Die Triologie des Stevens-Cups

Die letzten beiden Wochenenden wurden genutzt um einige Punkte für die Gesamtwertung des Stevens-Cups zu sammeln. Die nördlichen Stationen wie Kiel, Dassow und Bad Doberan waren bestens präpariert für tolle Veranstaltungen und auch das Wetter hielt an diesen Wochenenden die meisten Fahrer trocken.

In der Landeshauptstadt Kiel war mein Start eher verhalten und ich ging als Vierter im Elitefeld auf dem bekannten Kurs ins Rennen. Schnell übernahm Jannick Geisler (Stevens) die Führung, während Jan Büchmann (elektoland24 Cross Team) und ich schon in Schwierigkeiten waren. In der nächsten Runde war es dann um mich geschehen, denn am Steilstück drückte ich so aufs Pedal, dass das Hinterrad aus dem Rahmen rutschte. Nun war basteln angesagt, während vorne der Sieg ausgefahren wurde.

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Es war heute aber nicht der Tag um aufzugeben. Da man an an mehreren Teilen der Strecke seine Konkurrenten beobachten konnte, war schnell der Jan im Wald entdeckt und die Witterung aufgenommen. Von nun an begann das Hase und Fuchs-Spiel im Kieler Wald. In jeder Runde kam der alte Fuchs dem Hasen näher, bevor zwei Runden vor Schluß meine Attacke am Berg den Hasen in seinen Bau schickte. Ach ja, Jannick wollte nicht mitspielen und gewann mit viel Vorsprung das Rennen. Mir hat es in Kiel gefallen.

Bei diesem WoEn-Wetter wurde es zwar nicht hell, aber mit meinem neuen Dress konnte man mich überall sehen. Dies war in Dassow eher nicht so gut, denn außer einem guten Start war nicht viel Positives zu berichten. Ich versuchte nach dem Start den Jungs am Anstieg mal zu zeigen, wer hier heute zu schlagen wäre. Sie schauten, lachten und fuhren einfach schneller. Ich hatte einen schlechten Tag erwischt. Ich kam in den Sandpassagen gut zurecht, aber am Berg verlor ich an diesem Tag das Rennen.

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Justin Rudolph (Stevens), Tim Rieckmann (BOC-Bergamont-Racing Team) und Micheal  Witte (Buchholz) fuhren locker auf und davon, so dass ich sie auf der endlosen Zielgerade nicht mal mehr sehen konnte. Ich war drauf und dran das Rad für immer an den Nagel zu hängen, als ich merkte, dass die Jungs wieder in Sichtweite kamen. Nachdem Michael durch Radwechsel seinen Platz an mich abgegeben hatte, ging es dann doch mit Volldampf auf die Verfolgung. Leider reichte es nicht ganz, denn die 15sec. Rückstand waren auf der Zielgerade nicht mehr zuzufahren. Glückwunsch an Justin und Tim.

Der Grieche in Bad Doberan erkannte sofort, dass ich etwas zum Aufheitern brauchte. So hatte ich vorm Essen schon ein paar Ouzo´s und entsprechende Biere verhaftet. War ein netter und doch lustiger Abend. Tags darauf, nach dem Zähneputzen natürlich, ging es erneut um die Ehre. Mir war klar, dass ich diese Niederlage nicht auf mir sitzenlassen konnte. Nach dem Start übernahm erstmal Arne Vettermann die Führung. Der zog so an seinem Spezialized-Bock, dass wir zu Viert weg waren. Tim Rieckmann folgte wie am Gummiband. Mal dran, mal weg. Mal nah, mal fern.

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Ab Runde drei nahm dann Max Lindenau vor Justin Rudolph (beide Stevens) das Rennen in die Hand. Dies konnte ich aber nicht zulassen. So nahm ich die Hügel, wovon drei pro Runde zu bewältigen waren, gerne mal mit Vollgas. Da wurde hinter mir auch atemintensiver Luft geholt. So ging es einige Runden, bevor Justin als erster abreißen lassen musste. Nun fuhr U23-Max gegen Ü-43-Dano. Ich war guter Dinge, denn eigentlich lief es heute gut. Max ist aber ein raffinierter Fahrer und er gab mir immer kleine Stiche durch seine Tempoverschärfungen. Am Ende hatte er drei Körner mehr und hängte mich auf den letzten Metern ab. Heute noch, denn in Neumünster nächste Woche wird es schon anders aussehen….

Ach ja, der Bergamont-Dano ist nun Führender beim Stevens-Cup

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Dano´s Deutschland-Cup

Oft wird man gefragt, welche Rennen man gerne fährt und warum gerade diese. Ich könnte jetzt hier lang und breit was dazu schreiben, aber das brauche ich nicht. Die beiden Deutschland Cup-Rennen in Kleinmachnow und Bad Salzdetfurth boten nämlich genau das, was ich an Crossrennen liebe.

Während der Veranstalter in Berlin keinen Grund hatte seine Strecke zu verändern, wurde in Bad Salzdetfurth nochmals Hand angelegt. Olaf Nützsche hatte mir nämlich versprochen eine Siegerstrecke zu bauen, wenn ich ihm seine ersteigerten Winterreifen mitbringe. Gesagt getan und die Strecke war nochmals besser, als die DM-Strecke 2012.

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Beide Strecken bieten den perfekten Mix aus konditionell anspruchsvoller, technischer und schneller Runde. Man hat kaum Zeit sich zu erholen, denn der wechselnde Untergrund wie Sand, Wiese oder Waldwege fordern immer vollen Einsatz. Insbesondere die Sandpassagen, welche meistens zu Laufen waren, brachten den Puls in unerwartete Höhen.

Wenn es denn Spaß macht, dann läuft es auch. So konnte ich an beiden Tagen aus der ersten Reihe ganz geschmeidig das große Starterfeld der Master 2 in das Rennen führen. Von dort konnte man natürlich auch die beste Linie nehmen und da schnell fahren, wo es einem nicht so weh tat. Nach ein paar Runden hatte ich bereits einen sicheren Vorsprung, welchen ich bis ins Ziel weiter ausbauen konnte. Ich habe die Rennen genossen, denn es lief einfach gut.

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Während am Samstag noch Michael Stenzel und Vladi Riha neben mir bei der Siegerehrung standen, durften am Sonntag neue alte Männer zu mir aufs Podest. Mit Bernd Pfeiffer und Volker Simonson machte es aber auch Spaß sich feiern zu lassen. Habe nun den ersten Teil meiner Saison abgehakt mit 4 Siegen beim D-Cup. Werde nun die Beine etwas baumeln lassen um im Dezember wieder durchzustarten. In diesem Zusammenhang habe ich auch auf die Europameisterschaft verzichtet, denn es gibt neben schönen Veranstaltungen auch den Gegenpol.

Ach ja und was eigentlich das beste am Wochenende war, war die Paul Lindenau-Show. In seinem ersten U23-Jahr zeigt er der Konkurrenz, was man auf dem Rad so alles anstellen kann. Einfach schön zu sehen, was aus dem Kind auf dem Titanrad mit 14″-Räder geworden ist. Von ihm wird man bestimmt noch mehr hören.

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Hamburg – Nizza – Lohne

Nicht dass Ihr alle glaubt ich sei unterm Herbstlaub verschwunden nur weil mal ein Bericht nicht rechtzeitig geschrieben wurde. Ich hatte eine schöpferische Pause, bzw. es siegte mal die Unlust. Doch nun gibt es wieder die gewohnten Neuigkeiten rund um die Rennen der Region, bzw. von etwas weiter weg.

Auf geheimer Mission waren wir für eine Woche an der franz. Mittelmeerküste in Frejus. Mein Sponsor stellte dort zum ersten Mal die Bergamont-Palette neuester Räder vor und ich überraschte die Jungs. Sie hatten aber alles richtig gemacht. Der Stand war als erster aufgebaut, man hatte Strandzugang, man rockte die Party und verbreitete bis zum Schluß die beste Stimmung. Kann aber auch daran gelegen haben, dass ein Pornosternchen sich die buntesten BGM-Räder auslieh um ein paar Fotos zu machen. Da mussten natürlich 3 Mechaniker helfen.

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Sportlich ging es natürlich auch voran. So wählte ich einmal den Canyon Roc Marathon über 85km und den Roc d ‘Azur mit 56km als Herausforderung aus. Zum Glück hatte ich mein Fastlane eingepackt, denn das Gelände bot alles was man sich mit Federweg wünscht. An beiden Tagen ging ich zwar erst aus dem zweiten Block ins Rennen, aber die 800 Starter vor einem störten nicht wirklich, denn das Gelände war zu geil um sich über andere aufzuregen.

Es lief gut an beiden Tagen, denn ich konnte sowohl bergauf als auch bergab den Leuten zeigen, wie man in Norddeutschland MTB fährt. Es machte Spaß wie auf einer Achterbahn durch die schmalen Trails zu hämmern und nicht zu wissen und zu sehen, was danach kommt. Schnelle Kurven, ausgewaschene Bäche, Absätze und Felsvorsprünge oder einfach flowige Kurven wurden auf beiden Kursen geboten. Man war am Ende zwar fix und alle, aber das Grinsen ging nicht mehr aus dem Gesicht. Insgesamt hat die Roc d’Azur Suchtgefahr.

DSC02514.JPG DSC02496.JPGKulturell liegen Nizza, St. Tropez, Cannes, Monte Carlo und Lohne nicht auf einer Linie, beim Wetter hingegen gab es kaum Unterschiede. Und das war gut so. Bei herrlichem Wetter wurde die zweite Runde zum Deutschlandcup ausgetragen. Leichte Änderungen wurden am Kurs vorgenommen, welche mir persönlich gefielen. Insgesamt ist es ein sehr runder Kurs mit schnellen Naturpassagen und technischen Abschnitten mit Hürden und Treppen.

Mein Start bei den Masters 2 war etwas verhaltener als sonst, so dass ich als Vierter ins Gelände ging. Bereits als Dritter hinter Vladi Riha und Michael Stenzel bog ich auf den Zielhang, wo ich ohne Gnade attackierte. Der Schlag saß und ich brauchte genau eine Runde um wieder Atmen zu können. Erneut zog ich am Berg an und vergrößerte von da an jede Runde meinen Vorsprung. Es machte aber auch einfach Spaß auf dem Kurs und vor den Zuschauern den Berg zum Aussichtsturm sportlich zu nehmen. Am Ende standen die gleichen wie in Horn auf dem Podium und wir hatten alle unseren Spaß.

Nun geht es mit dem Stevenscup in Kaltenkirchen weiter.

Die schöne Jahreszeit hat begonnen

Liebe Leute der breiten und schmalen Reifen mit Noppen, es geht jetzt wieder geschmacklos weiter in der Berichterstattung zu den angesagtesten Rennen der Republik! Wer sich gewundert hat, dass es keinen Bericht nach der Marathon-DM gab, dem sei gesagt, es siegte bei mir die Lustlosigkeit und die Enttäuschung. Der dritte Rang ist im nachhinein gut, aber das realisiert man erst 5 Bier und einige Tage später, wenn die Rückenschmerzen vom Arzt wieder behoben worden sind und man merkt, dass bei dieser DM nicht mehr drin war.

Deutschland-Cup Hamburg - Wenn der Herbst kommt, dann kommen auch die Crossrennen. Wie in den letzten beiden Jahren nutzte ich mein Heimrennen um die Crossräder wieder in Schwung zu bringen. Die Galopprennbahn zeigte sich von ihrer besten Seite, mit viel Sonne, vielen Zuschauern und noch viel mehr Kurven. Jens – der Altmeister des Flatterbandes – Schwedler hatte wieder viele neue Ecken in die Wiese gerammt um die Fahrer immer wieder aus dem Sattel zu zwingen. Auch die neuen Passagen im Sand machten sich gut und forderten die Technik der Fahrer. Einige werden aber die Hürde im Sand verflucht haben.

DSC02097.JPG DSC01982.JPG DSC01744.JPG DSC01661.JPGWarum ich vor dem Start aufgeregt war, kann ich mir nicht wirklich erklären, denn es gab eigentlich keinen Grund dazu. Em Ende der endlosen Startgeraden bog ich als Erster ins Gelände. Von da ab nutzte ich die freie Fahrt und den Blick für die Ideallinie um meinen Vorsprung auszubauen. Unter unzähligen Anfeuerungsrufen genoß ich die Fahrt und meinen Hattrick beim Saisonauftakt. Hinter mir zeigten Micheal Stenzel und Bernd Pfeiffer ein starkes Finish, wobei Michael hier den größeren Punch hatte.

Stevens Cyclocross Cup Hamburg Norderstedt - Zwei Tage später ging es dann weiter im Rantzauer Forst mit dem ersten Lauf der norddeutschen Rennserie. Die Mädels und Jungs vom RV Germania hatten hier eine supergeniale Strecke in den kleinen Stadtwald gezaubert. Viele Richtungswechsel im teilweise losen Sand, etliche kleine Wälle und einige Wurzelpassagen waren die Herausforderungen, welche die ca. 40 Fahrer zu meistern hatten. Mit Max Lindenau und Jannick Geisler (beide Stevens-Racing) waren auch schnell die Favoriten ausgemacht.

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Ich erwischte einen mittelmäßigen Start und bog an Position 5 ins Gelände. Die erste Runde war schon hart, denn man fuhr immer etwas zu schnell in die Kurven und somit war es dann auch nicht verwunderlich, dass zunächst ich durchs Flatterband schoss und eine Runde später Tim Rieckmann vor mir auf die Knie ging. Klar war somit auch, dass wir nach vorne zu den beiden Stevens-Jungs nicht mehr kommen würden. Ich versuchte zwar an Position drei das Tempo nicht geringer werden zu lassen, aber jeder Fehler kostete Zeit. So konzentrierte ich mich eher darauf diesen Podiumsplatz zu verteidigen, als auf Krampf nach vorne zu gelangen.

Am Ende war es dann ein sicherer und zufriedenstellender 3. Rang hinter Jannick und Max. Ein gelungener Saisonauftakt in Sachen Cross. Nun folgt aber nochmals ein Kurzeinsatz auf dem MTB, denn Morgen geht es nach Nizza um dort bei der Roc d´Azur noch ein bisschen die Sonne zu genießen (so der Plan).

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Vattenfall Cyclassics: RTF oder Strassenrennen?

Es war mal wieder an der Zeit das Rennrad, bzw. mein Crossrad mit entsprechender Übersetzung, im Strasseneinsatz auszuführen. Zum einen hatte ich keine Lust erneut mehr Stunden auf den Autobahnen zu verbringen als auf dem Rad und zum anderen hatte ich nach der Transschwarzwald genug Walderlebnisse.

Nach einigen Jahren der Abwesenheit bei den Cyclassics war es in diesem Jahr wieder mal Zeit die 155km unter die Carbonlaufräder zu nehmen. Schnell bei Ebay eine Nummer ergattert, artig über das Ummeldeportal die Startunterlagen beantragt und mit Glück den Startblock A erhalten.

Die Anmeldung und Abwicklung der Meldungen, inkl. der Abholung hat schon eher Renncharakter, denn das läuft professionell. Auch die Aufteilung der 18.000 Starter in Ihre Startblöcke mit entsprechender Kontrolle war schon beeindruckend. Die Startzeit hingegen war mit 7:30Uhr mehr auf RTF-Niveau. Vielleicht kam mir das auch nur so vor, da mir schweinekalt war und ich mit Arm- und Beinlingen, sowie Weste ins Geschehen startete.

Erstaunlich ruhig, ohne viele Bremsmanöver und Stürze ging es raus Richtung Köhlbrandbrücke. Bereits hier setzten sich Fahrer ab, wobei das Feld ruhig blieb. Das hätte schon Renncharakter gehabt, wenn später auf der Verfolgung nicht immer die gleichen 5 Leute in der Führung gefahren wären. Man hatte das Gefühl, da sind 5000 Leute im Windschatten und keiner schafft es mal eine Minute im Wind zu fahren. Hier war mir klar, dass die meisten Jungs diese Taktik von den RTF´s kennen.

Ohne große Probleme absolvierten wir die 100km Schleife um dann raus Richtung Wedel nochmals den Wind voll von vorne zu erleben. Gleiches Bild, also einige Leute am Arbeiten, die anderen lästerten, dass das Stundenmittel so gering ist. Am liebsten wäre ich in die RTF-typischen Verpflegungsstationen abgebogen, hatte aber meine Wertungskarte nicht mit. So nahmen wir mit Rückenwind den Zielspurt in Angriff. Hier ließ ich dann locker, obwohl wir an eine Gruppe noch fast herangefahren sind. Ohne weitere Komplikationen rollte ich als 30er auf die Zielgerade um als 89er gewertet zu werden. Da hatten einige wohl zuvor doch nicht alles gegeben!

Gewonnen wurde das Jedermannrennen von zwei Kollegen, welche alleine 10min. auf das Feld herausgefahren haben. Das ist wirklich sportlich, denn 41km/h auf 155km fährt auch nicht jeder bei dem norddeutschen Wind. Vielleicht hatten die sich falsch gemeldet und wollten bei den Profis starten?! Mein Fazit ist trotzdem positiv, denn auf abgesperrten Straßen in meiner Heimatstadt zu fahren ist einmalig. Man sollte als Rennfahrer aber nicht mit dem Anspruch auf ein Radrennen am Start stehen, sondern den Tag genießen, wie die meisten der Starter auf den 100km- oder 55km- Runden.

Energieberg Rennen | An diesem Wochenende standen zwei Strassenrennen auf dem Programm, wobei ich zum Rennen am Samstag nach Georgswerden locker mit dem Rad fahren konnte. Ein neues Rennen auf einem sonst nicht zugänglichen Bereich, da durfte ich nicht fehlen, insbesondere da die Ringstrasse um den Berg auch etlich Höhenmeter bot.

Im Feld der Masterklasse waren wohl die üblichen Verdächtigen am Start, welche ich als MTB´ler natürlich nicht so genau kannte. Jetzt kenne ich sie, denn bei den Wertungen, welche alle 5 Runden vorgenommen wurden, konnte man die Schnellen gut erkennen. Ich kam mit dem Kurs gut zurecht. Mir gelangen einige Ausreißversuche und sogar das Einfahren einer Wertung, welche mir den 6. Gesamtrang bescherten. Dies war mein besten Ergebnis auf der Straße, weshalb mir das Rennen wohl besonders gefiel.

Sommerkriterium Gutenbergring | Auch wenn der veranstaltende Verein es ungerne lesen wird, aber dieses Rennen war nichts für mich. Im Industriegebiet ging es mehr oder weniger um vier Ecken mit topfebener Topografie. Wahrscheinlich lag es dann auch am Dauerregen und den Schlaglöchern auf der Zielgeraden, warum ich da lustlos rumeierte. Ich konnte in der ersten Gruppe gut mitfahren und auch bei dem einsetzenden Regen auf dem Rad in den Kurven bleiben, was manche nicht schafften.

Es war aber ein gutes Training für den kommenden Einsatz im Saarland. Bereits am Donnerstag starten wir zur Marathon-DM nach St.-Ingbert. Hier wollen wir dann erneut versuchen um den Titel mitzufahren. Die Strecke kommt mir entgegen und die Form scheint nun auch zu passen, so dass ich guter Dinge bin.

Die Vaude-Transschwarzwald

Man könnte dieses 5-tägige Rennen auch Trans-Regenwald nennen, dazu aber später unweigerlich mehr. 380 km und 10.800Hm waren die Eckdaten für MTB-Rennen von Pforzheim, Bad Wildbach, Freudenstadt, Bad Rippoldsau-Schapbach, Sasbachwalden nach Offenburg in die Weinberge.

DSC09649.JPGDa das Rennen für die Elitefahrer UCI-Status hatte, waren einige Schnelle dabei, auch der BDR-Nachwuchs nutzte das Rennen zur Stärkung der Willenskraft, wie auch mein Teamkollege Ben Zwiehoff. Da die Master 2 Fahrer nach allen Elitefahren ins Rennen geschickt wurden, war gleich Vollgas angesagt, denn man musste nach vorne kommen um hier etwas zu werden. Hinter Uli Brucker, dem Meister meiner Klasse (CC), schossen wir ins Gelände, bevor der andere Meister in meiner Klasse (Marathon), Markus Westhäuser, uns beiden ganz lässig am Berg wegkurbelte.

DSC09749.JPGDie Etappen liefen dann meistens nach dem gleichen Muster ab. Guter Start und schnell raus aus dem Getümmel, dann in der ersten großen Verfolgergruppe festgesetzt und versucht den Rückstand zu Markus gering zu halten. Dies schafften Uli und ich nur einmal, ansonsten kassierten wir beide viele Minuten. In den ersten drei Tagen hatte ich bei wechselndem Wetter mit Regen am Zielberg die besseren Beine und errang Platz 2 in der Tageswertung, so dass ich nach vorne und hinter 10min. hatte. Eigentlich komfortabel, wenn nicht Etappenrennen so eigene Gesetze hätten.

DSC00103.JPGAm Tag vier mit schönem Regen beim Start brachte der zweite Berg mich etwas aus dem Rhythmus denn ich verlor den Anschluß an Platz 3 und 4 in der Gesamtwertung und der Tag hatte noch 50km. So war es dann wohl auch etwas Unachtsamkeit die der Auslöser für den Platten auf der folgenden Abfahrt war. Der Stopp zum Reparieren und der nachfolgende Laufradwechsel im Depot ließen meinen Vorsprung schmelzen. Die spätere Aufholjagd wurde abrupt gebremst, da ca. 50 Fahrer orientierungslos auf der Landstraße standen. Hier hatte ein Witzbold einige Pfeile entfernt, so dass die Etappe mit der Depotzeit gewertet wurde und wir neutralisiert ins Ziel rollten. Auch mal eine neue Erfahrung für alle.

DSC00205.JPGPünktlich zum Finale schien dann die Sonne und die Stimmung war gut, auch wenn es in allen Klassen noch um die Positionen ging. Es ging wie immer schnell in den Berg und ich erwischte einen ganz guten Start. Heute ging es für Uli und mich noch mal um die Wurst, da Markus diesmal relativ früh einen Reifenwechsel übte. Ich genoß den Tag und die Aussicht auf den Schwarzwald, welche man am Schlußtag das erste mal wahrnehmen konnte. Erneut wurde es der 2. Platz in der Tageswertung, was auch zum Gesamtrang 2 bei der Vaude-Transschwarzwald reichte.

DSC00257.JPG DSC00343.JPG DSC00374.JPGIch hatte mit einem Podiumsplatz geliebäugelt, aber zwischen den beiden Meistern auf dem Treppchen zu stehen, war schon toll. Insgesamt war es eine sehr gut organisierte Veranstaltung mit schönen Etappenorten und vielen fleissigen Helfern. Hier würde ich nochmals starten, wenn die Wetter-App mal ein Herz für den Schwarzwald hätte. Denn Ben, der sein erstes Etappenrennen sehr gut meisterte, und ich hätten dann noch mehr Spaß auf den Trails gehabt, welche gerne in nächsten Jahr mehr werden könnten.

Nun folgen die Vattenfall Cyclassics nach einigen Jahren ohne Startverpflichtung, bevor es in Norderstedt zu einem Rundstreckenrennen geht. Das MTB bleibt erst mal im Keller.

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Bewegungswelten Arnstadt

Nachdem ich mich letztes Wochenende auf den Wetterbericht verließ und kurzfristig meinen Start in Seiffen absagte, musste eine Alternative her. Ich war so genervt, dass dort statt angesagtem Weltuntergang fast Sommerwetter herrschte, weshalb ich die Wetter-App gelöscht habe. Als neue Veranstaltung war schnell die “Bewegungswelten” in Arnstadt/ Thüringen ausgemacht.

Nach nun 4 Wochen Rennpause hört sich “Bewegungswelt” auch gut an. Ich dachte da so an: Walken, talken, etwas stalken und biken. Dem war aber nicht so! Beim Begutachten der Cross Countrystrecke des Biehler Cups war klar, hier geht richtig was. Ziel und Rundendurchfahrt vorm Rathaus, dann durch die alte City über Kopfsteinpflaster rein in den Stadtwald mit richtig steilen Rampen und einigen kurvigen Trailabfahrten zurück durch die Stadtmauer auf den Marktplatz.

Das Feld der Masterklasse 1-4 war zwar übersichtlich, dennoch ging es gleich richtig zur Sache. Ich kam aus der zweiten Reihe gut ins Rennen und konnte in der Stadt mit den künstlichen Hindernissen schnell Platz 4 behaupten. Die Jungs der Master 1 nahmen schnell richtig Fahrt auf. Am ersten Berg hätte ich noch schneller fahren können, am zweiten verlor ich die ersten Fahrer aus den Augen. So schnell geht das manchmal.

Auf Platz 3 liegend fiel mir dann die Kette ab und ich musste den längsten Berg zu Fuß bewältigen. Danach hatte ich so schwere Beine, dass der Klaus R. von den Salzdetfurthern locker wegrollte und ich mit hochroter Birne und Atemnot nicht den Anschluß schaffte. Erstes Rennen nach einer Pause ist immer eine wirkliche Qual. Platz 2 sicherte ich mir trotzdem und gönnte mir im Schnitzelhaus ein Schnitzel und schmiedete Pläne für den morgigen Marathon.

Ich war gespannt, was mich beim Marathon so erwarten werde, denn die Streckenzusammenstellung war speziell: eine Einführungsrunde für alle Streckenlängen und danach konnte man Schleife B von 1 mal bis 3 mal absolvieren. Beim Start setzen die CC-Piloten gleich auf Angriff und ich befand mich nach dem Straßenanstieg an Position 8 in der Verfolgergruppe. Oben angekommen zeigten die Pfeile Richtung Trail und nun begann der Spaß. Trails über Trails folgten mit vielen Richtungswechseln durch eine tolle Landschaft. Man war mit lenken, schalten und grinsen so beschäftigt, dass man die ersten 18km kaum wahrnahm.

Nun ging es auf die technische zweite Runde und ich nahm mal die Abfahrten mit dem Fully von vorne. Das Grinsen ging nicht weg, denn die zweite Schleife hatte noch mehr zu bieten. Es fühlte sich auf den Singletrails so an, als ob es nur bergab ging, denn die kurzen Gegenanstieg nahm man fast gar nicht wahr. Der letzte Anstieg war dann wirklich hart, aber die folgende Abfahrt entschädigte für alle Strapazen.

Die folgenden beiden Runden wurden dann natürlich noch extremer, denn man fuhr immer Vollgas. In der letzten Schleife lag ich dann auf einmal auf Platz 2, da viele CC-Heizer abgebogen waren und Sebastian Stark einen Defekt beheben musste. Meine Freude währte kurz, denn Sebastian schloß auf und wir pfefferten weitter durch den Wald. Im letzten Anstieg war es dann um mich geschehen. Während ich einen Krampf bekam, bekam Sebastian seine zweite Luft. Also fuhr ich den Rest auf Sicherheit, genoß nochmals den finalen Abstieg und freute mich über den Sieg in meiner Altersklasse und Platz 3 in der Gesamtwertung hinter Sebastian und Christian Kreuchler.

Die Bewegungswelten in Arnstadt sind keine Alternative, sondern alternativlos im Osten. Wer den Marathon in Wetter/ Ruhr liebt, der hat hier die gleiche Streckentopografie und er kann sich seine Rundenlänge nach belieben bestimmen. Ferner hat man hier die Chance auf dem goldenen Balkon des Rathauses geehrt zu werden. Hier werde ich wieder starten und auch das Zeitfahren am Freitag mitnehmen.

Fotos gibt es nicht, da Petra sich vor der anstehenden Transschwarzwald menthal eine Auszeit gönnen durfte. Ab Mittwoch geht es also ab Pforzheim Richtung Offenburg. Mal sehen, ob mich der Black Forest wieder ausspuckt….

Dixi-Klo’s und Staubsauger

Es ist geschafft! Die Wahnsinnsstrecke vom 211km und 7049Hm wurde in 10:40 gemeistert und die Salzkammergut Trophy 2014 ist wieder Geschichte. Es war ein hartes Stück Arbeit, denn ab dem Start wurde schon klar, wer heute um den Sieg mitfahren möchte. Ich wollte, konnte aber dem Tempo-Diktat nicht folgen, dennoch waren die Gruppe mit 6 Leuten an den Anstiegen noch sichtbar. Nach der ersten Passage an der steilen Wand entdeckte ich Daniel schon an der Strecke bei der Radpflege. Klar ist bei diesem Rennen auch, man muss hier erst mal ankommen.

DSC09355.JPGIch kam aber gut ins Rennen und riskierte in den Abfahrten wenig, so dass ich nach der Durchfahrt in Goisern langsam wieder an Wolfgang Krenn und Berhard Eisl ranrollte. Nun wurde mir bewusst, dass es heute läuft, denn die beiden wohnen in den Bergen! Oben am Pass waren Sie dann auch abgehängt, so dass ich plötzlich auf Platz drei lag. Nicht schlecht, jetzt nur noch die restlichen 170km runterspulen und der Podiumsplatz ist sicher. Und genau das ist das Problem bei der Trophy, denn es kann so viel passieren!

Zunächst kam der versprochene Regen und zwar nicht als kurzer Schauer, sondern doch ziemlich heftig und auch lange. Während die Forstwege die Feuchtigkeit gut vertragen konnten, wurden die technischen Abfahrten über die Felsplatten echt heikel. Es war mal wieder eine Trophy wo ich viel gewandert bin und zwar bergab – Safety First. Der Rückstand wuchs natürlich durch meine Spaziergänge etwas an, aber dafür folgte nach 130km ein 20km lange Flachpassage, wo ich mit 35km/h durch das Feld der B-Runde pflügte.

DSC09433.JPGNun begann nach 150km der Kampf und die Qual, denn der Salzberg stand an. Die Fahrer der anderen Runden machten artig Platz und ich kurbelte stoisch die Serpentinen hoch. Nach dieser Passage folgte dann eine Steigung wo fahren und schieben eigentlich nicht geht. Danach ist wohl bei allen Leuten der Akku leer und der nächste Pass stand schon an. In dieser Phase habe ich wohl zu wenig Powerbars gegessen, denn oben habe ich die Kurbel kaum noch bewegt bekommen. Dennoch ging ich als Dritter in die Abfahrt mit nur noch einem Anstieg vor Augen.

Doch 15km vor dem Ziel war es dann soweit, denn Daniel schob sich vorbei und an ein Mitfahren war nicht zu denken. So starb die Hoffnung noch einmal das Gesamtpodium zu besteigen. Schade, aber die drei Jungs vor mir waren heute von mir nicht zu schlagen. Ich bin mit meinem Rennen zufrieden, denn ohne einen Krampf bin als Sieger meiner Altersklasse ins Ziel gekommen. Bedanken möchte ich mich bei den unzähligen Fans an der Strecke. Wurde bei keinem Rennen so angefeuert wie hier. Es ist halt die Trophy.

1. A705 Stauffer Hansueli SUI 1987 WHEELER-iXS Pro Team MHK 10:24:40
2. A4 Strobl Thomas AUT 1978 Toms Radhaus M30 10:34:47 +0:10:07
3. A2 Rubisoier Daniel AUT 1982 Team Pirchnerbau DENIFL M30 10:35:41 +0:11:01
4. A55 Danowski Stefan GER 1971 Bergamont M40 10:40:09 +0:15:29

DSC09516.JPG DSC09495.JPG DSC09336.JPGDa mich der Erfinder der Trophy, Martin Huber, immer nach Ratschlägen fragt, kommen hier die Wünsche der Betreuerfrauen:

1) Dixi-Klo’s an den Assistenzpunkten
2) “freie Fahrt” bis zum Salzberg
3) Frauenparkplätze am Hallstätter See
4) Staubsaugerverbot im Hotel (die haben am Sonntag um 7:15 den Flur gesaugt!)

 

MAD EAST 500 und Hamburger Meisterschaft MTB in Buchholz

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Bevor man sich an die Trophy wagt, sollte man sich gut vorbereiten. Gegen das Besiegen des inneren Schweinehundes wählte ich die Mad East 500 in Altenberg aus. An zwei Tagen wurde versucht alle unbefahrbaren Wege wieder mit Reifenspuren zu versehen. Ich ahnte, was kommen würde und packte das Fully ein, was die richtige Wahl war. An beiden Tagen verlor ich zwar schnell den Kontakt zur Spitze, konnte aber dahinter entspannt über alle Unebenheiten bügeln und beide Tage auf Platz 4 finishen. Na ja, entspannt war zwar die Radfederung, aber nicht das Wetter. Beide Tage war es feucht und manche Pfade waren eher Schlammkuhlen, aber sonst wäre es ja nicht MAD.

Die Hamburger MTB Meisterschaft in Buchholz

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Der Kurs im Stadtwald von Buchholz ist echt was anstrengendes, besonders wenn es schwül und heiß ist. Erneut fiel die Wahl auf das gefederte Rad. In der Eliteklasse startend, wählte ich die Brasilientaktik: Die Gegner überrumpeln und mit 40sek. Vorsprung aus der ersten Runde kommen. Danach war es für die Zuschauen nicht ganz so spannend, für mich aber schon, denn man muss auch so ein Rennen von vorne voll durchziehen können, ohne mit Hitzeschlag ins Nachbarkrankenhaus gebracht zu werden. Es war wie immer toll bei Frau Schröder, auch wenn ihr Sohn und das Mikro Jacobs viel Unfug verzapften. Schade, dass nicht mehr Fahrer diese tolle Strecke fahren wollten.

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Die Erfolge des Bergamont Hayes Factory Teams

DSC08395.JPGKurz durchatmen und dann kommen die Resultate: Andy Eyring siegt beim Eliminator in Amsterdam! André Kleindienst gewinnt den Enduro in Willingen! Ben Zwiehoff gewinnt hier (fast) die 50km-Runde beim Bikemarathon. Dano gewinnt die Langdistanz in Willingen bei den Masters. André Vogelsang wird Dritter beim Pumptrack und André Zamponi startet nach Auszeit wieder ins Renngeschehen.

So, mehr gibt es eigentlich nicht zum wohl erfolgreichsten Wochenende des Teams zu berichten, außer evtl. noch die ein oder andere Kleinigkeit aus Willingen. Ja das schöne Willingen und der Sauerlandstern haben schon etwas Besonderes. Neben den bunten Vögeln in merkwürdigen Gewändern, gibt es noch die vollstrunzeligen Helene-Fischer-Männerchöre, die Ihre Mannschaftskasse bei Warstein gegen Bier getauscht haben. Man muss es erlebt haben um zu sehen, wie weit der Alkohol das Hirn beeinträchtigt.

DSC08191.JPGAuch ohne Bier war ich beim ersten Berg in Willingen beeinträchtigt, denn mein Vorhaben mit den Guten über die 200Hm zu kommen scheiterte. Ich glaube es lag auch ein stückweit an unserem Silbermedaillenfahrer Ben, der durch seinen agressiven Fahrstil einen Absatz in dieser Depesche ergattern wollte. Was eigenes bekommt er natürlich nicht, wenn er mich abhängt, aber eine Anerkennung ist immer drin. So gab er mit Gerrit Rosenkranz (Rapiro) das Tempo vor und sie brachten etliche Minuten Vorsprung in den Zielbereich, wo beide den rechten Pfad verloren und ins Ziel stocherten. Hier hatte Gerrit wohl den längeren Vorbau.

Ich hingegen machte in der Verfolgergruppe Druck, da die Führenden noch in Sichtweite waren. An einem längeren Anstieg zog ich dann durch um den Anschluß herzustellen und im folgenden Flachstück im Windschatten zu verschwinden. Das Vorhaben klappte und ich atmete durch. Kaum war ich bis zum späteren Sieger, Hannes Genze (Vaude) durchgerollt, rollte mein Vorderrad merklich geräuschvoller durch den Wald. Mehr als der Platten regte mich der Streckenposten auf, da er mich fragte, ob ich einen Platten hätte. Da werde ich dann auch zum Tier.

DSC08316.JPGMit reichlich Verspätung setzte ich dann meine Verfolgung fort. Hier fand ich ein gutes Tempo, welches mich von Gruppe zu Gruppe springen ließ. Auch ein Verfahrer hinderte mich nicht daran die lange Runde anzustreben. Einige Sportsfreunde überholte ich dabei zweimal, was mich zwar motivierte, mir aber auch ein paar passende Sprüche einbrachte. An Position 25 ging es auf die nächsten 40km. Hier fand ich den beschilderten Weg und bog an Position 9 auf die letzte Schleife von 28km ab.

In den letzten Jahren war der dritte Streckenteil des Marathons eher ein One-man-show, da sich nie eine Positionsänderung ergab. Doch in diesem Jahr war es anders. Mir gelang es tatsächlich noch drei Jungs zu stellen und somit auf Geamtrang 6 in den Zielhang zu biegen. Was für ein Rennen. Wäre der Platten nicht gewesen, wäre da noch mehr drin gewesen. Obwohl, mehr als Sieger in der Masterklasse wäre es auch nicht geworden.

DSC08401.JPG DSC08203.JPGWillingen war wieder wie Willingen. Regen, gute Laune, viele Leute, eine schöne Strecke mit etlichen Höhenmetern und eine Menge neuer Eindrücke, welche ich nun erst mal verkraften muss. Dafür nehme ich mal ein Wochenende Zeit und steige erst Ende Juni bei der Mad East in Altenberg wieder auf ein Mountainbike. Ich merkte nämlich auch einen 123km Ritt.

Hier die neusten Bilder des Bergamont-Jung: always Vollgas

Der Harz Cup in meinem Wohnzimmer

Nach zwei Vorläufen in Bad Harzburg und Hohegeiß kam der Harz Cup in mein Wohnzimmer nach Altenau. Renoviert hatte Christian Deike auch, denn den Marathon verlegte er mit leicht geänderter Strecke auf den Samstag um am Sonntag den Jungs mit 180mm Federweg ein Enduro-Event zu spendieren. So lässt es sich doch Leben, oder?

IMG_3472.JPGZur Einweihungsfeier am Samstag Morgen kamen allerdings noch etliche Nachmelder, so dass der Start um 15min. verschoben werden musste. So hatten wir noch genügend Zeit um wärmende Kleidung abzulegen, denn es wurde warm. Der Start der 80- und 120km-Runde war relativ gesittet, so dass wir mit einer großen Gruppe die ersten Anstiege bewältigten. An einem neuen Steilstück verabschiedete ich mich leider, da mein Hinterrad Luft verlor und ich nachpumpen musste.

Auf der Verfolgung hatte ich zumindest freie Sicht auf die riesigen Matschlöcher, welche zahlreich an den Oderteichen vorhanden waren. Der Rest der Runde war griffig und gut zu fahren, auch die Wurzelpassagen waren mit dem vollgefederten Rad kein Problem mehr. Nach 30km war die Spitzengruppe wieder in Sichtweite. Leider war der Luftdruck erneut nicht mehr da und ein erneutes Pumpen stand an. Ich schaffte dennoch bis zur ersten Rundendurchfahrt bei Kilometer 40 die zweite Verfolgergruppe zu stellen.

IMG_3903.JPGBei der Durchfahrt wurde dann kurz das Laufrad gewechselt und die Verfolgung aufgenommen. Zunächst wurde der Anschluß an die zweite Gruppe hergestellt um danach auf Danny Götze, Arne Vettermann und Jan-Hendrik Markworth aufzuschließen. Hier ging es dann in gesitterter Vierergruppe zügig über die zweiten 40 Kilometer. Ich ließ die anderen mal machen, da ich kurz verschnaufen musste. Danny gewann die mittlere Distanz und Jan Hendrik wollte uns wohl nicht mehr folgen. So kamen wir mit Arne wirklich nochmals in Sichtweite von  Peter Hermann und Roland Markworth, welche einsam im Doppelpack an der Spitze fuhren.

IMG_4218.JPGDer längste Anstieg brachte aber Gewissheit, dass die vorne nicht mit uns spielen wollen, denn wir verloren am Berg wohl 2min. Für uns ging es somit um Platz drei, was ja immerhin ein Podiumsplatz ist. Am Steilstück, wo ich in Runde eins die Luftpumpe schwang, war es um Arne und seine fehlende Übersetzung geschehen. Ich setzte also die Fahrt Richtung Ziel alleine fort und war mir schon ziemlich sicher als Dritter dort einzutrudeln, als erneut ein Platten meine Fahrt stoppte.

IMG_3562.JPGDer Wechsel ging zwar ziemlich schnell, aber der Vorsprung zu Arne war nicht groß genug. So kam ich mit zwei Defekten auf Platz 4 in der Gesamtwertung und als Sieger bei den Masters ins Ziel. Die veränderte Runde tat der Veranstaltung gut, auch wenn am Ende Fahrzeiten von über 5Std. auf der Anzeigentafeln stand.

Auch bei der ersten Enduro-Veranstaltung war das Bergamont Hayes Factory Team auf den Podium. André Kleindienst gewann vor unserem amerikanischen Downhill-Pro Ed Masters. War wieder eine Wochenende unter dem Motto: Schöner Wohnen in Altenau.

Nun ist etwas Ruhe bei mir, weshalb Euer Postkasten bis Willigen leer bleiben wird. Genießt die Bilder, welche diesmal von Markus Nothrof gemacht wurden, da Petra mir den Rücken in Hamburg frei hielt.