Bike Festival Willingen

Eins, zwei, drei – Oberkörper frei, gab es diesmal nicht bei uns, denn wir zogen uns in die Pension Edelweiss nach Stryck zurück. Alle die diese Herberge kennen, wissen dass dort das 5-Sterne Frühstück auch wirklich Maßstäbe setzt. Zumindest kulinarisch hat sich die Reise gelohnt, sportlich hingegen reist das Team Bergamont mit Hausaufgaben nach Hause.

Ich hatte in der letzten Zeit wenige Rennen bestritten. Während es im Harz rund um den Ort Hohegeiß noch gut lief und ich trotz eines Defektes den Sieg in der Eliteklasse einfahren konnte, waren die folgenden Veranstaltungen eher Mau. Das Mannschaftszeitfahren mit meinen Airbus-Kollegen war aus sportlicher Sicht etwas hinter meinen Erwartungen. Ist wohl aber nicht verwunderlich, wenn man nie zusammen trainieren war. Wir müssen halt Flugzeuge bauen. Das Straßenrennen in Buchholz hatte ich mir auch anders vorgestellt, denn am Berg ging diesmal nicht viel und ich rollte im Feld ins Ziel.

DSC07731.JPGUm so wichtiger war für mich der Marathon in Willingen. Als Vorjahressieger war ich motiviert und die Tour über den ersten Bergkamm am Freitag verlief bei bestem Wetter sehr vielversprechend. Motiviert konnte ich pünktlich um 7:30 Uhr aus der ersten Startreihe ins Rennen gehen. Relativ schnell merkte ich aber, dass es Tags zuvor flüssiger ging. So kurbelte ich erst in der ersten, dann in der zweiten um später in der dritten Gruppe dem Ziel näher zu kommen. Habe selten darüber nachgedacht bereits nach 55km ins Ziel abzubiegen, an diesem Tag war es soweit.

DSC07743.JPGAls Langstreckenfahrer ist das aber keine Alternative und ich kurbelte den Ettelsberg hinauf zur 96km-Schleife. In guter Gesellschaft ging es schon etwas besser und ich schöpfte etwas Hoffnung, denn auch auf den Abfahrten konnte ich auf meinem Fastlane wertvolle Zeit gewinnen. Nach 70km kamen sie erst links, gefolgt von rechts um dann in beiden Beinen zuzuschlagen – die Krämpfe. Nicht das der Druck auf der Ebene fehlte, auch am Berg war nun Zähnebeißen angesagt.

DSC08037.JPGLogische Konsequenz war nun das Absichern der Platzierung in der Masterklasse auf der Mitteldistanz. Mit viel Schmerzen und noch mehr Kampf konnte ich den Sieg über die 96-Runde gerade noch retten. Wirklich freuen konnte ich mich nicht, denn ich wollte die Langstrecke gewinnen. Es sollte auch ein Härtetest für die Salzkammergut-Trophy sein, der somit gründlich misslang. Werde nun mal meine Hausaufgaben machen und schauen wie es weiter geht. Andre Kleindienst wurde guter Zweiter bei den Enduro-Masters. Er muss auch nur noch ein paar Sekunden finden zum Sieg. Andre Zamponi hatte in seinem ersten Rennen nach längerer Pause auch noch einige Defizite, welche wir mit unserer Mittwochsgruppe schon beseitigen werden.

Also weiter geht es bereits Ende Juni bei der Mad East Challenge 500 in Altenberg. Bis dahin werde ich die Krämpfe abgeschüttelt haben und entsprechend fit an den Start gehen. Das muss man aber auch, wenn die MAD-Mädels und Jungs wieder die Streckenauswahl getroffen habe. Habe schon mal alles an Federweg in die Dämpfer getunt: Matze Mende ich freue mich schon auf Eure Strecken die selbst der Förster nicht kennt…..

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Sorpesee oder Gardasee – egal BERGAMONT rockt überall

Habe schon zahlreiche Beschwerden erhalten, dass die wöchentlichen Berichte fehlen und man nicht weiß, ob man mir am Montag aus dem Weg gehen oder gratulieren soll. Grundsätzlich darf man mir immer gratulieren, auch wenn es nur zum Gewinn einer neuen Erfahrung ist. In den letzten Wochen habe ich viel über schlauchlose Reifen und deren Abdichtung in Erfahrung gebracht. Hierzu muss ich aber sagen, der Zubehörmarkt hat da tolle Sachen….

MEGA-Sport in Sundern

Bin vorsichtig mit dem Begriff Tradition, denn das hat immer so etwas „Altbackendes“, was beim Mega-Sport einfach nicht zutrifft, auch wenn ich hier schon seit Jahren am Start stehe. Für mich ist es meistens das erste lange Rennen der Saison, sprich 100km durchs Sauerland mit ordentlich Zug im Peleton, denn die Jungs von der kurzen Runde drücken ordentlich aufs Gas. Mit dem Peleton war es am zweiten Berg vorbei und wir kämpften eher zu 5 durch den Wald um Anschluß. Der Orangen-Lok (Klaus Reinisch / Rapiro) gelang der Anschluß, der am folgenden Berg wieder eingebüßt wurde. So ist aber halt Radrennen.

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Gegen Ende der ersten Runde kam dann freudig ein Mitstreiter vorbeigeradelt und erzählte mir, dass ich einen Platten hätte, da ich meine Dichtmilch verlöre. Kurz war ich doch etwas nervös, denn auf Basteln hatte ich keinen Bock. So hoffte ich auf die dichtende Wirkung, welche wirklich einsetzte. Ich bedankte mich bei dem aufmerksamen Kollegen und ließ ihn alleine im Wald zurück um auf die zweite Runde zu gehen.

Hier lief dann der Diesel gut, dachte ich. Ich konnte meinen Rückstand auf Platz 4 in der Gesamtwertung (Roland Golderer) bis auf eine Minute runterschrauben und als 5. finishen. Dennoch traute ich meinen Augen nicht, als ich sah, dass Herr Kreuchler mir ca. 10min auf den letzten 45km abgenommen hatte. Das war unglaublich und eigentlich auch siegeswürdig. Es reichte aber nicht ganz, denn Peter Hermann (Firebike) fuhr den Sieg ein. Ich war dennoch glücklich als 5. und Sieger in der Masterklasse bei bestem Wetter, denn Regen stört einen Norddeutschen nicht, an dieser Veranstaltung teilnehmen zu dürfen. Bis zum nächsten Jahr.

Riva Del Garda Bike Marathon

DSC07601.JPG1176km pro Tour für 90km Marathon sind nicht wirklich sinnvoll und mein ökologischer Fußabdruck nimmt Dinosaurierausmaße an, doch es war leider geil. Das Wetter hatte ein Herz für die MTB´ler denn ab 7:30 Uhr zeigte sich der Gardasee von seiner schönsten Seite. Mit leicht veränderter Startaufstellung, die noch nicht alle kapiert hatten, ging zunächst die Langstrecke auf die Jagd. Bereits zum ersten Pass hoch war die Spitze meilenweit enteilt und wir fuhren so an Position 20-30 in die erste Abfahrt. Hier ließ ich das Bergamont Fastlane laufen und die Gruppe war dezimiert. Leider erwischte ich dann auf dem Forstweg einen hinterlistigen Stein, der mir die Luft aus dem Reifen ließ. Hier kam nun die Maxalami zum Testeinsatz. Rein mit der Wurst in die Schadstelle und weiter ging die Fahrt.

NatürlDSC07452.JPGDSC07638.JPGDSC07649.JPGich verlor ich die Gruppe und mindestens 10 Plätze, was aber auf der Länge der Runde kein Beinbruch war. So konnte ich die restlichen 70 km schön mein Tempo fahren und die Abfahrten genießen. Am Berg lief es an diesem Tag richtig gut, denn ich konnte mich hier stets von den Begleitern lösen und zu Vordermännern aufschließen. So beschloß ich auch das Laufrad nicht zu wechseln und eher bedächtig in die letzte steinige Abfahrt zu gehen. Hier verlor ich zwar noch Stefan Sahm, zu dem ich am letzten Anstieg aufschließen konnte, dennoch bog ich als 28. in der Gesamtwertung nach 5:06 Std. ins Ziel ein. Ich hatte es zwar gehofft, wusste es aber nicht: Sieg in der Masterklasse. Endlich habe ich es mal wieder geschafft bei einem großen internationalen Marathon das Podest zu besteigen. Es war einfach ein geiler Tag wo alles passte, auch die Wurst im Reifen.

Nach 20 Jahren Radsport das erste Mal auf dem Podium bei einem Strassenrennen

Hätte nie gedacht, dass an diesem Wochenende Geschichte geschrieben wird. Ist zwar nur meine Radpsortgeschichte, aber ich habe mich wirklich gefreut. So bleibt Marlow in Meck-Pom in guter Erinnerung, auch wenn beim zweiten Rennen der Erfolg aus blieb.

Es war zwar kühl im Norden, dafür schien aber die Sonne und auf dem Marktplatz war alles für eine tolle Veranstaltung hergerichtet. Pünktlich um 15:00Uhr ging es über 30 Runden um die Kirche und den Marktplatz. Was mir auf der Runde am Besten gefiel war allerdings der lange Anstieg der Richtung Ziel führte, denn das Ding hatte es in sich.

 

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Bis zur ersten Prämie hielt ich mich zurück um dann in der darauffolgenden Runde mal zu testen, was die Jungs von der Straße so können. Ruckzuck war die Lücke da, die nur zwei Leute, Andreas Huth und Stefan Mayer schließen konnten. Zu dritt machten wir mächtig Dampf und der Vorsprung wuchs. Nachdem ich kurzzeitig leider auch etwas zurückgefallen war, war nach dem erneuten Zusammschluß unsere Zusammenarbeit perfekt.

Von Runde zu Runde machten wir Boden gut und die Krönung erfolgte 4 Runden vor Schluß, denn wir überrundeten das Feld. Lag natürlich auch daran, dass meine Mitstreiter aus großen Teams kamen und somit die Nachführarbeit des Feldes vereitelten. In der letzten Runde kam es dann zum Showdown, wobei ich im Sprint das Nachsehen gegen Andreas Huth hatte und Zweiter wurde. Es war mein erster Podestplatz in einem Straßenrennen nach 20 Jahren Lizenzsport. Unglaublich!

Nach einem entspannten Nachmittag und Abend an der Küste in Graal-Müritz stand am Sonntag das Straßenrennen „Rund um Marlow“ auf einer 12km Runde an. Hier war es dann hektisch und im Feld fühlte ich mich nicht wirklich wohl. Kann immer noch nicht begreifen, warum man sich auf einer 8m breiten Landstrasse bei 50km/h mit dem Nebenmann streiten muss und sich dann rumschubst, wenn noch 50 Mann im Windschatten sind. Egal, denn in der Endphase des Rennens konnte ich keine vordere Position behaupten, so dass ich an Position 20 in den Zielberg bog. Oben angekommen war ich zwar 12., aber für die Gesamtwertung beider Tage reichte es dann nur zu Platz 6.

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Ich behalte die Rennen in Marlow in guter Erinnerung, denn sie haben echt Spaß gemacht. Nächstes Wochenende geht es aber wieder auf breiten Reifen durch den Wald beim Mega-Sport in Sundern.

Der Auftakt des Bergamont Factory Teams

Das man auf Bergamont Bikes ganz weit vorne ist, ist ja allen bekannt. Nun ist ab dieser Saison noch ENDURA an Bord, die uns funktionale, geile Teambekleidung stellen. Mit den Maxxis-Reifen, den Sun-Ringle Laufrädern und den ANSWER-Anbauteilen steht den nächsten Siegen nichts mehr entgegen.

  Nach ein paar Trainingstagen an der Playa, mit ein paar Grundlagenkilometern, ein paar Dreier-Blocken, ein paar netten Ausflügen, ein paar Tagen mit Sonne, aber auch ein paar Tagen mit Wind und Regen und etlichen Cola´s im Mega-Bierkönig war die Welt wieder in Ordnung: Scheiß drauf, Malle ist nur einmal im Jahr ole ole und schallalla….

Zurück im Norden ging es am drauffolgenden Wochenende direkt zum geliebten Kyffhäuser MTB-Rennen. Als Begleiter gesellte sich diesmal der Stevens-Recke Ede Erdmann dazu. Bei sommerlichem Wetter wählten wir die lange Schleife über 58km aus. Man war das warm am Samstag, noch auf der Einführungsschleife auf der Strasse lief das Wasser aus dem Helm. Was danach kam, war spannend wie immer. Wer ist als erster auf dem Bergkamm?!

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Bis zur Hälfte des Berges konnte ich dem Tempodiktat folgen, wer aber vorne den Takt angab war für mich nicht wahrnehmbar. Ich sammelte mich aber relativ schnell und nahm an Position 10 oder so die Verfolgung auf. Es dauerte aber noch einige Zeit bis ich in einer Dreigruppe etwas Windschatten fand. Leider bogen diese Jungs nach 42km ab, so dass nochmals 18km wieder allein zu bewältigen waren. Am Ende kassierte ich drei Minuten auf die Spitze. Zufrieden über Gesamtrang 8 und den Sieg in der Masterklasse zechten wir in der Bavaria-Alm durstig die alkohlfreien Biere weg.

Wem der Berg im Kyffhäuser zu steil war, der sollte auch nicht ins Hellental fahren. Der Startberg, der für mich 3 mal zu bewältigen war, war echt eine richtige Hausnummer. Während ich nach dem Start noch mit der Spitzengruppe rüber kam, hechelte ich in Runde 2 etwas hinterher um mich in Runde 3 abgehängt hochzuquälen. Am Ende ging es für mich und Rene Hördemann noch um Gesamtrang 4, den er gerne haben konnte, denn der Sieg in der Masterklasse war mich sicher.

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Beide Veranstaltungen waren Klasse mit schönen Strecken und einer tollen Organisation. Weiß ehrlich nicht, was besser war: Der Kyffhäuser Roster im Brötchen oder die Riesenstücke Käsekuchen im Hellental? Der Auftakt war gelungen, auch Ede fuhr mit Platz 2 und einem Sieg glücklich zurück an die Elbe.

Always Vollgas auch am kommenden Wochenende, also morgen, an der Küste in Marlow beim Strassenrennen. Danke für die Fotos an Olaf Nützsche, der jeweils Zweiter bei den Masters wurde.

Die Titelkämpfe

Die WM in Gossau, das Cross-Race in Albstadt, die DM in Borna und das Stevens-Cup Finale in Bucholz waren die Stationen der letzten zwei Wochen. Am Ende der Saison bin ich der Deutsche Serienvizemeister, der gegen den französischen, italienischen und spanischen Meister verliert, aber bei der norddeutschen Elite den zweiten Platz in der Stevensserie belegt. Also alles gar nicht so übel.

Die Master WM in Gossau | Es waren drei Tage, die unterschiedlicher hätten nicht sein können. Wir reisten in den Winter und fanden eine geräumte Strecke vor. Das erste Training auf der Runde machte richtig Spaß, denn die Runde war schnell und der verschneite Untergrund forderte die Technik des Fahrers. Bereits am folgenden Tag war alles anders, denn das Eis und der Schnee war geflüchtet und es wurde jetzt matschig.

DSC01445.JPGAn meinem Renntag waren dann die Bedingungen wie im letzten Jahr, nur schlimmer. Die 20cm Schnee waren über Nacht geschmolzen und befanden sich in dem 20cm tiefen See hinterm Depot. Aus der ersten Reihe durfte ich starten und fuhr auch an zweiter oder dritter Position in den Schlamm. Leider war ich nach der Seedurchfahrt schockgefrostet und wurde auf Platz 6 zurückgeworfen. Als ich wieder ins Rennen fand wurden auch schnell ein Schweizer und ein Belgier überholt und Platz 3 ins Visier genommmen. Leider reichte es nicht an diesem Tag die Lücke zu schließen und es wurde erneut die Holzmedaillie mit Platz 4. Natürlich gab es dort nicht diese tollen Pokale, sondern erst in Buchholz von Lolo an Lars Erdmann (Ü50) und mich (Ü23).

Challenge Cyclo Cross Race in Albstadt | Auf unserer Reise durch Deutschland war ein Stopp in Metzingen geplant um den Kleiderschrank wieder aufzufrischen. Nach einem Tag bei Gucci und Boss war ich wieder bereit zum Radeln. Da Stephan Salschneider kurzfristig das Crossrennen in Albstadt wiederbelebt hatte und die Sonne schien, machte ich mich auf den Weg. Ich fand bei winterlichem Sonnenwetter einen modernen Kurs vor, der als natürliches Hinderniss einen Bahndamm hatte. Der Rest der Runde war ein Mix aus Wiese, Wegen und Passagen mit Treppen durch die zwei Fußballstadien.

Die Sandpassage fiel dem Bodenfrost zum Opfer, weshalb ich die gar nicht entdeckt habe. Es machte aber Spaß, denn der Wechsel zwischen Schnee, etwas Matsch und befestigtem Untergrund war ein guter Test für die DM. Mit einer Fahrzeit von 35min gewann ich das Masterrennen ohne große Probleme. Hätte mir auch Sorgen gemacht, wenn dies nicht so gewesen wäre. Auch das Kuchenbüffet war gut, weshalb man diese Veranstaltung unbedingt wiederholen sollte, insbesondere da man am Feiertag ja sowieso nichts zu tun hat.

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Deutsche Meisterschaft in Borna | Nach einem weiteren Kulturstopp in Weiden ging es ins Braunkohleland nahe Leipzig. In einer netten FeWo schlugen wir zusammen mit Hauke und Mark unsere Bergamont Basisstation auf. Kurze Wege zur Strecke machten das Training unkompliziert, allerdings war man schon ziemlich dreckig nach dem Abfahren der schönen Runde. In einem Waldgebiet ging es ziemlich rauf und runter über einige Erdwälle mit steilen Abfahrten. Leider war die Wiesenpassage schon umgepflügt, so dass man mit 400Watt in Zeitlupe durch den Morast schlich.

Bei unserem Rennen der Masters 2 war das Wetter perfekt, denn die Sonne schien und wir hatten 15°C. Ich erwischte einen Blitzstart und führte die Meute aus dem Stadion. Als einziger fuhr ich den ersten Wiesenanstieg hoch und sicherte mir so einen Vorsprung für die kommenden Passagen. Bis in die zweite Runde konnte ich in der ersten Position bleiben, bevor der Titelverteidiger Ralph Berner aufschloß und mir mein Leben schwer machte. Nun wurde gekämpft um sein Hinterrad zu halten. Leider zogen mir die Wiesen- und Laufpassagen den Saft aus den Beinen und ich fiel auf Platz 3 zurück.

Ich konnte aber die Schmach gegen einen Bremer, Vladi Riha, zu verlieren dann doch noch abwenden und fuhr erneut als Vizemeister nach großem Kampf über die Ziellinie. Hätte mir ein anderes Ergebnis gewünscht, aber Ralph war wieder Top-Fit an diesem Tag und der schwere Boden fand auch seine Gegenliebe. So bin ich zwar Sieger der Herzen, aber dafür gibt es kein eigenes Trikot. Mal sehen, was im nächsten Jahr in Vechta so passiert.

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Stevenscup-Finale in Buchholz | Zum Schluss folgt immer das große Kino in der Schützenhalle in Buchholz: Bier, Suppe, Kuchen und viel Applaus. Einmal für die Sportler, zum anderen aber auch für die vielen Veranstalter und ehrenamtlichen Helfer mit einer stehts gut gelaunten Lolo und einem redewütigen Rene. Schön war es und ich glaube alle fuhren glücklich nach Hause.

Zuvor war aber nochmals Radrennen angesagt. Der einsetzende Schneefall machte die Strecke rutschig, so dass meine Slicks etwas zu glatt für den Untergrund waren, aber die Reifen waren nicht ursächlich für meinen verpassten Start. Von einer hinteren Position ging es aber dann doch relativ gut nach vorne, obwohl an diesem Tag nicht mehr als Platz 6 drin war. Mit Max Lindenau und Jannick Geisler, sowie einem niederländischen Sportsfreund waren auch die Podiumsplätze schnell vergeben. Ich hatte mit Tim Rieckmann zwar Platz 5 noch in Sichtweite, aber ich konnte ihn heute nicht stellen.

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Es reichte aber in der Gesamtwertung für Platz 2  des Stevens-Cups hinter Jannick und vor Sebastian Sattler. Das war ein gelungener Abschluss der Saison und ich freue mich nun auf ein paar ruhige Wochen, wo das Leben ohne Sport wieder im Vordergrund steht. Ab März heisst es dann wieder „always Vollgas“ und zwar auf Mallorca für das Bergamont Factory Team.

Bis dahin chille ich das Leben. Dano

Hier die neusten Bilder des Bergamont Cyclocross Teams: always Vollgas

Das war´s mit 2014

Bevor wir uns alle einen ballern und dann nicht mehr wissen, was so geschehen ist, schreibe ich Euch die wichtige Eckpunkte für das Cross-Jahresende mal auf.

Panther-Cross Cup in Didderse. Ich konnte in diesem Jahr zwar nur an einem Rennen der dreiteiligen Serie teilnehmen, dennoch ist die Reise nach Braunschweig immer lohnenswert. Der Kurs ist ein wirklich schöner Naturkurs, der durch eine sandige Waldlandschaft führt. Die Regenfälle der vergangenen Tage hatte zwar einige Ecken rutschig gemacht, dennoch blieben die Klamotten sauber, zumindest für alle Starter vor dem Schneeschauer.

Ich startete in der Masterklasse, da ich nicht im Unwetter fahren wollte. Direkt am Starthügel hatte ich meine Kontrahenten aus der letzten Startposition überholt und ich begann mein Rennen von vorne. Ich konzentriete mich in den rutschigen Kurven und zog am Berg richtig durch, so dass ich alle bis auf Platz 2 überrunden konnte. Tut mir Leid Jungs, aber das musste einfach mal sein.

Stevens-Cup Appenbüttel. Zum zweiten Mal fand der Weihnachtscross in Appenbüttel start. Hier startete ich, bzw. stolperte von Position zwei ins Eliterennen. Nach der Startgerade lag ich auf Position 6 oder so und stocherte wie ein Anfänger über den neuen Kurs. Der Veranstalter hatte einige Schleifen durch den Wald neu angelegt, was teilweise in großen Schlammgruben endete, dennoch war der Kurs gut präperiert.

DSC04855.JPGDSC04859.JPGDSC04891.JPGDSC04965.JPGIch kam mit meinem Weihnachtsspeck nie ins Rennen und der   geplante zweite Rang war nicht mal ansatzweise realistisch. So musste ich mich mit Platz 4 zufrieden geben. Es war wohl mein schlechtestes Rennen in diesem Jahr, denn eigentlich weiß ich bis heute nicht, warum die Beine nicht wollten.

Finale Deutschlandcup in Vechta. Das Rennen in Herford ließ ich nach dem Desaster beim Stevens-Cup lieber aus, was mir und dem Material gut tat. In Vechta ging es dann gegen alle Konkurrenten auf dem DM-Kurs 2016 wieder voll zu Sache. Ich erwischte einen guten Start und bog als erster auf die neuen Passagen auf der Speedway-Bahn. Mit einem hohen Tempo hatte ich das Feld schnell in die Länge gezogen, ohne dabei einen entscheidenen Vorsprung auf den Meister Ralph Berner zu erreichen.

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Ab Runde drei übernahm Ralph dann die Führung und wir fuhren in Zentimeterabstand über den Kurs. Ihm gelang es nicht in den technischen Passagen Meter zu gewinnen und mir gelang es an den Anstiegen auch nicht einen Vorspung herauszufahren. So übernahm ich in der letzten Runde vor den letzten Kurven im Wald die Führung um ihn meine Linie aufzudrängen. Leider schlug der Plan fehl, denn auf einem Wiesenstück rutschte ich über beide Räder weg und legte mich hin.

So war das Finale nicht wirklich sportlich für mich, aber dennoch bin ich nicht entäuscht. Als Sieger des Deutschlandcups 2014 ist diese Niederlage beim Finale gut zu verkraften, denn ich blicke zuversichtlich Richtung der Weltmeisterschaft in Gossau /CH und der DM in Borna.

Kommt gut rein ins Jahr 2015.

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….und was sonst noch so geschah!

Viel ist passiert seit der letzten Ausgabe der kämpferischen Cross-Depesche. Um nicht erneut viel Zeit zu verlieren, will ich gleich mit dem Bericht vom Stevens Cups in Neumünster beginnen.

Stevens Cup Neumünster | Da in diesem Jahr kein zeitgleicher verkaufsoffener Sonntag im Outlet-Center vorzufinden war, musste der Dano allein in den Stadtwald. Im Stadwald angekommen war es fast wie im Vorjahr, dennoch waren einige Ecken neu abgesteckt, was den Kurs aufwertete. Auf der langen Startgeraden erwischte ich einen guten Start und setzte mich an die Spitze vor Jannick Geisler und Justin Rudolph (beide Stevens). Die beiden Jungs beobachten mich kurz um dann in Runde zwei anzugreifen und mich allein im Stadtwald zurückzulassen.

So hatte ich mir das nicht vorgestellt! Also versuchte ich den Anschluss wieder herzustellen. Als Justin wieder in Sichtweite war, war auch Herr Jan Büchmann gefährlich dicht an mich herangefahren. So im Sandwich fuhren wir weitere zwei Runden um dann festzustellen, dass es weder für mich nach vorne ging, noch für Jan. Jannick gewann ganz entspannt vor Justin und mir. Mein gelbes Leadertrikot war ich wieder los, dafür schmeckte der Kuchen.

Norddeutsche Meisterschaften in Büdelsdorf | Kurz hinterm Nordostseekanal liegt diese beschauliche Ortschaft, welche eine wirklich schöne Runde am Sportplatz neu ausgeflattert hatte. Alles war da, was ein Crosser haben will. Wiesenanteil mit kleinen Hürden, Waldwege mit Wurzeln, Berge mit Anstiegen (haha) und zwei kleine Sandkisten waren in den Kurs integriert. Hier wurde einem trotz des kalten Nordwindes schnell warm.

Im Rennen der Masters konnte ich, nachdem ich beim Start aus dem Pedal geflogen war, noch vorm Zick-Zack auf der Wiese die Führung übernehmen. Von dort konnte ich meine Linie fahren und den Vorsprung kontinuierlich ausbauen. Zwar schaffte ich nur einmal die Kurve in der Sandkiste fahrend zu bewältigen, dennoch war mein Sieg nie gefährdet. Nun habe ich zumindest schon mal den Titel des Nord- und Hamburger Meisters in der Bergamont- Rückentasche.

Deutschlandcup Queidersbach | Am letzten Wochenende ging es dann nach Hessen, bzw. nach Rheinland-Pfalz zum Deutschlandcup. Als Betreuer fungierte diesmal mein Vater, da wir uns mal ein Männerwochenende gönnten. Der Kurs in Queidersbach war genau mein Ding, denn die Anstiege hatten es in sich und die drauffolgende Waldpassage war wirklich schön. Im Bereich vom Start- und Ziel war durch die belgische Doppelbrücke eine gute Übersichtlichkeit für die Zuschauer gegeben. Hier war ich bestimmt nicht das letzte Mal.

Im Rennen der Master gab es das erste Aufeinandertreffen mit dem Deutschen Meister Ralph Berner und den frischen Europameister Michael Stenzel. Es dauerte genau eine halbe Runde bis wir zu dritt vorne waren. Danach begann ein Kampf auf Augenhöhe. Ich attackierte meistens bergauf um dann festzustellen, dass zumindest Ralph hier problemlos folgen konnte. So bogen wir dann nur noch zu zweit in die beiden letzten Runden. Hier schielte ich dann doch schon reichlich nach dem Berg und strauchelte an einem Baum. Die Lücke zu Ralph war da und konnte von mir an diesem Tage auch nicht mehr geschlossen werden. Glückwunsch an Ralph, der mir meine erste Niederlage in der Masterklasse bescherte. Als Dritter erreichte Michael das Ziel, den Sprint zum Kuchenbüffet gewann er hingegen.

Deutschlandcup Bensheim | Nach zwei Tschechischen Bieren und einem Rumpsteak war die Renntaktik für den folgenden Tag beschlossen und wir genossen den Abend. Bereits morgens ging es zum Strecken-Check auf die Runde. Die Charakteristik des Kurses war eine völlig andere. Hier bestimmte die Kurven und Wiesenstücke das Geschehen, im Wechsle mit einigen gifftigen Wellen und einem Steilstück.

Mein Start war wieder etwas verhalten und ich reihte mich hinter Michael Stenzel und Vladi Riha ein. Hier gab es einiges Gerangel bevor ich vor einer etwas technischen Passage mit einem Zwischensprint die Führung übernahm. Dies war taktisch richtig, denn die Verfolger verloren hier wertvolle Meter. Ich nutzte die Lücke und gab weiter Gas. Mein Vorsprung wuchs leicht an und ich konnte meine Verfolger in den Wiesenschleifen gut beobachten. Da in der darauffolgende Runde der Abstand weiter vergrößert wurde, konnte ich das Rennen von vorne gut bestimmen. Ohne technische Fehler auf dem nun schweren Boden spulte ich die 40min. ab. Es lief an diesem Tag gut, was auch gut für die Moral ist nach dem Tag in Queidersbach. Michael Stenzel wird Zweiter vor Vladi Riha. Der Deutsche Miester belegte Platz 5.

Die Triologie des Stevens-Cups

Die letzten beiden Wochenenden wurden genutzt um einige Punkte für die Gesamtwertung des Stevens-Cups zu sammeln. Die nördlichen Stationen wie Kiel, Dassow und Bad Doberan waren bestens präpariert für tolle Veranstaltungen und auch das Wetter hielt an diesen Wochenenden die meisten Fahrer trocken.

In der Landeshauptstadt Kiel war mein Start eher verhalten und ich ging als Vierter im Elitefeld auf dem bekannten Kurs ins Rennen. Schnell übernahm Jannick Geisler (Stevens) die Führung, während Jan Büchmann (elektoland24 Cross Team) und ich schon in Schwierigkeiten waren. In der nächsten Runde war es dann um mich geschehen, denn am Steilstück drückte ich so aufs Pedal, dass das Hinterrad aus dem Rahmen rutschte. Nun war basteln angesagt, während vorne der Sieg ausgefahren wurde.

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Es war heute aber nicht der Tag um aufzugeben. Da man an an mehreren Teilen der Strecke seine Konkurrenten beobachten konnte, war schnell der Jan im Wald entdeckt und die Witterung aufgenommen. Von nun an begann das Hase und Fuchs-Spiel im Kieler Wald. In jeder Runde kam der alte Fuchs dem Hasen näher, bevor zwei Runden vor Schluß meine Attacke am Berg den Hasen in seinen Bau schickte. Ach ja, Jannick wollte nicht mitspielen und gewann mit viel Vorsprung das Rennen. Mir hat es in Kiel gefallen.

Bei diesem WoEn-Wetter wurde es zwar nicht hell, aber mit meinem neuen Dress konnte man mich überall sehen. Dies war in Dassow eher nicht so gut, denn außer einem guten Start war nicht viel Positives zu berichten. Ich versuchte nach dem Start den Jungs am Anstieg mal zu zeigen, wer hier heute zu schlagen wäre. Sie schauten, lachten und fuhren einfach schneller. Ich hatte einen schlechten Tag erwischt. Ich kam in den Sandpassagen gut zurecht, aber am Berg verlor ich an diesem Tag das Rennen.

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Justin Rudolph (Stevens), Tim Rieckmann (BOC-Bergamont-Racing Team) und Micheal  Witte (Buchholz) fuhren locker auf und davon, so dass ich sie auf der endlosen Zielgerade nicht mal mehr sehen konnte. Ich war drauf und dran das Rad für immer an den Nagel zu hängen, als ich merkte, dass die Jungs wieder in Sichtweite kamen. Nachdem Michael durch Radwechsel seinen Platz an mich abgegeben hatte, ging es dann doch mit Volldampf auf die Verfolgung. Leider reichte es nicht ganz, denn die 15sec. Rückstand waren auf der Zielgerade nicht mehr zuzufahren. Glückwunsch an Justin und Tim.

Der Grieche in Bad Doberan erkannte sofort, dass ich etwas zum Aufheitern brauchte. So hatte ich vorm Essen schon ein paar Ouzo´s und entsprechende Biere verhaftet. War ein netter und doch lustiger Abend. Tags darauf, nach dem Zähneputzen natürlich, ging es erneut um die Ehre. Mir war klar, dass ich diese Niederlage nicht auf mir sitzenlassen konnte. Nach dem Start übernahm erstmal Arne Vettermann die Führung. Der zog so an seinem Spezialized-Bock, dass wir zu Viert weg waren. Tim Rieckmann folgte wie am Gummiband. Mal dran, mal weg. Mal nah, mal fern.

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Ab Runde drei nahm dann Max Lindenau vor Justin Rudolph (beide Stevens) das Rennen in die Hand. Dies konnte ich aber nicht zulassen. So nahm ich die Hügel, wovon drei pro Runde zu bewältigen waren, gerne mal mit Vollgas. Da wurde hinter mir auch atemintensiver Luft geholt. So ging es einige Runden, bevor Justin als erster abreißen lassen musste. Nun fuhr U23-Max gegen Ü-43-Dano. Ich war guter Dinge, denn eigentlich lief es heute gut. Max ist aber ein raffinierter Fahrer und er gab mir immer kleine Stiche durch seine Tempoverschärfungen. Am Ende hatte er drei Körner mehr und hängte mich auf den letzten Metern ab. Heute noch, denn in Neumünster nächste Woche wird es schon anders aussehen….

Ach ja, der Bergamont-Dano ist nun Führender beim Stevens-Cup

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Dano´s Deutschland-Cup

Oft wird man gefragt, welche Rennen man gerne fährt und warum gerade diese. Ich könnte jetzt hier lang und breit was dazu schreiben, aber das brauche ich nicht. Die beiden Deutschland Cup-Rennen in Kleinmachnow und Bad Salzdetfurth boten nämlich genau das, was ich an Crossrennen liebe.

Während der Veranstalter in Berlin keinen Grund hatte seine Strecke zu verändern, wurde in Bad Salzdetfurth nochmals Hand angelegt. Olaf Nützsche hatte mir nämlich versprochen eine Siegerstrecke zu bauen, wenn ich ihm seine ersteigerten Winterreifen mitbringe. Gesagt getan und die Strecke war nochmals besser, als die DM-Strecke 2012.

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Beide Strecken bieten den perfekten Mix aus konditionell anspruchsvoller, technischer und schneller Runde. Man hat kaum Zeit sich zu erholen, denn der wechselnde Untergrund wie Sand, Wiese oder Waldwege fordern immer vollen Einsatz. Insbesondere die Sandpassagen, welche meistens zu Laufen waren, brachten den Puls in unerwartete Höhen.

Wenn es denn Spaß macht, dann läuft es auch. So konnte ich an beiden Tagen aus der ersten Reihe ganz geschmeidig das große Starterfeld der Master 2 in das Rennen führen. Von dort konnte man natürlich auch die beste Linie nehmen und da schnell fahren, wo es einem nicht so weh tat. Nach ein paar Runden hatte ich bereits einen sicheren Vorsprung, welchen ich bis ins Ziel weiter ausbauen konnte. Ich habe die Rennen genossen, denn es lief einfach gut.

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Während am Samstag noch Michael Stenzel und Vladi Riha neben mir bei der Siegerehrung standen, durften am Sonntag neue alte Männer zu mir aufs Podest. Mit Bernd Pfeiffer und Volker Simonson machte es aber auch Spaß sich feiern zu lassen. Habe nun den ersten Teil meiner Saison abgehakt mit 4 Siegen beim D-Cup. Werde nun die Beine etwas baumeln lassen um im Dezember wieder durchzustarten. In diesem Zusammenhang habe ich auch auf die Europameisterschaft verzichtet, denn es gibt neben schönen Veranstaltungen auch den Gegenpol.

Ach ja und was eigentlich das beste am Wochenende war, war die Paul Lindenau-Show. In seinem ersten U23-Jahr zeigt er der Konkurrenz, was man auf dem Rad so alles anstellen kann. Einfach schön zu sehen, was aus dem Kind auf dem Titanrad mit 14″-Räder geworden ist. Von ihm wird man bestimmt noch mehr hören.

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Hamburg – Nizza – Lohne

Nicht dass Ihr alle glaubt ich sei unterm Herbstlaub verschwunden nur weil mal ein Bericht nicht rechtzeitig geschrieben wurde. Ich hatte eine schöpferische Pause, bzw. es siegte mal die Unlust. Doch nun gibt es wieder die gewohnten Neuigkeiten rund um die Rennen der Region, bzw. von etwas weiter weg.

Auf geheimer Mission waren wir für eine Woche an der franz. Mittelmeerküste in Frejus. Mein Sponsor stellte dort zum ersten Mal die Bergamont-Palette neuester Räder vor und ich überraschte die Jungs. Sie hatten aber alles richtig gemacht. Der Stand war als erster aufgebaut, man hatte Strandzugang, man rockte die Party und verbreitete bis zum Schluß die beste Stimmung. Kann aber auch daran gelegen haben, dass ein Pornosternchen sich die buntesten BGM-Räder auslieh um ein paar Fotos zu machen. Da mussten natürlich 3 Mechaniker helfen.

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Sportlich ging es natürlich auch voran. So wählte ich einmal den Canyon Roc Marathon über 85km und den Roc d ‚Azur mit 56km als Herausforderung aus. Zum Glück hatte ich mein Fastlane eingepackt, denn das Gelände bot alles was man sich mit Federweg wünscht. An beiden Tagen ging ich zwar erst aus dem zweiten Block ins Rennen, aber die 800 Starter vor einem störten nicht wirklich, denn das Gelände war zu geil um sich über andere aufzuregen.

Es lief gut an beiden Tagen, denn ich konnte sowohl bergauf als auch bergab den Leuten zeigen, wie man in Norddeutschland MTB fährt. Es machte Spaß wie auf einer Achterbahn durch die schmalen Trails zu hämmern und nicht zu wissen und zu sehen, was danach kommt. Schnelle Kurven, ausgewaschene Bäche, Absätze und Felsvorsprünge oder einfach flowige Kurven wurden auf beiden Kursen geboten. Man war am Ende zwar fix und alle, aber das Grinsen ging nicht mehr aus dem Gesicht. Insgesamt hat die Roc d’Azur Suchtgefahr.

DSC02514.JPG DSC02496.JPGKulturell liegen Nizza, St. Tropez, Cannes, Monte Carlo und Lohne nicht auf einer Linie, beim Wetter hingegen gab es kaum Unterschiede. Und das war gut so. Bei herrlichem Wetter wurde die zweite Runde zum Deutschlandcup ausgetragen. Leichte Änderungen wurden am Kurs vorgenommen, welche mir persönlich gefielen. Insgesamt ist es ein sehr runder Kurs mit schnellen Naturpassagen und technischen Abschnitten mit Hürden und Treppen.

Mein Start bei den Masters 2 war etwas verhaltener als sonst, so dass ich als Vierter ins Gelände ging. Bereits als Dritter hinter Vladi Riha und Michael Stenzel bog ich auf den Zielhang, wo ich ohne Gnade attackierte. Der Schlag saß und ich brauchte genau eine Runde um wieder Atmen zu können. Erneut zog ich am Berg an und vergrößerte von da an jede Runde meinen Vorsprung. Es machte aber auch einfach Spaß auf dem Kurs und vor den Zuschauern den Berg zum Aussichtsturm sportlich zu nehmen. Am Ende standen die gleichen wie in Horn auf dem Podium und wir hatten alle unseren Spaß.

Nun geht es mit dem Stevenscup in Kaltenkirchen weiter.