Es ist viel passiert

Lange und ausführliche Rennberichte sind ab jetzt Geschichte, denn in der heutigen Zeit ist alles schnell und kurz, außer meine Rennen. Twittern tue ich zwar noch nicht,  dennoch versuche ich die Ereignisse etwas zu bündeln. Es werden aber weiterhin die schönsten Ereignisse rund um die Rennen nicht zu kurz kommen.

Kyffhäuser Marathon Ich mache keinen Hehl draus, aber dieser Marathon ist mein wahrer Saisoneinstieg. Hop oder Top nach einer 10km Straßenanfahrt heißt es dann am ersten Anstieg. Hop war es in diesem Jahr und die Führungsgruppe mit dem späteren Sieger Peter Hermann war weg. Ich hatte noch Glück in der Verfolgergruppe, denn manche Ketten blieben bei den Konkurrenten nicht auf dem Ritzel. So „genoß“ ich bei schönem Wetter eine Ausfahrt am Limit im Windschatten. Man war das schnell, oder war ich noch nicht richtig in Schuß? Diese Fragen hat jeder Fahrer nach dem Rennen am Kyffhäuser. Super Veranstaltung mit bestem Wetter und für nächstes Jahr steht der Termin schon im Kalender. Ach ja, insgesamt wurde es Platz 10 und 2. Master hinter Klaus Reinisch.

Marathon Bad Harzburg Dieses Rennen kennt alle Witterungsbedingungen, wobei mir Sonnenschein und Wärme bislang am besten gefielen. Hier gibt es kein Einrollen und keine Gnade, denn der erste Berg zerlegt alles. Zwar konnte ich an Position 3 in die ersten Flachpassage gehen, die Lücke zu Marvin von den Rapiros konnte aber nicht geschlossen werden. So gurkte ich schon in der ersten Runde alleine, um gegen Ende auch eingeholt zu werden.

Nun ging es mit dem einheimischen Manuel und noch einem Fahrer um Platz 2, da der eigentliche Zweite irgendwo am Streckenrand stand und auf seinen Bruder wartete…war wohl die Hitze. Wir fuhren gut zusammen, wobei ich eher am Berg vorne war und die Jungs auf der Ebene und im Downhill. Dementsprechend suchte ich auch in der letzten Runde am Berg die Flucht. Es war dann echt hart den Vorsprung zu halten, aber es reichte für den zweiten Platz hinter Marvin und vor Manuel. Das hat mir mal wieder Spaß gemacht im wunderschönen Harz.

Sundern Mega Sport Mit 100km stand nun das erste lange Ding an. Entsprechend vorsichtig war ich an meine eigenen Erwartungen. Die Startphase mit Einrollen, Abbiegen und ersten Berg erklimmen gelang gut und ich war kurz in der Spitzengruppe. Dann ging es aber schlagartig rückwärts. Schwupps war ich in der dritten Verfolgergruppe, welche ich aber zumindest halten konnte. So wartete ich auf die Streckenteilung um zu schauen, wer denn noch so auf die lange Runde abbiegt. Aus meiner Gruppe war es keiner, so dass ich an Position 6 die letzten 45km bestreiten sollte.

Allmählich kam ich in Fahrt und ich hoffte irgendwann nochmals Klaus Reinisch vor mir zu Gesicht zu bekommen. Ich zog echt am Horn und dachte, so schnell wie Du ist hier jetzt keiner. Und dann war kurz vor Schluß doch Max Feger (Rapiro) am Hinterrad. So ein Dreck, wo kommt der Lümmel denn her? Sein erster Satz war, wir müssen klug fahren, da kommen noch drei!

Klug fahren, so ein Witzbold, nur noch trampeln hieß es da für mich. Also alle Hebel nach rechts und Kopf runter. Mit diesem Zug ging es dann ohne Verfolger in den Zielbereich. Ich war schon auf sein Überholmanöver gefasst, welches aber ausblieb. Danke für diese faire Geste, welche nur beim MOUNTAINBIKEN existiert.

Borbet Bike Biathlon In diesem Jahr hatte ich erneut die Ehre beim Einladungs-biathlon im Rahmen des Mega-Sport-Events teilnehmen zu dürfen. Jeweils ein MTB´ler und ein Biathlet wurden in Zweierteams an den Start gestellt. Es waren Prominente wie Maren Hammerschmidt oder Fabian Wegmann am Start, welche natürlich nicht so harmonierten, wie ich mit Janik Bartram aus CLZ. Zwei Harzer – ein Team.

Das Halbfinale begann ich mit einem Fehlstart, da ich aus beiden Pedalen rutschte. Dieser Rückstand war nach der Hälfte der MTB-Runde bereinigt und es ging zum Liegend-Schießen. Hier hatte ich Glück und schoß nur eine Fahrkarte. Mit Vorsprung ging es in Runde zwei. Im Stehend-Schießend gewann ich dann 3 Strafrunden, dennoch gab ich reichlich Vorsprung an Janik mit. Ohne große Hektik sicherte er uns den Finaleinzug.

Im Finale war dann Janik der Mann der Stunde, während ich liegend und stehend zu viele Fehler hatte, verkürzte er durch seine super Schießleistung den Abstand zu den Verfolgern und nach dem Stehend-Schießen ging es sogar an Position 2 in die letzte Runde. Hier musste er auf dem Rad leiden um den Vorsprung zu retten. Glücklich und erschöpft nahmen wir den 2. Platz entgegen. Immerhin haben wir einen 3-maligen Deutschen Meister und eine Olympia Medaillen Gewinnerin abgehängt. Es war wieder mal eine tolle Veranstaltung, welche uns Allen eine riesen Spaß bereitet hat.

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