPG Ein Höhepunkt in jeder Saison sind die nationalen Meisterschaften, wo das begehrte Trikot vergeben wird. Da ich beim letzten Versuch knapp scheiterte, wollte ich in Bad Säckingen meine Chance im Cross Country Rennen wahrnehmen und es erneut versuchen.

 Nach dem ersten Besichtigen der neu angelegten Strecke hätte ich am liebsten den Verantwortlichen mal gefragt, ob er als Bezugsberechtigter in meiner Lebensversicherung steht. Jeder Drop oder Sprung war für mich nicht gleich fahrbar. Also immer mal wieder versucht, bevor der Schweinehund überwunden war und ich die Runde zumindest fahrend bewältigte. In den folgenden Tagen folgte dann der Feinschliff, insbesondere bei den Sprüngen. Alle U17-Fahrer lachen natürlich über diesen Absatz, denn für die rockte die Strecke einfach nur.

DSC06634.JPGNach kurzem Regen am Samstag Morgen und einer etwas aufgeweichten Strecke erfolgte die Ernüchterung beim Blick auf die Startaufstellung, Platz 52. Hier nochmals ein Dank an den BDR, denn als Vorletzter hatte ich mehr Vorbereitungszeit. Mit gemischten Gefühlen ging ich auf die 60min. voller Adrenalin und Laktat.

DSC06942.JPG Mein DM-Rennen begann nicht wie erwartet, denn Ende des Starthügels bog ich als Siebter in den technischen Teil. Leider schaffte ich dann auf dem Sportplatz nicht den Sprung in die Spitzengruppe. So mühte ich mich ein wenig auf der Suche nach der richtigen Linie und einer störungsfreien Schaltung. Ab Runde zwei hatte ich Platz 2 bei den Master 2 inne und wollte das Unmögliche möglich machen.

Mit den technischen Passagen hatte ich Freundschaft geschlossen und die Sprünge machten jetzt sogar Spaß. Was hier aber fehlte war mal ein Stück, was man schnell auf Kraft hochdrücken konnte. Irgendwie schlauchten die Kombinationen um die Bäume so sehr, dass man auf der Strasse förmlich parkte. So trennten mich am Ende 33sek. auf Martin Hollerbach, den alten und neuen Meister der Master 2. Ich muss aber gestehen, dass ich mit dem zweiten Vizemeistertitel mehr als zufrieden bin, denn ich bin wahrlich kein Techniker auf dem Rad und der Startplatz war einfach zu weit hinten.

DSC07117.JPG So erging es dem Team Bergamont, welches der DM in Bad Säckingen einfach seinen Stempel aufgedrückt hat:
Herren, Platz 4: Andy Eyring
U23, Platz 5: David Simon
U19, Platz 3: Ben Zwiehoff
Master 1, Platz 6: André Kleindienst
Master 2, Platz 2: Dano Danowski
Und die Beste aus Ilmenau beim iXS German Downhill Cup und somit unsere Deutsche Meisterin: Harriet „Düsenjet“ Rücknagel.

Mehr zum Thema Selbsterfahrung gab es auf der Rückfahrt als bei Tempo 140km/h mein Conti Tubeless schlagartig die Luft verlor und wir danach einen erfahrungsreichen Sonntag hatten. Wir wurden aber irgendwann abgeschleppt und in der Technischen Zone wurden mir spontan vier neue Conti Sport Contact montiert. Ich hoffe mein Reifensponsoring bezieht sich auch 18″-Reifen.

In den kommenden Wochen ist nun Pause angesagt und tatsächlich Urlaub. Die sonst übliche Salzkammergut Trophy steht diesmal nicht auf dem Programm, da ich beruflich auch mal aktiv sein muss, so dass 2013 erst der nächste Angriff auf den Sieg bei der Trophy angepeilt werden kann. Wünsche den deutschen Startern, welche sich spontan angeboten haben unsere Republik zu vertreten, alles Gute und immer einen Powerbar in der Trikotasche.

Hier waren wir