EuroEyes Cyclassics

Man mag es gar nicht glauben, aber seit 1996 gibt es dieses Jedermannrennen schon und es hat sich sehr verändert. Ist natürlich auch klar, dass die Anforderungen für ein Pro-Tour-Rennen die gesamt Veranstaltung aufwerten. Dennoch waren in diesem Jahr auf der neuen 100km-Schleife Streckenabschnitte drin, die nicht einsehbar waren und somit zu Stürzen führten. Hier muss der Veranstalter ran, denn halbhohe Warnbarken sind im Feld einfach „unsichtbar“.

Nun ist aber genug gemeckert, denn eigentlich war der neue Abschnitt gut zu fahren. Ich durfte aus Startblock B auf die Jagd gehen, was zunächst auch gut klappte. Viel Platz und reichlich Geraden zum Überholen. Der Riesencrash zerlegte aber die Gruppen, so dass genau 83 Leute weit weg waren und wir trotz anstrengender Führungsarbeit die Lücke nicht zubekamen. Geht halt schlecht zu 6 den 42er Schnitt auf 44 anzuheben.

Was mich allerdings wunderte, dass das wellige Terrain im Osten von Hamburg überhaupt nicht spürbar war, denn die großen Gruppen rollten da Problemlos rüber. Mit dem Rüberrollen war dann aber auf der letzten 60km-Schleife Schluß. Erst quälten wir uns alleine gegen den Wind und dann kamen die Hügel in Blankenese. Hier begann dann mein Radrennen. Schon die erst Erhebung nutzen wir zu viert um uns vom Rest abzusetzen. Danach folgte ein schönes Rein und Raus in der Führung und man fühlte sich wie Pascal (vor seinem Sturz natürlich).

Wir hatten dann am Ende Luft zu unseren Verfolgern und genossen die Einfahrt in die Mönckebergstrasse. Ist immer noch schön dort ein Rennen zu beenden. Mir hat es wirklich Spaß gemacht, auch wenn nur Platz 85 erreicht wurde. Es wurde in unserer Gruppe gut gefahren und es gab keine brenzlige Situation.

Weil ich beim Rennen keine Selfies mache, greife ich auf Fotos von Pam zurück, welche mit der Bergamont Crew auch am Start war. Ihr erkennt auf den Nachherbilder die Anstrengung, aber auch die Genugtuung. Ich denke, Bergamont wird auch im nächsten Jahr für viel Farbe im Fahrerfeld sorgen.

19 Runden im Buchholzer Stadtwald

Mit 6 Runden auf dem geänderten Kurs war ich schon reichlich bedient, weshalb es hier wohl eher um die 19. Auflage dieser tollen Veranstaltung in Buchholz geht. Beste Bedingungen hatten die RSG Nordheide um ihr MTB Rennen inkl. Bezirksmeister-schaften auszurichten. Mit Niels Willers an der Schaufel wurden die Sprünge höher, weiter und auch manchmal umfahrbar gestaltet. Die jungen Rennfahrer von Lorraine´s Sporttruppe hatten hinter jedem Busch einen neuen Weg gefunden, so dass der Kurs nochmals anspruchsvoller geworden ist, im Vergleich zu den Jahren zuvor.

Manch Fahrer saß etwas verzweifelt auf seinem MTB, denn mit Renntempo waren einige Sprünge nicht ohne, bzw. musste nach dem Drop schnell nach rechts oder links abgebogen werden, was im losen Sand teilweise nicht einfach war.

Auch wenn man mir nachsagte, ich sei alle 18 Rennen vorher schon dort gestartet, dem muss ich leider sagen, dass ich mindestens einmal entschuldigt gefehlt habe. Bislang habe ich dieses Rennen aber in bester Erinnerung, denn es ist für mich wahrer MTB-Sport. Generell ist alles fahrbar und die Anstiege sind schön mit Kraft hochzudrücken. Es gibt kaum Erholung und man kann den Verfolgern auch schnell außer Sichtweite fahren.

Obwohl dies an diesem Renntag nicht so klappte. Zunächst fuhren zwei Fahrer aus Montenegro an die Spitze, bevor sich das Feld sortierte. Es waren dann Max Lindenau, Luk Boving (Stevens), Johannes Albers (RSG Nordheide) und ich, welche das Feld anführten. Als Max mich dann in Runde 2 vorbeiwinkte, hatte ich zunächst an eine Stevens-Finte gedacht, was aber nicht der Fall war. So folgten 3 Runden Rad an Rad mit Luk und Johannes, wobei immer mal wieder kleine Abstände auftraten. Es sah zwischenzeitlich sogar so aus, dass Johannes dem Tempodiktat des 19-jährigen Luk nicht folgen konnte, was sich er aber Ende der 5 Runde ins Gegenteil kehrte.

Als das Tempo nochmals erhöht wurde, war ich geschlagen, denn dies war ich nach meiner Rennpause nicht mehr gewohnt. So sicherte ich meinen Platz 3 nach hinten ab und freut mich dennoch über den guten Wiedereinstieg. Mein Glückwunsch geht an Johannes und Luk, welche beide ein tolles Rennen fuhren. Ich hatte so den Eindruck, die wollten mich unbedingt besiegen, was natürlich voll o.k. ist, wenn ich im nächsten Jahr meinen Sieg zurückerobern darf.

Kommende Woche geht es dann auf einer neuen Cyclassics-Schleife über 160km durch Hamburg und das wundervolle Umland.

Es ist viel passiert

Lange und ausführliche Rennberichte sind ab jetzt Geschichte, denn in der heutigen Zeit ist alles schnell und kurz, außer meine Rennen. Twittern tue ich zwar noch nicht,  dennoch versuche ich die Ereignisse etwas zu bündeln. Es werden aber weiterhin die schönsten Ereignisse rund um die Rennen nicht zu kurz kommen.

Kyffhäuser Marathon Ich mache keinen Hehl draus, aber dieser Marathon ist mein wahrer Saisoneinstieg. Hop oder Top nach einer 10km Straßenanfahrt heißt es dann am ersten Anstieg. Hop war es in diesem Jahr und die Führungsgruppe mit dem späteren Sieger Peter Hermann war weg. Ich hatte noch Glück in der Verfolgergruppe, denn manche Ketten blieben bei den Konkurrenten nicht auf dem Ritzel. So „genoß“ ich bei schönem Wetter eine Ausfahrt am Limit im Windschatten. Man war das schnell, oder war ich noch nicht richtig in Schuß? Diese Fragen hat jeder Fahrer nach dem Rennen am Kyffhäuser. Super Veranstaltung mit bestem Wetter und für nächstes Jahr steht der Termin schon im Kalender. Ach ja, insgesamt wurde es Platz 10 und 2. Master hinter Klaus Reinisch.

Marathon Bad Harzburg Dieses Rennen kennt alle Witterungsbedingungen, wobei mir Sonnenschein und Wärme bislang am besten gefielen. Hier gibt es kein Einrollen und keine Gnade, denn der erste Berg zerlegt alles. Zwar konnte ich an Position 3 in die ersten Flachpassage gehen, die Lücke zu Marvin von den Rapiros konnte aber nicht geschlossen werden. So gurkte ich schon in der ersten Runde alleine, um gegen Ende auch eingeholt zu werden.

Nun ging es mit dem einheimischen Manuel und noch einem Fahrer um Platz 2, da der eigentliche Zweite irgendwo am Streckenrand stand und auf seinen Bruder wartete…war wohl die Hitze. Wir fuhren gut zusammen, wobei ich eher am Berg vorne war und die Jungs auf der Ebene und im Downhill. Dementsprechend suchte ich auch in der letzten Runde am Berg die Flucht. Es war dann echt hart den Vorsprung zu halten, aber es reichte für den zweiten Platz hinter Marvin und vor Manuel. Das hat mir mal wieder Spaß gemacht im wunderschönen Harz.

Sundern Mega Sport Mit 100km stand nun das erste lange Ding an. Entsprechend vorsichtig war ich an meine eigenen Erwartungen. Die Startphase mit Einrollen, Abbiegen und ersten Berg erklimmen gelang gut und ich war kurz in der Spitzengruppe. Dann ging es aber schlagartig rückwärts. Schwupps war ich in der dritten Verfolgergruppe, welche ich aber zumindest halten konnte. So wartete ich auf die Streckenteilung um zu schauen, wer denn noch so auf die lange Runde abbiegt. Aus meiner Gruppe war es keiner, so dass ich an Position 6 die letzten 45km bestreiten sollte.

Allmählich kam ich in Fahrt und ich hoffte irgendwann nochmals Klaus Reinisch vor mir zu Gesicht zu bekommen. Ich zog echt am Horn und dachte, so schnell wie Du ist hier jetzt keiner. Und dann war kurz vor Schluß doch Max Feger (Rapiro) am Hinterrad. So ein Dreck, wo kommt der Lümmel denn her? Sein erster Satz war, wir müssen klug fahren, da kommen noch drei!

Klug fahren, so ein Witzbold, nur noch trampeln hieß es da für mich. Also alle Hebel nach rechts und Kopf runter. Mit diesem Zug ging es dann ohne Verfolger in den Zielbereich. Ich war schon auf sein Überholmanöver gefasst, welches aber ausblieb. Danke für diese faire Geste, welche nur beim MOUNTAINBIKEN existiert.

Borbet Bike Biathlon In diesem Jahr hatte ich erneut die Ehre beim Einladungs-biathlon im Rahmen des Mega-Sport-Events teilnehmen zu dürfen. Jeweils ein MTB´ler und ein Biathlet wurden in Zweierteams an den Start gestellt. Es waren Prominente wie Maren Hammerschmidt oder Fabian Wegmann am Start, welche natürlich nicht so harmonierten, wie ich mit Janik Bartram aus CLZ. Zwei Harzer – ein Team.

Das Halbfinale begann ich mit einem Fehlstart, da ich aus beiden Pedalen rutschte. Dieser Rückstand war nach der Hälfte der MTB-Runde bereinigt und es ging zum Liegend-Schießen. Hier hatte ich Glück und schoß nur eine Fahrkarte. Mit Vorsprung ging es in Runde zwei. Im Stehend-Schießend gewann ich dann 3 Strafrunden, dennoch gab ich reichlich Vorsprung an Janik mit. Ohne große Hektik sicherte er uns den Finaleinzug.

Im Finale war dann Janik der Mann der Stunde, während ich liegend und stehend zu viele Fehler hatte, verkürzte er durch seine super Schießleistung den Abstand zu den Verfolgern und nach dem Stehend-Schießen ging es sogar an Position 2 in die letzte Runde. Hier musste er auf dem Rad leiden um den Vorsprung zu retten. Glücklich und erschöpft nahmen wir den 2. Platz entgegen. Immerhin haben wir einen 3-maligen Deutschen Meister und eine Olympia Medaillen Gewinnerin abgehängt. Es war wieder mal eine tolle Veranstaltung, welche uns Allen eine riesen Spaß bereitet hat.

Marathon

 

Der Ritt durch Helmuts Hölle

Leider ist man irgendwie viel zu selten im Wendland, denn schon bei der Anreise mit meinem neuen Gegner Andre Z. zeigte sich die Landschaft von seiner sehr natürlichen Seite. Bei so viel Natur und wenig Action auf der Strasse, fällt es auch nicht auf, wenn man mit 100km/h durch Ortschaften fährt. Man erkennt aber ehrlich gesagt nicht, dass es Ortschaften sind, denn es stehen dort kaum Häuser. Der Blitzer beendete aber die rasante Fahrt und das Gepäck war platzsparend hinter der Rückbank gestapelt.

Mit dieser leichten Vorspannung erreichten wir den Veranstaltungsort in Meudelfitz. Joachim, der Chef-Organisator, empfing uns freudig in seiner orangefarbenen Waldschratjacke und informierte uns über die Streckenneuerungen. Leider hörten wir wieder nicht richtig zu und schauten uns nur den bekannten, aber gekürzten Streckenanteil mit dem steilen Berg an. Dies rächte sich im Rennen, denn wir alle staunten nicht schlecht, als nochmals eine „Wand“ im Wald zu bewältigen war.

Mit dem limitierten, aber exquisiten Starterfeld von 80 Sportlern ging es dann zum MTB-Rennen mit Wurfeinlage pünktlich um 12 Uhr bei bestem Wetter los. Schnell bildete sich eine 6-köpfige Spitzengruppe, die mit André und Inge das Tempo ziemlich hoch hielt. Nach Runde eins folgte dann die Wurfeinlage mit Tischtennisball in einen Korb. Dies gelang bei allen problemlos und das Rennen ging so richtig los. 5 Runden a 8km standen für die Männer an.

In der folgenden Runde schaute ich dann mal, wie es um meine Schnelligkeit bestellt ist. Eine kurze Tempoverschärfung brachte eine Lücke zwischen die Jungs und mich. Ich nahm das Tempo aber wieder raus, denn 3 Runde alleine waren mir zu viel. Am nächsten Anstieg waren wir aber dann plötzlich doch nur zu dritt. Thomas Zühlke und Leonard Balz hielten das Tempo hoch, so dass die Gruppe halbiert war.

In den kommenden Runden fand nun ein hartes Ausscheidungsfahren statt. Das Tempo blieb konstant sportlich und man wechselte sich jede halbe Runde mit der Führung ab. Thomas war der Erste, der dem Tempodiktat nicht mehr folgen konnte. Nun lag es an mir die Niederlage gegen einen „Bremer“ abzuwehren. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich da in Runde vier meine Zweifel hatte, dass dies gelingen würde. Leonard fuhr auf einem Crossrad mit Cantilever Bremsen und Stargabel. Ich hatte alles am Start, was auch Nino Schurter zum Worldcup an die Linie rollen würde. Dementsprechend war ich echt beeindruckt, was Leonard da auf dem Rad zeigte. In den letzten Anstiegen war es aber dann auch für ihn zu schnell und ich konnte mich absetzen.

Erster Wettkampf und erster Sieg ist immer was Schönes. Der Tag wurde aber abgerundet durch die gute Orga, das perfekte Wetter und den Weltklasse-Streuselkuchen aus dem Wendland. Die geänderte Strecke war noch anspruchsvoller und für das kommenden Jahr steht mein Start bei Helmuts Höllenritt eigentlich schon fest.

Kommende Woche geht es dann im Kyffhäuser in Bad Frankenhausen auf der 60km Runde zur Sache. Da wird sich zeigen, wie gut man durch den Winter gekommen ist.

Petras Fotos auf Facebook

CTF durch die Harburger Berge

Nach 5 Monaten ohne MTB freute ich mich wirklich auf die ersten Meter mit meinem Bergamont Fastlane. Die Entscheidung ein Full-Suspension Bike zu nehmen war gold richtig, denn es wurde hart. Vor dem Start habe ich noch die Ansage des Verantwortlichen der RG Uni Hamburg belächelt, aber nach den ersten Metern im Gelände wusste ich, was er meinte.

Wir sollten aufpassen, da es glatt sei. Dies war eventuell sogar etwas untertrieben, denn es war glatt, rutschig und alle Spurrillen waren wie Eisenbahnschienen. Dement-sprechend ließen wir es ruhiger angehen und wählten auch mal die Linie abseits der Eisplatten. Wir nahmen natürlich die 100km Runde in Angriff, was ohne wirkliche Grundlage ein schweres Unterfangen war. Es lief aber in unserer 5-er Gruppe.

Die erste Schleife hatte die meisten Höhenmeter, welche wir noch ausgeruht runterspulen konnten. Die Sonne schien, der Himmel war blau und auf den Single Trails ohne Schnee und Eis lief es richtig geil. Auf den Wegen, wo vorher die Baumfäller oder die Mädels auf den Pferden waren, lief es vollgefedert wirklich entspannt. Irgendwie taten mir die Leute auf den Crossrädern Leid, denn ich weiß, wie anfällig die schmalen Reifen bei Spurrillen sind.

Nach der ersten Verpflegung ging es dann nach Buchholz und zu den Este-Trails. Herrliche Strecke und sehr wenig Wanderer, so dass man es richtig laufen lassen konnten. Wir nahmen noch ein Brötchen und einen Kaffee bei der zweiten Station und machten uns auf den Rückweg. Hier erwischte ich dann einen Stock, der mein Schaltungsröllchen halbierte. Von nun ging es etwas vorsichtiger weiter, denn auch die Kälte und die mittlerweile 4 Std auf dem Tacho sorgten bei mir für einen „kleinen Hänger“. Die Jungs zogen mich aber noch bis zur letzten Station, wo ein Schokoriegel wunder wirkte.

Am Ende schwächelten wir dann doch, da die Wege nun aufgetaut waren und es uns zu dreckig wurde. Es waren aber auch nur 5km, welche wir schwänzten, hängten aber noch ein paar Meter dran, um zur SB-Wäsche zu fahren. Hier fanden wir das Spiegelbild unserer Gesellschaft wieder, das Sonntags Auto wäscht. Selten so gelacht.

Das GroCro Finale in Buchholz

Was die Politik kann, kann unsere Mutti Lolo von der RSG Nordheide schon lange – ein Großes Cross Finale! Im Rahmen des Stevens-Cups fand erneut im Buchholzer Stadtwald das sportliche und in der Schützenhalle das ehrenvolle Finale einer schönen Crosssaison statt. Allerdings hatten wir bei 85% der Veranstaltungen beschissenes Wetter, so die offizielle Stimme des Wettfahrausschusses. Nicht aber im Buchholz.

Während die jungen und ganz alten Sportler am Morgen noch mit Glätte und kalten Händen zu kämpfen hatten, war zur Mittagszeit die Sonne am scheinen. Dies veränderte allerdings die Strecke zunehmend und es wurden einige Passagen sehr matschig. Diesmal aber in einer sehr dicken Konsistenz, welche nicht so materialmordend war. Die Strecke hatte erneut leichte Modifikationen erhalten, so dass die Runde dann doch anstrengend wurde, da es Laufpassagen und einige Anstiege gab.

Ich durfte auch noch mal bei der Elite starten, was mich immer besonders freut, denn irgendwie wollen mich immer alle abhängen. Der Start gelang mir wieder gut und ich ging hinter dem Lindenau-Express (Max und Paul, HRV / Stevens) in Deckung. Nach einer Runde war es vorbei und ich blieb alleine zurück. Nun kam der Rest, der nur auch meine Schwächen gelauert hatte. Mit Tim Rieckmann (Elektroland 24) ging es nun bis zum Finale Rad an Rad und Ideallinie zu nicht Idealline um Platz 3.

Während ich der Hübschere am Berg war (so deutete ich die Fangesänge an der Sandpassage), war Tim eindeutig der Stärkere, so dass er mich zu einem Fahrfehler zwang und ich über den Lenker ging. Somit war erneut die Holzmedaillie für mich reserviert und ich genoß die verbleibenden Runden auf einem sehr schönen Kurs.

Beim anschließenden Festakt wurde neben Kuchen, Kaffee, Chili, Brötchen, Bier und Cola, auch die ersehnte Gesamtsiegerehrung vorgenommen. Bevor es soweit war, holte Lolo nochmals alle Podiumsfahrer der Weltmeister,- Europa- und Deutschen Meisterschaften zu sich nach vorne. Es war schon beeindruckend, wie viele Sportler aus dem großen Hamburger Umfeld in dieser Saison was gerissen haben. Respekt und macht weiter so.

Für mich geht es jetzt in die Sofalage bis zum Trainingslager auf Mallorca. Wake me up when September ends!

Meister kommen und gehen, Dano bleibt Vizemeister!

Die letzten Wochen waren etwas aufregender als sonst, nicht weil Weihnachten und so anstanden, sondern weil die Vorbereitungen zur Deutschen Meisterschaft im Cross etwas eingeschränkt wurden. Dennoch ging es an diesem Wochenende nach Bensheim zusammen mit Ben Zwiehoff um BERGAMONT mal wieder richtig in Szene zu setzen.

Als Vorbereitung stand Rennen in Erfurt und in Bad Harzburg an, welche jeweils gewonnen wurden. Leider wurden meine Beschwerden nicht besser, so dass eine kleine Pause bis zum Weihnachtscross in Harburg eingelegt werden musste. Ich erkämpfte aber unter Schmerzen noch Rang 5. Das Deutschlandcup Rennen in Vechta besorgte mir dann den Rest. Mehr als Platz 4 war nicht drin und der Arzt verordnete Ruhe ohne Radfahren.

Die DM war aber immer mein Ziel, so dass ich nach ordentlich Ruhe auch eine Freigabe vom Arzt erhielt. Die ersten Runden auf der neuen Strecke in Bensheim stärkten auch meinen Entschluss zu starten, denn die Knieschmerzen waren erträglich und wurden nicht mehr. Der noch feuchte Kurs war ein Mix aus schweren Passagen mit Anstiegen und schnellen Geraden. Man kam eigentlich nie zu Ruhe und es sollte eher ein eher taktisches Rennen werden.

DSC02239.JPG DSC02227.JPG

Der Start am Sonntag Morgen verlief für mich perfekt. An Position 2 ging es hinter Carsten Volkmann ins Gelände. Wir führten die erste Runde mit einem leichten Vorsprung zum Rest des Feldes, welches durch einen Sturz etwas durchwürfelt war. Auf der Gegenwindgeraden schlossen die Verfolgen auf und es begann das taktische Spiel. Mal zu dritt mit Carsten und Sven Kuschla, dann wieder zu Fünft. Jede Tempoverschärfung führte dazu, dass der eine oder andere abreißen lassen musste. Leider erwischte es mich auch.

DSC02480.JPG DSC02304.JPG

Zwei Runden hing ich wie am Gummiband hinter Sven und Carsten. Ich hätte gerne auf diese Spannung verzichtet, die Zuschauer fanden es aber gut. So schallte es aus allen Ecken: Daaaaannnnnnoooo! Also wurde zum Finale nochmals alles auf die Pedale geworfen. Während Sven leider schon etwas enteilt war, konnte ich in der Laufpassage noch Carsten passieren und mit der letzten DSC02690.JPG DSC02681.JPGKraft die entscheidenden Meter zwischen uns bringen. So bog ich diesmal doch sehr glücklich als Vizemeister auf die Zielgerade ein. Glückwunsch an Sven und Respekt an Carsten. Das war ein feines Rennen. Zum Lohn gab es die Silber-Medallie und zusätzlich wurde ich Zweiter in der Gesamtwertung des Deutschlandcups.

Im Eliterennen war nun unser Ben dran. Abends hatte wir noch Reifen in der FeWo geklebt um ihn gut gerüstet in die leider letzte Startreihe zu stellen. Gestärkt durch viel Training auf Malle, begann nun die Ben-Show. Während vorne der alte und neue Meister Marcel Meisen und Sascha Weber ein Rennen auf Worldcup-Niveau fuhren, zeigte Ben der verbleibenden Deutschen Crosselite, was ein MTB-ler so kann. Runde für Runde ging es nach vorne, bis er in der ersten Verfolgergruppe lag. UNGLAUBLICH. Hier wurde es aber auch taktisch und die drei Mitstreiter übernahmen nicht die Führung, so dass Ben die Arbeit machen musste. Am Ende hatte dann nur Manuel Müller die schnellsten und erholtesten Beine und errang Platz 3. Glückwunsch an alle, besonders an Ben für die tolle Vorstellung.

Mein persönlicher Dank geht an meinen Ex-Konkurrenten Henning Jaecks und sein Team für diese tolle Veranstaltung, welche Sie aus den Boden gestampft haben. Premiere feierte wohl auch der Livestream bei einer Deutschen Meisterschaft.

Hier die neusten Bilder: always Vollgas

Keine Zeit für Besinnlichkeit, oder?

Die Adventszeit ist ja die Zeit im Jahr, wo alles etwas ruhiger und besinnlicher wird. Dies ist für Crossfahrer, welche jetzt ja mitten in der Saison stecken gar nicht so leicht. Zum Einen wird es früh dunkel und man muss hektisch jeden Lichtstrahl ausnutzen, zum Anderen ist die besinnliche Schokoladenzeit pure Folter. Hilft aber alles nichts, diese 4 Wochen überlebt man auch.

Am Anfang des Monats stand mit der Weltmeisterschaft der Masters im belgischen Mol der erste Saisonhöhepunkt an. Pünktlich am Mittwoch war die Erkältung da und das Drama begann. Ich lebte die darauffolgenden Tage zwischen Honig im Tee, Minzöl im Inhalationsbad und Erkältungsbädern. Wir reisten trotz dieser Umstände an, da ich zumindest kein Fieber hatte.

Der Rundkurs am Zilvermeer ist schön und schön sandig. Da ich in diesem Herbst mal unsere Dünen, ja solche haben wir in Hamburg, zum Training genutzt hatte, gefiel mir die Spielerei im Sand ganz gut. So trainierte ich die Tage immer ein wenig um danach in unserem B&B-Hotel mit vier durchgeknallten Amerikanern und einer Engländerin, welche sich selbst als „over excited“ beschrieb, ausgiebig über das Crossfahren zu schwärmen.

Mit einem Start aus Reihe 2 ging es dann ins Rennen. Direkt hinter dem amtierenden Europameister endete die lange Startgerade, welche wir ohne Sturz absolvierten. Dies ist bei 80 Startern nicht immer möglich. An Position 4 ging es dann das erste Mal in den Sand. Ich konnte das Tempo gut mitgehen und kam am Ende der Sandpassagen als Erster raus. Mit der Erfahrung aus dem letzten Jahr, verwarf ich eine Flucht, was auch gut war.

Ich konnte mich zwei Runden lang unter den Top Fünf halten, bevor meine Luft alle war und ich kein Druck mehr hatte. Ich verlor danach in zwei Runden ungefähr 10 Plätze, wobei dies nicht in den Sandpassagen passierte. Gegen Rennende war die Nase zwar wieder etwas freier, dennoch war kein Platz mehr zu gewinnen. So beendete ich das Rennen auf Platz 15, was überhaupt nicht meinen Vorstellungen entsprach, aber mehr ging einfach nicht.

     

Etwas frustriert wurde die Woche in Frankreich auf Dienstreise verbracht, wo Laufeinheiten an der Loire den letzten Schleim aus den Nebenhöhlen holte. Kurzentschlossen nahm ich dann mit Danny Götze den Ritt nach Erfurt auf, da dort die Biehler Cross Challenge ausgetragen wurde und wir sowieso im Harz den ersten Schnee genossen.

Bei unserem Rennen fing der Boden gerade an zu tauen, ohne das wirklich Matsch entstand. Nachdem ich beim Start aus dem Pedal geflogen war, ging es zunächst hinter Danny ins Gelände. Als er aber Luft holte, zog ich an und ihm und seinen Begleitern davon. Bei mir lief diesmal nicht die Nase und ich konnte mein Tempo das ganze Rennen gut fahren. Es waren zwar noch nicht die 100%, dennoch war ich zufrieden mit dem Sieg in der Masterklasse vor Sven Mehner und Silvio Hausschild. Für Danny blieb leider nur Platz 4, weshalb ich ihm auch das Rad putzte, damit nicht alles Scheiße war an diesem Samstag.

Die Strecke in Erfurt war schnell und kurz, weshalb wir einige Runden drehen mussten. Wenn man die lange Startgerade noch mit einem Abstecher ins Gelände verziert, dann wäre der Kurs noch ansprechender….

An diesem WoEn sollte es eigentlich nach Bad Harzburg gehen. Hier müssen die Locals mir aber erst mal berichten, ob die Strecke auch schön vom Schnee befreit ist.

So mag ich den Sport

Es standen zwei Tage Crossrennen in Kleinmachnow an und dies erforderte natürlich eine gewissenhafte Vorbereitung. Um Petra ins Depot zu locken, wurde der Weg am Freitag über das Outlet-Center in Potsdam gewählt. Während Petra glücklich bei Prada am Schaufenster stand, drehte ich eine tolle Runde durch das Naturschutzgebiet der Döberitzer Heide. Abends ging es dann zum Event-Griechen „Korfu“, der mir vier Ouzo aufschwatzte, welche hervorragend zu den Fleischmengen passten.

Bei relativ gutem Wetter ging es dann am Samstag auf meine Lieblingsrunde im D-Cup. In diesem Jahr wurde auch gleich die richtige Fahrtrichtung gewählt, so dass ich gut motiviert ins Rennen startete. Nach einer guten ersten Runde wurde es aber schwer und ich legte den Rückwärtsgang ein. Zuerst gingen Sven Kuschla und Thomas Hannöver, danach folgten Carsten Volkmann und Hendrik Vöks.

Wie immer in solchen Phasen, wird der Dano dann ärgerlich, was sich auch auf seine Geschwindigkeit auswirkt. Nun kam endlich etwas Druck auf´s Pedal und ich verlor nicht den Anschluß zu den Beiden. In der letzten Runde gab ich dann nochmals alles und konnte zumindest das Podium erkämpfen. Boah, war das ein harter Fight.

Am Sonntag sollte dann das schlechte Wetter kommen. Dies tat es auch, aber immer nur mit einem kurzen, heftigen Schauer in jedem Rennen. Der Berliner Boden hat schon so viel erlebt, dass er sich von Regen bestimmt nicht stören lässt. So waren weiterhin Sommerreifen montiert, als es erneut ins Rennen ging. Diesmal verlief der Start schlecht und ich befand mit an Position 5 bei den Masters und an Position 15 insgesamt.

Ich konnte aber von Runde zu Runde Plätze gutmachen, so dass ich bald an dritter Position lag, wobei der Führende Thomas Hannöver nicht mehr in Sichtweite war. Drei Runde vor Schluß war aber auch hier das Unmögliche möglich und ich zog am Berg an Thomas vorbei. Leider hatte ich im Schlepptau Sven Kuschla und Carsten Volkmann. Auf den Geraden verlor ich leider immer ein paar Meter, so dass wir zu viert ins Finale gingen.

Da ich wusste, wo meine Stärke lag, verschleppte ich das Tempo ein wenig, um mit vollem Dampf in die Sandpassage zu fahren. Ich schaffte ich den Sandberg fahrend, während der Rest vom Rad musste. Hier waren die 30m Luft, welche reichen sollten um als erster in Ziel zu kommen. Thomas schaffte zwar noch den Sprung an mein Hinterrad, aber im Sprint war auch bei ihm die Luft weg. Dieser Kampf war spannend und auf Augenhöhe. Freue mich auf die noch zwei verbleibenden Rennen, welche erst zum Jahreswechsel stattfinden werden.

Es geht nun zum Worldcup nach Zeven, allerdings als Zuschauer bei den richtig Guten. Tags darauf darf ich auf gleicher Strecke um die Nordmeisterschaften kämpfen.

Habt Ihr auch noch Gras am Crossrad?

Wer diese Frage mit „ja natürlich und auch das Sitzpolster ist noch sandig“ beantwortet, der war in Vaihingen und Magstadt am Start. Beide Rennen liefen im Rahmen des Deutschlandcups im verregneten Süden. Es waren wirklich spezielle Bedingungen an diesem Wochenende, aber dafür können ja die Veranstalter nichts.

Was natürlich manches entschärft hätte, wäre rechtzeitiges Rasenmähen. Was der Kleingärtner liebt, also auch ich, kommt dem Kurs erheblich entgegen. Aber in beiden Fällen ging es kreuz und quer über die Naturwiese. Mit entsprechendem Regen war es an beiden Tagen eine Quälerei sich durch den Morast zu wühlen. Wer 175er Kurbeln hatte, setzte immer auf, da die Laufräder so sehr im Dreck versanken.

In Vaihingen war meine Motivation im Kofferraum geblieben. Zwar ging ich als Erster ins Gelände um danach pro Runde mindestens zwei Plätze zu verlieren. Nach dem Tausch auf das Wechselrad mit weniger Profil kam noch ein Sturz hinzu, wobei mir der Bremshebel abbrach. Von da an wurde ich dann gallig und kam in Fahrt. Zwar holte ich Platz 2 bei den Master 2 nicht mehr ein, aber der Rückstand war erträglich. Glückwunsch an den Sieger Sven Kuschla und Carsten Volkmann.

 

Mit etwas mehr Regen ging es in Magstadt weiter. Dauerregen ist ganz toll bei einer Tagesveranstaltung. Diesmal wollte ich es aber wissen. Ich schaute mir den Kurs besser an und wärmte mich mit der Webasto-Methode auf. Der Start war zwar am endlosen Berg verhaltener, dennoch bog ich als zweiter Master ins Gelände. In der Laufpassage hatte ich den Kontakt hergestellt um dann am Ende der Startgeraden vorbei zu ziehen.

Nun wurde es mein Rennen. Pro Runde konnte ich ein paar Meter von Carsten Volkmann rausfahren und den Vorsprung vergrößern. Ohne Fahrfehler und im Duell mit den U19-Jungs ging es sportlich weiter. Der Starkregen zog dann bei einigen jungen Fahrern den Stecker, so dass ich hier noch ein paar Positionen gut machen konnte. Dreckig und zufrieden erreichte ich endlich wieder als Sieger das Ziel. Damit war mir auch das Wetter egal.

In den vergangenen Wochen hatten wir mit Andre noch ein paar andere Crossrennen absolviert. So waren wir bei Ronny´s Piraten Stevenscup in Mölln auf der Motocrossstrecke, wo Andre gewann und ich Vierter bei der Elite wurde. In Hannover fuhren wir den Ihme-Cross, wo Andre mit Defekt raus ging und ich nach einem Sturz 5. wurde. Besser lief es für uns Beide in Kiel beim Stevenscup. Andre kämpfte tapfer und wurde mit Platz 3 belohnt. Ich hingegen komme beim Stevens-Cup nicht über Platz 4 hinaus.

Nun geht es nach Berlin / Kleinmachnow am kommenden Wochenende. Hier ist traditionsbedingt der Rasenanteil gering und Walter R. wollte nochmals seinen Aufsitzmäher anwerfen….das wird bestimmt toll.

Danke an das Fotokind Britt Graepel