CTF durch die Harburger Berge

Nach 5 Monaten ohne MTB freute ich mich wirklich auf die ersten Meter mit meinem Bergamont Fastlane. Die Entscheidung ein Full-Suspension Bike zu nehmen war gold richtig, denn es wurde hart. Vor dem Start habe ich noch die Ansage des Verantwortlichen der RG Uni Hamburg belächelt, aber nach den ersten Metern im Gelände wusste ich, was er meinte.

Wir sollten aufpassen, da es glatt sei. Dies war eventuell sogar etwas untertrieben, denn es war glatt, rutschig und alle Spurrillen waren wie Eisenbahnschienen. Dement-sprechend ließen wir es ruhiger angehen und wählten auch mal die Linie abseits der Eisplatten. Wir nahmen natürlich die 100km Runde in Angriff, was ohne wirkliche Grundlage ein schweres Unterfangen war. Es lief aber in unserer 5-er Gruppe.

Die erste Schleife hatte die meisten Höhenmeter, welche wir noch ausgeruht runterspulen konnten. Die Sonne schien, der Himmel war blau und auf den Single Trails ohne Schnee und Eis lief es richtig geil. Auf den Wegen, wo vorher die Baumfäller oder die Mädels auf den Pferden waren, lief es vollgefedert wirklich entspannt. Irgendwie taten mir die Leute auf den Crossrädern Leid, denn ich weiß, wie anfällig die schmalen Reifen bei Spurrillen sind.

Nach der ersten Verpflegung ging es dann nach Buchholz und zu den Este-Trails. Herrliche Strecke und sehr wenig Wanderer, so dass man es richtig laufen lassen konnten. Wir nahmen noch ein Brötchen und einen Kaffee bei der zweiten Station und machten uns auf den Rückweg. Hier erwischte ich dann einen Stock, der mein Schaltungsröllchen halbierte. Von nun ging es etwas vorsichtiger weiter, denn auch die Kälte und die mittlerweile 4 Std auf dem Tacho sorgten bei mir für einen „kleinen Hänger“. Die Jungs zogen mich aber noch bis zur letzten Station, wo ein Schokoriegel wunder wirkte.

Am Ende schwächelten wir dann doch, da die Wege nun aufgetaut waren und es uns zu dreckig wurde. Es waren aber auch nur 5km, welche wir schwänzten, hängten aber noch ein paar Meter dran, um zur SB-Wäsche zu fahren. Hier fanden wir das Spiegelbild unserer Gesellschaft wieder, das Sonntags Auto wäscht. Selten so gelacht.