19 Runden im Buchholzer Stadtwald

Mit 6 Runden auf dem geänderten Kurs war ich schon reichlich bedient, weshalb es hier wohl eher um die 19. Auflage dieser tollen Veranstaltung in Buchholz geht. Beste Bedingungen hatten die RSG Nordheide um ihr MTB Rennen inkl. Bezirksmeister-schaften auszurichten. Mit Niels Willers an der Schaufel wurden die Sprünge höher, weiter und auch manchmal umfahrbar gestaltet. Die jungen Rennfahrer von Lorraine´s Sporttruppe hatten hinter jedem Busch einen neuen Weg gefunden, so dass der Kurs nochmals anspruchsvoller geworden ist, im Vergleich zu den Jahren zuvor.

Manch Fahrer saß etwas verzweifelt auf seinem MTB, denn mit Renntempo waren einige Sprünge nicht ohne, bzw. musste nach dem Drop schnell nach rechts oder links abgebogen werden, was im losen Sand teilweise nicht einfach war.

Auch wenn man mir nachsagte, ich sei alle 18 Rennen vorher schon dort gestartet, dem muss ich leider sagen, dass ich mindestens einmal entschuldigt gefehlt habe. Bislang habe ich dieses Rennen aber in bester Erinnerung, denn es ist für mich wahrer MTB-Sport. Generell ist alles fahrbar und die Anstiege sind schön mit Kraft hochzudrücken. Es gibt kaum Erholung und man kann den Verfolgern auch schnell außer Sichtweite fahren.

Obwohl dies an diesem Renntag nicht so klappte. Zunächst fuhren zwei Fahrer aus Montenegro an die Spitze, bevor sich das Feld sortierte. Es waren dann Max Lindenau, Luk Boving (Stevens), Johannes Albers (RSG Nordheide) und ich, welche das Feld anführten. Als Max mich dann in Runde 2 vorbeiwinkte, hatte ich zunächst an eine Stevens-Finte gedacht, was aber nicht der Fall war. So folgten 3 Runden Rad an Rad mit Luk und Johannes, wobei immer mal wieder kleine Abstände auftraten. Es sah zwischenzeitlich sogar so aus, dass Johannes dem Tempodiktat des 19-jährigen Luk nicht folgen konnte, was sich er aber Ende der 5 Runde ins Gegenteil kehrte.

Als das Tempo nochmals erhöht wurde, war ich geschlagen, denn dies war ich nach meiner Rennpause nicht mehr gewohnt. So sicherte ich meinen Platz 3 nach hinten ab und freut mich dennoch über den guten Wiedereinstieg. Mein Glückwunsch geht an Johannes und Luk, welche beide ein tolles Rennen fuhren. Ich hatte so den Eindruck, die wollten mich unbedingt besiegen, was natürlich voll o.k. ist, wenn ich im nächsten Jahr meinen Sieg zurückerobern darf.

Kommende Woche geht es dann auf einer neuen Cyclassics-Schleife über 160km durch Hamburg und das wundervolle Umland.

Es ist viel passiert

Lange und ausführliche Rennberichte sind ab jetzt Geschichte, denn in der heutigen Zeit ist alles schnell und kurz, außer meine Rennen. Twittern tue ich zwar noch nicht,  dennoch versuche ich die Ereignisse etwas zu bündeln. Es werden aber weiterhin die schönsten Ereignisse rund um die Rennen nicht zu kurz kommen.

Kyffhäuser Marathon Ich mache keinen Hehl draus, aber dieser Marathon ist mein wahrer Saisoneinstieg. Hop oder Top nach einer 10km Straßenanfahrt heißt es dann am ersten Anstieg. Hop war es in diesem Jahr und die Führungsgruppe mit dem späteren Sieger Peter Hermann war weg. Ich hatte noch Glück in der Verfolgergruppe, denn manche Ketten blieben bei den Konkurrenten nicht auf dem Ritzel. So „genoß“ ich bei schönem Wetter eine Ausfahrt am Limit im Windschatten. Man war das schnell, oder war ich noch nicht richtig in Schuß? Diese Fragen hat jeder Fahrer nach dem Rennen am Kyffhäuser. Super Veranstaltung mit bestem Wetter und für nächstes Jahr steht der Termin schon im Kalender. Ach ja, insgesamt wurde es Platz 10 und 2. Master hinter Klaus Reinisch.

Marathon Bad Harzburg Dieses Rennen kennt alle Witterungsbedingungen, wobei mir Sonnenschein und Wärme bislang am besten gefielen. Hier gibt es kein Einrollen und keine Gnade, denn der erste Berg zerlegt alles. Zwar konnte ich an Position 3 in die ersten Flachpassage gehen, die Lücke zu Marvin von den Rapiros konnte aber nicht geschlossen werden. So gurkte ich schon in der ersten Runde alleine, um gegen Ende auch eingeholt zu werden.

Nun ging es mit dem einheimischen Manuel und noch einem Fahrer um Platz 2, da der eigentliche Zweite irgendwo am Streckenrand stand und auf seinen Bruder wartete…war wohl die Hitze. Wir fuhren gut zusammen, wobei ich eher am Berg vorne war und die Jungs auf der Ebene und im Downhill. Dementsprechend suchte ich auch in der letzten Runde am Berg die Flucht. Es war dann echt hart den Vorsprung zu halten, aber es reichte für den zweiten Platz hinter Marvin und vor Manuel. Das hat mir mal wieder Spaß gemacht im wunderschönen Harz.

Sundern Mega Sport Mit 100km stand nun das erste lange Ding an. Entsprechend vorsichtig war ich an meine eigenen Erwartungen. Die Startphase mit Einrollen, Abbiegen und ersten Berg erklimmen gelang gut und ich war kurz in der Spitzengruppe. Dann ging es aber schlagartig rückwärts. Schwupps war ich in der dritten Verfolgergruppe, welche ich aber zumindest halten konnte. So wartete ich auf die Streckenteilung um zu schauen, wer denn noch so auf die lange Runde abbiegt. Aus meiner Gruppe war es keiner, so dass ich an Position 6 die letzten 45km bestreiten sollte.

Allmählich kam ich in Fahrt und ich hoffte irgendwann nochmals Klaus Reinisch vor mir zu Gesicht zu bekommen. Ich zog echt am Horn und dachte, so schnell wie Du ist hier jetzt keiner. Und dann war kurz vor Schluß doch Max Feger (Rapiro) am Hinterrad. So ein Dreck, wo kommt der Lümmel denn her? Sein erster Satz war, wir müssen klug fahren, da kommen noch drei!

Klug fahren, so ein Witzbold, nur noch trampeln hieß es da für mich. Also alle Hebel nach rechts und Kopf runter. Mit diesem Zug ging es dann ohne Verfolger in den Zielbereich. Ich war schon auf sein Überholmanöver gefasst, welches aber ausblieb. Danke für diese faire Geste, welche nur beim MOUNTAINBIKEN existiert.

Borbet Bike Biathlon In diesem Jahr hatte ich erneut die Ehre beim Einladungs-biathlon im Rahmen des Mega-Sport-Events teilnehmen zu dürfen. Jeweils ein MTB´ler und ein Biathlet wurden in Zweierteams an den Start gestellt. Es waren Prominente wie Maren Hammerschmidt oder Fabian Wegmann am Start, welche natürlich nicht so harmonierten, wie ich mit Janik Bartram aus CLZ. Zwei Harzer – ein Team.

Das Halbfinale begann ich mit einem Fehlstart, da ich aus beiden Pedalen rutschte. Dieser Rückstand war nach der Hälfte der MTB-Runde bereinigt und es ging zum Liegend-Schießen. Hier hatte ich Glück und schoß nur eine Fahrkarte. Mit Vorsprung ging es in Runde zwei. Im Stehend-Schießend gewann ich dann 3 Strafrunden, dennoch gab ich reichlich Vorsprung an Janik mit. Ohne große Hektik sicherte er uns den Finaleinzug.

Im Finale war dann Janik der Mann der Stunde, während ich liegend und stehend zu viele Fehler hatte, verkürzte er durch seine super Schießleistung den Abstand zu den Verfolgern und nach dem Stehend-Schießen ging es sogar an Position 2 in die letzte Runde. Hier musste er auf dem Rad leiden um den Vorsprung zu retten. Glücklich und erschöpft nahmen wir den 2. Platz entgegen. Immerhin haben wir einen 3-maligen Deutschen Meister und eine Olympia Medaillen Gewinnerin abgehängt. Es war wieder mal eine tolle Veranstaltung, welche uns Allen eine riesen Spaß bereitet hat.

Marathon

 

Der Ritt durch Helmuts Hölle

Leider ist man irgendwie viel zu selten im Wendland, denn schon bei der Anreise mit meinem neuen Gegner Andre Z. zeigte sich die Landschaft von seiner sehr natürlichen Seite. Bei so viel Natur und wenig Action auf der Strasse, fällt es auch nicht auf, wenn man mit 100km/h durch Ortschaften fährt. Man erkennt aber ehrlich gesagt nicht, dass es Ortschaften sind, denn es stehen dort kaum Häuser. Der Blitzer beendete aber die rasante Fahrt und das Gepäck war platzsparend hinter der Rückbank gestapelt.

Mit dieser leichten Vorspannung erreichten wir den Veranstaltungsort in Meudelfitz. Joachim, der Chef-Organisator, empfing uns freudig in seiner orangefarbenen Waldschratjacke und informierte uns über die Streckenneuerungen. Leider hörten wir wieder nicht richtig zu und schauten uns nur den bekannten, aber gekürzten Streckenanteil mit dem steilen Berg an. Dies rächte sich im Rennen, denn wir alle staunten nicht schlecht, als nochmals eine „Wand“ im Wald zu bewältigen war.

Mit dem limitierten, aber exquisiten Starterfeld von 80 Sportlern ging es dann zum MTB-Rennen mit Wurfeinlage pünktlich um 12 Uhr bei bestem Wetter los. Schnell bildete sich eine 6-köpfige Spitzengruppe, die mit André und Inge das Tempo ziemlich hoch hielt. Nach Runde eins folgte dann die Wurfeinlage mit Tischtennisball in einen Korb. Dies gelang bei allen problemlos und das Rennen ging so richtig los. 5 Runden a 8km standen für die Männer an.

In der folgenden Runde schaute ich dann mal, wie es um meine Schnelligkeit bestellt ist. Eine kurze Tempoverschärfung brachte eine Lücke zwischen die Jungs und mich. Ich nahm das Tempo aber wieder raus, denn 3 Runde alleine waren mir zu viel. Am nächsten Anstieg waren wir aber dann plötzlich doch nur zu dritt. Thomas Zühlke und Leonard Balz hielten das Tempo hoch, so dass die Gruppe halbiert war.

In den kommenden Runden fand nun ein hartes Ausscheidungsfahren statt. Das Tempo blieb konstant sportlich und man wechselte sich jede halbe Runde mit der Führung ab. Thomas war der Erste, der dem Tempodiktat nicht mehr folgen konnte. Nun lag es an mir die Niederlage gegen einen „Bremer“ abzuwehren. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich da in Runde vier meine Zweifel hatte, dass dies gelingen würde. Leonard fuhr auf einem Crossrad mit Cantilever Bremsen und Stargabel. Ich hatte alles am Start, was auch Nino Schurter zum Worldcup an die Linie rollen würde. Dementsprechend war ich echt beeindruckt, was Leonard da auf dem Rad zeigte. In den letzten Anstiegen war es aber dann auch für ihn zu schnell und ich konnte mich absetzen.

Erster Wettkampf und erster Sieg ist immer was Schönes. Der Tag wurde aber abgerundet durch die gute Orga, das perfekte Wetter und den Weltklasse-Streuselkuchen aus dem Wendland. Die geänderte Strecke war noch anspruchsvoller und für das kommenden Jahr steht mein Start bei Helmuts Höllenritt eigentlich schon fest.

Kommende Woche geht es dann im Kyffhäuser in Bad Frankenhausen auf der 60km Runde zur Sache. Da wird sich zeigen, wie gut man durch den Winter gekommen ist.

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Der Weg zur Deutschen Meisterschaft und wieder zurück

Momentan genieße ich die rennfreie Zeit, denn nach den Deutschen Meisterschaften in Gruibingen beendete ich die MTB-Saison 2017. Man kann ziemlich schnell zusammen-fassen, wie es so war. Mit dem Trümmerbruch in der Hand ging es los und mit einem dicken Knie hörte sie auf. Tolle Erfahrungen auf die man gerne verzichten kann.

Zur Vorbereitung auf die Meisterschaften unternahmen wir mit André Zamponi ein paar nette Ausflüge mit guten Ergebnissen und noch mehr Spaß. So drückten wir dem Rennen in Schönigen den BGM-Stempel auf. Ein teilweise sehr matschiger Kurs machte das Rennen hart und dreckig, dennoch behielten wir den Überblick und taktierten richtig um einen Doppelsieg einzufahren. André siegte bei den Masters 1 und ich bei den Masters 2.

Am folgenden Tag standen dann die Cyclassics an, wo ich aus Startblock „F“ (Frauen-startblock) starten durfte. Ich dachte, ich bin dort eindeutig der Schnellste, was aber nicht so war. Ein Ex-Profi aus dem Haarwaschteam zog einen roten Streifen auf den Asphalt. Ich sprang in den Windschatten und staunte die restlichen 180km. Ich fuhr 150km im Schlepptau und wir erreichten einen Schnitt von 39km/h. Das reichte zwar nicht für eine Top-Platzierung, doch sportlich war es allemal.

Eine Woche später gab es dann ein Männerwochenende im Harz. Bei dem Endurothon in Schierke wird dem Teilnehmer eine MTB-Strecke der Extraklasse geboten. Auch das Wetter war perfekt, so dass wir mit ordentlich Schub auf die verschiedenen Runden gingen. Während ich schon in der ersten Runde die Führenden verlor, kämpfte André bis zuletzt ums Podium. Leider war es der erste Nichtpodestplatz. Mir ging es ab Runde zwei besser, so dass der 5. Gesamtrang erreicht wurde und ich die Literflasche Schierker Feuerstein als Mastersieger mitnehmen durfte.

In Rinteln stand bereits am folgenden Tag ein City-MTB-Rennen an. Mit Inge Schöne, ein weiterer Verrückter aus der Hamburger Unterwelt, ging es gemeinsam aus den Harz in die Kreisstadt. Hier hatte der Veranstalter einen echt eckigen Kurs in den Stadtpark gerammt, den man sich nicht einprägen konnte. So kam es pro Runde min. einmal vor, das man bremsend Richtung Flatterband driftete. Die Passage durchs Stadtfest war hingegen sehr gelungen, denn dort war die Stimmung beeindruckend.

Ich erwischte einen Blitzstart (also Frühstart) und reihte mich hinter einem Stevens-Crossfahrer ein. Yannik Gruner war schnell enteilt und ich bekam kaum Luft auf den schnellen Kurs. Als die Kräfte schwanden, kam Sven Pieper (Bad Salzdetfurth) und versetzte mich auf Platz 3. Diesen konnte ich bis zum Ziel retten, auch wenn André in der Verfolgergruppe mächtig Dampf machte. Inge hatte aber den Punch des Tages und fuhr auf vier, während André 7. wurde.

Bevor es dann endlich zur DM ging, fuhr ich noch das Straßenrennen in Volksdorf. Der Rundkurs mit dem kleinen Anstieg lag mir schon mal besser als an diesem Renntag. Es mag an der 150km Runde am Vortag gelegen haben oder einfach nur an der guten Form der anderen Fahrer. An diesem Tag sah ich keinen Stich und kam nicht einmal wirklich in den Rennflow. Was bliebt, war ein gutes Training.

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Gruibingen, ein kleiner Ort zwischen Stuttgart und Ulm , war der Veranstaltungsort für die diesjährige Meisterschaft. Wir reisten bereits am Donnerstag an um die Strecke zu besichtigen. Die Strecke nach Metzingen zum Boss-Outlet war gut ausgeschildert und wir hatten alle Tüten voll zu tun. Das Training hatte ich bereits etwas eingeschränkt, da nach ca. 1 Stunde auf dem Rad die Knieschmerzen begannen.

 

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So ging es dann am Sonntag ohne Strecken-Kenntnisse auf die Strecke. Ist nicht wirklich klug, aber am ersten Berg waren die direkten Konkurrenten sowieso schon enteilt. Es war einfach nicht mein Tag und ich kämpfte auch in der Verfolgergruppe ums überleben. Die Strecke überraschte aber und war wirklich schön, insbesondere weil auf den 96km keine Teile doppelt gefahren wurden. Gegen Ende wurden die Schmerzen zwar immer mehr, dennoch konnte ich noch ein paar Fahrer einholen. So war mein 8. Rang zwar keine Ruhmesleistung, dennoch war ich nicht wirklich enttäuscht. Das Rennen war halt wie das Spiegelbild meiner Saison.

Also werde ich jetzt die Ruhe genießen und entspannt mit dem Radcross Ende des Monats beginnen.

So schön kann Mountainbiking sein

In den letzten Wochen waren die Erfahrungen auf dem MTB eher durchwachsen. Mal lief es besser, dann wieder echt zäh und ich fing schon an den eingeschlagenen Weg anzuweifeln. Dementsprechend unsicher war ich auch bzgl. meines Startes bei den Landesverbands-Meisterschaften NDS und HH in Buchholz. Großspurig hatte ich mich bei der Elite gemeldet um dann etwas überrascht auf die Focus-Rapiro Starter zu schielen. Die Unsicherheit wurde aber mit eckigen Sprüchen übertönt, so dass der Startpfiff die Situation schnell klärte.

DSC01208.JPGRelativ zügig ging es auf die erste Runde. Der Buchholzer Stadtwald hatte in diesem Jahr auch seine ersten Drops und Sprünge. Ferner wurde jede Erhebung mehrfach genutzt, so dass man auf 100Hm pro Runde und 10min. Fahrzeit kam. Die Überholmöglichkeiten waren beschränkt, so dass man vorne sein musste um vorne zu sein. Schnell hatten Marvin Augustyniak (Fokus Rapiro) und ich eine kleine Lücke zum Rest gerissen. Marvin blieb hart am Gas und ich folgte nur.
DSC01276.JPGAn einem Steilstück ging ich dann vorbei um auch mal zu führen. Dieser kleine Rhythmuswechsel brachte ein paar Meter zwischen Marvin und mich. Nun musste die Entscheidung fallen: warten oder durchziehen!? Da ein Bergamont-Fahrer nur „always Vollgas“ kennt, sprintete ich die folgenden Anstiege hoch, um in den Abfahrten etwas Luft zu holen und auf dem rutschigen Boden nicht zu stürzen. Dies gelang gut.
 DSC01296.JPGIn Runde 3 wurde es dann nochmals spannend, als der Local-Hero Johannes Albers bis auf 20sek. aufschloß. Der Buchholzer Ultra-Fanblock schrie seinen Fahrer nach vorne, während ich schon im roten Bereich drehte. Ich konnte aber den Vorstoß abwehren und fuhr die verbleibenden Runden sicher dem Sieg entgegen.
 
Es war einer dieser Tage, wo es einfach lief. Gutes Wetter, ein wirklich sehr gute Strecke und ein gutes Körpergefühl. Man konnte sich quälen, auch wenn es schmerzte und man freute sich auf den nächsten Streckenabschnitt. Gut gelaunt nahm ich dann auch die Ehrung als Hamburger Meister Elite CC an, denn die Schnellsten fahren Bergamont Fastlane. Andre Zamponi wurde Dritter Niedersachse, nachdem er sich der Verfolgergruppe ergeben musste. Der Lokalmatador erreichte als Zweiter das Ziel vor Phillip Becker (HRV). 
Nun geht es weiter mit den Cyclassics auf einer leicht geänderten Strecke. Die zusätzlichen 20km sind aber eher flach, so dass es wohl wieder zum Sprintfinale kommen wird. Dank später Meldung stehe ich wohl sehr weit hinten, so dass es eine sportliche Trainingstour wird. Ich glaube ich nehme den neuen Crosser.

Hier die neusten Bilder: always Vollgas

 
 

Hart, Alt und Kult! Das war mein Wochenende

Hart, Alt, Kult – hätte eigentlich mein Motto sein müssen. Leider ist der Erfinder dieses Leidspruches der Erzgebirgsbikemarathon (EBM) in Seiffen. Seit nun 25 Jahren richten die Edelhelfer um Albrecht Dietze diese Veranstaltung nun aus und es lohnt sich immer noch. Natürlich durfte ich bei dieser Geburtstagsfeier nicht fehlen.

Dass man im Alter nicht rosten muss, zeigte der EBM wieder eindrucksvoll. Neben dem obligatorischen Bergsprint und der Unterhosenfahrt gab es in diesem Jahr ein 300km-Rennen. Unglaublich 10-Runden á 30km und 9000Hm standen für die 17 Starter an. Wenn das Rennen nicht über die Nacht gehen würde, dann hätte ich evtl…..aber nachts schlafe ich und fahre nicht MTB-Rennen.

Für mich standen also nur 100km an. Schon kurz nach dem Start wurde es zügig. Eigentlich dachte ich, dass ich gut drauf wäre, aber das Gefühl täuschte. Schon beim ersten Anstieg war ich weit weg von den Leuten, an denen ich dran bleiben wollte, aber ein Marathon beginnt erst nach 3 Stunden Fahrzeit. So fuhr ich mit Christan Gross die erste Runde um dann ab Runde zwei besser in Tritt zu kommen.

Die geänderte Runde hatte einige technische Leckerbissen, welche bei dem guten Wetter bestens zu fahren waren. Die neuen Anstiege waren mir etwas zu lang, da ich das Sägezahnprofil eher mag, dennoch konnte ich auf der letzten Runde einige Mitstreiter überholen.

Gegen Ende war ich aber auch platt und freute mich auf die letzte Abfahrt. Nach diesem schönen Streckenabschnitt, folgt aber noch der Anstieg des Bergsprintes. Hier war es um mich geschehen und ein Platz ging noch verloren. Am Ende wurde es der 11. Gesamtrang und der Sieg in meiner Altersklasse.

 

In der nächsten Woche geht es in Buchholz um die Hamburger Meisterschaft auf der Cross Country Distanz. Mal sehen, ob die gewonnenen erzgebirgischen Holzschnitzereien die Motivation beflügeln?!

 

20 Jahre Salzkammergut Trophy

Über die letzten Jahre ist die Salzkammergut Trophy in Bad Goisern zu dem bedeutendsten Rennen in Österreich und zu der ultimativen Herausforderung für den Rest der bikenden Welt geworden, zumindest der 200er. Ehrfürchtig machen andere Fahrer Platz, wenn die A-Strecke kommt, denn min. 200km und 7000HM sind die Eckdaten, welche man an dem Renntag zu bezwingen hat.

Ein Sponsor überredete mich  zum Start bei dieser Herausforderung, welche ich 2001 als Nobody aus Deutschland überraschend gewann. Seit diesem Sieg hat mich das Rennen in seinen Bann gezogen. Es ist einfach überwältigend dort zu fahren, sei es die Strecke, die Zuschauer, die Betreuung als auch die unbeschreibliche Zieleinfahrt.

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Trotz stetig gestiegener Starterzahlen, kämpft man sehr, sehr viel alleine gegen sich und die nie nachlassenden Höhenmeter. Während man nach dem Start die ersten 1000HM fast wie im Schlaf abspult, werden spätestens ab dem Salzberg die Anstiege endlos. Mehrere Male stand ich da schon neben dem Rad und schrie die Wurzeln an. Ist aber zwecklos, denn nach Hause bringt einen ja eh keiner. So bin ich bei meinen 11 Teilnahmen auch 10 mal angekommen. Der Schnee im Jahre 2009 war einfach zu kalt für mich, obwohl der Ausstieg auf Platz 3 liegend sehr schmerzte.

Unvergessen blieb die Trophy von 2006, wo zwei Deutsche (Jörg Hüter und ich) den späteren Sieger Stefan Kogler jagten und der „Betreuer der Deutschen“ neben Trinkflaschen auch Liveinterviews geben musste. Es lief an diesen Tag einfach rund und die Sonne lachte über Goisern, auch später nach einigen Bieren.

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Nicht ganz unschuldig an dieser Trophy ist natürlich Martin Huber, jetzt auch Ehrennadel in Gold Besitzer, der nicht nur die Gemeinde in Bad Goisern von seiner Idee überzeugte, sondern auch immer für interessante Sportler an der Startlinie sorgte. Das Rennen 2002 gegen Tinker Juarez oder 2008 gegen Thomas Dietsch waren echte Highlights für mich.

Natürlich hatte ich bei allen Rennen nach 2001 das Ziel nochmals das Ding zu gewinnen, was mir leider nicht gelang. 2011 war ich dicht dran, aber Wolfgang Krenn rettete die 90sec. ins Ziel, was mich bis heute noch wurmt. Ich bin dennoch mit meiner Bilanz (Sieg 2001, Zweiter 2006/2011, Dritter 2002/2007/2008 und Vierter 2004/2010/2014) sehr zufrieden, so dass es 2017 etwas entspannter in den Startblock ging.

800 Teilnehmer hatten 2017 für den 200er gemeldet. 5Uhr und es regnet stark bei ca 14°. Hier muss man schon eine gesunde Motivation haben und ein Kleidungsstück mehr anziehen. Geändert hat sich über die Jahre das Anfangstempo in der Startphase . Warum man in Einerreihe und 41km/h in den ersten Berg reinhämmern muss, muss Daniel Rubisoier beantworten, der zusammen mit den ganz eiligen in der Wolkendecke verschwand.

Ich hielt mich zurück und reihte mich zwischen Platz 16 und 25 in den ersten Rennstunden ein. Mit zunehmender Fahrzeit und anhaltendem Regen bogen wohl einige Schnelle eher ab und ich arbeitete mich nach der zweiten Durchfahrt in Weissenbach bis auf Platz 11 vor. Auf den Weg zum Salzberg versuchte ich Kräfte zu schonen um die 4.536 Kehren ohne Krämpfe zu bewältigen. Dies gelang mir gut und auch der darauffolgende Teeranstieg ging noch so. Danach war aber der Dano im Arsch.

Nach meinem Trümmerbruch der Hand im April wurde das Radtraining erst wieder vor 7 Wochen aufgenommen. Dies reichte wohl nicht so ganz um das Tempo über die komplette Distanz durchzustehen. So verlor ich in den beiden letzten Anstiegen ca. 10min und 3 Plätze. In diesem Jahr nahm ich es aber sportlich, denn ich hatte nur das Ziel anzukommen und nochmals den 200er zu finishen. Dies gelang mir dann in 11:40Std auf Gesamtrang 14.

Mit dieser Platzierung habe ich mich persönlich vom Salzkammergut und der Trophy verabschiedet. Es ist eine der besten Veranstaltungen überhaupt und sie hat mein sportliches Leben geprägt, aber nun ist Schluß als Aktiver! Mein Glückwunsch geht an den Sieger Konny Looser und allen 504 Finishern.

 

Ist ja Hammer, Hammer, Hammerharz, da ist einiges am Start!

Zum Abschluß meiner MTB Saison ging es „straight from St. Pauli“ in den schönen Harz nach Schierke. Viele denken jetzt wieder, jaja der olle Harz ist doch bloß ein nadelbewaldetes Mittelgebirge. Geografisch hat er Recht, aber von der Intensität der Strecke kann man sich mit einem Alpenrennen durchaus vergleichen. Man hat 2300Hm auf 69km verteilt, wobei die eigentliche Herausforderung in den Extremen besteht.

Schon am Start bewunderte ich die Fahrer, die mit Hardtails (also nur Federgabel) am Start standen und sich auf die Runde machten. Bei bestem Sommerwetter ging es sportlich los und ich bog als 7. in die ruppige Abfahrt. Hier flogen die ersten Trinkflaschen und die Ideallinie war auf einmal für mich frei. Ich  flog an meinen Begleitern mit meinen Fastlane von BERGAMONT vorbei um auch die folgende, sehr verwurzelte Auffahrt von vorne zu nehmen. Auf den kurzen Forstwegpassagen, waren die Verfolger zwar zu sehen, einen Anschluss schafften Peter Hermann & Co aber erst kurz vorm höchsten Punkt am Wurmberg.

Da die Jungs aber auch nicht mehr entspannt schauten, bog ich erneut als Erster in die verblockte, wurzelige Abfahrt. Ich ließ es laufen und kam erneut mit deutlichem Vorsprung in der ersten Zieldurchfahrt an. Die beiden weiteren Runden konnte ich meine Verfolger auf Distanz halten, denn in den Downhillpassagen wuchs der Vorsprung immer an.

In der letzten Runde brannte aber auch bei mir der Helm, denn 30°C und Rampen bei 18% sind echt hart. Bergab konnte ich entweder den Lenker umklammern oder Bremsen. Ich entschied mich fürs Klammern, denn den Rest übernahmen die Rockshox-Dämpfer. So siegte ich etwas unerwartet mit deutlichem Vorsprung vor Peter (Firebike Drössinger)  und Thommy Galle (Stevens). Guter Ausklang einer guten Saison, denn Schierke im Sonnenschein ist Hammerharz.

Nun geht es evtl. noch zu einem Straßenrennen, bevor Ruhe in meinem Leben eintritt. Hoch die Hände, Saison-Ende!

Familie, Freunde, Kultur, Wein und die Cyclassics

Nach der Transalp war die Luft etwas raus und ich trat mal kürzer. Musste feststellen, dass das auch wunderbar funktioniert. Habe mir dabei schon mal den Crosser geschnappt, damit man sich auf neue Ziele konzentrieren kann. Ferner ist das norddeutsche Wetter auch schon eher herbstlich.

Bevor es aber wieder auf die schmaleren Geländereifen geht, stand noch ein schöner Marathon im Süden auf dem Programm. Wir hatten Asyl bei meiner Cousine in Darmstadt bekommen, so dass wir dort einen netten Zwischenstopp einlegten und ich die Trails der Burg Frankenstein für mich entdeckte.

Von dort fuhren wir dann weiter nach Neustadt an der Weinstraße. Alle hatten von den tollen Singletrails geschwärmt, so dass ich das mit meinem BERGAMONT Fastlane ausprobieren musste. Zuvor trafen wir uns aber noch mit Freunden in Karlsruhe um mal die heimische Küche zu testen. Ja, Essen kann man da gut!

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Natürlich standen beim Rennen , dem Sigma-Marathon Neustadt, für mich zwei Runden a 45km an. Wenn man schon da runter fährt, dann bitte jeden Trail zwei mal. Es war die richtige Entscheidung, denn die Runde war echt galaktisch. Selten ein Rennen gefahren, wo es einen so großen Trailanteil gibt. Technisch war es auch nicht ohne, so dass das Fully schon die richtige Wahl war. Kurzzeitig gelang mir der Sprung in die Spitzengruppe zu Karl Platt, bevor ich mich wieder auf der Verfolgung befand.

In der zweiten Runde wurde es dann echt hart. Ich kämpfte mit Krämpfen und musste Platz 5 und 6 schweren Herzens ziehen lassen. Den siebten Rang konnte ich aber behaupten und bog völlig ausgepumpt ins Ziel. Eine wirkliche tolle Runde mit einer sehr guten Organisation. Da muss man einfach gewesen sein.

An diesem Wochenende war Hamburg wieder unter Kontrolle der Rennradfahrer. Bei den Euro Eyes Cyclassics wurden wieder an die 20.000 Radsportbegeisterte in die schönste Stadt Deutschland gelockt. Für mich standen die 155km an, während sich die BERGAMONT Deerns und mein Vater die 60km ausgesucht hatten. Bei besten Bedingungen standen wir alle gespannt in den Blocken.

Auf der langen Schleife ging es sportlich, aber ohne Hektik und Stürze los Richtung Köhlbrandtbrücke, Harburg, Buchholz, Jesteburg, Harburg und zurück in die Innenstadt. Ich konnte mich gut im vorderen Feld aufhalten, da manche Windkanten kurzzeitig Gruppen entstehen ließen, welche das Feld sporadisch teilten. Nach der Innenstadtdurchfahrt gab mir Petra noch eine Trinkflasche um die letzten 60km mit einigen Hügel zu überleben.

Beim letzten Anstieg versuchte ich dann mein Glück. Mit dem späteren Sieger  zerflückten wir die Gruppe und es entstand ein kleines Loch. Leider war man sich danach mit den aufgeschlossenen Fahrern nicht einig, so dass wir wieder in einer geschlossenen Gruppe auf die Zieleinfahrt zurollten. Hier verhakten sich zwei Jungs und ich musste etwas abbremsen, so dass der Sprint eher eine schnelle Alleinfahrt wurde. Am Ende war es Platz 7 in der Altersklasse und 22 Gesamt. Was mich aber noch mehr freute war der Gewinn der Kösterbergwertung. Ist halt typisch BERGAMONT, dass der Hanseat die Bergwertung gewinnt.

Die Bike-TRANSALP 2016

Lange hatte ich mich gesträubt, doch Max Friedrich hat mich doch dazu bekommen mit ihm und dem Support von toMotion das Thema Alpenüberquerung in Renntempo anzugehen. Nun standen 7 Etappen mit 519km und 17.736Hm an. Die Orte zum Erholen waren Imst- Nauders- Scoul- Livgnio- Bormio- Mezzana- Trento- Arco, welche wir über sehr, sehr geile Strecken und teilweise fürchterlich lange Anstiege anfuhren, während der Betreuerstab über kurvige und enge Passtrassen musste. Mein Ziel war klar, denn ich bin Rennfahrer: Einmal Podium wurde angepeilt, denn mit Max hatte ich einen guten Partner.

Nach einer sehr seriösen Planung von Andrea, Uli und Max Eltern bzgl. Betreuung, nahmen wir voller Freude das Rennen auf. Am ersten Tag wusste man nicht wirklich wo man steht, weshalb vorne fahren immer eine gute Wahl ist. Dies gelang uns perfekt, denn zum Ende der Etappe überrollten wir alles und fuhren als zweites Master-Team ins Ziel. Mensch war das toll, schon am ersten Tag das Soll erfüllt. Da geht doch mehr war unsere Meinung um am zweiten Tag vom führenden Weltmeister-Team und zwei Bergflöhen aus Costa Rica geerdet zu werden. Platz 3 in der Tageswertung mit ordentlichem Rückstand.

Na gut, dann muss uns halt der dritte Tag nach vorne spülen. Dieser Tag wurde dann aber doch unser härtester Tag, da Max nicht richtig in Schwung kam. Ich kam zwar in Schwung, aber nur, weil ich es 5min. vorm Start noch schaffte mein Ersatzrad aus dem Auto zu zerren. Mit einem gebrochenen Bremshebel ist halt nicht gut Höhenmeter auf Bergpässen zu vernichten. So schrieben wir den Tag als Tagesvierter ab und genossen das ruhige Abendessen ohne Siegerehrung. Für die nachfolgenden Tage habe ich mal ein paar Tagesberichte eingefügt:
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20.07.16: Diesmal war unser Start in Livigno etwas entspannter, da jede Schraube nochmals vom Fachmann begutachtet wurde und somit ohne Hektik losgefahren werden konnte. Die 6km neutralisierte Phase kam uns auch zu Gute, so dass Max und ich vor der ersten Frau in der Berg fuhren. Ego gut, Beine gut! Wir kurbelten erneut unseren Stiefel den ersten Pass hoch. In der Ebene übernahm ich wieder die Führung und führte uns in eine schöne 6er Gruppe. In der folgenden Abfahrt griff unsere neue Taktik. Max mit Vollgas runter, während ich das Feld nach hinten absichere. So bleibt er in der Gruppe bis weit in den nächsten Anstieg und ich kann im Anstieg mein Tempo fahren. Am Schlussanstieg, irgendwie 1300Hm am Stück, fuhr ich erneut einen Vorsprung heraus um Max nicht aufzuhalten. Der Plan ging voll auf, trotz Platten bei Max, da unsere Betreuerin genau dort einen LRS bereit hielt. Im Ziel-Downhill griff ich dann noch ein Team an, um möglichst viel Vorsprung ins Ziel zu bringen. Es wurde der dritte Gesamtrang bei den Master und zusätzlich ein ordentliches Zeitpolster auf unsere Verfolger. Es war ein toller Ritt auf einer schönen Strecke nach Bormio.

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22.07.16: Tag des Handwerks in Italien! Eigentlich begann der Tag schön, denn die Dichtmilch wirkt auch bei 245er Breitreifen am Benz. Voller Zuversicht ging es in die 12km neutralisierte Phase. Da Karl Platt pullern musste, stoppte der ganze Tross. Ich verlor hierbei Max aus den Augen und knallte mit den ersten Masterfahrern in den Berg. Zu spät bemerkte ich, dass Max nicht mehr vor mir war! Zeitgleich wurde ich auch von anderen Fahrern informiert, dass Max mit nachpumpen beschäftigt ist. Kurze Zeit später nahmen wir die Fahrt aber wieder auf. Bis zu ersten Betreuung sammelten wir etliche Leute wieder ein. Uli gab uns dann nach 18km ein frisches Laufrad und die sportliche Fahrt ging weiter. Kurz vor der Passhöhe hatten wir das dritte Masterteam bereits eingeholt und ich hoffte nun auf etwas Entspannung! Leider ging die Hoffnung schnell flöten, denn Max war nicht mehr im Windschatten. Also umgedreht und Max beim Geradebiegen eines Kettenblattzahnes  geholfen. Danach lief es dann rund. Max tauschte zwar noch zweimal ein Laufrad, aber das brachte mich nicht mehr aus der Ruhe. Sobald er im Windschatten war ging die Tachonadel nie unter 30km/h, egal ob Gegenwind oder Gegenanstieg. Wer im Rennen basteln möchte, der muss die Zeit woanders rausholen. Die Zielgerade nahmen wir dann mit 45km/h, da sie nur leicht ansteigend war, um unseren Zeitverlust in Grenzen zu halten. Haben wohl nur 3 min auf unsere Rivalen von Rockymountain verloren. Puh! Ach ja, nun darf Max nochmals in Ruhe basteln.
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23.07.16: Letzter Tag der Transalp ist immer was Besonderes. Der Weg von Trento nach Arco war kurz, 52km, steil, da 1500Hm am Stück und nass. Diesmal vom Regen und nicht vom Schweiß! Wir kamen gut in Tritt und schlossen sogar auf das führende Mixteam auf. Natürlich überholte ich sofort, denn die Führung in meinem Leben kann ja nicht komplett von Frauen übernommen werden. Max sah das anders, denn er ließ sogar noch eine Frau vor. Als dann die richtig alten Männern noch vorbeizogen, musste ich bei Max Hand anlegen um unseren Vorsprung abzusichern. Der Plan ging auf, denn wir erreichten den Pass vor den Verfolgern. Die Abfahrt nahmen wir sehr vorsichtig, da rutschig und der Tag des Handwerks ja gestern war. Allmählich wurde uns bewusst, dass es jetzt doch der dritte Gesamtrang in der Masterklasse bei der Transalp sein wird. Nach Kilometer 52 war es dann Gewissheit, Max und ich stehen auf dem Podium. Ist schon ziemlich toll bei solchen internationalen Rennen das Podest zu besteigen.

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Mein persönlicher Dank geht erstmal an Petra, die ihren Urlaub für diesen Spass geopfert hat. Bergamont, Hayes, Maxxis, Sun Ringle, Magura, Abus  und Sram haben perfektes Material, da hier nicht ein Ausfall zu geklagten war. Mit Andrea, Uli und Max-Eltern hatten wir die besten Betreuer! Ohne deren Support hätten wir nicht mal unsere Nummern, geschweige den Rest auf die Kette bekommen! Mit toMotion läuft so eine sportliche Alpenüberquerung quasi von allein. Danke Andrea!

Nun trinke ich auf jeden Höhenmeter ein Bierchen!

Das war unsere erfolgreiche Transalp. Ich trinke immer noch auf die Höhenmeter und freue mich auf etwas Rennabstand. Wenn ich am Sonntag nicht arbeiten muss, dann geht es zur Helmut Niemeier-RTF. Es gibt schönere Anlässe als eine Gedenkfahrt, aber das bin ich und viele andere Helmut einfach schuldig.

Hier die neusten Bilder: always Vollgas