CTF durch die Harburger Berge

Nach 5 Monaten ohne MTB freute ich mich wirklich auf die ersten Meter mit meinem Bergamont Fastlane. Die Entscheidung ein Full-Suspension Bike zu nehmen war gold richtig, denn es wurde hart. Vor dem Start habe ich noch die Ansage des Verantwortlichen der RG Uni Hamburg belächelt, aber nach den ersten Metern im Gelände wusste ich, was er meinte.

Wir sollten aufpassen, da es glatt sei. Dies war eventuell sogar etwas untertrieben, denn es war glatt, rutschig und alle Spurrillen waren wie Eisenbahnschienen. Dement-sprechend ließen wir es ruhiger angehen und wählten auch mal die Linie abseits der Eisplatten. Wir nahmen natürlich die 100km Runde in Angriff, was ohne wirkliche Grundlage ein schweres Unterfangen war. Es lief aber in unserer 5-er Gruppe.

Die erste Schleife hatte die meisten Höhenmeter, welche wir noch ausgeruht runterspulen konnten. Die Sonne schien, der Himmel war blau und auf den Single Trails ohne Schnee und Eis lief es richtig geil. Auf den Wegen, wo vorher die Baumfäller oder die Mädels auf den Pferden waren, lief es vollgefedert wirklich entspannt. Irgendwie taten mir die Leute auf den Crossrädern Leid, denn ich weiß, wie anfällig die schmalen Reifen bei Spurrillen sind.

Nach der ersten Verpflegung ging es dann nach Buchholz und zu den Este-Trails. Herrliche Strecke und sehr wenig Wanderer, so dass man es richtig laufen lassen konnten. Wir nahmen noch ein Brötchen und einen Kaffee bei der zweiten Station und machten uns auf den Rückweg. Hier erwischte ich dann einen Stock, der mein Schaltungsröllchen halbierte. Von nun ging es etwas vorsichtiger weiter, denn auch die Kälte und die mittlerweile 4 Std auf dem Tacho sorgten bei mir für einen „kleinen Hänger“. Die Jungs zogen mich aber noch bis zur letzten Station, wo ein Schokoriegel wunder wirkte.

Am Ende schwächelten wir dann doch, da die Wege nun aufgetaut waren und es uns zu dreckig wurde. Es waren aber auch nur 5km, welche wir schwänzten, hängten aber noch ein paar Meter dran, um zur SB-Wäsche zu fahren. Hier fanden wir das Spiegelbild unserer Gesellschaft wieder, das Sonntags Auto wäscht. Selten so gelacht.

Das GroCro Finale in Buchholz

Was die Politik kann, kann unsere Mutti Lolo von der RSG Nordheide schon lange – ein Großes Cross Finale! Im Rahmen des Stevens-Cups fand erneut im Buchholzer Stadtwald das sportliche und in der Schützenhalle das ehrenvolle Finale einer schönen Crosssaison statt. Allerdings hatten wir bei 85% der Veranstaltungen beschissenes Wetter, so die offizielle Stimme des Wettfahrausschusses. Nicht aber im Buchholz.

Während die jungen und ganz alten Sportler am Morgen noch mit Glätte und kalten Händen zu kämpfen hatten, war zur Mittagszeit die Sonne am scheinen. Dies veränderte allerdings die Strecke zunehmend und es wurden einige Passagen sehr matschig. Diesmal aber in einer sehr dicken Konsistenz, welche nicht so materialmordend war. Die Strecke hatte erneut leichte Modifikationen erhalten, so dass die Runde dann doch anstrengend wurde, da es Laufpassagen und einige Anstiege gab.

Ich durfte auch noch mal bei der Elite starten, was mich immer besonders freut, denn irgendwie wollen mich immer alle abhängen. Der Start gelang mir wieder gut und ich ging hinter dem Lindenau-Express (Max und Paul, HRV / Stevens) in Deckung. Nach einer Runde war es vorbei und ich blieb alleine zurück. Nun kam der Rest, der nur auch meine Schwächen gelauert hatte. Mit Tim Rieckmann (Elektroland 24) ging es nun bis zum Finale Rad an Rad und Ideallinie zu nicht Idealline um Platz 3.

Während ich der Hübschere am Berg war (so deutete ich die Fangesänge an der Sandpassage), war Tim eindeutig der Stärkere, so dass er mich zu einem Fahrfehler zwang und ich über den Lenker ging. Somit war erneut die Holzmedaillie für mich reserviert und ich genoß die verbleibenden Runden auf einem sehr schönen Kurs.

Beim anschließenden Festakt wurde neben Kuchen, Kaffee, Chili, Brötchen, Bier und Cola, auch die ersehnte Gesamtsiegerehrung vorgenommen. Bevor es soweit war, holte Lolo nochmals alle Podiumsfahrer der Weltmeister,- Europa- und Deutschen Meisterschaften zu sich nach vorne. Es war schon beeindruckend, wie viele Sportler aus dem großen Hamburger Umfeld in dieser Saison was gerissen haben. Respekt und macht weiter so.

Für mich geht es jetzt in die Sofalage bis zum Trainingslager auf Mallorca. Wake me up when September ends!

Meister kommen und gehen, Dano bleibt Vizemeister!

Die letzten Wochen waren etwas aufregender als sonst, nicht weil Weihnachten und so anstanden, sondern weil die Vorbereitungen zur Deutschen Meisterschaft im Cross etwas eingeschränkt wurden. Dennoch ging es an diesem Wochenende nach Bensheim zusammen mit Ben Zwiehoff um BERGAMONT mal wieder richtig in Szene zu setzen.

Als Vorbereitung stand Rennen in Erfurt und in Bad Harzburg an, welche jeweils gewonnen wurden. Leider wurden meine Beschwerden nicht besser, so dass eine kleine Pause bis zum Weihnachtscross in Harburg eingelegt werden musste. Ich erkämpfte aber unter Schmerzen noch Rang 5. Das Deutschlandcup Rennen in Vechta besorgte mir dann den Rest. Mehr als Platz 4 war nicht drin und der Arzt verordnete Ruhe ohne Radfahren.

Die DM war aber immer mein Ziel, so dass ich nach ordentlich Ruhe auch eine Freigabe vom Arzt erhielt. Die ersten Runden auf der neuen Strecke in Bensheim stärkten auch meinen Entschluss zu starten, denn die Knieschmerzen waren erträglich und wurden nicht mehr. Der noch feuchte Kurs war ein Mix aus schweren Passagen mit Anstiegen und schnellen Geraden. Man kam eigentlich nie zu Ruhe und es sollte eher ein eher taktisches Rennen werden.

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Der Start am Sonntag Morgen verlief für mich perfekt. An Position 2 ging es hinter Carsten Volkmann ins Gelände. Wir führten die erste Runde mit einem leichten Vorsprung zum Rest des Feldes, welches durch einen Sturz etwas durchwürfelt war. Auf der Gegenwindgeraden schlossen die Verfolgen auf und es begann das taktische Spiel. Mal zu dritt mit Carsten und Sven Kuschla, dann wieder zu Fünft. Jede Tempoverschärfung führte dazu, dass der eine oder andere abreißen lassen musste. Leider erwischte es mich auch.

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Zwei Runden hing ich wie am Gummiband hinter Sven und Carsten. Ich hätte gerne auf diese Spannung verzichtet, die Zuschauer fanden es aber gut. So schallte es aus allen Ecken: Daaaaannnnnnoooo! Also wurde zum Finale nochmals alles auf die Pedale geworfen. Während Sven leider schon etwas enteilt war, konnte ich in der Laufpassage noch Carsten passieren und mit der letzten DSC02690.JPG DSC02681.JPGKraft die entscheidenden Meter zwischen uns bringen. So bog ich diesmal doch sehr glücklich als Vizemeister auf die Zielgerade ein. Glückwunsch an Sven und Respekt an Carsten. Das war ein feines Rennen. Zum Lohn gab es die Silber-Medallie und zusätzlich wurde ich Zweiter in der Gesamtwertung des Deutschlandcups.

Im Eliterennen war nun unser Ben dran. Abends hatte wir noch Reifen in der FeWo geklebt um ihn gut gerüstet in die leider letzte Startreihe zu stellen. Gestärkt durch viel Training auf Malle, begann nun die Ben-Show. Während vorne der alte und neue Meister Marcel Meisen und Sascha Weber ein Rennen auf Worldcup-Niveau fuhren, zeigte Ben der verbleibenden Deutschen Crosselite, was ein MTB-ler so kann. Runde für Runde ging es nach vorne, bis er in der ersten Verfolgergruppe lag. UNGLAUBLICH. Hier wurde es aber auch taktisch und die drei Mitstreiter übernahmen nicht die Führung, so dass Ben die Arbeit machen musste. Am Ende hatte dann nur Manuel Müller die schnellsten und erholtesten Beine und errang Platz 3. Glückwunsch an alle, besonders an Ben für die tolle Vorstellung.

Mein persönlicher Dank geht an meinen Ex-Konkurrenten Henning Jaecks und sein Team für diese tolle Veranstaltung, welche Sie aus den Boden gestampft haben. Premiere feierte wohl auch der Livestream bei einer Deutschen Meisterschaft.

Hier die neusten Bilder: always Vollgas

Keine Zeit für Besinnlichkeit, oder?

Die Adventszeit ist ja die Zeit im Jahr, wo alles etwas ruhiger und besinnlicher wird. Dies ist für Crossfahrer, welche jetzt ja mitten in der Saison stecken gar nicht so leicht. Zum Einen wird es früh dunkel und man muss hektisch jeden Lichtstrahl ausnutzen, zum Anderen ist die besinnliche Schokoladenzeit pure Folter. Hilft aber alles nichts, diese 4 Wochen überlebt man auch.

Am Anfang des Monats stand mit der Weltmeisterschaft der Masters im belgischen Mol der erste Saisonhöhepunkt an. Pünktlich am Mittwoch war die Erkältung da und das Drama begann. Ich lebte die darauffolgenden Tage zwischen Honig im Tee, Minzöl im Inhalationsbad und Erkältungsbädern. Wir reisten trotz dieser Umstände an, da ich zumindest kein Fieber hatte.

Der Rundkurs am Zilvermeer ist schön und schön sandig. Da ich in diesem Herbst mal unsere Dünen, ja solche haben wir in Hamburg, zum Training genutzt hatte, gefiel mir die Spielerei im Sand ganz gut. So trainierte ich die Tage immer ein wenig um danach in unserem B&B-Hotel mit vier durchgeknallten Amerikanern und einer Engländerin, welche sich selbst als „over excited“ beschrieb, ausgiebig über das Crossfahren zu schwärmen.

Mit einem Start aus Reihe 2 ging es dann ins Rennen. Direkt hinter dem amtierenden Europameister endete die lange Startgerade, welche wir ohne Sturz absolvierten. Dies ist bei 80 Startern nicht immer möglich. An Position 4 ging es dann das erste Mal in den Sand. Ich konnte das Tempo gut mitgehen und kam am Ende der Sandpassagen als Erster raus. Mit der Erfahrung aus dem letzten Jahr, verwarf ich eine Flucht, was auch gut war.

Ich konnte mich zwei Runden lang unter den Top Fünf halten, bevor meine Luft alle war und ich kein Druck mehr hatte. Ich verlor danach in zwei Runden ungefähr 10 Plätze, wobei dies nicht in den Sandpassagen passierte. Gegen Rennende war die Nase zwar wieder etwas freier, dennoch war kein Platz mehr zu gewinnen. So beendete ich das Rennen auf Platz 15, was überhaupt nicht meinen Vorstellungen entsprach, aber mehr ging einfach nicht.

     

Etwas frustriert wurde die Woche in Frankreich auf Dienstreise verbracht, wo Laufeinheiten an der Loire den letzten Schleim aus den Nebenhöhlen holte. Kurzentschlossen nahm ich dann mit Danny Götze den Ritt nach Erfurt auf, da dort die Biehler Cross Challenge ausgetragen wurde und wir sowieso im Harz den ersten Schnee genossen.

Bei unserem Rennen fing der Boden gerade an zu tauen, ohne das wirklich Matsch entstand. Nachdem ich beim Start aus dem Pedal geflogen war, ging es zunächst hinter Danny ins Gelände. Als er aber Luft holte, zog ich an und ihm und seinen Begleitern davon. Bei mir lief diesmal nicht die Nase und ich konnte mein Tempo das ganze Rennen gut fahren. Es waren zwar noch nicht die 100%, dennoch war ich zufrieden mit dem Sieg in der Masterklasse vor Sven Mehner und Silvio Hausschild. Für Danny blieb leider nur Platz 4, weshalb ich ihm auch das Rad putzte, damit nicht alles Scheiße war an diesem Samstag.

Die Strecke in Erfurt war schnell und kurz, weshalb wir einige Runden drehen mussten. Wenn man die lange Startgerade noch mit einem Abstecher ins Gelände verziert, dann wäre der Kurs noch ansprechender….

An diesem WoEn sollte es eigentlich nach Bad Harzburg gehen. Hier müssen die Locals mir aber erst mal berichten, ob die Strecke auch schön vom Schnee befreit ist.

So mag ich den Sport

Es standen zwei Tage Crossrennen in Kleinmachnow an und dies erforderte natürlich eine gewissenhafte Vorbereitung. Um Petra ins Depot zu locken, wurde der Weg am Freitag über das Outlet-Center in Potsdam gewählt. Während Petra glücklich bei Prada am Schaufenster stand, drehte ich eine tolle Runde durch das Naturschutzgebiet der Döberitzer Heide. Abends ging es dann zum Event-Griechen „Korfu“, der mir vier Ouzo aufschwatzte, welche hervorragend zu den Fleischmengen passten.

Bei relativ gutem Wetter ging es dann am Samstag auf meine Lieblingsrunde im D-Cup. In diesem Jahr wurde auch gleich die richtige Fahrtrichtung gewählt, so dass ich gut motiviert ins Rennen startete. Nach einer guten ersten Runde wurde es aber schwer und ich legte den Rückwärtsgang ein. Zuerst gingen Sven Kuschla und Thomas Hannöver, danach folgten Carsten Volkmann und Hendrik Vöks.

Wie immer in solchen Phasen, wird der Dano dann ärgerlich, was sich auch auf seine Geschwindigkeit auswirkt. Nun kam endlich etwas Druck auf´s Pedal und ich verlor nicht den Anschluß zu den Beiden. In der letzten Runde gab ich dann nochmals alles und konnte zumindest das Podium erkämpfen. Boah, war das ein harter Fight.

Am Sonntag sollte dann das schlechte Wetter kommen. Dies tat es auch, aber immer nur mit einem kurzen, heftigen Schauer in jedem Rennen. Der Berliner Boden hat schon so viel erlebt, dass er sich von Regen bestimmt nicht stören lässt. So waren weiterhin Sommerreifen montiert, als es erneut ins Rennen ging. Diesmal verlief der Start schlecht und ich befand mit an Position 5 bei den Masters und an Position 15 insgesamt.

Ich konnte aber von Runde zu Runde Plätze gutmachen, so dass ich bald an dritter Position lag, wobei der Führende Thomas Hannöver nicht mehr in Sichtweite war. Drei Runde vor Schluß war aber auch hier das Unmögliche möglich und ich zog am Berg an Thomas vorbei. Leider hatte ich im Schlepptau Sven Kuschla und Carsten Volkmann. Auf den Geraden verlor ich leider immer ein paar Meter, so dass wir zu viert ins Finale gingen.

Da ich wusste, wo meine Stärke lag, verschleppte ich das Tempo ein wenig, um mit vollem Dampf in die Sandpassage zu fahren. Ich schaffte ich den Sandberg fahrend, während der Rest vom Rad musste. Hier waren die 30m Luft, welche reichen sollten um als erster in Ziel zu kommen. Thomas schaffte zwar noch den Sprung an mein Hinterrad, aber im Sprint war auch bei ihm die Luft weg. Dieser Kampf war spannend und auf Augenhöhe. Freue mich auf die noch zwei verbleibenden Rennen, welche erst zum Jahreswechsel stattfinden werden.

Es geht nun zum Worldcup nach Zeven, allerdings als Zuschauer bei den richtig Guten. Tags darauf darf ich auf gleicher Strecke um die Nordmeisterschaften kämpfen.

Habt Ihr auch noch Gras am Crossrad?

Wer diese Frage mit „ja natürlich und auch das Sitzpolster ist noch sandig“ beantwortet, der war in Vaihingen und Magstadt am Start. Beide Rennen liefen im Rahmen des Deutschlandcups im verregneten Süden. Es waren wirklich spezielle Bedingungen an diesem Wochenende, aber dafür können ja die Veranstalter nichts.

Was natürlich manches entschärft hätte, wäre rechtzeitiges Rasenmähen. Was der Kleingärtner liebt, also auch ich, kommt dem Kurs erheblich entgegen. Aber in beiden Fällen ging es kreuz und quer über die Naturwiese. Mit entsprechendem Regen war es an beiden Tagen eine Quälerei sich durch den Morast zu wühlen. Wer 175er Kurbeln hatte, setzte immer auf, da die Laufräder so sehr im Dreck versanken.

In Vaihingen war meine Motivation im Kofferraum geblieben. Zwar ging ich als Erster ins Gelände um danach pro Runde mindestens zwei Plätze zu verlieren. Nach dem Tausch auf das Wechselrad mit weniger Profil kam noch ein Sturz hinzu, wobei mir der Bremshebel abbrach. Von da an wurde ich dann gallig und kam in Fahrt. Zwar holte ich Platz 2 bei den Master 2 nicht mehr ein, aber der Rückstand war erträglich. Glückwunsch an den Sieger Sven Kuschla und Carsten Volkmann.

 

Mit etwas mehr Regen ging es in Magstadt weiter. Dauerregen ist ganz toll bei einer Tagesveranstaltung. Diesmal wollte ich es aber wissen. Ich schaute mir den Kurs besser an und wärmte mich mit der Webasto-Methode auf. Der Start war zwar am endlosen Berg verhaltener, dennoch bog ich als zweiter Master ins Gelände. In der Laufpassage hatte ich den Kontakt hergestellt um dann am Ende der Startgeraden vorbei zu ziehen.

Nun wurde es mein Rennen. Pro Runde konnte ich ein paar Meter von Carsten Volkmann rausfahren und den Vorsprung vergrößern. Ohne Fahrfehler und im Duell mit den U19-Jungs ging es sportlich weiter. Der Starkregen zog dann bei einigen jungen Fahrern den Stecker, so dass ich hier noch ein paar Positionen gut machen konnte. Dreckig und zufrieden erreichte ich endlich wieder als Sieger das Ziel. Damit war mir auch das Wetter egal.

In den vergangenen Wochen hatten wir mit Andre noch ein paar andere Crossrennen absolviert. So waren wir bei Ronny´s Piraten Stevenscup in Mölln auf der Motocrossstrecke, wo Andre gewann und ich Vierter bei der Elite wurde. In Hannover fuhren wir den Ihme-Cross, wo Andre mit Defekt raus ging und ich nach einem Sturz 5. wurde. Besser lief es für uns Beide in Kiel beim Stevenscup. Andre kämpfte tapfer und wurde mit Platz 3 belohnt. Ich hingegen komme beim Stevens-Cup nicht über Platz 4 hinaus.

Nun geht es nach Berlin / Kleinmachnow am kommenden Wochenende. Hier ist traditionsbedingt der Rasenanteil gering und Walter R. wollte nochmals seinen Aufsitzmäher anwerfen….das wird bestimmt toll.

Danke an das Fotokind Britt Graepel

 

Der Deutschlandcup kommt so langsam in Fahrt. Dano auch?

Nachdem der Veranstalter aus Fürth ohne Angabe von Gründen sein Rennen kurzfristig gestrichen hatte, wurde aus dem „Doppelwochenende“ eine Einzelveranstaltung in München. Das Gute an der Absage war, dass ich ein paar sonnige Tage in Pfaffenhofen genießen und den Standort Fürth aus dem Navi löschen konnte. Außerdem genossen wir das Pfaffenhofener Volksfest, also Oktoberfest „light“.

Bei bestem Wetter ging es dann am Sonntag zum dritten Lauf des Deutschlandcups nach München in den Olympiapark. Das Gelände hatte ich noch gut in Erinnerung, da ich dort 1998 mein bestes MTB-Bundesligarennen fuhr. Also ging es voll motiviert auf die Runde. Teile von damaligen Kurs waren dabei, allerdings fehlte der „Berg“ auf den ich mich schon gefreut hatte. Die Runde hatte dennoch genug Anstiege und Abfahrten für die Sportler. Der teilweise leicht rutschige Boden erforderte, insbesondere am Schräghang, die komplette Steuerkunst der Fahrer.

Mein Start mit den Jungs verlief gut, bis zu den Hürden und dem nachfolgenden Anstieg. Zack, zack, zack und alle vier waren über die Hürde gesprungen und fuhren den Berg hoch. Dano hechelte laufend hinterher und verlor hier etliche Meter. Während in der ersten Runde die Lücke fast geschlossen werden konnte, endeilten die Jungs mir in den weiteren Runden. In meiner Klasse hatte ich zwar einen sicheren Vorsprung, dennoch verlangte der Kurs alles von einem ab, denn es musste überall mit Zug gefahren werden. Ich freute mich aber über diesen Start-Ziel-Sieg, denn es war harte Arbeit.

An diesem Wochenende ging es dann erneut zum D-Cup. Mit André im Gepäck reisten wir bei einsetzendem Regen nach Lohne in Niedersachsen. Hier war dann alles wie immer. Ein sehr gut angelegter Kurs, der auch Regen locker wegsteckte und ein Kuchenbuffet der Extraklasse fand unsere Zustimmung. Das Wetter hingegen war kühl und nass, so dass wir die Standheizung als Einfahrprogramm nutzten.

Mein Start ging diesmal etwas in die Hose und ich fuhr erst an 10 Position um den Aussichtsturm. In den folgenden Waldpassage konnte ich allerdings alle Mitstreiter in meiner Klasse einholen, so dass es mit dem Lokalmatador Thomas Hannover und Sven Kuschla in ein spannendes Rennen ging, zumindest für die Beiden. Ich legte mich in Führung liegend an der Hürde auf die „Fresse“ und musste noch den Lenker und Bremsen richten. Die Lücke zu den Jungs war da und meine Kraft reichte nicht aus um auf den letzten drei Runden die Lücke zu schließen.

Also geht mein Glückwunsch an Thomas und Sven, die heute echt harten Brocken waren. Wäre gerne mit Euch auf die Ziellinie gebogen, denn der Berg gefiel mir ganz gut. Was bleibt ist die Erkenntnis, dass zum Siegen alles passen muss, nicht nur die Sprüche. André kam aus der letzten Reihe auch in die Top-10, so dass mit dem Sieg von Ben Zwiehoff am Samstag ein gutes Crosswochenende bei Regen zu Ende ging.

Nächste Woche geht es dann zum Stevens-Cup nach Mölln auf die Motocrossstrecke. Mal sehen was der Oberpirat Ron sich diesmal ausgedacht hat: „Fluch in der Sandbahn 2 oder Cross im Taka-Tuka-Land“?

Stevens- und Deutschland Cup vor meinem Küchenfenster

So ein Wochenende mit zwei Rennen ist bei den Crossern sehr beliebt, denn die kurzen, schnellen Rennen schlauchen nicht zu doll und meistes läuft es am nächsten Tag noch besser. Was bei mir an diesem Wochenende besonders gut lief, war das Wasser aus meinem mobilen Hochdruckreiniger.

Samstag, 13:30Uhr, Kaltenkirchen hinter Möbel Dodenhof im Stadtwald: Dauerregen, aber die Stimmung ist gut und die Strecke trotz der massiven Feuchtigkeit gut zu befahren. Ein paar kleine Änderungen hatten die Leute des RSC Kattenberg vorgenommen um die Strecke zu entschärfen oder aus dem sturmverwüsteten Wald zu entfliehen. Die Strandpassage war aber dabei, so dass mit der Feuchtigkeit ein materialmordendes Schleifmittel entstand.

Mein Start war nicht ganz so gut, weshalb es an Position 8 in den Wald ging. Schnell hatte ich aber ein paar Leute eingefangen und es ging mit Max Lindenau und Yannick Gruner (Stevens) weiter. Die Jungs fahren echt ne Schippe anders um die Kurven, dennoch war irgendwann Schluß. Als Yannick wegen Defekt aus dem Rennen ging setzte ich mich von Max ab und kam als 5. ins Ziel. Glückwunsch an Jannick Geisler, Paul Lindenau und Tim Rieckmann.

Nach einer gründlichen Reinigung des Danos, des Rennanzuges und des Rades war die Welt wieder in Ordnung. Zwar hatte ich die Bremsklötze komplett weggerubbelt, aber Ersatz war da, so dass für den D-Cup in Norderstedt wieder Top-Material an der Startlinie stehen würde.

Geweckt wurde ich durch Sonnenschein am Morgen. Blauer Himmel und 16 Grad, da lachte das Radlerherz. Als ich dann aber am Stadtpark in Norderstedt auf die Runde ging, war es schnell vorbei mit der Euphorie. Die Wiesenpassagen, inkl. Rodelberg-anstieg waren knöcheltief durchgeweicht und extrem schwer zu befahren. Auch die steile Abfahrt war durch die Wurzelreste nicht ungefährlich. Hingegen hatte die Strand-passage irgendwie Urlaubsflair, da dort Leute im Liegestuhl lagen.

Der Start mit den U19-Jungs klappte gut und ich kam an Position 3 ans Ende der Promenade. Als es dann in den Anstieg ging, wurde es zäh und vorentscheidend. Einige liefen, andere wühlten sich durch und die Lücken gingen auf. Ich konnte mich vorne behaupten und folgte dem entflohenen Stevensjungen. Dieser war aber zu schnell, so dass ich dann doch wieder eingeholt wurde.

Mit zunehmender Rennlänge wurde der Untergrund noch tiefer und am Strand schrie das Material um Hilfe. Thomas Hannover (von Hacht) und ich schenkten uns an diesem Tag nichts. Seine kurze Führung konnte ich kontern. Leider sind meine Dackelbeine nicht fürs Springen über 50cm Hürden im Sand vorgesehen, so dass Giraffen-Thomas hier die Meter zwischen uns brachte. Er war heute der Bessere im Schlamm. Insgesamt war es aber eine sehr gute D-Cup Veranstaltung, da div. Zuschauer und Spaziergänger an der Strecke standen. Habe bislang kein Rennen im Rahmen des D-Cups erlebt, wo so ein Trubel war. Hier wird bestimmt noch „Größeres“ folgen.

Olafs „tough mudder“ beim D-Cup

Den Auftakt des Deutschland-Cups machte die Veranstaltung in Bad Salzdetfurth, der Sole-Stadt mit den orangenen Sportlern. Wer die Leute um Cheforganisator Olaf Nützsche kennt, der weiß, es kommt immer etwas Besonderes, bzw. Neues auf die Teilnehmer zu. In diesem Jahr wurden meine Erwartungen aber übertroffen. Ob mir es gefiel, werdet Ihr in den kommenden Zeilen erfahren.
 22219316_1671281766237896_127126827_o.jpgDa wir unser langes Wochenende vorverlegt hatten, genoß ich ein paar sonnige Tage auf dem Crossrad im Harz, bevor es nach Bad Salzdetfurth ging. Später als erwartet erreichten wir den Veranstaltungsort und quetschten den Glänz-Benz in die letzte Ecke. Durch die Sonne geblendet, merkte ich erst jetzt, wie die Fahrer nach ihren Rennen aussahen….Modderrich!
 

22219433_1671285856237487_1729041373_o.jpgWas mich früher nicht so sehr störte, ist im höheren Alter schon etwas unangenehm…Matsch, Dreck, tiefe Pfützen usw. Dennoch nahm ich die Strecke unter die Stollenräder, um mal zu schauen, wo der Olaf in diesem Jahr die Pflöcke reingerammt hatte. Bis zur neuen Brücke (Scheiß auf Fehmarn-Belt-Querung) war alles so wie immer, doch danach kamen die Neuerungen. Diese Änderungen machten die Runde kürzer und auch etwas runder zu Fahren, wenn man Grip am Hinterrad hatte.

 22199027_1671284849570921_1840981213_o.jpgSo wurde vor dem Start nochmals der Luftdruck reduziert und sich artig in Startreihe 3 gestellt. Da die U19 und die Master 2-Fahrer in einem Rennen starten, war es zum Auftakt etwas voll vor meiner Nase. Ich erwischte einen guten Start und fuhr kurzzeitig hinter Vladi Riha in der ersten Gruppe der U19. Durch die Wahl einer anderen Fahrspur konnte ich mich aber schnell von ihm lösen und mich mit dem „jungen Gemüse“ beschäftigen.

DSC01737.JPGDie Jungs sind echt schnell und haben keine Respekt vor den alten Männern, so dass man in jeder Kurve schauen musste, ob da nicht noch ein U19-Fahrer durch möchte. Gegen Rennmitte auf dem sehr schweren Boden war es aber um die jungen Sportler geschehen, denn die Kräfte schwanden. Durch den Wechsel auf ein sauberes Rad hatte ich schnell eine Lücke gerissen. Die beiden Führenden erreichte ich zwar nicht, dennoch fuhr ich einen ungefährdeten Sieg in der Masterklasse ein. Der Ex-Meister Thomas Hannöver wurde Zweiter vor dem Bären, Klaus Reinisch, die Lokomotive aus dem MTB-Marathonbereich.
 
Auch wenn ich den Matsch nicht mag, war es eine schöne Veranstaltung. Olaf hatte eine super Runde gezaubert und für Wasser von oben kann er am wenigsten. Nächste Woche geht es weiter mit dem D-Cup in Norderstedt und dem Stevens-Cup in Kaltenkirchen.

Im Herbst wird Cross gefahren

Wahrscheinlich hat schon jeder das Ende des Sommers wahrgenommen, bzw. den Übergang vom Frühling zum Jetzt. Egal, die Blätter fallen runter und die Wege im Wald oder Park werden rutschiger. Es ist die Zeit des Crossrades gekommen und eine kleine eingeschworene Gemeinschaft freut sich wie Bolle auf die nächsten 3 Monate voller Dreck, Matsch, Kälte und Spaß.

Heute beim Auftakt des Stevens-Cyclocross Cups in Norderstedt gab es aber nur Spaß. Die vielen fleißigen Helfer des RV Germania hatten den Forst wieder auf Links gedreht und alle Blätter entfernt, die Wurzeln artig angemalt und der Nässe mit einem Laub-Sand-Gemisch die Feuchtigkeit entzogen. Sowas passiert halt, wenn Zahntechniker den bunten Helferhaufen kommandieren. Die Strecke bekommt von mir eine pädagogische Doppelsonne.

Leichte Veränderungen im Streckenverlauf taten dem Charakteristik gut, denn die Runde war etwas schneller und harmonischer. Manche Leute munkeln, dass die letztjährige Schüttelrunde soviel Zahngold und Gebissüberarbeitungen zur Folge hatten, dass der Zahntechniker dieses Jahr die Zusatzeinnahmen eindämmen musste…..

Nun endlich zum Sportlichen in der Eliteklasse. Erster Start beim Crossrennen und dann aus Reihe eins. Mit einem Raketenstart ging es an Position zwei ins Gelände. Kurz keimte Hoffnung auf eine schnelle Flucht auf, als der Lokalmatador Paul Lindenau (RV Germania/ Stevens) mit Warp 8 den Wald pulverisierte. Jannick Geisler, Philipp Becker und mich lies er dabei staunend zurück. Ich staunte sogar solange, bis Jannick und Philipp ein paar Kurven enteilt waren.

Die restliche Renndauer versuchte ich den Rückstand zu verringern, was nicht wirklich gelang. Dennoch genoss ich jede Runde, denn es machte einfach nur Spaß an diesem Tag. Der sandige Boden machte superschnelle Kurven möglich und die „Bunkerpassage“ forderte auch die Steuerkunst heraus. Am Ende war es zwar die Holzmedaille, aber ein guter Einstand.

Mein Teamkollege André Zamponi fuhr beim Warm-Up in Celle auf einen hervorragenden 2. Rang bei den Masters 2. In Norderstedt verlor er leider den Sprint um Platz 2, so dass der Dritte Platz erreicht wurde. Am nächsten Wochenende geht es dann für uns beide zum Start des Deutschland Cups nach Bad Salzdetfurth.