Mad East 500

DSC06116.JPG Die dreitätige Veranstaltung in Altenberg war wieder verrückt und machte somit ihrem Namen alle Ehre. Früher dachte ich immer das MaD für  Matze aergert Dano steht, aber der Streckenchef Matze will einfach alle Starter verrückt machen. Es ist ihm und den vielen helfenden Hände wieder super gelungen und alle fuhren beeindruckt nach Hause. Nur einer nicht.

Ein Prolog am Freitag zum Wachrütteln, ein Marathon am Samstag und noch so ein langes Ding am Sonntag standen auf dem Programm. Für mich ging es direkt aus dem Auto rauf auf die 7km Runde in Geising mit 240Hm. Gestartet wurde in drei Blöcken, wobei die Master 2 mit den Herren starten durften. Im Ort waren wir noch gesittet, bevor im Anstieg der Puls jenseits der Schmerzgrenze schlug. Schnell hatte ich mich mit Tom Ettlich abgesetzt und wir steuerten gemeinsam auf die Abfahrt zu.

DSC06258.JPG Rein in die Wiesenpassage und hier erfolgte schon die Vorentscheidung, denn während Tom den langen Weg um den Baum fuhr, nahm der Crosser Dano den Baum im Sprung und schwank sich vor Tom wieder aufs Rad. Danach ließ ich das Bergamontteil mal so richtig laufen und fuhr auf Risiko die Abfahrt mit so einigen schmierigen Passagen gekonnt runter. DerVorsprung wurde ausgebaut und der erste Sieg war perfekt. Was für ein verrückter Auftakt, denn bergab habe ich zuletzt in der Vorschule beim rodeln jemanden abgehängt.

Im Führungstrikot stand ich am nächsten Tag im Startblock um die 82km und 2750Hm durch die grüne Hölle Tschechiens zu bestreiten. Als Gejagdter sollte man schon vorne rumfahren um zu sehen, wer hier heute einem das Leben schwer mach möchte. Unsere Gruppe wuchs und schmolz je nach Tempo. Nach einer dieser Verschärfungen waren wir in einer 6-er Gruppe vom Rest des Meute entfleucht und nahmen den Rest der gemeinen Anstiege in Angriff. Nachdem ich in einer Abfahrt einen Baum nicht ausweichen konnte, wurden die Karten neu gemischt.

DSC06167.JPG Während zwei Fahrer langsam enteilten, benötigte ich einige Kilometer um wieder den Anschluss an den Rest der Gruppe zu finden. Ich war ziemlich platt als ich endlich dran war und die Jungs wollten oder konnten auch keine Tempoarbeit mehr machen. So blieb mir nichts anderes übrig um weiter die Führungsarbeit zu übernehmen, wenn man nicht zu viel Zeit in der Gesamtwertung verlieren will. In Tschechien wurden aber die Karten neu gemischt, denn aus 2min Rückstand entstand plötzlich ein Vorsprung, da beide Führenden mit Platten im Busch standen. Zusammen mit Thorsten Mütlitz nutzten wir diese Gelegenheit und zogen voll durch. Im Zielbereich hatte ich dann doch wieder das Rad vorne und gewann den Marathon. Mit diesem Sieg habe ich null gerechnet, denn es sah lange nicht danach aus.

DSC06260.JPG Nach einer schönen Ehrung, wo Euch unser Team mit Michael Schuchardt (Simplon) und Sascha Heinke (Drössinger) auch die Gesamtführung übernahm, ging es zurück ins Hostel um etwas Fußball zu schauen. Der Supergau ist dann, wenn niederländische Frauen mit im Fernsehraum sitzen und über Schweinsteiger lästern. Wahrscheinlich habe ich hier psychosomatische Magengeschwüre bekommen, denn die Nacht wurde eher sitzend als liegend verbracht. Am Sonntag war ich dann, nachdem ich Dichtmittel für den Magen eingeworfen hatte, nur noch zur Abmeldung fähig. Man war das ein verrücktes Wochendende.

Das nächste Rennen ist mal wieder ein Cross-Country Rennen und dann gleich die Deutsche Meisterschaft. Wir schauen mal, ob wir hier etwas mehr Glück haben.

Hier waren wir

und „always Vollgas“

DSC05711.JPG Bikefestival in Willingen und Sprint-DM in Kirchzarten waren die Austragungsorte für großen Sport vom Team Bergamont. Unterschiedlich waren die Anforderungen an Material und Athleten, was uns aber nicht hinderte mal wieder Vollgas zu geben. Auch neben der Strecke am Bergamont-Evenststand wurden wir dem Motto treu.
Das Sauerland zeigte sich am Freitag und Samstag von seiner feuchten Seite, was die Aussteller, Zuschauer und Marathonteilnehmer sehr gelassen nahmen und mit guter Stimmung dem Regen trotzten. Für Andre Kleindienst und mich ging es bereits um 7.30 Uhr beim Marathon los. Leichter Sprühregen, aber warme Temperaturen begleiteten uns am ersten heftigen Anstieg. Hier waren die 1800 Starter sofort aufgereiht wie die Biere im Willinger Brauhaus, so dass erst in den Flachpassagen die Gruppen wieder zusammen liefen.
DSC05821.JPGDie Führenden im Wind und ich im Windschatten war meine Devise auf den ersten 50km. Das Tempo passte für mich, während Andre mit Kettenproblemen schon früh den Tag verfluchte (Platz 28, kurze Runde). Im netten Gespräch mit meinem Konkurrenten Carsten Bresser (Rocky Mountain) ließen wir locker, als kurz vor Ende der kurzen Runde das Tempo etwas schneller wurde. So bogen wir gemeinsam auf die zweite Schleife auf Position 5 und 6, wobei vorne nur junge Fahrer waren.
DSC06001.JPG Mittlerweile war der Regen stärker geworden und entsprechend rutschig waren einige Abfahrten. Also folgte ein lustiges Spielchen: Carsten entfloh bergab und ich rollte bergauf und auf der Ebene wieder ran. Nach einigen Wiederholungen schlossen wir Frieden und rollten mit guter Grundgeschwindigkeit auf den Viertplatzierten auf. Den Milka-Fahrer ließen wir dann gemeinsam mit seinem Teampartner allein im Wald zurück um endlich wieder Richtung Willingen zu gelangen. Mir war zwischenzeitlich die Lust vergangen auf die lange Runde zu fahren und nochmals 1:20Std. im Regen zu verbringen. So verabschiedete ich mich höflich von Carsten und bog als Sieger der mittleren Runde (96km) nach 4:06Std. glücklich in den Zielhang ein. Weniger ist manchmal mehr.
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Andre zeigte am Sonntag was er drauf hat, oder ist er nur ein Schönwetterfahrer? Die Sonne schien, die Besucher stürmten das Festivalgelände und Andre schaffte den Sprung ins Finale des Enduro-Wettbewerbs. Hier gewann er den Lemond-Start und ging als erster Fahrer ins Gelände um im Flachstück die Führung wieder zu verlieren. Erst im Zielbereich sicherte er sich im Sprint den Sieg. Glückwunsch! Glückwunsch auch an Andy Eyring zum dritten Platz bei der Sprint-DM in Kirchzarten. Ein Podiumsplatz bei der Premiere einer neuen Meisterschaft ist immer was Besonderes. „Always Vollgas“.
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DSC05982.JPG MAD EAST 500 steht als nächstes auf dem Programm. Wer schon alles Verrückte gemacht hat, aber noch nicht in Altenberg war, der sollte sich hier mal blicken lassen. Vom Bergzeitfahren über Enduro oder Marathonrennen gibt es hier alles was das MTB´ler Herz höher schlagen lässt, z.B MAD EAST Wein.

Craft Bike Trans Germany Etappe 4

DSC05179.JPG Endlich norddeutsche Bedingungen auf der Schlussetappe, zumindest wettertechnisch, denn die Berge waren immer noch steil und für mich etwas zu lang. Da unser Hotel überbucht war, wurden wir einfach in einem 4 Sterne Haus mit Blick auf die Startaufstellung untergebracht. Hätte uns schlimmer treffen können. Gelassen nahm ich den einsetzenden Regen, denn der Wettermann aus dem Radio hatte später Auflockerungen versprochen.

Nach einer kurzen neutralisierten Startphase ging es durch einige Pfützen ins Gelände und in den ersten von drei Anstiegen. Ich hatte mich entschlossen die Regenjacke im Auto zu lassen und nur mit Weste zu starten, was sich bergauf als richtig erwies. Wie jeden Tag kam irgendwann der Zeitpunkt, wo die Schnellen einfach zu schnell waren und ich leider hinterher hecheln musste. Es bildete sich aber wieder eine Gruppe, welche ich aber am zweiten Berg verlor. Mit dabei war Platz 4 in der Masterwertung, weshalb ich um Anschluss bemüht war.

Da ich in einer technischen Passage wieder parkte, schloss Karl Platt (Bulls) auf. Zunächst verzichtete er auf die Führung weil er wohl auch nicht seinen besten Tag hatte. Irgendwann kam der „alte“ Karl wieder durch und die Verfolgung konnte beginnen. 10min. später hatten wir die riesige Verfolgergruppe eingeholt und ich konnte mich für den Rest der Etappe sammeln. Danke an Karl für das Dano-Taxi.

DSC05328.JPG Der Regen wurde doller und jeder kleine Anstieg wurde sehr schnell überfahren, da es heute ja noch um die „Gesamtwurst“ ging. Immer wieder entstanden Lücken und Verfolgungsjagden. Diese hatten mit Einfahrt in den letzten Pickel der Trans Germany ein Ende, denn das Ding war so steil, dass jeder sein eigenes Tempo fuhr. Ich hechelte immer noch Klaus Reinisch, dem Mann auf Platz 4, hinterher. Doch ich hatte bei dem Gelände keine Chance ihn abzuhängen. So ging es gemeinsam weiter.

DSC05645.JPG So ein Zieleinlauf ist ja eigentlich zum Genießen da, nicht aber heute. Vermute wir hatten auf der Abfahrt unter 10°C und Dauerregen. Es war schweinekalt und ich wollte nur noch in die Wärme. Ich verbrachte also die letzten Kilometer damit, nicht das komplette Spritzwasser zu trinken und zumindest mit einem Auge noch den Verkehr zu erkennen. Endlich tauchte die Fußgängerzone von Garmisch-Partenkirchen verschwommen auf. Wieder 5. in der Tageswertung und auch 5. in der Gesamtwertung wurden angesagt. Dem 3. Platzierten haben wir mit Klaus noch ordentlich Zeit aufgebrummt, dennoch blieben die Wertungen so wie vor dem Regen.

Ich habe nun fertig mit der Trans Germany, welche wirklich ein tolles Rennen mit perfekter Organisation ist. Die Strecken waren sehr beeindruckend und es ist eine echt zu empfehlende Veranstaltung, wenn man gerne hoch hinaus möchte.

Hier waren wir heute

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Craft Bike Trans Germany Etappe 3

DSC04999.JPG Der Morgen begann wie gewohnt mit dem Blick zum Himmel. Da es ja eigentlich schon seit 3 Tagen regnen sollte, verwunderte es nicht, dass wir erneut trocken über die 59Km von Lermoos nach Seefeld kamen. Start war heute um 9.00 Uhr, damit wir heil über die Bahnstrecke kamen. Das war aber nicht das einzige Highlight der vielleicht schönsten Etappe.

DSC05040.JPG Gewohnt hektisch war es nach dem Start. Frage mich jeden Tag, warum die Leute aus den anderen Startblöcken glauben, heute am Weltmeister dran zu bleiben. Wenn man sich nämlich im ersten Anstieg so umschaut, dann sind wieder nur bekannte Gesichter um einen herum, die auch schon am Vortag bei einem waren. Also immer locker bleiben, schont Reifen und Bremsbeläge.

Heute ging es mit einer Schleife um Lermoos über zwei Berge. Während ich im ersten Anstieg noch die Spitzenfahrer der Masters in Sichtweite hatte, verlor ich beim höchsten Pass der Trans Germany leider den Anschluß. Es waren wieder die gewohnten Meter die fehlten um auf der relativ flachen Abfahrt wieder ran zu fahren. So rollte allmählich wieder eine große Gruppe zusammen, wo auch Klaus Reinisch (Fokus RAPIRO) vertreten war, dem ich ja einige Minuten abnehmen wollte.

DSC05092.JPG Ich nutzte die verbleibenden welligen Kilometer um mal zu testen, was die Leute noch so drauf haben. Also Kopf runter und Attacke auf der sehr coolen Strecke, welche endlich mal auf mich zugeschnitten war. So flog ich auf kleinen Pfaden und wechselnden Untergrund Richtung Seefeld. Ein Typ holte mich zwar noch ein, aber das war nebensächlich, denn die große Gruppe war abgehängt und mein Rückstand wurde verkürzt. Heute also 5. bei den Master, hinter dem Sieger Andreas Laner, Andi Strobel und Heinz Zörweg.

In der Herrenklasse ließ der Führende mal andere Gewinnen, so dass heute Thomas Litscher, vor Matthias Bettinger und Christoph Sauser gewann. Die Rückstände liegen auf den vorderen Rängen im Minutenbereich, so dass auf der morgigen Schlussetappe eigentlich nichts mehr anbrennen kann. Für mich wird es nochmals spannend, denn der heutige Sieger hat mir 4min. eingeschenkt, so dass ich nur noch 4min. vor ihm auf Platz 5 liege. Da ist wohl keine angriffsfreie Etappe angesagt.

DSC05127.JPG Bin auf die morgige Fahrt von Seefeld nach Garmisch gespannt, denn die heutige ist schwer zu toppen. Toller Ausblick auf die herumstehenden Berge, tolle schmale Wege mit häufigen Richtungswechseln und immer wieder steilen Anstiegen. Auch grandios war die schnelle Abfahrt entlang von Schnee- und Geröllfelder und herrlichen Seen. Da musste ich mit dem Streckenchef im Ziel erst mal mit einem Bier anstoßen.

Hier waren wir heute

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Craft Bike Trans Germany Etappe 2

DSC04514.JPG Königswetter auf der zweiten Etappe von Pfronten ins österreichische Lermoos. Die längste Strecke in diesem Jahr mit 78Km und dann noch Sonnenschein. Was kann man sich noch mehr wünschen? Wenn ich meine Harzer Jungs frage, dann würden sie antworten: Nicht geklaute Teamräder! Irgendwelche A…Löcher haben wieder zugeschlagen und den Männern eine schlechte Erfahrung bescheert. Ist eigentlich noch Frizl´s Kellerverlies frei? Da würde ich die mal 5 Jahre verstecken…

DSC04745.JPGZum sportlichen Geschehen: Ich bin angekommen und schon wieder 6. geworden. Diesmal ging es aber besser, obwohl mir im ersten Anstieg zum Himmelreich das Wasser über den Rahmen lief. So schaffte es unsere Gruppe zur Spitzengruppe aufzuschließen und zum nächsten Berg mitzurollen. Schon was nettes mit 50 Leuten durch die Lande zu radeln, denn man kann dann auch mal Berge sehen und nicht nur fühlen.

Hinauf zum Lohmoos mit 1400Hm trennte sich wieder das Feld, wobei ich meine Konkurrenz in der Masterklasse nie aus den Augen verlor. Auf einem längeren Flachstück mit einigen kurzen Rampen, waren wir bis auf den führenden Andi Strobel und noch einem Ausreißer einträchtig zusammen. Mit dem Überfahren der Staatsgrenze hatte ich sofort ein Grummeln im Bauch. Entweder lag es an dem Essen oder dem Verlassen meiner Republik?!

DSC04966.JPG Es folgte nun auf den verbleibenden Kilometern ein Kampf gegen den Schmerz und die schwindender Kraft. Mit drei Texpa-Jungs und Klaus Reinisch (der alte Sack ist direkt vor mir in der Gesamtwertung) hielten wir den Rückstand nach ganz vorne relativ gering, so dass heute nur ein paar Minuten drauf kamen. Mein Plan auf Angriff ist somit kläglich gescheitert. Muss jetzt mal in die Radgeberkiste alter Radfahridole schauen, ob da noch was Brauchbares für mich dabei ist. Ansonsten werde ich die Landschaft genießen und das Trikot für Petra´s Fotos besser zurecht rücken.

DSC04981.JPG Freitag ist Ruhetag, denn das Roadbook sagt nur 59Km an. Haben die von PlanB die 1 davor vergessen? Wird also wieder eine schnelle Tour, denn das Echolot geht auch nicht über 1900Hm.

Für Euch auf Seerohrtiefe.

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Craft Bike Trans Germany Etappe 1

DSC03916.JPG 10.00 Uhr und die Meute von 800 Startern verlässt das schöne Sonthofen Richtung Pfronten. Dazwischen liegen 73.1Km und 2.758Hm mit wechselndem Untergrund und auch wechselndem Wetter. Die Prognosen waren nicht so toll, so dass mein lächeln verschwand als es schon vor dem Start anfing zu tröpfeln. Die Wolke zog weiter und das Feld setzte sich pünktlich in Bewegung, nachdem sich die Profis durch den kompletten Block A kämpfen mussten, da es keinen Extrablock gab. So lächelten die Bulls-Fahrer auch nicht.

Die ersten Meter waren wie immer neutralisiert und etwas hektisch, da jeder noch weiter nach vorne wollte. Mit dem Einstieg ins Gelände wurde es ernst und man hatte freie Fahrt, denn das Tempo war ziemlich sportlich. Ich wurde nach einem guten Start relativ schnell von der Realität eingeholt, denn meine Konkurrenz zog langsam davon. Es war mir nicht möglich dran zu bleiben. So sammelte ich mich und fuhr den ersten langen Anstieg in meinem Tempo. Ich lag da an Position 4 oder 5 bei den Masters.

DSC04122.JPGEinige schöne Berge später hatte ich mich berappelt und kurvte mit Karl Platt durch die Berge. Er musste seinen Diesel wohl auch erst auf Temperatur bringen. Mittlerweile hatte ich mich auf Rang 4 vorgearbeitet und der Rückstand auf die Herren Strobl, Bresser, Zörweg hielt sich in Grenzen, so dass ich zuversichtlich auf die letzten beiden Gipfel zusteuerte.

Was nun in der einzigen ruppigen Abfahrt folgte, passte mir überhaupt nicht: ein Durchschlag. Warum mein erster Defekt in dieser Saison auf der ersten Etappe einer Rundfahrt auftreten muss weiß natürlich nur der Sportgott. Also legte ich eine kleine Reparatureinlage hin und sah die Konkurrenz vorbeifliegen. Danach war natürlich etwas Vorsicht angesagt, denn einen weiteren Defekt hätte ich nicht beheben können. Es wurden noch einige Jungs gestellt, aber ich kassierte schon mal einen richtigen Rückstand.

DSC04473.JPG Als 37-ter in der Gesamtwertung mit 21min. Rückstand auf den Sieger und Weltmeister Christoph Sauser bog ich dann doch enttäuscht in Pfronten ein. In der Masterwertung bin ich nun 6-ter mit 12min. Rückstand auf Andi Strobl (Vaude) und Carsten Bresser (Rocky Mountain). Momentan habe ich noch keinen Plan, wie ich da dichter ran kommen soll, aber evtl. hat der Sportgott da ja seine eigenen Pläne….

Morgen also mal wieder Kette rechts auf den 78km und 2295Hm. Und ganz wichtig für meine Mitstreiter: Keinen von Euch werde ich nochmal vorlassen bei der Startaufstellung, denn nette Gespräche mit Carsten und Andi kann ich auch nach dem Rennen führen.

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Die Craft Bike Trans Germany

Nun haben wir Dienstag und Morgen ist schon wieder Rennen. Ist etwas ungewöhnlich, aber auch mal ganz nett von einem Rennen direkt zur nächsten Rundfahrt zu fahren. Der Blick aus dem Fenster in Sonthofen verheißt aber eher Wetterbedingungen wie im Harz. Heute wird also nochmals entspannt und die entsprechenden Vorbereitungen getroffen, bevor es morgen auf die 4 Etappen mit 288km und 8648Hm geht. Wie gewohnt wird es nun tägliche Berichte geben, damit Ihr endlich mal auf der Höhe der Zeit seid.

Foto(2).JPG Sonthofen, Pfronten, Lermoos, Seefeld und Garmisch sind die Stationen der diesjährigen Trans Germany. Für mich und Bergamont ist es die erste Teilnahme, weshalb ich auch etwas aufgeregter bin als beim Harz-Cup. Nach einigen überstandenen Transalp-Touren, sowie der Cape Epic, war in dieser Saison mal wieder was „Unbekanntes“ dran. Zu Gute kommt mir bei diesem Rennen auch die Einzelwertung, denn mein Verschleiß an Teampartnern ist groß: Jens Schwedler im „Ruhestand“, Fabian Rexhausen nun ein sportlicher Leiter und Jan Begemann als Manager in der Radbranche unterwegs. Bliebe nur noch Yohannes Siggi Sickmüller übrig, der mich aber eher als Bremsklotz über die Alpen schob, weshalb ich Ihn nicht nochmal fragen wollte.

DSC03898.JPG Wie schon auf meiner letzten Alpenüberquerung bin ich als Tagesberichterstatter der Velototal unterwegs, bzw. Petra als Fotografin. Ich hoffe sie schafft den Spagat zwischen etwas Betreuung und dem Einfangen der Rennatmosphäre auf der SD-Karte. Da die Etappenlängen aber immer unter 80km liegen, reicht eigentlich eine kleine Flasche und ein Snickers, so dass eine entgangene Betreuung nicht das Ende des Rennens wäre.

DSC03802.JPGDas letzte Wochenende nutzten wir von Bergamont erneut um im Harz die Pokale abzugreifen. Auf einer kleinen Veranstaltung im Rahmen des Harz-Cups ging es für Andre Kleindienst und mich auf die mittlere Runde mit 68km. Ich schenkte mir bei 6°C und Regen die Langdistanz, denn so toll ist die Runde bei Regen nicht, insbesondere die Bachabfahrt. Seit Jahrzehnten wird beharrlich an einer Abfahrt festgehalten, wo der Förster eine 50cm tiefe Rille eingefräst hat und das Wasser den Berg runter läuft. Wenn nun noch Baumreste das Ablaufen gänzlich verhindern, dann kann ein 26“-MTB schon mal verschwinden. Gut das wir auf 29“-Rädern unterwegs sind.

DSC03894.JPG Mit etwas Zug beim längsten Anstieg in Runde eins konnten Andre und ich den Verfolgern entschwinden und unseren Vorsprung in der zweiten Runde ausbauen. Andre führte bergauf und bergab, während ich immer auf den Forstwegen in den Wind musste. Machte aber gemeinsam Spaß unsere Radtour, da wir erst im letzten Drittel auch von oben nass wurden. Andre siegte bei den Masters 1, während ich die Master 2 Wertung vor Armin Raible (TrengaDe) gewann.

Ich fühlte mich gut auf dem Bergamont-Bock, so dass ich zuversichtlich auf die kommenden 4 Tage blicke. Ich weiß aber auch, eine Rundfahrt hat eigene Gesetze und man muss hier defektfrei durchkommen um in der Endabrechnung das Podium zu erreichen. Toll wäre es, wenn ich zumindest einen Tageserfolg bei der starken Konkurrenz einfahren könnte.

Bilderchen aus dem Harz und Impressionen aus den richtigen Bergen