Familie, Freunde, Kultur, Wein und die Cyclassics

Nach der Transalp war die Luft etwas raus und ich trat mal kürzer. Musste feststellen, dass das auch wunderbar funktioniert. Habe mir dabei schon mal den Crosser geschnappt, damit man sich auf neue Ziele konzentrieren kann. Ferner ist das norddeutsche Wetter auch schon eher herbstlich.

Bevor es aber wieder auf die schmaleren Geländereifen geht, stand noch ein schöner Marathon im Süden auf dem Programm. Wir hatten Asyl bei meiner Cousine in Darmstadt bekommen, so dass wir dort einen netten Zwischenstopp einlegten und ich die Trails der Burg Frankenstein für mich entdeckte.

Von dort fuhren wir dann weiter nach Neustadt an der Weinstraße. Alle hatten von den tollen Singletrails geschwärmt, so dass ich das mit meinem BERGAMONT Fastlane ausprobieren musste. Zuvor trafen wir uns aber noch mit Freunden in Karlsruhe um mal die heimische Küche zu testen. Ja, Essen kann man da gut!

DSC05509.JPGDSC05660.JPG DSC05658.JPG DSC05651.JPG DSC05636.JPG

Natürlich standen beim Rennen , dem Sigma-Marathon Neustadt, für mich zwei Runden a 45km an. Wenn man schon da runter fährt, dann bitte jeden Trail zwei mal. Es war die richtige Entscheidung, denn die Runde war echt galaktisch. Selten ein Rennen gefahren, wo es einen so großen Trailanteil gibt. Technisch war es auch nicht ohne, so dass das Fully schon die richtige Wahl war. Kurzzeitig gelang mir der Sprung in die Spitzengruppe zu Karl Platt, bevor ich mich wieder auf der Verfolgung befand.

In der zweiten Runde wurde es dann echt hart. Ich kämpfte mit Krämpfen und musste Platz 5 und 6 schweren Herzens ziehen lassen. Den siebten Rang konnte ich aber behaupten und bog völlig ausgepumpt ins Ziel. Eine wirkliche tolle Runde mit einer sehr guten Organisation. Da muss man einfach gewesen sein.

An diesem Wochenende war Hamburg wieder unter Kontrolle der Rennradfahrer. Bei den Euro Eyes Cyclassics wurden wieder an die 20.000 Radsportbegeisterte in die schönste Stadt Deutschland gelockt. Für mich standen die 155km an, während sich die BERGAMONT Deerns und mein Vater die 60km ausgesucht hatten. Bei besten Bedingungen standen wir alle gespannt in den Blocken.

Auf der langen Schleife ging es sportlich, aber ohne Hektik und Stürze los Richtung Köhlbrandtbrücke, Harburg, Buchholz, Jesteburg, Harburg und zurück in die Innenstadt. Ich konnte mich gut im vorderen Feld aufhalten, da manche Windkanten kurzzeitig Gruppen entstehen ließen, welche das Feld sporadisch teilten. Nach der Innenstadtdurchfahrt gab mir Petra noch eine Trinkflasche um die letzten 60km mit einigen Hügel zu überleben.

Beim letzten Anstieg versuchte ich dann mein Glück. Mit dem späteren Sieger  zerflückten wir die Gruppe und es entstand ein kleines Loch. Leider war man sich danach mit den aufgeschlossenen Fahrern nicht einig, so dass wir wieder in einer geschlossenen Gruppe auf die Zieleinfahrt zurollten. Hier verhakten sich zwei Jungs und ich musste etwas abbremsen, so dass der Sprint eher eine schnelle Alleinfahrt wurde. Am Ende war es Platz 7 in der Altersklasse und 22 Gesamt. Was mich aber noch mehr freute war der Gewinn der Kösterbergwertung. Ist halt typisch BERGAMONT, dass der Hanseat die Bergwertung gewinnt.

Die Bike-TRANSALP 2016

Lange hatte ich mich gesträubt, doch Max Friedrich hat mich doch dazu bekommen mit ihm und dem Support von toMotion das Thema Alpenüberquerung in Renntempo anzugehen. Nun standen 7 Etappen mit 519km und 17.736Hm an. Die Orte zum Erholen waren Imst- Nauders- Scoul- Livgnio- Bormio- Mezzana- Trento- Arco, welche wir über sehr, sehr geile Strecken und teilweise fürchterlich lange Anstiege anfuhren, während der Betreuerstab über kurvige und enge Passtrassen musste. Mein Ziel war klar, denn ich bin Rennfahrer: Einmal Podium wurde angepeilt, denn mit Max hatte ich einen guten Partner.

Nach einer sehr seriösen Planung von Andrea, Uli und Max Eltern bzgl. Betreuung, nahmen wir voller Freude das Rennen auf. Am ersten Tag wusste man nicht wirklich wo man steht, weshalb vorne fahren immer eine gute Wahl ist. Dies gelang uns perfekt, denn zum Ende der Etappe überrollten wir alles und fuhren als zweites Master-Team ins Ziel. Mensch war das toll, schon am ersten Tag das Soll erfüllt. Da geht doch mehr war unsere Meinung um am zweiten Tag vom führenden Weltmeister-Team und zwei Bergflöhen aus Costa Rica geerdet zu werden. Platz 3 in der Tageswertung mit ordentlichem Rückstand.

Na gut, dann muss uns halt der dritte Tag nach vorne spülen. Dieser Tag wurde dann aber doch unser härtester Tag, da Max nicht richtig in Schwung kam. Ich kam zwar in Schwung, aber nur, weil ich es 5min. vorm Start noch schaffte mein Ersatzrad aus dem Auto zu zerren. Mit einem gebrochenen Bremshebel ist halt nicht gut Höhenmeter auf Bergpässen zu vernichten. So schrieben wir den Tag als Tagesvierter ab und genossen das ruhige Abendessen ohne Siegerehrung. Für die nachfolgenden Tage habe ich mal ein paar Tagesberichte eingefügt:
DSC01902.JPGDSC01890.JPGDSC01900.JPGDSC01936.JPG

20.07.16: Diesmal war unser Start in Livigno etwas entspannter, da jede Schraube nochmals vom Fachmann begutachtet wurde und somit ohne Hektik losgefahren werden konnte. Die 6km neutralisierte Phase kam uns auch zu Gute, so dass Max und ich vor der ersten Frau in der Berg fuhren. Ego gut, Beine gut! Wir kurbelten erneut unseren Stiefel den ersten Pass hoch. In der Ebene übernahm ich wieder die Führung und führte uns in eine schöne 6er Gruppe. In der folgenden Abfahrt griff unsere neue Taktik. Max mit Vollgas runter, während ich das Feld nach hinten absichere. So bleibt er in der Gruppe bis weit in den nächsten Anstieg und ich kann im Anstieg mein Tempo fahren. Am Schlussanstieg, irgendwie 1300Hm am Stück, fuhr ich erneut einen Vorsprung heraus um Max nicht aufzuhalten. Der Plan ging voll auf, trotz Platten bei Max, da unsere Betreuerin genau dort einen LRS bereit hielt. Im Ziel-Downhill griff ich dann noch ein Team an, um möglichst viel Vorsprung ins Ziel zu bringen. Es wurde der dritte Gesamtrang bei den Master und zusätzlich ein ordentliches Zeitpolster auf unsere Verfolger. Es war ein toller Ritt auf einer schönen Strecke nach Bormio.

DSC02068.JPGDSC02086.JPGDSC02184.JPG DSC02532.JPG

22.07.16: Tag des Handwerks in Italien! Eigentlich begann der Tag schön, denn die Dichtmilch wirkt auch bei 245er Breitreifen am Benz. Voller Zuversicht ging es in die 12km neutralisierte Phase. Da Karl Platt pullern musste, stoppte der ganze Tross. Ich verlor hierbei Max aus den Augen und knallte mit den ersten Masterfahrern in den Berg. Zu spät bemerkte ich, dass Max nicht mehr vor mir war! Zeitgleich wurde ich auch von anderen Fahrern informiert, dass Max mit nachpumpen beschäftigt ist. Kurze Zeit später nahmen wir die Fahrt aber wieder auf. Bis zu ersten Betreuung sammelten wir etliche Leute wieder ein. Uli gab uns dann nach 18km ein frisches Laufrad und die sportliche Fahrt ging weiter. Kurz vor der Passhöhe hatten wir das dritte Masterteam bereits eingeholt und ich hoffte nun auf etwas Entspannung! Leider ging die Hoffnung schnell flöten, denn Max war nicht mehr im Windschatten. Also umgedreht und Max beim Geradebiegen eines Kettenblattzahnes  geholfen. Danach lief es dann rund. Max tauschte zwar noch zweimal ein Laufrad, aber das brachte mich nicht mehr aus der Ruhe. Sobald er im Windschatten war ging die Tachonadel nie unter 30km/h, egal ob Gegenwind oder Gegenanstieg. Wer im Rennen basteln möchte, der muss die Zeit woanders rausholen. Die Zielgerade nahmen wir dann mit 45km/h, da sie nur leicht ansteigend war, um unseren Zeitverlust in Grenzen zu halten. Haben wohl nur 3 min auf unsere Rivalen von Rockymountain verloren. Puh! Ach ja, nun darf Max nochmals in Ruhe basteln.
DSC02538.JPGDSC02292.JPG DSC02212.JPGDSC02506.JPG

23.07.16: Letzter Tag der Transalp ist immer was Besonderes. Der Weg von Trento nach Arco war kurz, 52km, steil, da 1500Hm am Stück und nass. Diesmal vom Regen und nicht vom Schweiß! Wir kamen gut in Tritt und schlossen sogar auf das führende Mixteam auf. Natürlich überholte ich sofort, denn die Führung in meinem Leben kann ja nicht komplett von Frauen übernommen werden. Max sah das anders, denn er ließ sogar noch eine Frau vor. Als dann die richtig alten Männern noch vorbeizogen, musste ich bei Max Hand anlegen um unseren Vorsprung abzusichern. Der Plan ging auf, denn wir erreichten den Pass vor den Verfolgern. Die Abfahrt nahmen wir sehr vorsichtig, da rutschig und der Tag des Handwerks ja gestern war. Allmählich wurde uns bewusst, dass es jetzt doch der dritte Gesamtrang in der Masterklasse bei der Transalp sein wird. Nach Kilometer 52 war es dann Gewissheit, Max und ich stehen auf dem Podium. Ist schon ziemlich toll bei solchen internationalen Rennen das Podest zu besteigen.

DSC02803.JPGDSC02787.JPG DSC02837.JPG DSC02845.JPG

Mein persönlicher Dank geht erstmal an Petra, die ihren Urlaub für diesen Spass geopfert hat. Bergamont, Hayes, Maxxis, Sun Ringle, Magura, Abus  und Sram haben perfektes Material, da hier nicht ein Ausfall zu geklagten war. Mit Andrea, Uli und Max-Eltern hatten wir die besten Betreuer! Ohne deren Support hätten wir nicht mal unsere Nummern, geschweige den Rest auf die Kette bekommen! Mit toMotion läuft so eine sportliche Alpenüberquerung quasi von allein. Danke Andrea!

Nun trinke ich auf jeden Höhenmeter ein Bierchen!

Das war unsere erfolgreiche Transalp. Ich trinke immer noch auf die Höhenmeter und freue mich auf etwas Rennabstand. Wenn ich am Sonntag nicht arbeiten muss, dann geht es zur Helmut Niemeier-RTF. Es gibt schönere Anlässe als eine Gedenkfahrt, aber das bin ich und viele andere Helmut einfach schuldig.

Hier die neusten Bilder: always Vollgas

Jeder glücklich Zweiter, keiner mehr Verlierer!

Ja ich weiß, viele denken, der ist zu dämlich zum Gewinnen. Mag schon was dran sein, aber in diesem Jahr freue ich mich über meine Platzierung, denn damit hatte ich nie gerechnet. In den letzten Wochen musste das Training etwas in den Hintergrund rücken, denn Airbus benötigt momentan jeden Mann an Bord.

Da sind die abendlichen Einheiten eher von kurzer Natur, was bei einem Marathonfahrer nicht wirklich als Training verbucht werden kann. Zumindest rostet dann die Kette nicht ein. Mit wenig Hoffnung auf den Titel reiste ich in diesem Jahr nach Saalhausen zur Deutschen Meisterschaft im Marathon. Hatte schon Respekt vor der neuen Runde mit 108km und 2600Hm.

ADSC01749.JPGm Freitag konnte ich noch eine 30km-Schleife abfahren. Die Strecke war gut beschildert und der Untergrund sehr griffig. Neben einer ziemlich langen Steigung waren auch einige schöne Downhillpassagen eingebaut worden. Nach einer 10-km Einführungsrunde sollte eine 49-km Schleife zweimal absolviert werden, so dass uns auch die Betreuer an einem Punkt doppelt beglücken konnten.

DSC01876.JPG DSC01861.JPG DSC01846.JPG DSC01791.JPG

Wie immer bei einer DM war alles was Namen und Titel hatte am Start. Mir war klar, dass es ein schnelles, brutales Ausscheidungsfahren werden wird. So wie gedacht, ging es dann doch nicht los, dennoch zu schnell für mich. Schnell war ich in der 3. Gruppe und die ersten 5 Master 2 waren weg. Toll, fängt ja genau so an, wie ich es befürchtet hatte.

Nach der Einführungsrunde nahm ich mir ein Herz und zog mit dem ehemaligen Meister DSC01813.JPGMichael Anthes (Rocky Mountain) das Tempo an. In einem Gewaltakt fuhren wir das Loch zu den restlichen Master 2 Fahrern zu. Diese freuten sich nicht. Danach verlor ich bei jedem Tempowechsel die Gruppe um auf den Abfahrten das Loch zu schließen. Keine komfortable Situation um Kräfte zu schonen.

Im letztem Downhill der ersten Schleife konnte ich erneut bergab zwei Fahrer aus meinem Rennen distanzieren. Als diese auch nach dem letzten Anstieg nicht wieder bei mir waren, wuchs die Zuversicht mal etwas an Tempo zuzulegen. Ich gab also Gas und der Körper erinnerte sich an das Langstreckenvirus. Also quälte ich meine 1:1 Übersetzung (36:36) die giftigen Anstiege hoch und konnte 25km vor dem Ziel neben zahlreichen Elitefahrern auch den bisherigen Zweitplatzierten Michael einholen.

Motivation pur, denn der hatte letztes Jahr schon mein Trikot geklaut. Also mit Schwung vorbei und weg. Leider nicht ganz, denn er ekelte sich wieder ran. An einem Steilstück hatte ich ihn aber im Sack. Die restlichen 16km waren dann nur noch ein Einzelzeitfahren um den Platz zu sichern. Der Führende kam nie in Sichtweite, so dass ich glücklich und voll zufrieden als Deutscher Vizemeister Marathon Master 2 ins Ziel bog. Glückwunsch geht an Lars Lindemann / Rapiro zum Gewinn des Titels.

Glücklich und zufrieden schaue in nun zur Bike-Transalp, welche ich mit Max Friedrich bestreiten werden. Er schaffte im Sprint leider nicht den Sprung aufs Podium bei den Master 1, dennoch sind wir beide gut in Schuß um als Team mal die Alpen zu glätten.

Verfolgt die Fahrt der beiden bekloppten Ingenieure, welche Verpackungsmaschinen aus Fischertechnik bauen und Carbonlaufräder im Keller laminieren: toMotion Racing by black tusk/Bergamont

Die Deutsche Meisterschaft um die Kronjuwelen

In Görlitz wurden die Deutschen Meister auf der Strasse gesucht und gefunden. Bei mir ist der Bann gebrochen, denn ich bin nicht Vizemeister geworden. Also alles Gut? Nicht ganz, denn mit meiner Leistung war ich nicht zufrieden, der Rest war aber gut und Görlitz ist eine Reise, wenn auch weite, wert.

Für meinen Auftritt hatte ich mir den kompetentesten Betreuer geschnappt. Mit Marc Seekircher, einem Ex-Mechaniker aus dem Profiradsport, hatte ich schon auf der Hinfahrt reichlich Radsportdetails durchzusprechen. So fielen wir nach 4 Std. Anreise im Hotel direkt ins Bett um die Tour Etappe anzuschauen. Danach fuhren wir dann noch zwei Runden auf dem hügeligen DM-Kurs um EM-typisch beim Italiener zu speisen.

Ein perfekter Männertag, der auch am Sonntag gut startete (obwohl wir immer noch beim Italiener waren). Das Wetter war perfekt und der Kurs war toll. Eine 18km Runde mit etlichen Höhenmetern, gute Strassen und wenig gefährliche Stellen. Kein Wunder, dass das Rennen 81. Rund um die Landeskrone hieß.

Ich als Crosser bin immer erschrocken, wenn der Puls bis Kilometer 80 nicht wirklich zuckt. Als ich dann hätte zucken müssen, war die Spitze leider schon weg. Nachdem drei Eilige herausgefahren waren, war zwei Runden vor Schluß eine beherzte Attacke fällig, der ich leider aus der Mitte des Feldes nicht folgen konnte. In der letzten Runde versuchten wir zwar den Anschluss herzustellen, aber die Beine wollten nicht.

Auch über den letzten Berg bei 115km kam ich gut rüber, aber den Zielsprint aus unserer großen Gruppe um Platz 10 ließ ich aus, da nichts mehr ging. Ist schon komisch, dass man zu erst fast einschläft und am Ende auch nichts auf die Kette bringt. Nachdenklich ging es nach Hause, denn schon an diesem Wochenende folgt die Deutsche Meisterschaft im Marathon in Saalhausen. Bin gespannt, was das so wird. Eins ist klar, 80km mit Ruhepuls wird es nicht geben.

 …….und nun geht es ins EM-Finale

Der Rat vom Fachmann

Letzte Woche war auf dem Rückweg aus Schweden ein Stopp bei der Norddeutschen Meisterschaft der Nordverbände in Meck-Pom geplant. Irgendeine Wetter-App drohte Regen an, so dass der Dano auf das Strassenrennen verzichtete. Das schlechte Gewissen folgte am Montag, als der Fahrradhändler meines Vertrauens, Robert Karrasch, die einfache Frage stellte: Wo warst Du, ich habe Dich vermisst! Auf meine Bemerkung, dass Regen angedroht war lachte er und sagte, da wo er fahre regne es nicht.

Bähm, das saß. Mein schlechtes Gewissen hatte er voll getroffen und ich suchte mir sofort ein Rennen für das kommende, also dieses Wochenende aus, auch wenn ich Samstag noch ein paar Flugzeuge bauen musste. Die Wahl fiel auf den Marathon in Erndtebrück im sauerländischen Randgebiet bei Olpe. Das Gute an der Ländlichkeit ist die Netzlosigkeit, so dass die Wetter-App ohne mich auskommen musste.

Der Renntag begann mit einem guten und rechtzeitigen Frühstück und auch die Parkplatzsituation vor Ort war entspannt. Ein kurzer Blick zum Himmel und das Einfahren auf der Runde sagten mir aber, zieh was Wasserdichtes an. Mein Outfit machte einige Konkurrenten skeptisch und sie zogen sich auch noch mal was über,  denn bei einer 90km Runde ist frieren keine Alternative. Pünktlich machte sich der kleine aber hochkarätige Startblock auf ins Ungewisse.

Schnell setzten sich Mathias Frohn (Firebike) und Dominic Klemme (Stevens) ab, während mein Favorit (Robert Mennen / Firebike) wohl schon am reparieren war. Ich hielt mich an Position 4 auf und ärgerte meine Begleiter auf den Abfahrten. Es folgte im Ziel die Ansprache, dass man mir bergab nicht folgen konnte. Grins, liegt nur am Fastlane-Bike von Bergamont.

Die restlichen Kilometer genoß und litt ich im Wechsel. Die Strecke gefiel mir sehr gut, denn sie war abwechslungsreich, anspruchsvoll und nicht gewöhnlich. Auch der Untergrund hatte seinen Reiz, denn es war glitschig, matschig, rutschig und richtig dreckig. Mir gefiel es, auch wenn der zwischenzeitliche dritte Gesamtrang wieder verloren ging und die Führenden wieder aus meinem Blick verschwanden. Am Ende stand Rang 4 und der Sieg in der Masterklasse bei mir an und Ben Zwiehoff gewann mit unglaublichen 9min Vorsprung die 60km-Runde.

Zu guter Letzt gab es noch einen Fahrradständer und einen Fleischwurstkringel für den Sieg. Nette Kombination die diesmal tatsächlich auch Gebrauch bei mir findet, wenn nicht anderweitige Kühlschrankräuber zum Zuge kommen.

Die Geschichte wurde in Willingen geschrieben

Ich glaube es war mein 15. Besuch in Willingen beim legendären Ziener Bike-Festival. Neben den sportlichen Highlights gibt es auch abseits der Strecken immer viel zu sehen und zu bestaunen. Abends trafen dann die Sportler auf die feiernden Junggesellen-Abschiede und ähnliche Verfehlungen, so dass man am Montag immer gute Geschichten für die kopfschüttelnden Kollegen hat.

Relativ kurzentschlossen meldete ich mich zum erstmalig auf deutschem Boden ausgetragenem Gravel Race, dem Cannondale Road Riot powered by Panaracer. Natürlich war ich vorbereitet, denn Marc Seekircher von BERGAMONT hatte mir ein sogenanntes Gravel-Bike auf Mass geschraubt. Das Prime CX wurde mit der SRAM Force XC1 auf den hügeligen und steinigen Kurs angepasst. Die Sun-Ringle Laufräder bekamen Tubeless-Pneus und ich bekam die Startnummer 51.

DSC05271.JPG DSC05257.JPG DSC05242.JPG DSC05202.JPG DSC05007.JPG DSC04982.JPG DSC04978.JPG

 DSC05194.JPG

Etwas turbolent startete die erste von 5 Runden a 5,7km rund um das Festival-Gelände. Im Windschatten des Führungsmotorrades ging es durch die Downhiller und Zuschauer, da die Streckenposten noch nicht in Stellung waren. Ab Runde zwei war aber alles wie es sein soll, denn Fabian Brzezinski und ich führten das Feld an und auch die schöne Strecke war frei. Der Rest der 50 Starter folgte brav aufgereiht in unserer Staubspur.

In Runde 3 konnte Fabian am Anstieg zum Tierpark nicht mehr folgen. Ich ließ es in den darauffolgenden Abfahrten nochmals richtig laufen, denn meine dickere Bereifung und die Scheibenbremsen brachten einfach wertvolle Sekunden. In den beiden letzten Runden konnte Fabian die Lücke nicht mehr schließen, so dass ich nach 1:09 Std. als Sieger des ersten Gravel-Races auf heimischen Boden ins Ziel bog. Nun soll ich damit Geschichte geschrieben haben?! Wir werden sehen, wohin der neue Trend führt. BERGAMONT und ich sind zumindest schon da, wo andere noch hin wollen. Einziges Manko der Veranstaltung war die Streckensicherung, denn auch Fabian wurde Opfer einer Downhillerin, die Ihn aus dem Rennen dropte….

Soweit das Positive aus Willingen. Der Marathon, also meine Paradedisziplin, war am nächsten Morgen dann doch etwas zu viel für den alten Mann. Schon am ersten Berg war es schwer. Es gelang mir danach aber in der zweiten Gruppe Fuß zu fassen, auch wenn ich am Limit war. Schon hier zweifelte ich an meinem Vorhaben die 130km-.Runde zu fahren. Als dann noch mein Hinterrad mit Dichtmilch umherspritzte, stand für mich der Entschluss fest zurück zum Frühstücksbüffet zu fahren. Pünktlich um 9:30Uhr war das Rennen für mich auf der 50km-Runde beendet. Es war zwar der Sieg bei den Masters, dennoch war ich nicht zufrieden, denn die lange Runde ist eigentlich die meine. Schnell war der Frust verflogen und ich genoss das Festival, denn auch alte Weggefährten finden immer den Weg Richtung Sauerlandstern, nicht wahr Ronny und Jens?!

Nun ist Urlaub angesagt in der Einsamkeit Schwedens, bevor es mit ein paar Strassenrennen weiter geht.

Hier die neusten Bilder: always Vollgas und der Pressebericht

Wie versenkt man das Preisgeld im Dixi-Klo?

Den Mai begann ich mal wieder mit dem Traditionsrennen in Hannover, wo es über den Lindener Berg ging. Hatte bestimmt 8 Jahre das Strassenrennen ausgelassen um in diesem Jahr bei bestem Frühlingswetter eifrig um die Punktewertung zu fahren. Da ich taktisch eine Null bin, im Rennen nicht zuhören kann und Zählen auch in normalem Zustand nicht zu Stande bringe, sprang auch lediglich eine kleine Prämie heraus.

Es war aber ein schönes Rennen mit vielen Zuschauern und einem kopfsteingepflasterten Anstieg, welcher von Runde zu Runde steiler wurde. Es werden nicht erneut 8 Jahre vergehen, bevor ich da wieder starte.

Am Vaddertag geht es immer zum Großen Preis von Buchholz. Erneut war das Wetter toll, so dass die Anreise per Rad erfolgte. Die geänderte Runde war etwas technischer, so dass mir die Neuerung mit zusätzlichem Anstieg sehr gefiel. Der lange Zielhügel hat es dann ja sowieso in sich, so dass es ein rundum schönes Rennen ist.

Die Hoffnung auch hier mal mit einer Gruppe fliehen zu können ging trotz einiger Versuche leider nicht in Erfüllung. Bei den Zwischensprints hingegen machte der Dollar-Dano seinem Namen alle Ehre und er sammelt einige Umschläge ein. Am Ende des Rennens reichte es sogar noch für den 11. Platz. Auch den Rückweg schaffte ich noch ohne Alkohol um dann beim Spargelessen mit Freunden die Gerstenkaltschalen zu verhaften.

Endlich wieder auf dem MTB hieß es dann an diesem Wochenende. Nachdem der Marathon in Hohegeiß für Lizenzfahrer abgesagt wurde, wählte ich die Alternative in Bad Salzdetfurth – und das war gut so! Olaf Nütsche und seine Helfer haben den geilen MTB-Kurs nochmals verbessert, so dass mein Bergamont Fastlane vor Freude aus dem Auto sprang.

Es lief im Rennen der Master 1+2 einfach vom Anfang bis Ende. Aus Reihe drei dauerte es 3sec. bevor ich in Schlagweite war. Seppel Mordmüller fuhr das Rennen zwar wie ein Mann an, aber das ist für reife Männer einfach zu zurückhaltend. So übernahm ich früh die Führung um meine Linie zu fahren und die Vorteile eines Fully´s nutzen zu können. Ich genoss jeden Meter, auch eine zusätzliche Runde war da kein Problem. War halt zu schnell für den Streckensprecher. Egal, geiler Sieg und ein wirklich ganz großer MTB-Parcour.

DSC04439.JPGDSC04906.JPG DSC04888.JPG DSC04843.JPG DSC04785.JPG DSC04488.JPG

Etwas euphorisch stimmte ich dann auch zu, als Olaf für die Nachschicht einlud. So hieß es ab 19.00Uhr nochmals 3 Stunden Vollgas auf einem leicht veränderten Kurs mit genau so viel Spaß. Es begann gut, denn ich konnte mich vorne behaupten und den Kontakt zur Spitze halten. Alles lief nach Plan und ich wollte schon ansetzen die schnellsten Runde in den Acker zu knallen, als mein Magen seinen Zeigefinger hob.

Was wollte er mir sagen, dachte ich noch so, als meine Blicke schon das Gebüsch nach einem Fluchtweg abscannten. Nun hieß es Ausstieg oder Dixi-Klo Nr. 2. Ich wählte Nr. 2 und hörte nun Peter Rohde die Fahrer anmoderieren, welche mich gerade überholten. Nach meiner erleichterten Rückkehr lief es etwas besser, aber der Zug vom Vormittag und somit das Preisgeld waren weg.

Die Nachschicht ist ein neues Format, insbesondere mit einem CC-Rennen am Vormittag, welches Potential haben könnte. Die Runde war für so eine Veranstaltung bestens geeignet und auch die Stimmung war gut. Mir hat das Rennen hingegen den Magen einmal völlig auf Links gedreht, so dass meine SpoLei nun ein Nacktfahrverbot, äh Nachtfahrverbot ausgesprochen hat.

In Willingen geht es nun weiter. Da ist beim Start die Nacht ja schon fast um.

Hier die neusten Bilder: always Vollgas

Von der Küste bis zum Sauerland

In der letzten Saison hat mir die Kombination aus Straßenrennen und MTB-Marathon ziemlich gut gefallen, weshalb der Scanhaus-Cup in Marlow und in der Woche darauf der MEGA-Sport in Sundern wieder angesteuert wurden. Auch wettertechnisch war der Ausflug in den Norden die richtige Wahl. Wird ja immer wichtiger die alten Knochen bei Trockenheit zu bewegen.

Marlow der kleine Ort hinter Rostock bot wieder eine tolle Zweitagesveranstaltung mit einem Rundstreckenrennen und einem Rennen auf einer 16km-Schleife. Insbesondere der Rundkurs mit Berg und Kopfsteinpflaster fand dabei mein Gefallen. Leider reichte es in diesem Jahr nicht eine Ausreißergruppe zu formieren. Das hohe Tempo sorgte aber für ein Ausscheidungsfahren, so dass der Sieg zwischen 7-8 Fahrern ausgemacht wurde. Ich fühlte mich gut und hatte am Berg nie Probleme, lediglich in der entscheidenden letzten Runde kamen die Krämpfe. Man sollte doch mal was trinken und auch eine Trinkflasche mitnehmen ist die Erkenntnis des Tages zu Platz 5 und einer Prämie.

DSC03951.JPG DSC03868.JPG DSC03837.JPG

Den Abend genossen wir am Strand von Graal Müritz mit lecker Fisch und lecker Bier bis die Sonne hinter dem Dünenhotel verschwand. Der neue Tag begann mit Sonne und einem Frühstück der Extraklasse. Wenn der Start um 11 Uhr erfolgt, dann geht auch Rührei auf dem Lachsbrötchen.

Das Rennen mit seinen 4 Runden startete verhalten, denn die Temperaturen waren kühl. Auf der Windkante wurde es immer etwas hektischer, aber auf der restlichen Runde lief es problemlos. Ende Runde zwei kam es dann auf der Windkante direkt vor mir zu einem Sturz. Als Crosser wählte ich die Geländeausfahrt auf´s Feld. Ohne einen Fuß auf die Erde setzen zu müssen fuhr ich durch den Winterweizen zurück zur Straße. Leider schaffte ich den Anschluß an die Gruppe nicht mehr.

DSC04119.JPG DSC04114.JPG DSC04076.JPG DSC04046.JPG

Die restliche Zeit des Rennens gaben wir zu viert zwar noch mächtig Gas, aber es reichte einfach nicht um näher zu kommen. Wir verloren in der letzten Runde zirka 3min. was nicht wirklich viel ist, wenn man fast nur zu zweit die Führung macht. Mir war es egal, denn als Training war es perfekt und wir hatten unseren Spaß. Was mir bei Straßenrennen immer auffällt ist die Herzlichkeit der Teilnehmer. Habe noch nie erlebt, das man die Polizisten als „Wichser“ betitelt, auch wenn sie etwas früh die Straßensperrung aufgemacht hatten. Ging ja um wirklich nichts mehr bei uns!

MEGA-Sport Marathon in Sundern ist eigentlich seit 10 Jahren eine Plichtveranstaltung für mich. Die Unterkunft direkt am Start, das beste Abendessen im Gasthaus Willecke und zuvor noch ca. eine Stunde auf der Runde trainiert. Da geht was am Renntag, war so meine Einschätzung der Gesamtlage am Freitag. Am Renntag war es dann doch etwas feucht von oben und kühl von allen Seiten. Ich wählte die Crossbekleidung mit Thermoüberschuhen und Winterhandschuhen, was auch richtig war.

DSC04209.JPGDSC04376.JPG

Nach DSC04134.JPGdem Start und auf den ersten 5 Kilometern hielt ich mich vorne im Feld auf, um bei der Geländeeinfahrt unter den ersten zu sein. Dies gelang und auch die folgenden Kilometer konnten ich mich in der Spitzengruppe behaupten. Hatte schon lange keine so große Gruppe mehr bei einem Marathon erlebt. Lag entweder an den Temperaturen oder der geänderten Streckenführung, welche einfach harmonischer war und mir sehr entgegen kam.

Alles lief für mich nach Plan, bis zum letzten Anstieg auf der ersten Runde, da hier das Tempo extrem hoch wurde und ich leider zurück fiel. An Position 8 ging es für mich auf die zweite Runde und an meinem Hinterrad hing Bram Rood, der Ex-Champion aus den Niederlanden. Heute war aber mein Tag und nicht seiner. Ich ekelte mich langsam aber bestimmt weg. Mehr passierte auf der zweiten Runde sonst nicht, denn Platz 7 war nie in Sicht und nach hinten war Luft. Gefühlt war es mit eines der besten Rennen, was ich hier gefahren bin, allerdings war die Konkurrenz noch nie so stark wie in diesem Jahr.

Am Tag der Arbeit geht es nun erneut auf die Straße zum Rennen „am Lindener Berg“. Auch hier gibt es einen Berg und auch Kopfsteinpflaster, also alles nach meinem Geschmack.

Hier die neusten Bilder: always Vollgas

Willkommen in der MTB-Saison

Das BERGAMONT Factory Team steht. Dies wurde am vergangenen Wochenende in Hamburg unter Beweis gestellt, denn Anfang April war der Wald in Harburg Türkis-Zyan gefärbt. Habe erneut gesehen, was so auf den BGM-Bikes geht, wenn der Ben mich mit Standgas  am Berg zerlegt oder Eddy beim Downhill lachend in seinen Diskoturnschuhen an mir vorbei schießt. Alles lächerlich, wenn man Pavel, unseren Slopestyler, beobachtet. Der springt über die kleinsten Hügel und streckt dabei seine Beine irgendwo in den Himmel. Einfach unglaublich, aber ist eine geile Combo. Neuseeland – Russland – Steele – Hamburg – BERGAMONT.

Kyffhäuser Berglauf Was soll man zu diesem Auftaktrennen noch sagen, außer dass das Starterfeld wohl noch nie so hochkarätig war. Entsprechend gelassen nahm ich den Start auf die 59km. Bei perfekten Bedingungen ging es auf dem Strassenstück sehr gesittet zu, bis zur letzten Kurve, wo auf einmal einige Fahrer lagen. Vom Sturz nicht betroffen fuhr ich relativ weit vorne in den Berg um möglichst noch unter den ersten Fahrern über die Kuppe zu kommen. An Position 5 musste ich meine Grenzen eingestehen. Der Plan nun in der zweiten Gruppe wieder nach vorne zu kommen scheiterte an Peter Hermann, der mich nie mitnimmt. Also ging es in der dritten Gruppe mit Norman Carl weiter auf die zweite Schleife.

Hier nutzte ich den langen Anstieg um mich nach vorne abzusetzen, denn die Hoffnung noch jemanden einzuholen sollte man nie aufgeben. Auf der Ebene war aber die Flucht vorbei, denn Oliver Vonhausen zog vorbei, später folgte noch der Europameister Klaus Reinisch. Ich war nicht in der Lage zu kontern, so dass ich mit Platz 10 mentalen Frieden schloss. Im Ziel staunte ich nicht schlecht, dass ich doch vor Oliver und Klaus gewertet wurde. Das Wohnen in der Stadt zahlte sich aus, denn ich war mit den zahlreichen Straßen nicht überfordert, was wohl bei den anderen Jungs der Fall war.

25. Helmuts Höllenritt Zum Jubiläum durfte ich nicht fehlen, auch wenn es erst meine dritte Teilnahme war. Der Rundkurs, der 5 mal zu bewältigen war, war gut zu befahren und machte Spaß mit dem neuen vollgefederten Fastlane. Während der Oberpirat Ronny das Feld in die Länge zog, übernahm Fabo im ersten Anstieg die Führung. Danach waren wir zu dritt und ich freute mich auf eine gesellige Radtour unter Freunden, denn Thomas Zühlke vervollständigte das Trio.

Unsere gemeinsame Fahrt fand aber ein plötzliches Ende, als Fabo erneut das Tempo am Steilstück erhöhte. Hier war für mich und Thomas Schluss mit der Dreisamkeit und jeder fuhr sein eigenes Rennen. Während ich mit einer Minute vor meinem Verfolger das Ziel und den Kuchen erreichte, hatte Fabo mir auf 2.5 Runden 5min. aufgedrückt. Kein feiner Zug meines Ex-Teamkollegen, aber er hatte es echt druff an diesem Tag.

Als Fazit bleibt festzuhalten. Das neue BERGAMONT-Fastlane läuft, das Dove-Trikot sitzt, der ABUS-Helm schützt auch vor Sonne, die ANSWER-Handschuhe passen perfekt zum ANSWER-Lenker und die MAXXIS-Reifen führten mich sicher zum 4.5qm großen Kuchenplattenbüffet. Der Rest kommt von alleine. Nächste Woche dann wieder in Marlow beim Scan-Haus-Cup.

Der ganze Bus muss Pipi

Zur Vorbereitung auf kommende Rennen hatten wir uns dieses Jahr erneut Mallorca ausgesucht. Auch beim Hotel war es wieder das Barcelo Pueblo Park, da man hier weiß, was man bekommt und zwei Flachbildschirme pro Appartement müssen es schon sein. Trainingstechnisch war ich auf mich alleine gestellt, zumindest bis zur ersten Kreuzung.

Bevor ich die Playa erreichen konnte hatten mich die erzgebirgischen Buben aufgegriffen und sie führten mich am ersten Trainingstag in die Berge. Scheiß auf einrollen, Malle ist nur einmal im Jahr. Es wurde eine tolle erste Woche, denn die Buben kannten tolle Wege und jeder Überholversuch anderer Fahrer wurde gnadenlos gekontert.

Es wurden sportliche Einheiten absolviert und auch nach dem Training kam die Kultur der Insel nicht zu kurz. Wir haben diesmal wieder neue tolle Ecken entdeckt und auch meine sportliche Leiterin hatte überraschend weiblichen Beistand aufgegabelt. So verging die erste Woche rasend.

In Woche zwei nahm ich die flachen Teile der Insel auch nur zum Verlängern der Runde. Meistens hatte ich pro Einheit 2000Hm und 150km auf dem Rennradtacho. Da das Wetter nun etwas wärmer wurde, blieb die Thermojacke im Hotel und auch die Beinlinge konnten ab Mittags in die Trikottasche.  Es war wieder spannend zu sehen, was sich morgens so an radelnden Massen aus Arenal schob um sich großzügig auf der Insel zu verteilen. Große Gruppen sah man allerdings nur auf den Marktplätzen um Pause zu machen.

Der letzte Block war dann aber auch sehr zäh, denn die Kraft war nicht mehr da und Erschöpfung machte sich breit. Da half dann auch die Happyhour im Bierkönig nicht, obwohl hier alle sangen:…..wir fahren nach Mallorca und der ganze Bus muss Pipi!

Nun ist Ruhe und Erholung angesagt, bevor am kommenden Wochenende unser Bergamont Teammeeting bestimmt wieder Kräfte zehrt. Der Teamchef wird bestimmt unsere Downhiller und Slopestyler zu entsprechende Location locken und da sehe ich meistens „alt“ aus, zumindest beim Vernichten von Höhenmetern.