Immer an der schönen Steinmauer entlang

Eigentlich hätte die Überschrift: Pleiten, Pech und Pannen besser gepasst, aber negative Stimmungen lassen wir gar nicht erst aufkommen, besonders wenn es um das jährliche Trainingslager geht! Für uns ging es wie im letzten Jahr nach Mallorca, um dort mit einigen Mountainbikern ein paar Straßenkilometer zu sammeln. Was wir so erlebt haben, folgt in den kommenden Absätzen.

Unsere Anreise war wirklich entspannt und auch das Gepäck, inkl. Fahrrad kam unversehrt an und passte auch in den Mietwagen. Wir wohnten wie im letzten Jahr in einem Appartement, wo uns allerdings eine Maus besuchte, weshalb wir abends nochmals umziehen konnten. Gott sei Dank waren wir erst mal ein Bier trinken und hatten die Koffer noch nicht ausgepackt.

Nach meiner Erkältung war der erste Dreierblock echt schwer für mich. Habe selten auf dem Rad so gelitten und Christian und Rico zogen mich artig über die Insel bei widerlichem Gegenwind an der Küste. Zumindest schien die Sonne und die Stimmung war gut. An einigen Tagen gesellte sich auch Marcus Werner zu uns, so dass wir zumindest zu viert dem Wind trotzen konnten. Unser eigentliche vierte Mann wurde am Anreisetag krank und musste zu dem deutschen Arzt, der über dem Aladin wohnt.

Im zweiten Block ging es mir schon besser und wir kurvten schon mal ins hügelige Bergvorland. Nach unserer sportlichen Runde und einigen Späßen auf dem Rad kam es aus unerklärlichen Ursachen zu einem Sturz. Nach dem ersten Schrecken und der wirklich sehr hilfsbereiten Kooperation mit der Krankenwagenbesatzung und einer spanischen Ersthelferin, hatten wir am Abend ein neues Ausflugziel: Box 8.

Box 8, war das Zimmer in der Notaufnahme, wo wir unseren Kollegen mit Kleidung versorgten und mit Abwechslung auf andere Gedanken brachten. Neben der Platzwunde über dem Auge war wohl nix weiteres passiert, aber man wird sich erst dann wieder bewusst, wie schnell Unglücke entstehen.

Aus den fantastischen Vier waren nun „die Zwei“ geworden, welche über die Insel heizten. War alles anders geplant, aber so ist das Leben. Zumindest trafen wir uns alle am Abend beim Bier und genossen so unsere Trainingslagerurlaub-Reha. Natürlich kamen an den Ruhetagen die Besuche zahlreicher Märkte nicht zu kurz. Ferner wurde eine „Auswanderin“ aus Hamburg besucht und einige Dinge geshoppt.

Bevor ich die letzten Tage alleine trainieren musste, wurde der Abschied nochmals so richtig im Bierkönig gefeiert. Der Abend wird in die Geschichte eingehen, zumindest für meine Freunde aus Sachsen. Also feiern könnt Ihr, Respekt!

In der letzten Woche musste ich etwas umplanen, da sich einige Regentage androhten. So wurden die Kilometer pro Tag etwas hochgeschraubt und die 5Std-Runde in 4,5Std. absolviert. So schafft man Grundlage und ist immer der erste am Kuchen-Büffet. Natürlich war in diesem Jahr auch eine Königsetappe dabei, wo man von einer Seite in die Berge fuhr um auf der anderen Seite rauszukommen. Man hat dann auch 200km auf dem Tacho und den ganzen Tag Bewegung an der frischen Luft. Zwar lag etwas Schnee am Wegesrand auf dem Puig, aber die Abfahrten waren trocken und es war eine tolle Runde.

Nun wird im winterlichen Frühling versucht etwas für die Schnelligkeit zu tun um am ersten Aprilwochenende mit einem MTB-Biathlon der IGAS-Wendland zu starten.