Super Strecke, super Veranstaltung, super Rennen….super geil!

Alle haben immer gejammert, dass man Ostern nur Eier suchen, anstatt Rennen fahren kann. Dem Leiden hat Olaf Nützsche und sein 35-eiriger Betreuerstab ein Ende gesetzt. Der Biehler- und Deutschland-Cup in Bad Salzdetfurth ist ein neuer Meilenstein im MTB-Kalender, denn zwei Tage auf diesen neuen Kurs sind echt mal eine Herausforderung für Sportler und den Würstchenbräter.DSC06044.JPG

Ich reiste mit gemischten Gefühlen in die Sole-Stadt, denn hier musste ich auch schon Niederlagen einstecken. Ferner wusste man auch nicht so genau, was Olaf mit dem Radlader so angestellt hat und wie viele “Herzinfaktpassagen” eingebaut wurden. Ich muss gestehen, dass er einen flüssigen, anstrengenden, kräfteraubenden aber für alle fahrbaren Kurs zusammengebastelt hatte. Respekt Jungs, echt ein Kurs für schnellen Mountainbikesport. DSC06085.JPG

An beiden Tagen wurden alle Master-Klasse gemeinsam auf die Runde geschickt. Während am Samstag noch ein Loch von 15sek. auf die Master 1 zugefahren werden musste, hatten wir am Sonntag gleich eine große Gruppe, welche in den Startloop geschickt wurden um das Feld zu entzerren. Der Matsch von Samstag hatte sich zu Ostern auch verzogen, so dass das Rennen nochmals schneller wurde und noch mehr Spaß machte.DSC06480.JPG

Das Bergamont Hayes Factory Team mit André Kleindienst und mir versuchte an beiden Tagen den maximalen Erfolg ins Nest zu holen. Samstag gelang es uns gut die Master 1 und 2 Klasse zu gewinnen. Nach dem Ostergrillen bei den Kleindienst war am Sonntag wohl etwas Eierlikör in den Waden von André. So übernahm ich früh die Führung und gabe diese auch nicht mehr ab, obwohl Sven Pieper (Rapiro) mich mächtig unter Druck setzte. Platz 3 wurde es für André und somit ein gelungener Einstieg in die Cross Country Saison.

DSC06671.JPG

Mit Olaf Nützsche und Klaus Reinisch (beide Rapiro) am Samstag und wieder Olaf und Clemens Sietas standen bekannte Jungs mit mir auf dem Podest. Es war ein geiles Osterfest in Bad Salzdetfurth was eindeutig mehr Fahrer verdient hätte. Hier ist mal ein Umdenken gefragt, denn man kann auch mit der Familie an der Rennstrecke die Eierchen vernaschen.

DSC06136.JPGNächste Woche wird es dann etwas länger, denn beim Mega-Sport in Sundern stehen 50 oder 100km zur Wahl. Mal sehen, wie im Jahre 2014 das Sauerland so ausschaut….Ach ja, falls das Wetter mitspielen sollte, werde ich wohl am Sonntag noch mal bei Danny Götze zum Cola-Rum oder Bad Harzburger Marathon vorbeischauen.

Hier die ersten Bilder mit neuem Chip in der Kamera: hier feiert man Ostern

Meine Vision 2014

Kein Jahr ohne Ziel. Dies gilt natürlich auch für mich. Man sitzt am Anfang des Jahres vor der Rennplanung und schaut, was so an Saisonhöhepunkten in den Kalender passt. In diesem Jahr steht ein Highlight im Juli an. Ich werde mir wohl zum letzten Mal die Salzkammergut-Trophy “antun”, denn es wird in diesem Jahr noch die leichte Variante mit 210km und 7000Hm geben. Der Veranstalter plant nämlich schon die Trophy 2.0 reloaded the next level….und da wird wieder eine 50% Ausfallquote eingeplant. Und das ist nix für mich.

Um mich auf die Herausforderung vorzubereiten, suchte ich mir den Kyffhäuser MTB-Marathon und Helmuts Höllenritt an diesem Wochenende aus. Ich hatte zwar an beiden Tagen nur die Hälfte der Trophy-Kilometer und ein siebtel der Höhenmeter auf dem Tacho, aber das sind Nebensächlichkeiten. Hauptsache es klebt wieder eine Startnummer am Lenker und das Wasser tropft aus dem Helm.

Der Kyffhäuser MTB-Marathon war letztes Jahr etwas schlammig, was ich sofort beim Veranstalter monierte. Dies wurde bei der 37. Auflage berücksichtigt und die Strecke war in einem perfekten Zustand. Da gab es an keinem Punkt etwas zu meckern (oder doch?). Nach dem Einrollen über die Landstraße ging es ins Gelände. Hier steht der “Gradmesser” für die Saison 2014. Kommt man gut über den Berg, dann läuft es in der Saison. Wird man hier abgehängt, dann muss man nachsitzen und fleißiger trainieren.

Bei mir lief es gut, denn ich kam mit dem späteren Sieger (Christian Kreuchler) über die erste Kuppe. Ich malte mir schon aus, wo ich die Attacke aus der Fünfergruppe setzen soll, um nicht wieder im Sprint zu verlieren, als nach 20km in einer unspektulären Passage der Reifen seine Luft und ich spontan die Lust verlor. Ich musste nun einen Platten reparieren. Hier werde ich wohl nachsitzen, denn es dauerte ewig und zig Leute flogen vorbei. An Position 60 nahm ich das Rennen etwas angespannt wieder auf.

Es lief an diesem Tag gut, weshalb ich an der Streckenteilung nach 40km schon auf Platz 20 lag. Alleine gegen den Wind auf den langen Flachpassagen ist natürlich nicht einfach, das werden die Leute bestätigen, welche versucht haben bei mir im Windschatten zu bleiben. So flog ich förmlich an den Leuten vorbei und bog als 10. und 3. bei den Master 2 in den Zielbereich ein. Es war ein gelungener Auftakt, denn die Form stimmt und die Veranstaltung war wie immer nett, besonders das Wetter. Danke ans Kyffhäuser-Team.

Von meinem Zwischenstopp im Harz ließ ich am Sonntag den Wagen umweltschonend Richtung Dannenberg ausrollen. Hier hatte Vatter Brzezinski zum legendären Höllenritt geladen. Da durfte ich als Titelverteidiger nicht fehlen. Heute zog ich das neue Fastlane Teamfully aus dem Auto, um den Leuten mal zu zeigen, was mit so einem Teil möglich ist.

Da Vatter aber diesmal seinen Sohn Fabian dazugeladen hatte, wurde das Rennen schnell und gnadenlos. Ich versuchte auf den ruppigen Passagen das Tempo über die 5 Runden a 8km hoch zu halten, während Fabian am steilsten Berg immer seine Kraft unter Beweis stellte. Bis Runde vier folgten noch Thorben Saßnick und Thomas Zühlke brav schnaufend im Windschatten, bis Fabian erneut attackierte.

Ich konnte Fabian gerade noch paroli bieten, bis zum nächsten kurzen Anstieg. Hier war mein Akku leer und ich musste ihn widerwillig ziehen lassen. Ich hätte gerne meinem Ex-Teamkollegen den Sieg streitig gemacht. Er gab aber zu, dass es der härteste Höllenritt für in war. Obwohl,  ein Höllenritt war es nicht, denn auch hier passte das Wetter, die Strecke und der Rest sowieso. Hölle war eigentlich nur das Kuchenbüffet am Ende der Veranstaltung, denn 10 verschiedene Kuchensorten mit Kaffee für lau ist echt teuflisch gut.

Nun geht es motiviert in die kurzen Osterwochen. Werde wohl am Oster-WoEn mal in Bad Salzdetfurth zur Doppelveranstaltung im Bikepark vorbeischauen. Olaf Nützsche hat so sehr geschwärmt, dass ich mir selbst mal ein Bild machen muss. Habe ja nicht nur gute Erinnerungen an diesen Ort :-)

Immer auf’m Lack!

Der Trott hat mich wieder und das ist gut so. Nach einer etwas anstrengenden Phase im Büro benötigte ich auch wieder mal die Herausforderung auf dem Rad. Da Teamkameraden und Freunde genug von mir haben oder keinen Urlaub bekamen, mussten wir mit Petra wieder Mal einen kurzfristigen Trainingsurlaub planen. Randbedingungen waren wie immer die gleichen: kurze Hose und Trikot, sowie landschaftlich und kulturell reizvoll.

Foto(3).JPGNach 3min. intensiven Überlegungs waren wieder die Kanaren die erste Option, da mir für die Cape Epic in Südafrika der Partner fehlte. Es dauerte dann aber ein noch paar Tage, bevor ich die Entscheidung gefällt hatte, ob Rennrad oder MTB mit in den Urlaub sollte. Wir entschieden uns erneut für Lanzarote, da man hier auf dem Rennrad gute Bedingungen vorfindet und das Hotel Las Costas in Puerto del Carmen ein perfekter Stützpunkt ist.

Zu meinem Glück hatte Raoul Rothe vom HRV noch seinen Flug verschieben können, so dass wir meinen ersten Dreierblock gemeinsam genießen konnten. Es ist einfach schön, wenn man alles kennt und sich sofort heimisch fühlt. So störte mich der starke Gegenwind am ersten Tag nicht. Auch nicht am zweiten oder dritten Tag!

Foto(5).JPGWir fuhren wieder die schönen Runden durch die Feuerberge oder durchs Gebirge. Das wirklich tolle an der Insel ist die Landschaft und der entspannte Straßenverkehr. Lediglich die Triathleten bringen etwas Hektik in den Alltag, den Grüßen und Schalten in der Liegeposition bei Seitenwind bringt die Jungs gerne mal auf die Gegenfahrbahn. Gut das wir Grüßen , Trinken, Telefonieren und Lenken können!

Was man allerdings anmerken sollte, sind die etwas rauen Strassen. So habe ich innerhalb von zwei Wochen die Hinterradpelle blank gefahren, obwohl ich immer auf’m Lack fuhr. Der weiße Strich am rechten Fahrbahnrand hat einfach den geringsten Reibungskoeffizienten und diese 10cm Lack treffe ich nach den zwei Wochen auch bei 5 Windstärken Seitenwind!

Foto(4).JPGApropos Wind, dieser war in diesmal wirklich ein hartnäckiger Begleiter auf meinen 12 Trainingsfahrten. Es gab keinen Tag ohne Wind und die Kilometer, welche ich fahren wollte schaffte ich einfach nicht in der Zeit, die Petra mir vorgab. Es gab Tage da kehrte ich mit einem Schnitt von 25km/h wieder Heim. Und ich habe den Tag nicht getrödelt, sondern alles auf der Insel verblasen! 16km/h am Unterlenker ziehend auf der Ebene waren gar nicht so schlimm, sondern eher die seitlichen Böen, die einem auf den schnellen Abfahrten erwischten und fast in die Lavafelsen drückten.

Es gibt aber keinen Grund zu klagen, denn das Hotel war wieder Top, wir entdeckten auf Wanderungen und Ausflügen noch zahlreiche beeindruckende Seiten der Insel und die Sonne hat sich nur selten hinter Wolken versteckt. Bin nun wieder gerüstet für die Passagen gegen Wind und für die Berge, wenn ich die Straßenkilometer im Gelände auch umsetzen kann.

DSC05632.JPGAch ja: Wer mein Teambike aus 2012 käuflich erwerben möchte, der erhält ein Unikat in limitierter Teamlackierung mit neuen Schaltungs- und Bremskomponenten. Rest regeln wir unter Männern.

Ehrung ohne Rennen! Wie geht das denn?

Ich wollte Euch ja etwas länger verschonen, aber manchmal gibt es Ereignisse, welche dann doch erwähnenswert sind. So geschehen an diesem Samstag im Konferenzsaal des NDR, anlässlich der Jahreshauptversammlung des Hamburger Radsportverbandes. Bevor es offiziell wurde, genoss ich noch 4 Stunden auf dem MTB bei herrlichem Wetter in den Harburger Bergen. Mein neues Fastlane Fully brauchte einfach Auslauf. So radelte ich gemütlich in die HaBe´s um dort eine 2 Stunden-Runde zu fahren. Da hier in den letzten Jahren zahlreiche Single Trails hinzugekommen sind, wich ich mehr denn je von der Standard-Tour ab und schoss die teilweise herrlichen Abfahrten hinunter. Nach den 2 Stunden hatte der Höhenmesser auch 1053hm auf der Anzeige. Dies sollte für eine Grundlagenrunde reichen.

Auf dem Heimweg begannen nun die Tücken, die nur eine Hafenstadt hat. Klappbrücke im Hafen gesperrt, also musste  der Umweg über Harburg-City genommen werden. Der Zeitverlust wurde mit Geschwindigkeitserhöhung kompensiert. Leider ging dies nur solange wie ich Luft im Vorderreifen hatte. Die letzten Kilometer musste der Tubelessreifen zeigen, dass er Notlaufeigenschaften besitzt und nicht von der Felge fliegt. Angekommen bin ich zu Hause, bloß leider geriet mein Zeitplan etwas ins „schwimmen“. Stress am Wochenende ist nicht wirklich gewollt. Also schnell geduscht und ab in die Bahn. Scheiße, das ist die falsche Richtung. Sichtlich genervt und viel zu spät erreichte ich die Jahreshauptversammlung des RVH.

DSC05601.JPGDa wird man mal geladen und steht als Tagesordnungspunkt auf der Agenda und dann kommt man nicht rechtzeitig. Petra konnte aber die Situation retten, bzw. erklären. Kurz vor der Pause kam dann die Laudatio von Volker Quast und meine Ehrung als Sportler für hervorragende Leistung im Radsport. Es war eine tolle Rede, denn erst wenn man da vorne steht und hört, was man in all den Jahren für Siege und Platzierungen erreicht hat, wird es einem wirklich bewusst und erfüllt einem mit Stolz. Danke Volker für die Worte und natürlich dem Verband für die Ehrennadel in Bronze.

DSC05603.JPGIch ließ es mir natürlich nicht nehmen der weiteren Sitzung zu folgen. Hier wird einem dann klar, wie schwer es so ein Verband ohne die Unterstützung einzelner Personen hat. Meinen Respekt an alle, die sich dort für die Aufgaben zur Verfügung stellen und Ihre Zeit dem Radsport „opfern“. Jeder von uns der auf dem Rad sitzt, sollte stets daran denken, dass alle Veranstaltung nur auf dem Einsatz dieser Ehrenamtlichen beruhen. Also immer locker bleiben, wenn mal ein Pfeil bei der RTF fehlt, der Müsli-Riegel beim Rennen aus ist oder bei der Nummernausgabe die lange Schlange aus mehr als zwei Leuten besteht….!

Natürlich gab es auch kontroverse Diskussionen und Neuwahlen. Marc Bator, der nach seinem Unfall immer noch leicht unrund läuft, wurde als Vize-Präsi gewählt, da er aus Berlin den Verband nicht leiten kann. Bernd Dankowski wird neuer Präsident. Das ist doch mal ein Name, den ich mir auch merken kann. Wünsche Bernd natürlich viel Erfolg in seinem neuen Amt. Er wurde gleich ins kalte Wasser geworfen und musste die Versammlung weiterführen. Hat er aber souverän gemacht…..da geht also was.

Sonntag habe ich dann mal die Straßen im Hamburger Umland getestet. Er war seit mehr als 4 Monaten die erste Ausfahrt über 100km. Dies habe ich am Abend auch gemerkt. Auf der Klingbergrunde ging es aber hoch her, alle 5 km kam ein mir bekanntes Gesicht entgegen. Nach 1.5 Std. mit entspanntem Rückenwind, folgten 2.5 Std. gegen fiesen Gegenwind. Taktisch die falsche Runde gewählt, aber dennoch war es wieder schön mal etwas länger unterwegs zu sein. Mit dem Gegenwind habe ich schon mal den Grundstein für mein Trainingslager auf Lanzarote gelegt, wo wir demnächst für zwei Wochen die Sonne genießen werden. Bis dahin, always Vollgas.

Dano

ab jetzt liege ich nur noch auf dem Sofa

Wer mit kennt, der weiß, dass bei fehlendem Newsletter am Montag etwas vorgefallen ist. So zu erklären ist auch dieser Bericht, der meine Deutsche Meisterschaft mit etwas Abstand beleuchtet und auch das Doppelwochenenden mit den Finallauf des Stevens-Cups noch mal beschreibt.

Deutsche Meisterschaften in Döhlau. Das Ziel für die DM war klar. Der Weg dorthin verlief ohne gesundheitliche Probleme und die sportliche Form war sehr gut. Bei der DM fuhr ich dann ein gutes Rennen, was bekanntlich nicht reicht, wenn einer ein sehr gutes Rennen fährt. So blieb für mich, wie im Vorjahr “nur” der Vizemeistertitel hinter Ralph Berner (Berner Bikes) übrig.

DSC02151.JPGAlles begann nach Plan, denn ich fuhr als erster in die etwas rutschige Abfahrt. Schnell setzten wir uns mit Ralph ab und fuhren gemeinsam in die zweite von fünf Runden. In den aufgeweichten Wiesenpassagen (wo war es eigentlich nicht aufgeweicht) zog mir Ralph allmählich aber zielstrebig davon. Ich war nicht in der Lage das

Tempo mDSC02774.JPGitzugehen, auch am Berg konnte ich die Lücke nicht mehr schließen. Mein Zurückfallen auf Platz drei hinter Timo Berner, machte Timo wieder selbst zu Nichte, da er auf der Abfahrt eine Bodenprobe nahm. Glückwunsch an den alten und neuen Deutschen Meister.

Stevens Cup Elmshorn. Nach einer Woche Arbeit war mir wieder klar, dass das Crossfahren eindeutig mehr Spaß macht. Also ging es zum Nachholtermin nach Elmshorn, um dort eine wirklich tolle und fast trockene Strecke im Stadtwald vorzufinden. Hier war wieder alles vorhanden, was ich für eine Crossrennen benötige. Schmale enge Wege, griffige Kurven, schnelle Richtungswechsel und knackige Anstiege.

DSC09311.JPGDirekt nach dem Start setzte sich Max Lindenau und Jannick Geisler (beide Stevens) an die Spitze und ich schaute mir ihr Treiben an. So ging es dann fast das komplette Rennen, wobei mich die beiden schon gerne abgeschüttelt hätten. Ich konnte aber ihre Tempoverschärfungen mitgehen und nahm auch drei Runden vor Schluss die Führung, bevor es ins Finale ging. Hier bekam ich dann doch Probleme und ich ließ den jungen Nachwuchssportlern ihren Sprint, während ich auf Platz drei zufrieden ins Ziel rollte.

Finale des Stevens Cup in Buchholz. Neuer Tag und neues Glück? Naja, würde ich jetzt sagen. Der Start verlief, trotz Streckenverengung nach dem Start, erneut gut und schnell stellte sich das Bild vom Vortag ein. Leider spielte heute nicht ganz meine Technik mit, denn ich flog mehrmals aus dem Pedal und auch die Kette hatte ein Eigenleben. So war die Lücke nach vorne da und Max und Jannick machten keine Anstalten auf mich zu warten. Jungs, so geht man nicht mit älteren Sportsfreunden um.

DSC05140.JPGGegen Rennmitte wurde es dann doch noch spannend für meine zahlreichen Fans, welche mir lauthals ins Ohr schrien oder tröteten. Der Verlust des dritten Platz stand an, dann Johannes Simmermann (RSG-Lohne Vechta) machte von hinten Druck. So kam er stetig dichter und er machte keine Anstalten auf den Podiumsplatz zu verzichten. Also wurde nochmals alles mobilisiert um das Pedal rum zu kriegen. Am Ende reichte es gerade noch für das Podium. Puh.

DSC05432.JPGDanach folgte noch eine nette Siegerehrung, wo ich die Gesamtwertung der Elite für Bergamont nach Hause fahren konnte. Tim Rieckmann und Sebatian Sattler (BOC-Bergamont) folgen auf den Plätzchen zwei und drei. Somit fährt der Norden “always Vollgas”. Bei der anschließenenden Tombola, wo die Firma Stevens wieder richtig was “rausgehauen” hat, gewann ich leider nichts. Ich hoffe aber, dass im nächsten Jahr mal wieder etwas für mich rausspringt.

DSC05015.JPG DSC05014.JPGAb jetzt liege ich für die kommenden Wochen nur auf dem Sofa. Das Rad bleibt im Keller und liegengebliebende Dinge werden erledigt. Auch das wird mal angenehm sein. Ach ja, einen Vorschlag habe ich auch für Veranstalter und Sponsoren. Nehmt den Stevens-Cup zum Anlass und fragt Sportler und sportliche Leiter mal nach einem Feeback zu der vergangenen Crosssaison. Es kämen da wohl Ergebnisse raus, die mancher Funktionär so nicht sehen würde.

Hier die DM und der Stevenscup als Bildpunkte: und er ist nicht zu übersehen

WM Nachbereitung ist DM Vorbereitung

Moin liebe Leute. Lange Zeit war es leer im Postkasten, was weder fehlenden Rennen zum Jahreswechsel noch meiner Unlust zum Schreiben geschuldet war. Irgendein NSA-Hacker hatte sich hier unberechtigten Zugriff verschafft und einen imperialitischen Virus eingeschleust. Diesen hat Dr. Spöttl, von der Bergamont-Security-Agency erkannt und verbannt, so dass Ihr Euch  nun auf vier Rennberichte freuen dürft.

Deutschland-Cup in Vechta. Kurz vor Jahresschluss ist dies eines meiner Lieblingsrennen, da dem Fahrer alles abverlangt wird. Kurze oder auch längere Steigungen, viele Richtungswechsel auf griffigem Boden und auch Passagen zum Durchatmen. Gepaart mit der sehr guten Organisation ist diese Veranstaltung wirklich ein Highlight.

DSC00529.JPGDie Startaufstellung habe ich verpasst, weshalb ich aus der dritten Reihe ins Rennen ging. Auf der langen Geraden konnte ich bis auf Position drei vorfahren um dann vor der rutschigen Baumpassage als erster in die Kurven zu biegen. Den Teil am Stadion zog ich dann auch voll durch um danach mit einem “kleinen Polster” in den sandigen Teil zu stechen. Die Lücke zu Vladi Riha und Ralph Berner war da und ich drückte weiter auf´s Gas.

Es lief ziemlich rund an diesem Tag. Ich machte keinen Fahrfehler und ich hatte immer Zug auf der Kette, insbesondere den Startberg nahm ich unter Volllast. Am Ende wurde es ein sicherer, ungefährdeter Sieg. Das es aber auch mal anders sein kann, zeigte sich bereits am nächsten Tag.

Deutschland-Cup in Herford. Es ist das Traditionsrennen in Deutschland mit dem Kurs rund um den Elisabethsee. Alle wissen aber auch, hier hat man kurz vorm Jahreswechsel immer sehr schlechte Bedingungen, auch in diesem Jahr. Während es morgens beim Einfahren noch Bereiche der Runde gab, wo man Grip fand, änderte sich diese von Rennen zu Rennen. Mein Start aus Reihe zwei verlief etwas zurückhaltend um im Gelände nach Grip zu suchen. Schon auf den ersten Metern drehte Raplph Berner den Spieß vom Vortag um und zeigte mir, wie man im Matsch zu fahren hat.

DSC00627.JPGAn dieser Konstellation änderte sich nichts mehr. Ich nahm auch noch eine Bodenprobe, wechselte das Rad und versuchte zumindest Platz 2 zu sichern, was mir vor Timo Berner auch gelang. Für mich war es eine Lehr/ Leerstunde. Aber ohne Grip auf rutschigem Boden ist für mich nicht viel zu holen. Also kurz mit dem Dampfstrahler die Räder und den Kopf gereinigt und auf zum nächsten Rennen.

Weser Ems Cup Finale in Gesmold. Viele Leute haben mir von dieser Rennserie vorgeschwärmt, so dass wir uns mit André Zamponi mal davon überzeugen wollten. Wir nahmen also am Sylvestertag an dieser sonnigen Veranstaltung teil. Den Kurs fand ich persönlich sehr geil, denn es ging auf einem Campingplatz mit vielen Richtungswechseln um einen Badesee. Neben befestigten Wegen hatten wir Wiesen-, Schotter-, Matsch-, Sand- und Steilpassagen in der Runde. Perfekt für ein schönes Crossrennen.

DSC00551.JPGDer Start war aus Reihe zwei problemlos, denn man hatte genug Zeit auf der Geraden ein paar Plätze gut zu machen. Kurz vor der Geländeeinfahrt überholte ich den Rest und setzte mich an die Spitze. Nach einer halben Runde Führung entstanden die ersten Lücken nach dem rutschen Erdhügel an der Rückseite des See´s. Aus der vierer Gruppe wurde immer mal wieder attackiert, bevor Johannes Siemermann (RSG-Lohne Vechta) und ich einen kleinen Vorsprung vor Michael Witte (Buchholz) und Thomas Hannöver (RSG-Lohne Vechta) herausfahren konnten.

Kurze Zeit später konnte ich erneut über den Matschhügel rüberfahren, während Johannes vom Rad musste. Dies brachte die Meter Vorsprung, welche nötig waren um ihm keinen Windschatten auf den Rest der Runde zu geben. In den folgenden Runden konnte ich diesen Vorsprung vergrößern und sicherte mir den Sieg in der Eliteklasse vor Johannes und Michael. Ein guter Jahresabschluß.

Master WM Cross in Gossau /Schweiz. Am ersten Wochenende in 2014 stand gleich ein Höhepunkt an. Eine WM ist immer etwas Besonderes, insbesondere wenn die Form passt und es ein tolles Trikot zu gewinnen gibt. Bereits zwei Tage vorher waren wir vor Ort und schauten uns den Kurs an. Generell war diese WM perfekt organisiert, denn alles war vorhanden, was man für ein Crossrennen benötigt (warme Duschen, Hochdruckreinigen, Rennwürstchen und Zuschauer). Der Kurs war für die Zuschauer fast komplett einsehbar und gut abgeflattert. Der einzige Wermutstropfen war der 80% Wiesenanteil, der natürlich sehr wetterfühlig war.

DSC00661.JPGWährend es tags zuvor noch alles gut fahrbar war, war es am Renntag alles durchgefahren. Es gab kaum noch Wiesenstücke, welche noch die feste Grasnarbe hatten. Flachstücke wurden zu Laufpassagen und die Abfahrt war wirklich ein Lotteriespiel, welche Spurrille man so erwischte. Mein Start lief aus Reihe zwei gewohnt gut und im ersten Wiesenstück konnte ich die Führung übernehmen. Die Abfahrt lief ohne Probleme und ich ging an Position zwei in die folgenden Abschnitte.

DSC00716.JPGDa der Kurs so aufgeweicht war, wechselte ich jede halbe Runde das Rad. Mein Dank geht hier an Iris und Stefan, die mehr schwitzten als ich und immer ein sauberes Rad für mich hatten. Hinter dem Schießstand attackierte ein Franzose und setzte sich an die Spitze unserer Vierergruppe. Ich konnte zunächst folgen, verlor aber in einer 300m Laufpassage den Anschluss und ging an Position vier hinter einem Schweizer in die verbleibenden 4 Runden.

DSC00805.JPGWährend der franz. Sportsfreund sich absetzen konnte, hatte ich Platz zwei und drei in Sichtweite. Der Rückstand wurde geringer, als mir in Runde 3 das Schaltwerk abriss. Die folgenden 750m waren nun zu Fuß zu bewältigen. Da die Wiesen so durch waren, verlor ich keinen Platz bis zum Depot, wo endlich wieder Rad gefahren werden konnte. Kurzzeitig wollte mir aber ein Spanier noch den vierten Rang streitig machen, was ich aber wirklich nicht zulassen konnte, bzw. er hatte nach dem Laufstück einen kurzzeitigen Herzstillstand. So beendete ich doch zufrieden als 4. meine dritte Master WM. Bei den Bedingungen war für mich nicht mehr drin.

Die Zeit bis zur DM in Döhlau am kommenden Wochenende nutzen wir um uns Rothenburg ob der Tauber mal anzuschauen und auszuspannen. Fotos gibt es nur von der WM, da man manchmal das Wichtigste zum Fotografieren im Schrank vergisst (alle Fotos stammen aus Gossau):  und er ist nicht zu übersehen

Die Crossrennen rund um die Weihnachtsmänner

Ihr wisst ja wie es ist, wenn man die Geschenke einkaufen, die Plätzchen backen, den Baum schmücken, den Rotkohl zubereiten, den Knödel kochen und die Gans braten muss, die Zeit für die Berichterstattung kommt zu kurz. Somit habt Ihr aber nach den besinnlichen Tagen die Gelegenheit gleich zwei Rennen nochmal wie live nachzuerleben.

DSC09180.JPGDas Finale des Panther Cross-Cups in Neubrück bei Braunschweig war eine reine Männerangelegenheit. Fabian R. und André Z. wurden an der BAB aufgesammelt und die  Reise begann. Entspannt erreichten wir das Waldstück, wo die Helfer schon die bekannte Runde abgeflattert hatten. Schnell schlüpften wir in unsere engen Gymnastikhosen und begaben uns auf den Streckencheck. Alles wie im letzten Jahr, außer dass irgendwie alle Wurzeln frei lagen und es echt ziemlich rappelte.

Der Start der Eliteklasse war nichts halbes und nichts ganzes, denn es ging irgendwann einfach los. Ich reihte mich an Position 4 direkt hinter Max Walsleben ein. Zwei Kurven später hatten sich die Schnellstarter die Kette oder den Reifen runtergezogen und Max und ich waren allein. Es dauerte aber nicht lange und Max enteilte mir. Von hinten drückte Jannick Geisler mächtig auf die Tube, so dass ich zwischen den beiden Jungs alles geben musste um den Platz zu behaupten. Dies gelang mir mit hängender Zunge. André belegte nach langer Rennpause Platz 12.

DSC09349.JPGNach dieser guten Platzierung ging es nach dem heiligen Abend mit den Jungs zum Abfahren der neuen Runde des Weihnachtscrosses. Da die Haake nicht mehr geharkt werden darf, fegten die fleissigen Helfer von Herrn Plambeck den Forst in Appenbüttel. Hier wurde aber gute Arbeit geleistet, denn zwei Anstiege und etliche sportliche Richtungswechsel machten den Kurs anspruchsvoller und anstrengender als vermutet. Es war eine gelungene Alternative, auch wenn ich die Berge in der Haake mochte.

DSC09038.JPGDie Eliteklasse wurde von Ole Quast ins Gelände geführt. Ich behauptete mich an Position zwei, bevor ich nach dem ersten langen Anstieg kurz mal größenwahnsinnig wurde und die Führung übernahm. Dies rächte sich in Runde drei, wo ich auf Platz drei zurückfiel und den Anschluß nach vorne verlor. Kurze Zeit später mischten sich die Karten neu, denn Max Lindenau fiel mit defekt aus der Spitze, während wieder mal Jannick Geisler von hinten aufschloß. Für mich änderte sich danach nicht mehr viel, denn nun waren Ole und Jannick vorne und ich hielt souverän den dritten Rang.

DSC09408.JPGVor den zahlreichen Fans, mindestens zehn davon hatte ich mitgebracht, erreichte ich den letzten Podiumsplatz hinter den beiden Stevens Jungs. Ich wäre gerne etwas länger im Rennen um den Sieg geblieben, aber irgendwie verkrafte ich Weihnachten auch nicht so wie früher.

Jetzt wird es ernst, denn es folgen zwei Deutschlandcup Rennen in Vechta und Herford, bevor es dann in die Schweiz zur Master-WM und danach zur DM nach Döhlau geht. Also steht ein volles Programm in den kommenden Wochen an.

Hier im neuen Führungstrikot des Stevenscups:  und er ist nicht zu übersehen

In Kiel gab es ein neues Trikot

In den vergangenen Wochen habe ich mein Training etwas umstellen müssen, da die Sonne zu früh hinterm Deich verschwindet um draußen auf dem Crosser durchs Gelände zu hasten. So musste die alte Rolle entstaubt werden um abends im Keller noch ein wenig zu fahren. Spaß macht es ja nicht im stickigen Keller, aber man bleibt trocken, benötigt kein Licht am Rad und ist pünktlich zum Abendbrot wieder in der Küche.

DSC06573.JPGMeistens schaffe ich es aber an einem Tag in der Woche im Gelände zu fahren um ein wenig an der Technik zu feilen. Nachdem ich aber heute wieder die Weltklasse im Livestream gesehen habe, befürchte ich, dass ein Tag pro Woche nur ausreicht, wenn ich noch 40 Jahre Rennsport dranhänge. Keine Angst, werde früher aufhören.

Diesen Sonntag stand erneut ein Stevens Cup Rennen an. Eigentlich sollte in Kiel bereits im November gestartet werden, doch der damalige Sturm hatte etwas dagegen. Der Veranstalter hatte sich aber in diesem Jahr etwas besonderes für uns ausgedacht. Ein neuer Kurs stand an und meine Übersetzung und die Reifen passten so gar nicht zu dem hügeligen, matschigen Parcours. Mir kam es so vor, als wollte man hier mal ein Rennen mit den meisten Höhenmetern ausrichten.

DSC08037.JPGDer Start der Elite lief gut und ich bog hinter Jannick Geisler (Stevens) ins Gelände. Im ersten der beiden langen, steilen Berge überholte mich Max Lindenau (Stevens), um danach im Dreiklang in die nächste Runde zu steuern. An diesem steilen Ding folgten dann auch die Entscheidungen. Während Max in der dritten Runde wegen technischen oder persönlichen Problemen abreißen lassen musste, ging es mir eine Runde später ohne Ausrede auch  nicht besser.

Auf Platz zwei verlor ich einige Sekunden auf Jannick, bevor ich mich in der fünften Runde wieder sammelte und auf Sichtkontakt weiter fuhr. Gegen Rennende wurde der Abstand zwar geringer, dennoch war an diesem Tag kein Kraut gegen Jannick gewachsen. Glückwunsch an ihn und auch an Tim Rieckmann (BOC), der hinter mir auf Platz 3 ins Start- und Zielgeschlengel bog.

DSC08478.JPGNeben einer Medaille gab es auch noch neue Radbekleidung. Trotz Punktgleichheit mit Tim, habe ich nun das Führungstrikot vom Cup, da ich heute besser platziert war als Tim. Ich muss aber reklamieren, dass die Gelbtöne sich mit unserer Teambekleidung beißen. Wir bereiten gerade ein Schreiben an Stevens und den BDR vor um hier vorm Schiedsgericht eine optische Einigung zu erwirken.

Kurz vor dem Fest geht es mit den heiligen drei Crossern – André, Fabian und mir – noch zum Finale des Panther Cross Cups nach Braunschweig.

2. Advent und andere Stürme

Bevor die Woche rum ist und neue Rennen anstehen, muss ich noch schnell das vergangene Wochenende literarisch niederschreiben. Es war etwas turbolent und stürmisch bei uns im Norden, wobei wohl der größte Schaden in der Absage des Rennens in Elmshorn bestand. Der dort ansässige Förster fand einfach keine Zeit mehr die 3.567 Bäume im Liether Stadtwald nach ihrer Knickfähigkeit zu befragen. Es wird aber nachgeholt.

DSC08273.JPGIch verbrachte überflutungssicher den Freitag zu Hause, da die doch sehr hohe Elbe so manche Schiffslinien nicht mehr fahren ließ. Gegen Mittag war die Neugier aber zu groß und ich schaute mir die Wassermassen mal an. War schon beeindruckend ein Rekordhochwasser zu haben und man kann trotzdem entspannt hinter den neuen Hochwasserschutzanlagen radeln. Und dabei hatte ich extra das Rad mit Schutzblechen aus den Keller geholt.

Der nun 6. Lauf des Stevens-Cups in Volksdorf fand wie geplant statt. Die Bäume die dort morsch waren, hatte Xaver nicht mehr fällen können, da sie schon lagen. Dementsprechend schufen die Jungs von der RG-Hamburg eine teilweise neue Streckenführung, welche den Kurs verbesserte. Es fuhr sich sehr flüssig auf den Forst- und Waldwegen/ -Pfaden. Die querliegenden Bäume dienten als natürliche Hindernisse zum Absteigen oder Springen.

DSC07164.JPGNach dem Start der Eliteklasse ordnete ich mich hinter Max Lindenau und Jannick Geisler (beide Stevens) ein. Hier erfuhr ich dann was ein schnelles Starten ist und dass man über manche Hindernisse doch springen kann. Diese Erkenntnis kam zu spät, denn die Lücke zu den beiden U23-Fahrern war da. Ich nahm zwar in den folgenden Runden den Mut zusammen und sprang auch über die Bäume, den Anschluß konnte ich aber nie wieder herstellen. So war die Reihenfolge aus der ersten Runde auch die Reihenfolge im Ziel. Spannung sieht anders aus, aber manchmal ist das so.

Fast besser als die Plätzchen beim Adventskaffee waren die heißen Duschen. Bei kühlen Temperaturen und nassen Klamotten ist warmes Wasser echt was tolles. Belohnt mit dem Sieg in der Eliteklasse vor den BOC-Jungs Tim Rieckmann und Sebastian Sattler ging es zur gedeckten Kaffeetafel. Ein schöner zweiter Advent.

Der dritte Advent wird in Kiel stattfinden und auch Petra wird wieder dabei sein um die Akteure ins rechte Licht zu rücken. Hauke wurde in unserem Rennen souverän 8., während Andre nicht starten konnt.

Der Einsatz beim D+S-Cup

DSC08192.JPGSamstag zum Deutschlandcup nach Kleinmachnow und Sonntag zum Stevens-Cup in Bad Doberan waren die Randbedingungen für ein schönes Crosswochenende in den nordischen Bundesländern. Leider habe ich es an beiden Tagen nicht geschafft rechtzeitig zur Streckenbesichtigung anzureisen. So mussten die ersten Runden die Sicherheit auf der Strecke bringen.

Regen auf der Autobahn und Sonne (habe sie kurz entdeckt) in Berlin zum wahrschein-lichst schönsten Rennen der Saison. Die Strecke um/ auf dem Kiebitzberge ist einfach Cross pur. Sandige Lauf- und Fahrpassagen, schnelle Kurven und etwas matschige Wiese wechseln sich mit den zahlreichen kleinen Anstiegen ab. Genauso toll wie die Strecke, sind die zahlreichen Zuschauer, welche dieses Rennen immer zu etwas Besonderem macht.

DSC08191.JPGAus Reihe zwei ging es die lange Startgerade hinunter, wo ich die Lücke fand um als erster in den Laufanstieg zu gelangen. Freie Bahn hieß es danach und ich zog voll durch um etwas Luft nach hinten zu gewinnen. Ob es an dem fehlenden Einfahren lag, nach zwei Runden musste ich erst mal durchatmen und die Jungs von hinten kamen verdächtig nahe. Es gelang mir aber mit der zweiten Luft den Vorsprung zu vergrößern und einen ungefährdeten schönen Sieg einzufahren. Dritter wurde Matthias Lastowsky (Gunsha Racing), der im Ziel dem Bremer, der nie zur Siegerehrung erscheint, unterlag.

DSC08412.JPGNach dem Weihnachtsmarkt in Postdam, einer Pizza Tonno bei unserem Kleinmachnower Italiener und reichlich Schlaf ging es am Sonntag morgen über freie Autobahnen nach Bad Doberan. Dank Warnungen meiner Arbeitskollegen vor Blitzern im Brandburger Raum, konnte ich durch zwei gekonnte Ankerwürfe die Kiste auf das zulässige Mass drosseln. Das ist am Sonntag vor 9:00 Uhr noch frecher als der Soli.

DSC08545.JPGErneut Regen auf der Autobahn und Sonne in Bad Doberan. Herr Dulkies hatte hier einen wirklich schönen, anspruchsvollen Kurs in den Stadtwald gehauen. Zwei schöne Anstiege, ein paar schnelle Kurven und eine knifflige Abfahrt waren die Eckdaten. Teer fehlte und der Waldboden war griffig und zart zum Reifen. Ich erwischte das schnellste Hinterrad des Tages und bog als zweiter hinter Jannik Geisler (Stevens) ins Gelände.

DSC08517.JPGUnsere Gruppe bestand aus fünf Athleten. Jannik, Tim, Arne, Sebastian und mich. In den ersten drei Runden wurde brav auf der endlosen Zielgeraden gewechselt, danach waren Jannik und ich enteilt. Von da an war es hart. Ich schaffte es zwar immer wieder an sein Hinterrad zu springen, musste dabei aber wirklich auf die Zähne beißen. Zwei Runden vor Schluss war der Dano dann geknackt und Jannik fuhr davon. Im Ziel fehlten mir 20 sec., was für mich mehr als akzeptabel ist. Glückwunsch auch an Arne Vettermann, welcher die beiden Bergamont-BOC´s auf Distanz hielt.

DSC08645.JPGEin schönes Wochenende endet nun in einem 1.Adventsnachmittag mit etwas Schoki auf dem Sofa, oder doch lieber Astra-Rotlicht?!

 

Der große Sandkasten in Berlin und die Berge in Bad Doberan:   und er ist nicht zu übersehen