EuroEyes Cyclassics

Man mag es gar nicht glauben, aber seit 1996 gibt es dieses Jedermannrennen schon und es hat sich sehr verändert. Ist natürlich auch klar, dass die Anforderungen für ein Pro-Tour-Rennen die gesamt Veranstaltung aufwerten. Dennoch waren in diesem Jahr auf der neuen 100km-Schleife Streckenabschnitte drin, die nicht einsehbar waren und somit zu Stürzen führten. Hier muss der Veranstalter ran, denn halbhohe Warnbarken sind im Feld einfach „unsichtbar“.

Nun ist aber genug gemeckert, denn eigentlich war der neue Abschnitt gut zu fahren. Ich durfte aus Startblock B auf die Jagd gehen, was zunächst auch gut klappte. Viel Platz und reichlich Geraden zum Überholen. Der Riesencrash zerlegte aber die Gruppen, so dass genau 83 Leute weit weg waren und wir trotz anstrengender Führungsarbeit die Lücke nicht zubekamen. Geht halt schlecht zu 6 den 42er Schnitt auf 44 anzuheben.

Was mich allerdings wunderte, dass das wellige Terrain im Osten von Hamburg überhaupt nicht spürbar war, denn die großen Gruppen rollten da Problemlos rüber. Mit dem Rüberrollen war dann aber auf der letzten 60km-Schleife Schluß. Erst quälten wir uns alleine gegen den Wind und dann kamen die Hügel in Blankenese. Hier begann dann mein Radrennen. Schon die erst Erhebung nutzen wir zu viert um uns vom Rest abzusetzen. Danach folgte ein schönes Rein und Raus in der Führung und man fühlte sich wie Pascal (vor seinem Sturz natürlich).

Wir hatten dann am Ende Luft zu unseren Verfolgern und genossen die Einfahrt in die Mönckebergstrasse. Ist immer noch schön dort ein Rennen zu beenden. Mir hat es wirklich Spaß gemacht, auch wenn nur Platz 85 erreicht wurde. Es wurde in unserer Gruppe gut gefahren und es gab keine brenzlige Situation.

Weil ich beim Rennen keine Selfies mache, greife ich auf Fotos von Pam zurück, welche mit der Bergamont Crew auch am Start war. Ihr erkennt auf den Nachherbilder die Anstrengung, aber auch die Genugtuung. Ich denke, Bergamont wird auch im nächsten Jahr für viel Farbe im Fahrerfeld sorgen.