Dixi-Klo’s und Staubsauger

Es ist geschafft! Die Wahnsinnsstrecke vom 211km und 7049Hm wurde in 10:40 gemeistert und die Salzkammergut Trophy 2014 ist wieder Geschichte. Es war ein hartes Stück Arbeit, denn ab dem Start wurde schon klar, wer heute um den Sieg mitfahren möchte. Ich wollte, konnte aber dem Tempo-Diktat nicht folgen, dennoch waren die Gruppe mit 6 Leuten an den Anstiegen noch sichtbar. Nach der ersten Passage an der steilen Wand entdeckte ich Daniel schon an der Strecke bei der Radpflege. Klar ist bei diesem Rennen auch, man muss hier erst mal ankommen.

DSC09355.JPGIch kam aber gut ins Rennen und riskierte in den Abfahrten wenig, so dass ich nach der Durchfahrt in Goisern langsam wieder an Wolfgang Krenn und Berhard Eisl ranrollte. Nun wurde mir bewusst, dass es heute läuft, denn die beiden wohnen in den Bergen! Oben am Pass waren Sie dann auch abgehängt, so dass ich plötzlich auf Platz drei lag. Nicht schlecht, jetzt nur noch die restlichen 170km runterspulen und der Podiumsplatz ist sicher. Und genau das ist das Problem bei der Trophy, denn es kann so viel passieren!

Zunächst kam der versprochene Regen und zwar nicht als kurzer Schauer, sondern doch ziemlich heftig und auch lange. Während die Forstwege die Feuchtigkeit gut vertragen konnten, wurden die technischen Abfahrten über die Felsplatten echt heikel. Es war mal wieder eine Trophy wo ich viel gewandert bin und zwar bergab – Safety First. Der Rückstand wuchs natürlich durch meine Spaziergänge etwas an, aber dafür folgte nach 130km ein 20km lange Flachpassage, wo ich mit 35km/h durch das Feld der B-Runde pflügte.

DSC09433.JPGNun begann nach 150km der Kampf und die Qual, denn der Salzberg stand an. Die Fahrer der anderen Runden machten artig Platz und ich kurbelte stoisch die Serpentinen hoch. Nach dieser Passage folgte dann eine Steigung wo fahren und schieben eigentlich nicht geht. Danach ist wohl bei allen Leuten der Akku leer und der nächste Pass stand schon an. In dieser Phase habe ich wohl zu wenig Powerbars gegessen, denn oben habe ich die Kurbel kaum noch bewegt bekommen. Dennoch ging ich als Dritter in die Abfahrt mit nur noch einem Anstieg vor Augen.

Doch 15km vor dem Ziel war es dann soweit, denn Daniel schob sich vorbei und an ein Mitfahren war nicht zu denken. So starb die Hoffnung noch einmal das Gesamtpodium zu besteigen. Schade, aber die drei Jungs vor mir waren heute von mir nicht zu schlagen. Ich bin mit meinem Rennen zufrieden, denn ohne einen Krampf bin als Sieger meiner Altersklasse ins Ziel gekommen. Bedanken möchte ich mich bei den unzähligen Fans an der Strecke. Wurde bei keinem Rennen so angefeuert wie hier. Es ist halt die Trophy.

1. A705 Stauffer Hansueli SUI 1987 WHEELER-iXS Pro Team MHK 10:24:40
2. A4 Strobl Thomas AUT 1978 Toms Radhaus M30 10:34:47 +0:10:07
3. A2 Rubisoier Daniel AUT 1982 Team Pirchnerbau DENIFL M30 10:35:41 +0:11:01
4. A55 Danowski Stefan GER 1971 Bergamont M40 10:40:09 +0:15:29

DSC09516.JPG DSC09495.JPG DSC09336.JPGDa mich der Erfinder der Trophy, Martin Huber, immer nach Ratschlägen fragt, kommen hier die Wünsche der Betreuerfrauen:

1) Dixi-Klo’s an den Assistenzpunkten
2) “freie Fahrt” bis zum Salzberg
3) Frauenparkplätze am Hallstätter See
4) Staubsaugerverbot im Hotel (die haben am Sonntag um 7:15 den Flur gesaugt!)

 

MAD EAST 500 und Hamburger Meisterschaft MTB in Buchholz

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Bevor man sich an die Trophy wagt, sollte man sich gut vorbereiten. Gegen das Besiegen des inneren Schweinehundes wählte ich die Mad East 500 in Altenberg aus. An zwei Tagen wurde versucht alle unbefahrbaren Wege wieder mit Reifenspuren zu versehen. Ich ahnte, was kommen würde und packte das Fully ein, was die richtige Wahl war. An beiden Tagen verlor ich zwar schnell den Kontakt zur Spitze, konnte aber dahinter entspannt über alle Unebenheiten bügeln und beide Tage auf Platz 4 finishen. Na ja, entspannt war zwar die Radfederung, aber nicht das Wetter. Beide Tage war es feucht und manche Pfade waren eher Schlammkuhlen, aber sonst wäre es ja nicht MAD.

Die Hamburger MTB Meisterschaft in Buchholz

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Der Kurs im Stadtwald von Buchholz ist echt was anstrengendes, besonders wenn es schwül und heiß ist. Erneut fiel die Wahl auf das gefederte Rad. In der Eliteklasse startend, wählte ich die Brasilientaktik: Die Gegner überrumpeln und mit 40sek. Vorsprung aus der ersten Runde kommen. Danach war es für die Zuschauen nicht ganz so spannend, für mich aber schon, denn man muss auch so ein Rennen von vorne voll durchziehen können, ohne mit Hitzeschlag ins Nachbarkrankenhaus gebracht zu werden. Es war wie immer toll bei Frau Schröder, auch wenn ihr Sohn und das Mikro Jacobs viel Unfug verzapften. Schade, dass nicht mehr Fahrer diese tolle Strecke fahren wollten.

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Die Erfolge des Bergamont Hayes Factory Teams

DSC08395.JPGKurz durchatmen und dann kommen die Resultate: Andy Eyring siegt beim Eliminator in Amsterdam! André Kleindienst gewinnt den Enduro in Willingen! Ben Zwiehoff gewinnt hier (fast) die 50km-Runde beim Bikemarathon. Dano gewinnt die Langdistanz in Willingen bei den Masters. André Vogelsang wird Dritter beim Pumptrack und André Zamponi startet nach Auszeit wieder ins Renngeschehen.

So, mehr gibt es eigentlich nicht zum wohl erfolgreichsten Wochenende des Teams zu berichten, außer evtl. noch die ein oder andere Kleinigkeit aus Willingen. Ja das schöne Willingen und der Sauerlandstern haben schon etwas Besonderes. Neben den bunten Vögeln in merkwürdigen Gewändern, gibt es noch die vollstrunzeligen Helene-Fischer-Männerchöre, die Ihre Mannschaftskasse bei Warstein gegen Bier getauscht haben. Man muss es erlebt haben um zu sehen, wie weit der Alkohol das Hirn beeinträchtigt.

DSC08191.JPGAuch ohne Bier war ich beim ersten Berg in Willingen beeinträchtigt, denn mein Vorhaben mit den Guten über die 200Hm zu kommen scheiterte. Ich glaube es lag auch ein stückweit an unserem Silbermedaillenfahrer Ben, der durch seinen agressiven Fahrstil einen Absatz in dieser Depesche ergattern wollte. Was eigenes bekommt er natürlich nicht, wenn er mich abhängt, aber eine Anerkennung ist immer drin. So gab er mit Gerrit Rosenkranz (Rapiro) das Tempo vor und sie brachten etliche Minuten Vorsprung in den Zielbereich, wo beide den rechten Pfad verloren und ins Ziel stocherten. Hier hatte Gerrit wohl den längeren Vorbau.

Ich hingegen machte in der Verfolgergruppe Druck, da die Führenden noch in Sichtweite waren. An einem längeren Anstieg zog ich dann durch um den Anschluß herzustellen und im folgenden Flachstück im Windschatten zu verschwinden. Das Vorhaben klappte und ich atmete durch. Kaum war ich bis zum späteren Sieger, Hannes Genze (Vaude) durchgerollt, rollte mein Vorderrad merklich geräuschvoller durch den Wald. Mehr als der Platten regte mich der Streckenposten auf, da er mich fragte, ob ich einen Platten hätte. Da werde ich dann auch zum Tier.

DSC08316.JPGMit reichlich Verspätung setzte ich dann meine Verfolgung fort. Hier fand ich ein gutes Tempo, welches mich von Gruppe zu Gruppe springen ließ. Auch ein Verfahrer hinderte mich nicht daran die lange Runde anzustreben. Einige Sportsfreunde überholte ich dabei zweimal, was mich zwar motivierte, mir aber auch ein paar passende Sprüche einbrachte. An Position 25 ging es auf die nächsten 40km. Hier fand ich den beschilderten Weg und bog an Position 9 auf die letzte Schleife von 28km ab.

In den letzten Jahren war der dritte Streckenteil des Marathons eher ein One-man-show, da sich nie eine Positionsänderung ergab. Doch in diesem Jahr war es anders. Mir gelang es tatsächlich noch drei Jungs zu stellen und somit auf Geamtrang 6 in den Zielhang zu biegen. Was für ein Rennen. Wäre der Platten nicht gewesen, wäre da noch mehr drin gewesen. Obwohl, mehr als Sieger in der Masterklasse wäre es auch nicht geworden.

DSC08401.JPG DSC08203.JPGWillingen war wieder wie Willingen. Regen, gute Laune, viele Leute, eine schöne Strecke mit etlichen Höhenmetern und eine Menge neuer Eindrücke, welche ich nun erst mal verkraften muss. Dafür nehme ich mal ein Wochenende Zeit und steige erst Ende Juni bei der Mad East in Altenberg wieder auf ein Mountainbike. Ich merkte nämlich auch einen 123km Ritt.

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Der Harz Cup in meinem Wohnzimmer

Nach zwei Vorläufen in Bad Harzburg und Hohegeiß kam der Harz Cup in mein Wohnzimmer nach Altenau. Renoviert hatte Christian Deike auch, denn den Marathon verlegte er mit leicht geänderter Strecke auf den Samstag um am Sonntag den Jungs mit 180mm Federweg ein Enduro-Event zu spendieren. So lässt es sich doch Leben, oder?

IMG_3472.JPGZur Einweihungsfeier am Samstag Morgen kamen allerdings noch etliche Nachmelder, so dass der Start um 15min. verschoben werden musste. So hatten wir noch genügend Zeit um wärmende Kleidung abzulegen, denn es wurde warm. Der Start der 80- und 120km-Runde war relativ gesittet, so dass wir mit einer großen Gruppe die ersten Anstiege bewältigten. An einem neuen Steilstück verabschiedete ich mich leider, da mein Hinterrad Luft verlor und ich nachpumpen musste.

Auf der Verfolgung hatte ich zumindest freie Sicht auf die riesigen Matschlöcher, welche zahlreich an den Oderteichen vorhanden waren. Der Rest der Runde war griffig und gut zu fahren, auch die Wurzelpassagen waren mit dem vollgefederten Rad kein Problem mehr. Nach 30km war die Spitzengruppe wieder in Sichtweite. Leider war der Luftdruck erneut nicht mehr da und ein erneutes Pumpen stand an. Ich schaffte dennoch bis zur ersten Rundendurchfahrt bei Kilometer 40 die zweite Verfolgergruppe zu stellen.

IMG_3903.JPGBei der Durchfahrt wurde dann kurz das Laufrad gewechselt und die Verfolgung aufgenommen. Zunächst wurde der Anschluß an die zweite Gruppe hergestellt um danach auf Danny Götze, Arne Vettermann und Jan-Hendrik Markworth aufzuschließen. Hier ging es dann in gesitterter Vierergruppe zügig über die zweiten 40 Kilometer. Ich ließ die anderen mal machen, da ich kurz verschnaufen musste. Danny gewann die mittlere Distanz und Jan Hendrik wollte uns wohl nicht mehr folgen. So kamen wir mit Arne wirklich nochmals in Sichtweite von  Peter Hermann und Roland Markworth, welche einsam im Doppelpack an der Spitze fuhren.

IMG_4218.JPGDer längste Anstieg brachte aber Gewissheit, dass die vorne nicht mit uns spielen wollen, denn wir verloren am Berg wohl 2min. Für uns ging es somit um Platz drei, was ja immerhin ein Podiumsplatz ist. Am Steilstück, wo ich in Runde eins die Luftpumpe schwang, war es um Arne und seine fehlende Übersetzung geschehen. Ich setzte also die Fahrt Richtung Ziel alleine fort und war mir schon ziemlich sicher als Dritter dort einzutrudeln, als erneut ein Platten meine Fahrt stoppte.

IMG_3562.JPGDer Wechsel ging zwar ziemlich schnell, aber der Vorsprung zu Arne war nicht groß genug. So kam ich mit zwei Defekten auf Platz 4 in der Gesamtwertung und als Sieger bei den Masters ins Ziel. Die veränderte Runde tat der Veranstaltung gut, auch wenn am Ende Fahrzeiten von über 5Std. auf der Anzeigentafeln stand.

Auch bei der ersten Enduro-Veranstaltung war das Bergamont Hayes Factory Team auf den Podium. André Kleindienst gewann vor unserem amerikanischen Downhill-Pro Ed Masters. War wieder eine Wochenende unter dem Motto: Schöner Wohnen in Altenau.

Nun ist etwas Ruhe bei mir, weshalb Euer Postkasten bis Willigen leer bleiben wird. Genießt die Bilder, welche diesmal von Markus Nothrof gemacht wurden, da Petra mir den Rücken in Hamburg frei hielt.

Das europäische Sauerland

Dass unsere niederländischen Nachbarn das Sauerland mögen war mir bekannt. Dass aber die Sauerländer eine offene niederländische Meisterschaft ausrichten, zeigt den europäischen Gedanken in einer Form, die nicht mal Helmut Kohl für möglich gehalten hätte. Diese Wahlwerbesendung ist von mir manipuliert und entspricht meistens nicht ganz der Wahrheit. Wählen solltet ihr aber trotzdem, denn beim Material tut ihr es ja auch.

DSC07830.JPGDas Wochenende in Saalhausen war schon lange geplant und das Maritim-Hotel in Grafschaft gebucht. Der Feierabend wurde um 14.00Uhr eingeläutet um evtl. vor Ort noch eine Runde zu drehen. Ich freute mich auf das Rennen und fuhr entspannt Richtung Elbtunnel. Von nun an wurde es einfach anders….Zunächst zählten wir die Kacheln im Elbtunnel um danach auch noch Dehnungsfügen der Autobahn hinzuzuaddieren (30cm pro Kachel und 250m pro Brückenabschnitt). Wir machten nach 1.5Std die erste Pause in den Harburger Bergen, also 26,7km nach dem Start.

Foto(6).JPGWir schafften es somit noch gerade rechtzeitig kurz vor 20.00Uhr die Startunterlagen zu holen. Auf dem Rückweg zum Hotel holte uns dann ein Unwetter ein, wie ich es schon lange nicht mehr erlebt habe. Das Sauerland war in Sekunden weiß vom Hagel und in die dunkle Nacht donnerten die Blitze. Etwas fragend schaute ich mir die umgestürzten Bäume und Wassermassen auf der Landstrasse an. Wird morgen überhaupt ein Rennen gefahren? Und wenn ja, wie sieht die Strecke aus?

DSC07845.JPGDer nächste Morgen zeigte dann ein ganz anderes Sauerland. Es war zwar bewölkt, aber die Temperaturen waren o.k. Die Strassen waren abgetrocknet und der Rest der Bäume stand noch im Wald. Es konnte also losgehen. Ich wählte zwar die etwas wärmere Kleidung, dennoch sah es im Startblock eher nach einem Hitzerennen aus, denn manche Leute hielten kurz-kurz für angebracht.

Der erste Anstieg im nördlichen Teil der Strecke gab gleich Gewissheit, wer niederländischer Meister werden will. Peter Hermann (Firebikes) zog das lange Feld noch länger, bis eine Vierergruppe weg war. Dahinter folgten gleich die beiden schönsten Senioren im Feld. Klar, ich war dabei und Maxalami Friedrich, der seinen Teamkollegen von Firebikes nochmals das Thema Teamtaktik näher bringen muss.

DSC08115.JPGMit der Überquerung des Tales entledigte ich mich meiner Weste, denn das Tempo war hoch und mir war einfach warm. Nach nun gefühlten 1000Hm am Stück auf breiten Forstwegen war unser Schwung mit Max dahin und wir wurden eine 8-er Gruppe, welche aber teilweise die führenden noch sehen konnte. Das mit “in Sichtweite” hörte spontan auf, als es anfing zu regnen. Was für ein Dreck. 16 Reifen werfen so viel Matsch um sich, dass man echt die Lust verlor länger im Windschatten zu fahren. In den Abfahrten merkte man dann aber, dass ein geschütztes Plätzchen einfach 10°C wärmer ist, als im Wind. Auf den Abfahrten wurde nun das Rennen entschieden, da die Kälte jetzt gnadenlos zuschlug.

Ich bog als 6. auf die letzten 40km. Da ein Niederländer direkt vor mir war, konnte ich am Berg noch Körner finden, die mich schnell einen Platz nach vorne beförderten. Platz 4 rückte nun in Sichtweite, als Ramses Bekkenk (klar, ein Niederländer) mit Defekt am Rand stand. Nun kommt aber das Podium schon näher dachten wir uns wohl beide, so dass wir gemeinsam das Tempo erhöhten. Aber immer mit einem Sicherheitsabstand von 100m. Kurz vorm höchsten Punkt wurden wir aber wieder von Ramses gestellt, so dass die Motivation Podium wieder im Keller war. Auf den letzten 15km wird die Strecke dann ziemlich fett. Hier wechseln sich Single-Trails, schöne Abfahrten und einige knifflige Downhills ab. Ich hatte Platz 5 für mich eingebucht und wollte nur noch heil ankommen, als plötzlich der Peter wieder vor mir auftauchte.

DSC08128.JPGSo, nun lag ich auf Platz vier und den letzten Podiumsplatz habe ich kampflos fahren lassen. Manchmal kann man sich auch selber ohrfeigen, aber mehr ging für mich nicht an diesem Tag. Ich war froh über die wasserfeste Hose und die Überschuhe, denn sie haben mir wohl diesen Platz beschert. Bin nun 4. der niederländischen Meisterschaft und als bester Deutscher Dritter bei den Männern. Das hört sich doch gut an. Im Ziel ging es für mich direkt mit dem Rad zum Hochdruckreiniger und dann in das vorgeheizte Auto. Muss wohl nicht erwähnen, dass das Preisgeld für Wiedergutmachungsaktionen bei Petra angelegt werden muss, denn sie stand dieses Wetter am Streckenrand durch.

Nach diesen Strapazen ist nun ein rennfreies Wochenende angesagt. Habe mir da was Besonderes ausgedacht, denn wir fahren zu einer Geburtstagseinweihungsparty……ins Sauerland.

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So mag ich das….

DSC07527.JPGMan erwischt mich ja gerne mal mit Bemerkungen zu Rennveranstaltungen, wie: nur Forstautobahnen hier, nicht ein Single-Trail dabei, zig mal die gleiche Runde, Höhenmeter haben die hier komplett vergessen, keine geilen Abfahrten usw. Ja, das gibt es bei vielen Rennen, nicht aber beim Ruhr Bike-Festival in Wetter. Wer es nicht glaubt, der sollte einem erfahrenen Rennfahrer vertrauen und einmal den Marathon mit 50km fahren.

DSC07518.JPGIch freute mich zumindest darauf und packte auch nur das vollgefederte Fastlane Team ins Auto. Als wenn ein geiler Kurs nicht genug Motivation bringen würde, das Wetter mit strahlendem Himmel zog alle Starter in den Bann auf der Start-Aschebahn. Beim Einfahren am Morgen hatte ich mir bereits die ersten Passagen angeschaut, so dass ich wusste, wo man als erster ins Gelände gehen muss. Kurz vor der Geländeeinfahrt zog ich das Tempo an, öffnete alle Ölkammern der Dämpfer und schoß in den Trail. Unten war nichts mehr von den Verfolgern zu sehen, außer dem Rapiro-Fighter Alex Rebs, der etwas durchgeschüttelt Zuflucht im Windschatten suchte.

DSC07578.JPGAb Kilometer 2 das Ding von vorne zu fahren war nicht nur aussichtslos, sondern auch dumm. So ließen wir die Verfolger um Maxalami Friedrich und Mathias Frohn (Firebike Drössinger) und noch zwei Jungs aufschließen um gemeinsam einen spaßigen Samstag zu haben. Rechts um die Häuser, rein in den Trail, hoch über die Wurzeln um erneut hinterm Zaun in den Wald zu tauchen. Es folgten 48km mit ständigen Wechseln in Beschaffenheit des Untergrundes oder Steigungsprozenten.

DSC07730.JPGNach 30km gaben wir Mathias Frohn artig im Ziel ab, damit er seinen Wiedereinstieg ins Renngeschehen mit einem Sieg feiern durfte. Max und ich machten aber nun ernst und ließen die Verfolger zurück. Nun ging es Rad an Rad in jede Passage, wobei ich dem Herrn Friedrich einmal aus dem Bach helfen musste und ihn danach wieder auf den richtigen Weg brachte. Dafür pfiff er mich zurück, als ich mit brennenden Reifen quer durch eine Absperrung schoß. Mit anderen Worten, wir gaben es uns richtig.

DSC07637.JPGAls mein Tacho 48,745km zeigte, hoffte ich auf den finalen Anstieg, wo ich nochmals alles geben wollte. Dieser kam aber nicht, sondern nur eine Zick-Zick-Wiesenabfahrt, wo ich an Position zwei lag. Schlechte Ausgangsposition, wenn die Zielgerade nur 20m lang ist, schoß es mir durch den Kopf, als ich mich die beiden Hügel runterwarf. Von dieser Attacke war Max wohl etwas überrascht, denn er flog aus dem Pedal und ich gewann mit 10cm Vorsprung den Marathon. So mag ich das!

DSC07827.JPGAuch am Sonntag ging das Bike Festival in Wetter mit Erfolgen für das Bergamont Hayes Factory Team weiter. Das Cross Country Rennen am Morgen konnte ich mit einem beherzten Antritt in der Master 2 Klasse vor Klaus Reinisch (Rapiro) gewinnen. Auch Max bekam seinen Sieg in der Master 1 Klasse, so dass er auch glücklich nach Hause fahren konnte. Der Kurs war echt eine Herausforderung, denn auch hier lagen etlich Wurzeln im Weg und die Sprünge hatten es in sich, wenn man etwas zu motiviert ins Gelände schoß.

Im Feld der Elite gelang meinem Teamkollegen Ben Zwiehoff ein ganz großes Ding, denn er verwies unseren Worldcupfahrer Markus Schulte-Lünzum auf Platz 2. Respekt Ben, da bin selbst ich beeindruckt.

So, in der nächsten Woche geht es nach Saalhausen. 100km habe ich mir da vorgenommen, damit ich nicht wieder mit Klaus Reinisch um jeden Meter kämpfen muss. Hier die neusten Bilder der Bergamont-Jungs: always Vollgas

Zwei kurz, zwei lang und dann?

Wenn man in der einschlägigen Fachliteratur nachlesen würde, was ich natürlich nur selten mache, dann käme dort der Rat der wechselnen Belastungen als Bereicherung für die Fitness des Athleten. Nahm ich mir zu Herzen und zog mal nach zwei kurzen Rennen am letzten Wochenende, zwei lange Rennen aus dem Terminkalender.

DSC06678.JPGDie Mega-Sport Veranstaltung in Sundern mit Runden von 50 und 100km waren der Auftakt zu einem sehr anstrengenden Wochenende. Nach 45min. waren wir noch in Blickweite unseres Wohnzimmers. Toll, so ein Stau in der Hansestadt zu Ferienbeginn. Wir kamen aber noch rechtzeitig zum Essen in Sundern an und fielen danach erschöpft ins Bett.

Geweckt von Jens W., der Stimme des Marathons, machte ich mich langsam rennfertig. Ist halt praktisch ein Zimmer am Startbogen zu haben, obwohl dann doch noch etwas Hektik aufkam, als kurz vorm Start eine Speiche riss. Das Ersatzlaufrad war aber griffbereit und ein lehrreicher Tag begann. Zuversichtlich fuhr ich als Dritter mit Startnummer drei ins Gelände um dann festzstellen, dass hier heute die schnellen Leute das Sagen haben und nicht die Platzhirsche.

DSC06766.JPGSo ging es eher nach hinten in die Verfolgergruppe. Hier fuhren wir aber anständig Rad und wechselten uns schön in der Führung ab. Einige Male schafften wir noch den Anschluß, bevor wir dann endgültig den Kontakt verloren. Gemeinsam ging es mit Sven Pieper und Klaus Reinisch (Rapiro) in den letzten Anstieg der ersten Runde. Hier verabschiedete ich mich von den Kurzstrecklern und fuhr in die zweite Runde.

Hier kam mein Diesel langsam in Schwung ich ich bolzte ordentlich Tempo. Ich fühlte mich gut und hoffte noch darauf einige Starter vor mir einzuholen. Dies war bedauerlicher Weise nicht der Fall, sondern Roland Golderer rollte von hinten auf. Unglaublich, damit hatte ich nicht gerechnet. So ging es den Rest der Runde gemeinsam weiter, bis er mich am letzten Anstieg abstellte. Ich kam somit als 7. ins Ziel mit viel Rückstand auf Sören Nissen (DEN). So hatte ich mir das nicht vorgestellt, aber die Jungs vor mir sind auch 15min. schneller gewesen, als im letzten Jahr.

DSC06866.JPGWas folgt auf ein langes Rennen? Ein langes Rennen in Bad Harzburg natürlich. Ich muss aber ehrlicher Weise gestehen, dass ich die Entscheidung direkt nach dem Start im ersten Single Trail bereute. Während die Markworth-Brothers flockig den Berg hochkurbelten, brach ich mir fast die Kniescheibe um nicht umzukippen. So kam ich als 6. aus der ersten Runde.

Auf den folgenden vier Runden änderte sich aber die Lage dann doch noch. Zunächst musste Danny Götze abreißen lassen. Danach fuhr ich auf Platz 3, der von Arne Vettermann belegt wurde, auf. Die M-Brothers schalteten sich selber aus, denn der eine hatte Defekt am Rad, der andere an den Beinen. So waren wir mit Arne auf einmal die Führenden. Nach 80km war aber mein CERS alle und Arne hatte freie Fahrt. Völlig fertig kam ich als 2. ins Ziel. 5-mal diesen Berg hoch ist einfach nichts für mich!

DSC07512.JPGEs war ein gutes Wochenende für kommende Rennen, denn 200km im Renntempo fährt man selten. Ferner wurden an beiden Tagen die Master 2-Wertung gewonnen, so dass das Bergamont Hayes Factory Team mal wieder ein paar Pokale gewonnen hat. Am kommenden Wochenende geht es nach Wetter. Hier gibt es einen Marathon, der nur um die Ecken geht. Da freue ich mich schon drauf.

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Super Strecke, super Veranstaltung, super Rennen….super geil!

Alle haben immer gejammert, dass man Ostern nur Eier suchen, anstatt Rennen fahren kann. Dem Leiden hat Olaf Nützsche und sein 35-eiriger Betreuerstab ein Ende gesetzt. Der Biehler- und Deutschland-Cup in Bad Salzdetfurth ist ein neuer Meilenstein im MTB-Kalender, denn zwei Tage auf diesen neuen Kurs sind echt mal eine Herausforderung für Sportler und den Würstchenbräter.DSC06044.JPG

Ich reiste mit gemischten Gefühlen in die Sole-Stadt, denn hier musste ich auch schon Niederlagen einstecken. Ferner wusste man auch nicht so genau, was Olaf mit dem Radlader so angestellt hat und wie viele “Herzinfaktpassagen” eingebaut wurden. Ich muss gestehen, dass er einen flüssigen, anstrengenden, kräfteraubenden aber für alle fahrbaren Kurs zusammengebastelt hatte. Respekt Jungs, echt ein Kurs für schnellen Mountainbikesport. DSC06085.JPG

An beiden Tagen wurden alle Master-Klasse gemeinsam auf die Runde geschickt. Während am Samstag noch ein Loch von 15sek. auf die Master 1 zugefahren werden musste, hatten wir am Sonntag gleich eine große Gruppe, welche in den Startloop geschickt wurden um das Feld zu entzerren. Der Matsch von Samstag hatte sich zu Ostern auch verzogen, so dass das Rennen nochmals schneller wurde und noch mehr Spaß machte.DSC06480.JPG

Das Bergamont Hayes Factory Team mit André Kleindienst und mir versuchte an beiden Tagen den maximalen Erfolg ins Nest zu holen. Samstag gelang es uns gut die Master 1 und 2 Klasse zu gewinnen. Nach dem Ostergrillen bei den Kleindienst war am Sonntag wohl etwas Eierlikör in den Waden von André. So übernahm ich früh die Führung und gabe diese auch nicht mehr ab, obwohl Sven Pieper (Rapiro) mich mächtig unter Druck setzte. Platz 3 wurde es für André und somit ein gelungener Einstieg in die Cross Country Saison.

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Mit Olaf Nützsche und Klaus Reinisch (beide Rapiro) am Samstag und wieder Olaf und Clemens Sietas standen bekannte Jungs mit mir auf dem Podest. Es war ein geiles Osterfest in Bad Salzdetfurth was eindeutig mehr Fahrer verdient hätte. Hier ist mal ein Umdenken gefragt, denn man kann auch mit der Familie an der Rennstrecke die Eierchen vernaschen.

DSC06136.JPGNächste Woche wird es dann etwas länger, denn beim Mega-Sport in Sundern stehen 50 oder 100km zur Wahl. Mal sehen, wie im Jahre 2014 das Sauerland so ausschaut….Ach ja, falls das Wetter mitspielen sollte, werde ich wohl am Sonntag noch mal bei Danny Götze zum Cola-Rum oder Bad Harzburger Marathon vorbeischauen.

Hier die ersten Bilder mit neuem Chip in der Kamera: hier feiert man Ostern

Meine Vision 2014

Kein Jahr ohne Ziel. Dies gilt natürlich auch für mich. Man sitzt am Anfang des Jahres vor der Rennplanung und schaut, was so an Saisonhöhepunkten in den Kalender passt. In diesem Jahr steht ein Highlight im Juli an. Ich werde mir wohl zum letzten Mal die Salzkammergut-Trophy “antun”, denn es wird in diesem Jahr noch die leichte Variante mit 210km und 7000Hm geben. Der Veranstalter plant nämlich schon die Trophy 2.0 reloaded the next level….und da wird wieder eine 50% Ausfallquote eingeplant. Und das ist nix für mich.

Um mich auf die Herausforderung vorzubereiten, suchte ich mir den Kyffhäuser MTB-Marathon und Helmuts Höllenritt an diesem Wochenende aus. Ich hatte zwar an beiden Tagen nur die Hälfte der Trophy-Kilometer und ein siebtel der Höhenmeter auf dem Tacho, aber das sind Nebensächlichkeiten. Hauptsache es klebt wieder eine Startnummer am Lenker und das Wasser tropft aus dem Helm.

Der Kyffhäuser MTB-Marathon war letztes Jahr etwas schlammig, was ich sofort beim Veranstalter monierte. Dies wurde bei der 37. Auflage berücksichtigt und die Strecke war in einem perfekten Zustand. Da gab es an keinem Punkt etwas zu meckern (oder doch?). Nach dem Einrollen über die Landstraße ging es ins Gelände. Hier steht der “Gradmesser” für die Saison 2014. Kommt man gut über den Berg, dann läuft es in der Saison. Wird man hier abgehängt, dann muss man nachsitzen und fleißiger trainieren.

Bei mir lief es gut, denn ich kam mit dem späteren Sieger (Christian Kreuchler) über die erste Kuppe. Ich malte mir schon aus, wo ich die Attacke aus der Fünfergruppe setzen soll, um nicht wieder im Sprint zu verlieren, als nach 20km in einer unspektulären Passage der Reifen seine Luft und ich spontan die Lust verlor. Ich musste nun einen Platten reparieren. Hier werde ich wohl nachsitzen, denn es dauerte ewig und zig Leute flogen vorbei. An Position 60 nahm ich das Rennen etwas angespannt wieder auf.

Es lief an diesem Tag gut, weshalb ich an der Streckenteilung nach 40km schon auf Platz 20 lag. Alleine gegen den Wind auf den langen Flachpassagen ist natürlich nicht einfach, das werden die Leute bestätigen, welche versucht haben bei mir im Windschatten zu bleiben. So flog ich förmlich an den Leuten vorbei und bog als 10. und 3. bei den Master 2 in den Zielbereich ein. Es war ein gelungener Auftakt, denn die Form stimmt und die Veranstaltung war wie immer nett, besonders das Wetter. Danke ans Kyffhäuser-Team.

Von meinem Zwischenstopp im Harz ließ ich am Sonntag den Wagen umweltschonend Richtung Dannenberg ausrollen. Hier hatte Vatter Brzezinski zum legendären Höllenritt geladen. Da durfte ich als Titelverteidiger nicht fehlen. Heute zog ich das neue Fastlane Teamfully aus dem Auto, um den Leuten mal zu zeigen, was mit so einem Teil möglich ist.

Da Vatter aber diesmal seinen Sohn Fabian dazugeladen hatte, wurde das Rennen schnell und gnadenlos. Ich versuchte auf den ruppigen Passagen das Tempo über die 5 Runden a 8km hoch zu halten, während Fabian am steilsten Berg immer seine Kraft unter Beweis stellte. Bis Runde vier folgten noch Thorben Saßnick und Thomas Zühlke brav schnaufend im Windschatten, bis Fabian erneut attackierte.

Ich konnte Fabian gerade noch paroli bieten, bis zum nächsten kurzen Anstieg. Hier war mein Akku leer und ich musste ihn widerwillig ziehen lassen. Ich hätte gerne meinem Ex-Teamkollegen den Sieg streitig gemacht. Er gab aber zu, dass es der härteste Höllenritt für in war. Obwohl,  ein Höllenritt war es nicht, denn auch hier passte das Wetter, die Strecke und der Rest sowieso. Hölle war eigentlich nur das Kuchenbüffet am Ende der Veranstaltung, denn 10 verschiedene Kuchensorten mit Kaffee für lau ist echt teuflisch gut.

Nun geht es motiviert in die kurzen Osterwochen. Werde wohl am Oster-WoEn mal in Bad Salzdetfurth zur Doppelveranstaltung im Bikepark vorbeischauen. Olaf Nützsche hat so sehr geschwärmt, dass ich mir selbst mal ein Bild machen muss. Habe ja nicht nur gute Erinnerungen an diesen Ort :-)

Immer auf’m Lack!

Der Trott hat mich wieder und das ist gut so. Nach einer etwas anstrengenden Phase im Büro benötigte ich auch wieder mal die Herausforderung auf dem Rad. Da Teamkameraden und Freunde genug von mir haben oder keinen Urlaub bekamen, mussten wir mit Petra wieder Mal einen kurzfristigen Trainingsurlaub planen. Randbedingungen waren wie immer die gleichen: kurze Hose und Trikot, sowie landschaftlich und kulturell reizvoll.

Foto(3).JPGNach 3min. intensiven Überlegungs waren wieder die Kanaren die erste Option, da mir für die Cape Epic in Südafrika der Partner fehlte. Es dauerte dann aber ein noch paar Tage, bevor ich die Entscheidung gefällt hatte, ob Rennrad oder MTB mit in den Urlaub sollte. Wir entschieden uns erneut für Lanzarote, da man hier auf dem Rennrad gute Bedingungen vorfindet und das Hotel Las Costas in Puerto del Carmen ein perfekter Stützpunkt ist.

Zu meinem Glück hatte Raoul Rothe vom HRV noch seinen Flug verschieben können, so dass wir meinen ersten Dreierblock gemeinsam genießen konnten. Es ist einfach schön, wenn man alles kennt und sich sofort heimisch fühlt. So störte mich der starke Gegenwind am ersten Tag nicht. Auch nicht am zweiten oder dritten Tag!

Foto(5).JPGWir fuhren wieder die schönen Runden durch die Feuerberge oder durchs Gebirge. Das wirklich tolle an der Insel ist die Landschaft und der entspannte Straßenverkehr. Lediglich die Triathleten bringen etwas Hektik in den Alltag, den Grüßen und Schalten in der Liegeposition bei Seitenwind bringt die Jungs gerne mal auf die Gegenfahrbahn. Gut das wir Grüßen , Trinken, Telefonieren und Lenken können!

Was man allerdings anmerken sollte, sind die etwas rauen Strassen. So habe ich innerhalb von zwei Wochen die Hinterradpelle blank gefahren, obwohl ich immer auf’m Lack fuhr. Der weiße Strich am rechten Fahrbahnrand hat einfach den geringsten Reibungskoeffizienten und diese 10cm Lack treffe ich nach den zwei Wochen auch bei 5 Windstärken Seitenwind!

Foto(4).JPGApropos Wind, dieser war in diesmal wirklich ein hartnäckiger Begleiter auf meinen 12 Trainingsfahrten. Es gab keinen Tag ohne Wind und die Kilometer, welche ich fahren wollte schaffte ich einfach nicht in der Zeit, die Petra mir vorgab. Es gab Tage da kehrte ich mit einem Schnitt von 25km/h wieder Heim. Und ich habe den Tag nicht getrödelt, sondern alles auf der Insel verblasen! 16km/h am Unterlenker ziehend auf der Ebene waren gar nicht so schlimm, sondern eher die seitlichen Böen, die einem auf den schnellen Abfahrten erwischten und fast in die Lavafelsen drückten.

Es gibt aber keinen Grund zu klagen, denn das Hotel war wieder Top, wir entdeckten auf Wanderungen und Ausflügen noch zahlreiche beeindruckende Seiten der Insel und die Sonne hat sich nur selten hinter Wolken versteckt. Bin nun wieder gerüstet für die Passagen gegen Wind und für die Berge, wenn ich die Straßenkilometer im Gelände auch umsetzen kann.

DSC05632.JPGAch ja: Wer mein Teambike aus 2012 käuflich erwerben möchte, der erhält ein Unikat in limitierter Teamlackierung mit neuen Schaltungs- und Bremskomponenten. Rest regeln wir unter Männern.

Ehrung ohne Rennen! Wie geht das denn?

Ich wollte Euch ja etwas länger verschonen, aber manchmal gibt es Ereignisse, welche dann doch erwähnenswert sind. So geschehen an diesem Samstag im Konferenzsaal des NDR, anlässlich der Jahreshauptversammlung des Hamburger Radsportverbandes. Bevor es offiziell wurde, genoss ich noch 4 Stunden auf dem MTB bei herrlichem Wetter in den Harburger Bergen. Mein neues Fastlane Fully brauchte einfach Auslauf. So radelte ich gemütlich in die HaBe´s um dort eine 2 Stunden-Runde zu fahren. Da hier in den letzten Jahren zahlreiche Single Trails hinzugekommen sind, wich ich mehr denn je von der Standard-Tour ab und schoss die teilweise herrlichen Abfahrten hinunter. Nach den 2 Stunden hatte der Höhenmesser auch 1053hm auf der Anzeige. Dies sollte für eine Grundlagenrunde reichen.

Auf dem Heimweg begannen nun die Tücken, die nur eine Hafenstadt hat. Klappbrücke im Hafen gesperrt, also musste  der Umweg über Harburg-City genommen werden. Der Zeitverlust wurde mit Geschwindigkeitserhöhung kompensiert. Leider ging dies nur solange wie ich Luft im Vorderreifen hatte. Die letzten Kilometer musste der Tubelessreifen zeigen, dass er Notlaufeigenschaften besitzt und nicht von der Felge fliegt. Angekommen bin ich zu Hause, bloß leider geriet mein Zeitplan etwas ins „schwimmen“. Stress am Wochenende ist nicht wirklich gewollt. Also schnell geduscht und ab in die Bahn. Scheiße, das ist die falsche Richtung. Sichtlich genervt und viel zu spät erreichte ich die Jahreshauptversammlung des RVH.

DSC05601.JPGDa wird man mal geladen und steht als Tagesordnungspunkt auf der Agenda und dann kommt man nicht rechtzeitig. Petra konnte aber die Situation retten, bzw. erklären. Kurz vor der Pause kam dann die Laudatio von Volker Quast und meine Ehrung als Sportler für hervorragende Leistung im Radsport. Es war eine tolle Rede, denn erst wenn man da vorne steht und hört, was man in all den Jahren für Siege und Platzierungen erreicht hat, wird es einem wirklich bewusst und erfüllt einem mit Stolz. Danke Volker für die Worte und natürlich dem Verband für die Ehrennadel in Bronze.

DSC05603.JPGIch ließ es mir natürlich nicht nehmen der weiteren Sitzung zu folgen. Hier wird einem dann klar, wie schwer es so ein Verband ohne die Unterstützung einzelner Personen hat. Meinen Respekt an alle, die sich dort für die Aufgaben zur Verfügung stellen und Ihre Zeit dem Radsport „opfern“. Jeder von uns der auf dem Rad sitzt, sollte stets daran denken, dass alle Veranstaltung nur auf dem Einsatz dieser Ehrenamtlichen beruhen. Also immer locker bleiben, wenn mal ein Pfeil bei der RTF fehlt, der Müsli-Riegel beim Rennen aus ist oder bei der Nummernausgabe die lange Schlange aus mehr als zwei Leuten besteht….!

Natürlich gab es auch kontroverse Diskussionen und Neuwahlen. Marc Bator, der nach seinem Unfall immer noch leicht unrund läuft, wurde als Vize-Präsi gewählt, da er aus Berlin den Verband nicht leiten kann. Bernd Dankowski wird neuer Präsident. Das ist doch mal ein Name, den ich mir auch merken kann. Wünsche Bernd natürlich viel Erfolg in seinem neuen Amt. Er wurde gleich ins kalte Wasser geworfen und musste die Versammlung weiterführen. Hat er aber souverän gemacht…..da geht also was.

Sonntag habe ich dann mal die Straßen im Hamburger Umland getestet. Er war seit mehr als 4 Monaten die erste Ausfahrt über 100km. Dies habe ich am Abend auch gemerkt. Auf der Klingbergrunde ging es aber hoch her, alle 5 km kam ein mir bekanntes Gesicht entgegen. Nach 1.5 Std. mit entspanntem Rückenwind, folgten 2.5 Std. gegen fiesen Gegenwind. Taktisch die falsche Runde gewählt, aber dennoch war es wieder schön mal etwas länger unterwegs zu sein. Mit dem Gegenwind habe ich schon mal den Grundstein für mein Trainingslager auf Lanzarote gelegt, wo wir demnächst für zwei Wochen die Sonne genießen werden. Bis dahin, always Vollgas.

Dano