Das Crossfinale in Buchholz

Zum Ende einer sportlichen Saison traf sich die norddeutsche Crosselite zum Stevens-Finale DSC08507.JPGin Buchholz. Da die RG Nordheide immer für eine Überraschung gut ist, wurde den Athleten mal eine komplett neue Runde zur Verfügung gestellt, nachdem man seinenObulus an Startgeld gespendet hatte. Als Freund der kurzen Berge kam ich heute etwas zu kurz, dennoch war die Runde anspruchsvoll und selektiv. Dazu aber später leider mehr.

Nun endlich zum Rennen. Nach einer Nacht mit Frost, also fast wie im Winter, ging es für die Masters bei gelenkfreundlichen 4°C und Sonnenschein auf die kurvige Strecke. Mit einem guten Start und einer sportlichen Linie verschwand ich relativ schnell der folgenden Meute. Hatte zum Finale nochmals schnelle Reifen mit wenig Profil ins Rad gesteckt, welche wirklich angenehm zu fahren waren.

DSC08671.JPG Zur Mitte unser 40min, also so nach 20min. hatte ich einige Junioren eingeholt und wollte denen mal zeigen, wie man um die Kurve schmirgeln kann. Gesagt getan und ich lag mit zerrissener Hose, geprelltem Ellenbogen und etwas weniger Tapete am Oberschenkel auf der Strecke. Mit etwas verzerrtem Gesicht sprang ich wieder auf den Bock und fuhr das letzte Rennen sicher nach Hause. Letztes Rennen, letzter Sieg und der Gewinn der Gesamtwertung des Stevens-Cross Cups machen diesen Sonntag zu einem guten Tag. Mein alter Teamgefährte Armin Raible folgte auf Platz 2 vor Robert Karrasch.

DSC08962.JPG Wie es sich für einen Finaltag gehört folgte die große Preisverleihung und die Tombola nach den beiden Rennen der Hobbyklassen. Hier drehten Rene „das Mikro“ Jakobs und Lorraine, die Mutter des Buchholzer Rennens, nochmals richtig auf. Es wurde alles geehrt, was in den Ergebnislisten vorne zu finden war, oder was seit 1998 auf dem Rad saß. So bekam Robert Karrasch (PIRATE) doch noch schöne Schlauchreifen und muss nicht immer Schlammreifen durch die Wüste scheuchen.

Was als Trainingsserie begann, ist nun eine ausgewachsene Rennserie, welche mit Stevens einen würdigen Sponsor gefunden hat. Die Strecken sind alle besser geworden und die Starterfelder größer. Ich freue mich zumindest auf die kommende Saison, wo wir natürlich den Titel verteidigen wollen.

Jetzt wird erstmal entspannt und das geschundene Fleisch verbunden, bevor neue Pläne geschmiedet werden. Werde mich also zwischendurch mal wieder mit einigen Neuigkeiten bei Euch melden.
Dano

Die Deutsche Cross Meisterschaft

Als Höhepunkt der Saison standen in Kleinmachnow die Meisterschaften im Cross an. Die Veranstalter haben mit viel Elan eine meisterliche Strecke in den Kiebitzwald gepflockt. Auch das etwas feuchtere Wetter machte der Strecke nicht wirklich zu schaffen, außer evtl. dem 75m Wiesenstück, was irgendwie an Lorsch erinnerte, nur nicht so flüssig.

DSC07170.JPG Am Freitag folgte zu der offiziellen Trainingszeit die kollektive Standortbestimmung. Man schaute schon mal, wo man schnell ist und welchen Berg man hochfahren konnte. Die Strecke war eckiger geworden und durch die Sandpassagen auch schwer und unrythmisch. Insgesamt kam ich aber gut mit der Runde klar.

Da der Start zum Master 2 Rennen erst kurz nach dem Kaffee stattfand, erfolgte morgens nochmals eine kurze Fahrt auf der Runde. Pünktlich um 13.30Uhr war ich aber wieder aufgewacht und startet nervös die Rennvorbereitungen. Die Jungs von Bergamont hatten nun auch den Crafter entladen und die Räder auf’s Rennen getrimmt. Ich entschloss mich mit den Dugast Rhino Reifen zu starten um mehr Grip in dem ausgefahrenen Kurven zu haben.

DSC07043.JPG Das größte Starterfeld bei der DM stand mit mir am Start. Mit 97 Leuten im Nacken zündete gleich am Start der Turbo. Übermotiviert schoss ich als erster ins matschige Gelände um als 11-ter die Sandpassagen zu erreichen. Ich war einfach zu dämlich und habe auf der Wiese meine Chance aufs Podium vergeigt.

Danach dauerte es drei Runden, bevor der Zug wieder da war und ich endlich Meter für Meter gewann. Es reichte aber nicht mehr um an Jens Schwedler oder die Berner Brüder ranzufahren. So blieb mir nur Platz 5, den ich symptomatisch im Sprint gegen Robert Karasch verlierend gewann.

DSC07151.JPG Was bei diesem ganzen Dilemma am meisten an mir nagt, ist, dass der Aufwand von Bergamont und des Betreuerstabes nicht belohnt wurde und dass nur wegen meines Anfängerfehlers. War aber auch die erste Meisterschaft in dieser Altersklasse.

Natürlich gratuliere ich Jens Schwedler zum Titel und wünsche meinen Freund und Entdecker alles Gute im neuen Lebensabschnitt, denn auf jedem guten Hamburger Crossrad sitzt ein Hamburger.

Das Drama als Fotostrecke

….und so sieht’s vor der DM aus!

So kurz vor der anstehenden Cross-DM in Kleinmachnow gibt es hier einen kurzen Lagebericht. Die Strecke wurde erst um 14:00 Uhr für alle Fahrer geöffnet. Insgesamt ist die Runde schwerer geworden, da Laufpassagen länger und sandiger sind und einige enge Kurven die schnelle Fahrt verhindern.

Das Wiesenstück war in kurzer Zeit relativ schnell zerfahren und damit sehr zäh. Diese Senke ist aber nicht all zu lang, so dass es heute noch gut fahrbar war. Was natürlich morgen bei Regen passiert wird noch spannend. Einige Waldstücke würden bei Regen auch noch schwerer werden, was dann wieder die Reifenwahl erschwert….

Ich habe also keine Langeweile bis zum späten Start um 14:40Uhr.

Ich bin auch gut gerutscht

Nach der besinnlichen Zeit, wo ich mit meinem neuen ferngesteuerten Hubschrauber alle Blumen gestutzt hatte, war mal wieder Training ohne vollgestopften Magen angesagt. Die DM naht, so dass natürlich auch das Programm spezieller und härter wird.

DSC05621.JPG Ich habe mir in der Nähe eine nette Crossrunde gebastelt, welche in der Beschaffenheit und Topografie der in Kleinmachnow ähnelt. Hier gehe ich dann immer zum Spielen. Man merkt selber, dass bei häufigen Wiederholungen von irgendwelchen Passagen es irgendwann einfach läuft. Ferner kann man auch sehen, was für Reifen man nehmen sollte um nicht dauernd neben der Strecke zu fahren.

Mit einer Trikottasche voll Motivation aus Harburg sollte es dann zu den Rennen in Vechta und Herford gehen. Leider wurde es mit dem Start in Vechta nichts, da private Gründe dann manchmal eben doch einen Plan scheitern lassen. Tags darauf stand ich aber in Herford an Position 3 auf der schmalen Startgeraden.

DSC05803.JPG Der typische Herforder Landnieselregen setzte erst später ein, so dass die große Schar an alten Männern noch trocken um den Elisabeth See kam. Der Kurs war gut zu befahren, obgleich die Wiese sehr schwer lief und man einige Male laufen musste. Diesmal fand ich nicht so recht mein Pedal, was gleich mit Position fünf bestraft wurde. Rechtzeitig am Teeranstieg war ich aber wieder an Jens Schwedler’s Semislickhinterrad mit Vorsprung auf die Verfolger.

Gestern war aber nicht mein Tag. Es lief einfach nicht rund und ich konnte dem Tempo von Jens nicht folgen. Hinzu kamen kleine Fahrfehler, welche zum Schluss den Vorsprung auf über eine Minute wachsen ließen. Da zwischenzeitlich Timo Berner auch auf 10 sec. auffuhr, fürchtete ich schon um meinen zweiten Rang, was für das Ego ein schlechter Jahresabschluß gewesen wäre.

DSC06322.JPG Das Finale zum Deutschland Cup in Herford sicherte mir aber noch genügend Punkte um als Gesamtdritter hinter Jens und Timo geehrt zu werden. Somit werde ich von Position drei bei der DM nächste Woche an den Start gehen. Drückt mir also am Samstag kräftig alle Daumen…

Bilderchen wie gehabt bei meiner Medienpartnerin: Petra´s Sportfotos