Die Titelkämpfe

Die WM in Gossau, das Cross-Race in Albstadt, die DM in Borna und das Stevens-Cup Finale in Bucholz waren die Stationen der letzten zwei Wochen. Am Ende der Saison bin ich der Deutsche Serienvizemeister, der gegen den französischen, italienischen und spanischen Meister verliert, aber bei der norddeutschen Elite den zweiten Platz in der Stevensserie belegt. Also alles gar nicht so übel.

Die Master WM in Gossau | Es waren drei Tage, die unterschiedlicher hätten nicht sein können. Wir reisten in den Winter und fanden eine geräumte Strecke vor. Das erste Training auf der Runde machte richtig Spaß, denn die Runde war schnell und der verschneite Untergrund forderte die Technik des Fahrers. Bereits am folgenden Tag war alles anders, denn das Eis und der Schnee war geflüchtet und es wurde jetzt matschig.

DSC01445.JPGAn meinem Renntag waren dann die Bedingungen wie im letzten Jahr, nur schlimmer. Die 20cm Schnee waren über Nacht geschmolzen und befanden sich in dem 20cm tiefen See hinterm Depot. Aus der ersten Reihe durfte ich starten und fuhr auch an zweiter oder dritter Position in den Schlamm. Leider war ich nach der Seedurchfahrt schockgefrostet und wurde auf Platz 6 zurückgeworfen. Als ich wieder ins Rennen fand wurden auch schnell ein Schweizer und ein Belgier überholt und Platz 3 ins Visier genommmen. Leider reichte es nicht an diesem Tag die Lücke zu schließen und es wurde erneut die Holzmedaillie mit Platz 4. Natürlich gab es dort nicht diese tollen Pokale, sondern erst in Buchholz von Lolo an Lars Erdmann (Ü50) und mich (Ü23).

Challenge Cyclo Cross Race in Albstadt | Auf unserer Reise durch Deutschland war ein Stopp in Metzingen geplant um den Kleiderschrank wieder aufzufrischen. Nach einem Tag bei Gucci und Boss war ich wieder bereit zum Radeln. Da Stephan Salschneider kurzfristig das Crossrennen in Albstadt wiederbelebt hatte und die Sonne schien, machte ich mich auf den Weg. Ich fand bei winterlichem Sonnenwetter einen modernen Kurs vor, der als natürliches Hinderniss einen Bahndamm hatte. Der Rest der Runde war ein Mix aus Wiese, Wegen und Passagen mit Treppen durch die zwei Fußballstadien.

Die Sandpassage fiel dem Bodenfrost zum Opfer, weshalb ich die gar nicht entdeckt habe. Es machte aber Spaß, denn der Wechsel zwischen Schnee, etwas Matsch und befestigtem Untergrund war ein guter Test für die DM. Mit einer Fahrzeit von 35min gewann ich das Masterrennen ohne große Probleme. Hätte mir auch Sorgen gemacht, wenn dies nicht so gewesen wäre. Auch das Kuchenbüffet war gut, weshalb man diese Veranstaltung unbedingt wiederholen sollte, insbesondere da man am Feiertag ja sowieso nichts zu tun hat.

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Deutsche Meisterschaft in Borna | Nach einem weiteren Kulturstopp in Weiden ging es ins Braunkohleland nahe Leipzig. In einer netten FeWo schlugen wir zusammen mit Hauke und Mark unsere Bergamont Basisstation auf. Kurze Wege zur Strecke machten das Training unkompliziert, allerdings war man schon ziemlich dreckig nach dem Abfahren der schönen Runde. In einem Waldgebiet ging es ziemlich rauf und runter über einige Erdwälle mit steilen Abfahrten. Leider war die Wiesenpassage schon umgepflügt, so dass man mit 400Watt in Zeitlupe durch den Morast schlich.

Bei unserem Rennen der Masters 2 war das Wetter perfekt, denn die Sonne schien und wir hatten 15°C. Ich erwischte einen Blitzstart und führte die Meute aus dem Stadion. Als einziger fuhr ich den ersten Wiesenanstieg hoch und sicherte mir so einen Vorsprung für die kommenden Passagen. Bis in die zweite Runde konnte ich in der ersten Position bleiben, bevor der Titelverteidiger Ralph Berner aufschloß und mir mein Leben schwer machte. Nun wurde gekämpft um sein Hinterrad zu halten. Leider zogen mir die Wiesen- und Laufpassagen den Saft aus den Beinen und ich fiel auf Platz 3 zurück.

Ich konnte aber die Schmach gegen einen Bremer, Vladi Riha, zu verlieren dann doch noch abwenden und fuhr erneut als Vizemeister nach großem Kampf über die Ziellinie. Hätte mir ein anderes Ergebnis gewünscht, aber Ralph war wieder Top-Fit an diesem Tag und der schwere Boden fand auch seine Gegenliebe. So bin ich zwar Sieger der Herzen, aber dafür gibt es kein eigenes Trikot. Mal sehen, was im nächsten Jahr in Vechta so passiert.

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Stevenscup-Finale in Buchholz | Zum Schluss folgt immer das große Kino in der Schützenhalle in Buchholz: Bier, Suppe, Kuchen und viel Applaus. Einmal für die Sportler, zum anderen aber auch für die vielen Veranstalter und ehrenamtlichen Helfer mit einer stehts gut gelaunten Lolo und einem redewütigen Rene. Schön war es und ich glaube alle fuhren glücklich nach Hause.

Zuvor war aber nochmals Radrennen angesagt. Der einsetzende Schneefall machte die Strecke rutschig, so dass meine Slicks etwas zu glatt für den Untergrund waren, aber die Reifen waren nicht ursächlich für meinen verpassten Start. Von einer hinteren Position ging es aber dann doch relativ gut nach vorne, obwohl an diesem Tag nicht mehr als Platz 6 drin war. Mit Max Lindenau und Jannick Geisler, sowie einem niederländischen Sportsfreund waren auch die Podiumsplätze schnell vergeben. Ich hatte mit Tim Rieckmann zwar Platz 5 noch in Sichtweite, aber ich konnte ihn heute nicht stellen.

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Es reichte aber in der Gesamtwertung für Platz 2  des Stevens-Cups hinter Jannick und vor Sebastian Sattler. Das war ein gelungener Abschluss der Saison und ich freue mich nun auf ein paar ruhige Wochen, wo das Leben ohne Sport wieder im Vordergrund steht. Ab März heisst es dann wieder “always Vollgas” und zwar auf Mallorca für das Bergamont Factory Team.

Bis dahin chille ich das Leben. Dano

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Das war´s mit 2014

Bevor wir uns alle einen ballern und dann nicht mehr wissen, was so geschehen ist, schreibe ich Euch die wichtige Eckpunkte für das Cross-Jahresende mal auf.

Panther-Cross Cup in Didderse. Ich konnte in diesem Jahr zwar nur an einem Rennen der dreiteiligen Serie teilnehmen, dennoch ist die Reise nach Braunschweig immer lohnenswert. Der Kurs ist ein wirklich schöner Naturkurs, der durch eine sandige Waldlandschaft führt. Die Regenfälle der vergangenen Tage hatte zwar einige Ecken rutschig gemacht, dennoch blieben die Klamotten sauber, zumindest für alle Starter vor dem Schneeschauer.

Ich startete in der Masterklasse, da ich nicht im Unwetter fahren wollte. Direkt am Starthügel hatte ich meine Kontrahenten aus der letzten Startposition überholt und ich begann mein Rennen von vorne. Ich konzentriete mich in den rutschigen Kurven und zog am Berg richtig durch, so dass ich alle bis auf Platz 2 überrunden konnte. Tut mir Leid Jungs, aber das musste einfach mal sein.

Stevens-Cup Appenbüttel. Zum zweiten Mal fand der Weihnachtscross in Appenbüttel start. Hier startete ich, bzw. stolperte von Position zwei ins Eliterennen. Nach der Startgerade lag ich auf Position 6 oder so und stocherte wie ein Anfänger über den neuen Kurs. Der Veranstalter hatte einige Schleifen durch den Wald neu angelegt, was teilweise in großen Schlammgruben endete, dennoch war der Kurs gut präperiert.

DSC04855.JPGDSC04859.JPGDSC04891.JPGDSC04965.JPGIch kam mit meinem Weihnachtsspeck nie ins Rennen und der   geplante zweite Rang war nicht mal ansatzweise realistisch. So musste ich mich mit Platz 4 zufrieden geben. Es war wohl mein schlechtestes Rennen in diesem Jahr, denn eigentlich weiß ich bis heute nicht, warum die Beine nicht wollten.

Finale Deutschlandcup in Vechta. Das Rennen in Herford ließ ich nach dem Desaster beim Stevens-Cup lieber aus, was mir und dem Material gut tat. In Vechta ging es dann gegen alle Konkurrenten auf dem DM-Kurs 2016 wieder voll zu Sache. Ich erwischte einen guten Start und bog als erster auf die neuen Passagen auf der Speedway-Bahn. Mit einem hohen Tempo hatte ich das Feld schnell in die Länge gezogen, ohne dabei einen entscheidenen Vorsprung auf den Meister Ralph Berner zu erreichen.

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Ab Runde drei übernahm Ralph dann die Führung und wir fuhren in Zentimeterabstand über den Kurs. Ihm gelang es nicht in den technischen Passagen Meter zu gewinnen und mir gelang es an den Anstiegen auch nicht einen Vorspung herauszufahren. So übernahm ich in der letzten Runde vor den letzten Kurven im Wald die Führung um ihn meine Linie aufzudrängen. Leider schlug der Plan fehl, denn auf einem Wiesenstück rutschte ich über beide Räder weg und legte mich hin.

So war das Finale nicht wirklich sportlich für mich, aber dennoch bin ich nicht entäuscht. Als Sieger des Deutschlandcups 2014 ist diese Niederlage beim Finale gut zu verkraften, denn ich blicke zuversichtlich Richtung der Weltmeisterschaft in Gossau /CH und der DM in Borna.

Kommt gut rein ins Jahr 2015.

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….und was sonst noch so geschah!

Viel ist passiert seit der letzten Ausgabe der kämpferischen Cross-Depesche. Um nicht erneut viel Zeit zu verlieren, will ich gleich mit dem Bericht vom Stevens Cups in Neumünster beginnen.

Stevens Cup Neumünster | Da in diesem Jahr kein zeitgleicher verkaufsoffener Sonntag im Outlet-Center vorzufinden war, musste der Dano allein in den Stadtwald. Im Stadwald angekommen war es fast wie im Vorjahr, dennoch waren einige Ecken neu abgesteckt, was den Kurs aufwertete. Auf der langen Startgeraden erwischte ich einen guten Start und setzte mich an die Spitze vor Jannick Geisler und Justin Rudolph (beide Stevens). Die beiden Jungs beobachten mich kurz um dann in Runde zwei anzugreifen und mich allein im Stadtwald zurückzulassen.

So hatte ich mir das nicht vorgestellt! Also versuchte ich den Anschluss wieder herzustellen. Als Justin wieder in Sichtweite war, war auch Herr Jan Büchmann gefährlich dicht an mich herangefahren. So im Sandwich fuhren wir weitere zwei Runden um dann festzustellen, dass es weder für mich nach vorne ging, noch für Jan. Jannick gewann ganz entspannt vor Justin und mir. Mein gelbes Leadertrikot war ich wieder los, dafür schmeckte der Kuchen.

Norddeutsche Meisterschaften in Büdelsdorf | Kurz hinterm Nordostseekanal liegt diese beschauliche Ortschaft, welche eine wirklich schöne Runde am Sportplatz neu ausgeflattert hatte. Alles war da, was ein Crosser haben will. Wiesenanteil mit kleinen Hürden, Waldwege mit Wurzeln, Berge mit Anstiegen (haha) und zwei kleine Sandkisten waren in den Kurs integriert. Hier wurde einem trotz des kalten Nordwindes schnell warm.

Im Rennen der Masters konnte ich, nachdem ich beim Start aus dem Pedal geflogen war, noch vorm Zick-Zack auf der Wiese die Führung übernehmen. Von dort konnte ich meine Linie fahren und den Vorsprung kontinuierlich ausbauen. Zwar schaffte ich nur einmal die Kurve in der Sandkiste fahrend zu bewältigen, dennoch war mein Sieg nie gefährdet. Nun habe ich zumindest schon mal den Titel des Nord- und Hamburger Meisters in der Bergamont- Rückentasche.

Deutschlandcup Queidersbach | Am letzten Wochenende ging es dann nach Hessen, bzw. nach Rheinland-Pfalz zum Deutschlandcup. Als Betreuer fungierte diesmal mein Vater, da wir uns mal ein Männerwochenende gönnten. Der Kurs in Queidersbach war genau mein Ding, denn die Anstiege hatten es in sich und die drauffolgende Waldpassage war wirklich schön. Im Bereich vom Start- und Ziel war durch die belgische Doppelbrücke eine gute Übersichtlichkeit für die Zuschauer gegeben. Hier war ich bestimmt nicht das letzte Mal.

Im Rennen der Master gab es das erste Aufeinandertreffen mit dem Deutschen Meister Ralph Berner und den frischen Europameister Michael Stenzel. Es dauerte genau eine halbe Runde bis wir zu dritt vorne waren. Danach begann ein Kampf auf Augenhöhe. Ich attackierte meistens bergauf um dann festzustellen, dass zumindest Ralph hier problemlos folgen konnte. So bogen wir dann nur noch zu zweit in die beiden letzten Runden. Hier schielte ich dann doch schon reichlich nach dem Berg und strauchelte an einem Baum. Die Lücke zu Ralph war da und konnte von mir an diesem Tage auch nicht mehr geschlossen werden. Glückwunsch an Ralph, der mir meine erste Niederlage in der Masterklasse bescherte. Als Dritter erreichte Michael das Ziel, den Sprint zum Kuchenbüffet gewann er hingegen.

Deutschlandcup Bensheim | Nach zwei Tschechischen Bieren und einem Rumpsteak war die Renntaktik für den folgenden Tag beschlossen und wir genossen den Abend. Bereits morgens ging es zum Strecken-Check auf die Runde. Die Charakteristik des Kurses war eine völlig andere. Hier bestimmte die Kurven und Wiesenstücke das Geschehen, im Wechsle mit einigen gifftigen Wellen und einem Steilstück.

Mein Start war wieder etwas verhalten und ich reihte mich hinter Michael Stenzel und Vladi Riha ein. Hier gab es einiges Gerangel bevor ich vor einer etwas technischen Passage mit einem Zwischensprint die Führung übernahm. Dies war taktisch richtig, denn die Verfolger verloren hier wertvolle Meter. Ich nutzte die Lücke und gab weiter Gas. Mein Vorsprung wuchs leicht an und ich konnte meine Verfolger in den Wiesenschleifen gut beobachten. Da in der darauffolgende Runde der Abstand weiter vergrößert wurde, konnte ich das Rennen von vorne gut bestimmen. Ohne technische Fehler auf dem nun schweren Boden spulte ich die 40min. ab. Es lief an diesem Tag gut, was auch gut für die Moral ist nach dem Tag in Queidersbach. Michael Stenzel wird Zweiter vor Vladi Riha. Der Deutsche Miester belegte Platz 5.

Die Triologie des Stevens-Cups

Die letzten beiden Wochenenden wurden genutzt um einige Punkte für die Gesamtwertung des Stevens-Cups zu sammeln. Die nördlichen Stationen wie Kiel, Dassow und Bad Doberan waren bestens präpariert für tolle Veranstaltungen und auch das Wetter hielt an diesen Wochenenden die meisten Fahrer trocken.

In der Landeshauptstadt Kiel war mein Start eher verhalten und ich ging als Vierter im Elitefeld auf dem bekannten Kurs ins Rennen. Schnell übernahm Jannick Geisler (Stevens) die Führung, während Jan Büchmann (elektoland24 Cross Team) und ich schon in Schwierigkeiten waren. In der nächsten Runde war es dann um mich geschehen, denn am Steilstück drückte ich so aufs Pedal, dass das Hinterrad aus dem Rahmen rutschte. Nun war basteln angesagt, während vorne der Sieg ausgefahren wurde.

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Es war heute aber nicht der Tag um aufzugeben. Da man an an mehreren Teilen der Strecke seine Konkurrenten beobachten konnte, war schnell der Jan im Wald entdeckt und die Witterung aufgenommen. Von nun an begann das Hase und Fuchs-Spiel im Kieler Wald. In jeder Runde kam der alte Fuchs dem Hasen näher, bevor zwei Runden vor Schluß meine Attacke am Berg den Hasen in seinen Bau schickte. Ach ja, Jannick wollte nicht mitspielen und gewann mit viel Vorsprung das Rennen. Mir hat es in Kiel gefallen.

Bei diesem WoEn-Wetter wurde es zwar nicht hell, aber mit meinem neuen Dress konnte man mich überall sehen. Dies war in Dassow eher nicht so gut, denn außer einem guten Start war nicht viel Positives zu berichten. Ich versuchte nach dem Start den Jungs am Anstieg mal zu zeigen, wer hier heute zu schlagen wäre. Sie schauten, lachten und fuhren einfach schneller. Ich hatte einen schlechten Tag erwischt. Ich kam in den Sandpassagen gut zurecht, aber am Berg verlor ich an diesem Tag das Rennen.

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Justin Rudolph (Stevens), Tim Rieckmann (BOC-Bergamont-Racing Team) und Micheal  Witte (Buchholz) fuhren locker auf und davon, so dass ich sie auf der endlosen Zielgerade nicht mal mehr sehen konnte. Ich war drauf und dran das Rad für immer an den Nagel zu hängen, als ich merkte, dass die Jungs wieder in Sichtweite kamen. Nachdem Michael durch Radwechsel seinen Platz an mich abgegeben hatte, ging es dann doch mit Volldampf auf die Verfolgung. Leider reichte es nicht ganz, denn die 15sec. Rückstand waren auf der Zielgerade nicht mehr zuzufahren. Glückwunsch an Justin und Tim.

Der Grieche in Bad Doberan erkannte sofort, dass ich etwas zum Aufheitern brauchte. So hatte ich vorm Essen schon ein paar Ouzo´s und entsprechende Biere verhaftet. War ein netter und doch lustiger Abend. Tags darauf, nach dem Zähneputzen natürlich, ging es erneut um die Ehre. Mir war klar, dass ich diese Niederlage nicht auf mir sitzenlassen konnte. Nach dem Start übernahm erstmal Arne Vettermann die Führung. Der zog so an seinem Spezialized-Bock, dass wir zu Viert weg waren. Tim Rieckmann folgte wie am Gummiband. Mal dran, mal weg. Mal nah, mal fern.

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Ab Runde drei nahm dann Max Lindenau vor Justin Rudolph (beide Stevens) das Rennen in die Hand. Dies konnte ich aber nicht zulassen. So nahm ich die Hügel, wovon drei pro Runde zu bewältigen waren, gerne mal mit Vollgas. Da wurde hinter mir auch atemintensiver Luft geholt. So ging es einige Runden, bevor Justin als erster abreißen lassen musste. Nun fuhr U23-Max gegen Ü-43-Dano. Ich war guter Dinge, denn eigentlich lief es heute gut. Max ist aber ein raffinierter Fahrer und er gab mir immer kleine Stiche durch seine Tempoverschärfungen. Am Ende hatte er drei Körner mehr und hängte mich auf den letzten Metern ab. Heute noch, denn in Neumünster nächste Woche wird es schon anders aussehen….

Ach ja, der Bergamont-Dano ist nun Führender beim Stevens-Cup

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Dano´s Deutschland-Cup

Oft wird man gefragt, welche Rennen man gerne fährt und warum gerade diese. Ich könnte jetzt hier lang und breit was dazu schreiben, aber das brauche ich nicht. Die beiden Deutschland Cup-Rennen in Kleinmachnow und Bad Salzdetfurth boten nämlich genau das, was ich an Crossrennen liebe.

Während der Veranstalter in Berlin keinen Grund hatte seine Strecke zu verändern, wurde in Bad Salzdetfurth nochmals Hand angelegt. Olaf Nützsche hatte mir nämlich versprochen eine Siegerstrecke zu bauen, wenn ich ihm seine ersteigerten Winterreifen mitbringe. Gesagt getan und die Strecke war nochmals besser, als die DM-Strecke 2012.

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Beide Strecken bieten den perfekten Mix aus konditionell anspruchsvoller, technischer und schneller Runde. Man hat kaum Zeit sich zu erholen, denn der wechselnde Untergrund wie Sand, Wiese oder Waldwege fordern immer vollen Einsatz. Insbesondere die Sandpassagen, welche meistens zu Laufen waren, brachten den Puls in unerwartete Höhen.

Wenn es denn Spaß macht, dann läuft es auch. So konnte ich an beiden Tagen aus der ersten Reihe ganz geschmeidig das große Starterfeld der Master 2 in das Rennen führen. Von dort konnte man natürlich auch die beste Linie nehmen und da schnell fahren, wo es einem nicht so weh tat. Nach ein paar Runden hatte ich bereits einen sicheren Vorsprung, welchen ich bis ins Ziel weiter ausbauen konnte. Ich habe die Rennen genossen, denn es lief einfach gut.

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Während am Samstag noch Michael Stenzel und Vladi Riha neben mir bei der Siegerehrung standen, durften am Sonntag neue alte Männer zu mir aufs Podest. Mit Bernd Pfeiffer und Volker Simonson machte es aber auch Spaß sich feiern zu lassen. Habe nun den ersten Teil meiner Saison abgehakt mit 4 Siegen beim D-Cup. Werde nun die Beine etwas baumeln lassen um im Dezember wieder durchzustarten. In diesem Zusammenhang habe ich auch auf die Europameisterschaft verzichtet, denn es gibt neben schönen Veranstaltungen auch den Gegenpol.

Ach ja und was eigentlich das beste am Wochenende war, war die Paul Lindenau-Show. In seinem ersten U23-Jahr zeigt er der Konkurrenz, was man auf dem Rad so alles anstellen kann. Einfach schön zu sehen, was aus dem Kind auf dem Titanrad mit 14″-Räder geworden ist. Von ihm wird man bestimmt noch mehr hören.

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Hamburg – Nizza – Lohne

Nicht dass Ihr alle glaubt ich sei unterm Herbstlaub verschwunden nur weil mal ein Bericht nicht rechtzeitig geschrieben wurde. Ich hatte eine schöpferische Pause, bzw. es siegte mal die Unlust. Doch nun gibt es wieder die gewohnten Neuigkeiten rund um die Rennen der Region, bzw. von etwas weiter weg.

Auf geheimer Mission waren wir für eine Woche an der franz. Mittelmeerküste in Frejus. Mein Sponsor stellte dort zum ersten Mal die Bergamont-Palette neuester Räder vor und ich überraschte die Jungs. Sie hatten aber alles richtig gemacht. Der Stand war als erster aufgebaut, man hatte Strandzugang, man rockte die Party und verbreitete bis zum Schluß die beste Stimmung. Kann aber auch daran gelegen haben, dass ein Pornosternchen sich die buntesten BGM-Räder auslieh um ein paar Fotos zu machen. Da mussten natürlich 3 Mechaniker helfen.

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Sportlich ging es natürlich auch voran. So wählte ich einmal den Canyon Roc Marathon über 85km und den Roc d ‘Azur mit 56km als Herausforderung aus. Zum Glück hatte ich mein Fastlane eingepackt, denn das Gelände bot alles was man sich mit Federweg wünscht. An beiden Tagen ging ich zwar erst aus dem zweiten Block ins Rennen, aber die 800 Starter vor einem störten nicht wirklich, denn das Gelände war zu geil um sich über andere aufzuregen.

Es lief gut an beiden Tagen, denn ich konnte sowohl bergauf als auch bergab den Leuten zeigen, wie man in Norddeutschland MTB fährt. Es machte Spaß wie auf einer Achterbahn durch die schmalen Trails zu hämmern und nicht zu wissen und zu sehen, was danach kommt. Schnelle Kurven, ausgewaschene Bäche, Absätze und Felsvorsprünge oder einfach flowige Kurven wurden auf beiden Kursen geboten. Man war am Ende zwar fix und alle, aber das Grinsen ging nicht mehr aus dem Gesicht. Insgesamt hat die Roc d’Azur Suchtgefahr.

DSC02514.JPG DSC02496.JPGKulturell liegen Nizza, St. Tropez, Cannes, Monte Carlo und Lohne nicht auf einer Linie, beim Wetter hingegen gab es kaum Unterschiede. Und das war gut so. Bei herrlichem Wetter wurde die zweite Runde zum Deutschlandcup ausgetragen. Leichte Änderungen wurden am Kurs vorgenommen, welche mir persönlich gefielen. Insgesamt ist es ein sehr runder Kurs mit schnellen Naturpassagen und technischen Abschnitten mit Hürden und Treppen.

Mein Start bei den Masters 2 war etwas verhaltener als sonst, so dass ich als Vierter ins Gelände ging. Bereits als Dritter hinter Vladi Riha und Michael Stenzel bog ich auf den Zielhang, wo ich ohne Gnade attackierte. Der Schlag saß und ich brauchte genau eine Runde um wieder Atmen zu können. Erneut zog ich am Berg an und vergrößerte von da an jede Runde meinen Vorsprung. Es machte aber auch einfach Spaß auf dem Kurs und vor den Zuschauern den Berg zum Aussichtsturm sportlich zu nehmen. Am Ende standen die gleichen wie in Horn auf dem Podium und wir hatten alle unseren Spaß.

Nun geht es mit dem Stevenscup in Kaltenkirchen weiter.

Die schöne Jahreszeit hat begonnen

Liebe Leute der breiten und schmalen Reifen mit Noppen, es geht jetzt wieder geschmacklos weiter in der Berichterstattung zu den angesagtesten Rennen der Republik! Wer sich gewundert hat, dass es keinen Bericht nach der Marathon-DM gab, dem sei gesagt, es siegte bei mir die Lustlosigkeit und die Enttäuschung. Der dritte Rang ist im nachhinein gut, aber das realisiert man erst 5 Bier und einige Tage später, wenn die Rückenschmerzen vom Arzt wieder behoben worden sind und man merkt, dass bei dieser DM nicht mehr drin war.

Deutschland-Cup Hamburg - Wenn der Herbst kommt, dann kommen auch die Crossrennen. Wie in den letzten beiden Jahren nutzte ich mein Heimrennen um die Crossräder wieder in Schwung zu bringen. Die Galopprennbahn zeigte sich von ihrer besten Seite, mit viel Sonne, vielen Zuschauern und noch viel mehr Kurven. Jens – der Altmeister des Flatterbandes – Schwedler hatte wieder viele neue Ecken in die Wiese gerammt um die Fahrer immer wieder aus dem Sattel zu zwingen. Auch die neuen Passagen im Sand machten sich gut und forderten die Technik der Fahrer. Einige werden aber die Hürde im Sand verflucht haben.

DSC02097.JPG DSC01982.JPG DSC01744.JPG DSC01661.JPGWarum ich vor dem Start aufgeregt war, kann ich mir nicht wirklich erklären, denn es gab eigentlich keinen Grund dazu. Em Ende der endlosen Startgeraden bog ich als Erster ins Gelände. Von da ab nutzte ich die freie Fahrt und den Blick für die Ideallinie um meinen Vorsprung auszubauen. Unter unzähligen Anfeuerungsrufen genoß ich die Fahrt und meinen Hattrick beim Saisonauftakt. Hinter mir zeigten Micheal Stenzel und Bernd Pfeiffer ein starkes Finish, wobei Michael hier den größeren Punch hatte.

Stevens Cyclocross Cup Hamburg Norderstedt - Zwei Tage später ging es dann weiter im Rantzauer Forst mit dem ersten Lauf der norddeutschen Rennserie. Die Mädels und Jungs vom RV Germania hatten hier eine supergeniale Strecke in den kleinen Stadtwald gezaubert. Viele Richtungswechsel im teilweise losen Sand, etliche kleine Wälle und einige Wurzelpassagen waren die Herausforderungen, welche die ca. 40 Fahrer zu meistern hatten. Mit Max Lindenau und Jannick Geisler (beide Stevens-Racing) waren auch schnell die Favoriten ausgemacht.

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Ich erwischte einen mittelmäßigen Start und bog an Position 5 ins Gelände. Die erste Runde war schon hart, denn man fuhr immer etwas zu schnell in die Kurven und somit war es dann auch nicht verwunderlich, dass zunächst ich durchs Flatterband schoss und eine Runde später Tim Rieckmann vor mir auf die Knie ging. Klar war somit auch, dass wir nach vorne zu den beiden Stevens-Jungs nicht mehr kommen würden. Ich versuchte zwar an Position drei das Tempo nicht geringer werden zu lassen, aber jeder Fehler kostete Zeit. So konzentrierte ich mich eher darauf diesen Podiumsplatz zu verteidigen, als auf Krampf nach vorne zu gelangen.

Am Ende war es dann ein sicherer und zufriedenstellender 3. Rang hinter Jannick und Max. Ein gelungener Saisonauftakt in Sachen Cross. Nun folgt aber nochmals ein Kurzeinsatz auf dem MTB, denn Morgen geht es nach Nizza um dort bei der Roc d´Azur noch ein bisschen die Sonne zu genießen (so der Plan).

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Vattenfall Cyclassics: RTF oder Strassenrennen?

Es war mal wieder an der Zeit das Rennrad, bzw. mein Crossrad mit entsprechender Übersetzung, im Strasseneinsatz auszuführen. Zum einen hatte ich keine Lust erneut mehr Stunden auf den Autobahnen zu verbringen als auf dem Rad und zum anderen hatte ich nach der Transschwarzwald genug Walderlebnisse.

Nach einigen Jahren der Abwesenheit bei den Cyclassics war es in diesem Jahr wieder mal Zeit die 155km unter die Carbonlaufräder zu nehmen. Schnell bei Ebay eine Nummer ergattert, artig über das Ummeldeportal die Startunterlagen beantragt und mit Glück den Startblock A erhalten.

Die Anmeldung und Abwicklung der Meldungen, inkl. der Abholung hat schon eher Renncharakter, denn das läuft professionell. Auch die Aufteilung der 18.000 Starter in Ihre Startblöcke mit entsprechender Kontrolle war schon beeindruckend. Die Startzeit hingegen war mit 7:30Uhr mehr auf RTF-Niveau. Vielleicht kam mir das auch nur so vor, da mir schweinekalt war und ich mit Arm- und Beinlingen, sowie Weste ins Geschehen startete.

Erstaunlich ruhig, ohne viele Bremsmanöver und Stürze ging es raus Richtung Köhlbrandbrücke. Bereits hier setzten sich Fahrer ab, wobei das Feld ruhig blieb. Das hätte schon Renncharakter gehabt, wenn später auf der Verfolgung nicht immer die gleichen 5 Leute in der Führung gefahren wären. Man hatte das Gefühl, da sind 5000 Leute im Windschatten und keiner schafft es mal eine Minute im Wind zu fahren. Hier war mir klar, dass die meisten Jungs diese Taktik von den RTF´s kennen.

Ohne große Probleme absolvierten wir die 100km Schleife um dann raus Richtung Wedel nochmals den Wind voll von vorne zu erleben. Gleiches Bild, also einige Leute am Arbeiten, die anderen lästerten, dass das Stundenmittel so gering ist. Am liebsten wäre ich in die RTF-typischen Verpflegungsstationen abgebogen, hatte aber meine Wertungskarte nicht mit. So nahmen wir mit Rückenwind den Zielspurt in Angriff. Hier ließ ich dann locker, obwohl wir an eine Gruppe noch fast herangefahren sind. Ohne weitere Komplikationen rollte ich als 30er auf die Zielgerade um als 89er gewertet zu werden. Da hatten einige wohl zuvor doch nicht alles gegeben!

Gewonnen wurde das Jedermannrennen von zwei Kollegen, welche alleine 10min. auf das Feld herausgefahren haben. Das ist wirklich sportlich, denn 41km/h auf 155km fährt auch nicht jeder bei dem norddeutschen Wind. Vielleicht hatten die sich falsch gemeldet und wollten bei den Profis starten?! Mein Fazit ist trotzdem positiv, denn auf abgesperrten Straßen in meiner Heimatstadt zu fahren ist einmalig. Man sollte als Rennfahrer aber nicht mit dem Anspruch auf ein Radrennen am Start stehen, sondern den Tag genießen, wie die meisten der Starter auf den 100km- oder 55km- Runden.

Energieberg Rennen | An diesem Wochenende standen zwei Strassenrennen auf dem Programm, wobei ich zum Rennen am Samstag nach Georgswerden locker mit dem Rad fahren konnte. Ein neues Rennen auf einem sonst nicht zugänglichen Bereich, da durfte ich nicht fehlen, insbesondere da die Ringstrasse um den Berg auch etlich Höhenmeter bot.

Im Feld der Masterklasse waren wohl die üblichen Verdächtigen am Start, welche ich als MTB´ler natürlich nicht so genau kannte. Jetzt kenne ich sie, denn bei den Wertungen, welche alle 5 Runden vorgenommen wurden, konnte man die Schnellen gut erkennen. Ich kam mit dem Kurs gut zurecht. Mir gelangen einige Ausreißversuche und sogar das Einfahren einer Wertung, welche mir den 6. Gesamtrang bescherten. Dies war mein besten Ergebnis auf der Straße, weshalb mir das Rennen wohl besonders gefiel.

Sommerkriterium Gutenbergring | Auch wenn der veranstaltende Verein es ungerne lesen wird, aber dieses Rennen war nichts für mich. Im Industriegebiet ging es mehr oder weniger um vier Ecken mit topfebener Topografie. Wahrscheinlich lag es dann auch am Dauerregen und den Schlaglöchern auf der Zielgeraden, warum ich da lustlos rumeierte. Ich konnte in der ersten Gruppe gut mitfahren und auch bei dem einsetzenden Regen auf dem Rad in den Kurven bleiben, was manche nicht schafften.

Es war aber ein gutes Training für den kommenden Einsatz im Saarland. Bereits am Donnerstag starten wir zur Marathon-DM nach St.-Ingbert. Hier wollen wir dann erneut versuchen um den Titel mitzufahren. Die Strecke kommt mir entgegen und die Form scheint nun auch zu passen, so dass ich guter Dinge bin.

Die Vaude-Transschwarzwald

Man könnte dieses 5-tägige Rennen auch Trans-Regenwald nennen, dazu aber später unweigerlich mehr. 380 km und 10.800Hm waren die Eckdaten für MTB-Rennen von Pforzheim, Bad Wildbach, Freudenstadt, Bad Rippoldsau-Schapbach, Sasbachwalden nach Offenburg in die Weinberge.

DSC09649.JPGDa das Rennen für die Elitefahrer UCI-Status hatte, waren einige Schnelle dabei, auch der BDR-Nachwuchs nutzte das Rennen zur Stärkung der Willenskraft, wie auch mein Teamkollege Ben Zwiehoff. Da die Master 2 Fahrer nach allen Elitefahren ins Rennen geschickt wurden, war gleich Vollgas angesagt, denn man musste nach vorne kommen um hier etwas zu werden. Hinter Uli Brucker, dem Meister meiner Klasse (CC), schossen wir ins Gelände, bevor der andere Meister in meiner Klasse (Marathon), Markus Westhäuser, uns beiden ganz lässig am Berg wegkurbelte.

DSC09749.JPGDie Etappen liefen dann meistens nach dem gleichen Muster ab. Guter Start und schnell raus aus dem Getümmel, dann in der ersten großen Verfolgergruppe festgesetzt und versucht den Rückstand zu Markus gering zu halten. Dies schafften Uli und ich nur einmal, ansonsten kassierten wir beide viele Minuten. In den ersten drei Tagen hatte ich bei wechselndem Wetter mit Regen am Zielberg die besseren Beine und errang Platz 2 in der Tageswertung, so dass ich nach vorne und hinter 10min. hatte. Eigentlich komfortabel, wenn nicht Etappenrennen so eigene Gesetze hätten.

DSC00103.JPGAm Tag vier mit schönem Regen beim Start brachte der zweite Berg mich etwas aus dem Rhythmus denn ich verlor den Anschluß an Platz 3 und 4 in der Gesamtwertung und der Tag hatte noch 50km. So war es dann wohl auch etwas Unachtsamkeit die der Auslöser für den Platten auf der folgenden Abfahrt war. Der Stopp zum Reparieren und der nachfolgende Laufradwechsel im Depot ließen meinen Vorsprung schmelzen. Die spätere Aufholjagd wurde abrupt gebremst, da ca. 50 Fahrer orientierungslos auf der Landstraße standen. Hier hatte ein Witzbold einige Pfeile entfernt, so dass die Etappe mit der Depotzeit gewertet wurde und wir neutralisiert ins Ziel rollten. Auch mal eine neue Erfahrung für alle.

DSC00205.JPGPünktlich zum Finale schien dann die Sonne und die Stimmung war gut, auch wenn es in allen Klassen noch um die Positionen ging. Es ging wie immer schnell in den Berg und ich erwischte einen ganz guten Start. Heute ging es für Uli und mich noch mal um die Wurst, da Markus diesmal relativ früh einen Reifenwechsel übte. Ich genoß den Tag und die Aussicht auf den Schwarzwald, welche man am Schlußtag das erste mal wahrnehmen konnte. Erneut wurde es der 2. Platz in der Tageswertung, was auch zum Gesamtrang 2 bei der Vaude-Transschwarzwald reichte.

DSC00257.JPG DSC00343.JPG DSC00374.JPGIch hatte mit einem Podiumsplatz geliebäugelt, aber zwischen den beiden Meistern auf dem Treppchen zu stehen, war schon toll. Insgesamt war es eine sehr gut organisierte Veranstaltung mit schönen Etappenorten und vielen fleissigen Helfern. Hier würde ich nochmals starten, wenn die Wetter-App mal ein Herz für den Schwarzwald hätte. Denn Ben, der sein erstes Etappenrennen sehr gut meisterte, und ich hätten dann noch mehr Spaß auf den Trails gehabt, welche gerne in nächsten Jahr mehr werden könnten.

Nun folgen die Vattenfall Cyclassics nach einigen Jahren ohne Startverpflichtung, bevor es in Norderstedt zu einem Rundstreckenrennen geht. Das MTB bleibt erst mal im Keller.

Hier die neusten Bilder der Bergamont-Jungs: always Vollgas

Bewegungswelten Arnstadt

Nachdem ich mich letztes Wochenende auf den Wetterbericht verließ und kurzfristig meinen Start in Seiffen absagte, musste eine Alternative her. Ich war so genervt, dass dort statt angesagtem Weltuntergang fast Sommerwetter herrschte, weshalb ich die Wetter-App gelöscht habe. Als neue Veranstaltung war schnell die “Bewegungswelten” in Arnstadt/ Thüringen ausgemacht.

Nach nun 4 Wochen Rennpause hört sich “Bewegungswelt” auch gut an. Ich dachte da so an: Walken, talken, etwas stalken und biken. Dem war aber nicht so! Beim Begutachten der Cross Countrystrecke des Biehler Cups war klar, hier geht richtig was. Ziel und Rundendurchfahrt vorm Rathaus, dann durch die alte City über Kopfsteinpflaster rein in den Stadtwald mit richtig steilen Rampen und einigen kurvigen Trailabfahrten zurück durch die Stadtmauer auf den Marktplatz.

Das Feld der Masterklasse 1-4 war zwar übersichtlich, dennoch ging es gleich richtig zur Sache. Ich kam aus der zweiten Reihe gut ins Rennen und konnte in der Stadt mit den künstlichen Hindernissen schnell Platz 4 behaupten. Die Jungs der Master 1 nahmen schnell richtig Fahrt auf. Am ersten Berg hätte ich noch schneller fahren können, am zweiten verlor ich die ersten Fahrer aus den Augen. So schnell geht das manchmal.

Auf Platz 3 liegend fiel mir dann die Kette ab und ich musste den längsten Berg zu Fuß bewältigen. Danach hatte ich so schwere Beine, dass der Klaus R. von den Salzdetfurthern locker wegrollte und ich mit hochroter Birne und Atemnot nicht den Anschluß schaffte. Erstes Rennen nach einer Pause ist immer eine wirkliche Qual. Platz 2 sicherte ich mir trotzdem und gönnte mir im Schnitzelhaus ein Schnitzel und schmiedete Pläne für den morgigen Marathon.

Ich war gespannt, was mich beim Marathon so erwarten werde, denn die Streckenzusammenstellung war speziell: eine Einführungsrunde für alle Streckenlängen und danach konnte man Schleife B von 1 mal bis 3 mal absolvieren. Beim Start setzen die CC-Piloten gleich auf Angriff und ich befand mich nach dem Straßenanstieg an Position 8 in der Verfolgergruppe. Oben angekommen zeigten die Pfeile Richtung Trail und nun begann der Spaß. Trails über Trails folgten mit vielen Richtungswechseln durch eine tolle Landschaft. Man war mit lenken, schalten und grinsen so beschäftigt, dass man die ersten 18km kaum wahrnahm.

Nun ging es auf die technische zweite Runde und ich nahm mal die Abfahrten mit dem Fully von vorne. Das Grinsen ging nicht weg, denn die zweite Schleife hatte noch mehr zu bieten. Es fühlte sich auf den Singletrails so an, als ob es nur bergab ging, denn die kurzen Gegenanstieg nahm man fast gar nicht wahr. Der letzte Anstieg war dann wirklich hart, aber die folgende Abfahrt entschädigte für alle Strapazen.

Die folgenden beiden Runden wurden dann natürlich noch extremer, denn man fuhr immer Vollgas. In der letzten Schleife lag ich dann auf einmal auf Platz 2, da viele CC-Heizer abgebogen waren und Sebastian Stark einen Defekt beheben musste. Meine Freude währte kurz, denn Sebastian schloß auf und wir pfefferten weitter durch den Wald. Im letzten Anstieg war es dann um mich geschehen. Während ich einen Krampf bekam, bekam Sebastian seine zweite Luft. Also fuhr ich den Rest auf Sicherheit, genoß nochmals den finalen Abstieg und freute mich über den Sieg in meiner Altersklasse und Platz 3 in der Gesamtwertung hinter Sebastian und Christian Kreuchler.

Die Bewegungswelten in Arnstadt sind keine Alternative, sondern alternativlos im Osten. Wer den Marathon in Wetter/ Ruhr liebt, der hat hier die gleiche Streckentopografie und er kann sich seine Rundenlänge nach belieben bestimmen. Ferner hat man hier die Chance auf dem goldenen Balkon des Rathauses geehrt zu werden. Hier werde ich wieder starten und auch das Zeitfahren am Freitag mitnehmen.

Fotos gibt es nicht, da Petra sich vor der anstehenden Transschwarzwald menthal eine Auszeit gönnen durfte. Ab Mittwoch geht es also ab Pforzheim Richtung Offenburg. Mal sehen, ob mich der Black Forest wieder ausspuckt….